Beiträge von Botanikus

    Das Brutnest wäre mir zu lückig, und die verteilten Drohnenzellen wären bei mir der Anfang vom Ende der Königin. Ausserdem sehe ich keine einzige honiggefüllte Zelle, die Waben sind absolut trocken. Hat das Volk Honigvorräte im Honigraum? Kommt aktuell ausser Pollen was rein? Eine Brutwabe zu dieser Jahreszeit sollte anders aussehen. Hat das Volk noch offene Brut?

    Man kann Nicotfütterer (passend für 10er Langstroht oder modifiziertem Dadant) auf Segeberger stellen. Sie stehen zwar vorne und hinten etwas über und sind seitlich etwas schmal, aber sie schließen bienendicht ab. Zum Verschließen der Nicots braucht man aber einen passenden Innendeckel und einen Regenschutz. Hier passt der Segeberger Deckel nicht.

    Da zwischen den Rähmchenoberträgern bei Segebergern und dem Nicotfütterer kein Beespace gegeben ist, muss man vor Aufsetzen des Fütterers die Bienen mit Rauch in die Wabengassen treiben, sonst quetscht man Bienen. Der zentrale Zugang zum Fütterer sollte quer über alle Rähmchen laufen, damit die Bienen trotz des fehlenden Beespace ungehindert in der Fütterer gelangen können.

    Nicotfütterer anderer Maße haben wir noch nicht ausprobiert. Wenn ich das nächste mal bei den Bienen bin, kann ich gerne ein paar Fotos machen.

    Ich habe schon Bodenschwärme in Rapsfeldern ohne höheres Begleitgrün, an Eingängen von Rohrdurchlässen mit unmittelbar benachbarten Feldgehölzen und auch mitten im Wald auf Waldwegen gesehen. In allen Fällen konnte eine Flügel beschnittene Königin mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Bodenschwärme fallen halt nicht so sehr auf und werden leicht übersehen.


    Grüße aus Berlin

    Hallo Henry,


    unter dem Link http://www.mlur.brandenburg.de…ail.php/5lbm1.c.169923.de habe ich das Merkblatt zur Wanderung mit Bienenvölkern im Land Brandenburg verlinkt.


    Der Passus, dass über Kreisgrenzen wandernde Bienenvölker eine Seuchenfreiheitsbescheinigung brauchen, steht auch in der Bienenseuchen-Verordnung (Link: http://www.bayerische-imker.de…enenseuchenverordnung.htm), die wohl bundesweit gilt.


    Wenn die Bienenseuchen-Verordnung bei der Wanderung mißachtet wird, kann dies als Ordnungswidrigkeit geahndet werden!


    Grüße aus Berlin

    Hallo,


    es gibt einen Unterschied zwischen einem Gesundheitszeugnis und einer Bescheinigung der Seuchenfreiheit.


    Das Gesundheitszeugnis ist meist durchaus teuer und bescheinigt dem Imker, dass seine Bienenvölker frei von jeglichen Krankheiten sind. Es ist für Bienenwanderungen nicht vorgeschrieben!


    Vorgeschrieben bei Wanderungen ist eine Bescheinigung der Seuchenfreiheit. Hierbei geht es vor allem um Amerikanische Faulbrut. Die Seuchenfreiheitsbescheinigung kostet in der Regel deutlich weniger und ist meist 9 Monate gültig. Ob der einzelne Amtstierarzt für die Ausstellung der Seuchenfreiheitsbescheinigung die Völker bei einem Ortstermin in Augenschein nimmt oder nicht, Futterkranzproben zieht oder nicht etc., ist unterschiedlich und bleibt im selber überlassen. Nach Aufstellung der Bienenvölker in einem anderen Landkreis als bisher, faxt man das Seuchenfreiheitszeugnis an den zuständigen Veterinär. Es ist natürlich sinnvoll, durch ein Telefonat im Vorfeld zu klären, ob in dem Kreis in den man einwandern möchte, z.B. ein Faulbrutsperrbezirk existiert.


    Grüße aus Berlin

    Hallo Henry,


    bei Deinem Gehölz handelt es sich wahrscheinlich um Sorbus x hostii, einen natürlichen Hybriden zwischen Sorbus chamaemespilus und Sorbus mougeotii aus Mitteleuropa (Photos unter http://www.rettarholl.is/plontur/ulfareynir.html).


    Die Beschreibung der Zwerg-Mehlbeere (Sorbus chamaemespilus) passt auch recht gut zu Deinen Bildern und Beschreibungen: Blüten rosa bis rötlich, die Blütenstiele weißfilzig. Frucht mit Kernen, rundlich bis länglich, 1-1,3 cm lang, rot bis braunrot, eßbar. Blätter elliptisch bis länglich, 3-7 cm lang, gesägt, unterseits ± blaugrün. (Photos unter http://www.wsl.ch/forest/soil/…/kap1_auswahl3.php?id=608). Allerdings erreicht Sorbus chamaemespilus allenfalls Großstrauchgröße.


    Eine genauere Beschreibung von Sorbus x hostii habe ich leider nicht finden können.


    Beste Grüße aus Berlin