Beiträge von Hans Herdegen

    Hallo,
    in der Herbstausgabe der Zeitung der schwedischen Züchter der Dunklen Biene schreibt ein Teilnehmer an der SICAMM-Konferenz 2012 kurz über die Situation in Deutschland folgendes: Es gibt drei Stationen die inseminieren, es gibt eine Belegstelle im "Bergland"- vielleicht meint er Gebirge? Und er schreibt von einem Vortrag über eine "Mondscheinbelegstelle". Was er mit der Mondscheinbelegstelle meint ist mir bekannt, aber wo liegt die Belegstelle für die Dunkle Biene? Wer sind die drei Züchter die inseminieren?
    Kann jemand informieren?
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

    Hallo Wolfgang,
    bin etwas neugierig auf die Flekkefjord geworden und habe die älteren Zeitungen des "Projekt Nordbi" durchgeblättert. Dabei bin ich auf einen Artikel von Bo Vest Pedersen gestossen mit der Ûberschrift " Wieviele genetisch verschiedene Linien gibt es innerhalb der Dunklen Biene?". Er vergleicht Mitokondrie-DNA von Proben aus ganz Europa. Dabei beschreibt er, dass sich die Flekkefjord von fast allen anderen untersuchten Dunklen Bienen Europas unterscheidet. Während es von den anderen Linien Vorkommen in mehreren Ländern verbreitet geben kann, so gibt es von der Flekkefjord-Linie nur noch ein Vorkommen im südlichen Irland mit der gleichen genetischen Ausstattung. Vielleicht intressant für euch.
    Pedersen arbeitet an der Universität in Kopenhagen, der Artikel stammt aus dem Jahr 2000.
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

    Hallo Wolfgang,
    vielen Dank für diese Informationen. Ich folge seit dem Beginn des "Nordbi Projekt" in Schweden deren Arbeit. Der Zusammenhang zwischen Lüneburger Heide und Flekkefjord war mir nicht bekannt. Intressant! Viel Glück für eure Arbeit mit der Wiederansiedlung. Über den Rückgang der Völker in Flekkefjord habe ich hier auch gelesen. Hoffentlich geht es dort bald wieder aufwärts.


    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

    Hallo Kai,
    eine Frage zu den Kategorien. Warum bekommt die Flekkefjord eine eigene Kategorie? Flekkefjord liegt in Norwegen, also ist die Flekkefjord-Linie doch eine norwegische Biene. Auch die schwedischen Züchter der Dunklen Biene haben eine Flekkefjord-Linie. Sie beschreiben deren Ursprung aus Norwegen. Deshalb meine Frage.
    Ansonsten finde ich deine Seite gut.
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

    Hallo!
    Verwendet ihr eigentlich einen Atemschutzfilter, wenn ihr das Pulver wiegt und abfüllt? OS in kristaliner Form ist giftig und soll nicht eingeatmet werden.
    Schon aus dem Grund würde ich OS in Tablettenform kaufen. Ich selbst träufle OS- Lösung.
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

    Hallo,
    hier noch etwas über die Sicula aus dem Oktoberheft der schwedischen Imkerzeitung "Bitidningen". I. Fries, der Leiter des Gotlandprojektes, schreibt über die Imkerei auf der Mittelmeerinsel Marettimo westlich von Sizilien.
    In den achtziger Jahren kam die Varroamilbe auf die Insel und verursachte katastrofale Verluste. Die Imker behandelten mit den gängigen Varroamitteln, die Milbe entwickelte Resistenz, die Imker behandelten mit Säuren, um die Völker am Leben zu erhalten. 2005 änderte sich die Situation. Die Imker vergrößerten den Wabenabstand im Brutraum, inspiriert vom Imker Francesco Mussi in der Toskana. Seitdem brauchen die Imker auf der Insel nicht mehr gegen die Varroa behandeln.
    Die Imker schwören darauf, dass es der größere Wabenabstand ist, der den Bienen das Zusammenleben mit der Milbe ermöglicht. I. Fries dagegen meint, man könnte an eine Resistenz der Bienen denken, da es teils große Verluste gab und da es auch eine wilde Population der Sicula uaf der Insel gibt.


    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

    Hallo...
    noch eine Bemerkung zum Faulbaum. Die Universitet für Landwirtschaft in Schweden empfielt in einer Schrift über nektar- und pollenspendende Pflanzen auch den Faulbaum anzupflanzen. Ein Warntext dazu macht allerdings darauf aufmerksam, dass auf dem Faulbaum eine Blattlaus (Aphis frangulae) als Ei überwintert. Diese Läuse schaden dann den Kartoffelpflanzen, sie können außerdem Virus auf die Kartoffelpflanze übertragen. Deshalb sollte man den Faulbaum nicht in der Nähe von Kartoffelfeldern anbauen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

    Hallo!
    Vielen Dank für eure Antworten, Gedanken und Ideen. Das hat mir schon geholfen. Meine Idee mit dem Carnicaeinschlag und dem "aus der Brut gehen" war vielleicht nicht so abwegig. Von den drei Völkern die keine Eier hatten habe ich eines aufgelöst. In dem Volk habe ich die Königin erst ganz am Schluss gefunden. Die beiden anderen Völker, bei denen ich die Königin schon eher sehen konnte habe ich angefangen einzufüttern. Natürlich ein kleines Risiko - aber ich glaube es ist nicht so groß. Ich kann euch ja im Frühjahr berichten wie es ging.
    Zum Vorschlag meine Landsleute zu fragen: In meinem Imkerverein gibt es keinen erfahrenen Carnicaimker. Natürlich kenne ich einige Namen in Schweden, aber persönlich kenne ich keinen Carnicaimker. Da ist es doch natürlich dass ich die Frage hier im Forum stelle, wo ich weiß, dass es Carnicaimker gibt, die ich vom lesen her kenne.
    Zum Abstand 1000km südlich. Die Biene verhält sich wohl bei gleichen Wetterbedingungen auf die gleiche Art und Weise unabhängig vom Breitengrad. übrigens hatten wir einen kühlen und verregneten August und September. Der Polleneintrag war in letzter Zeit sehr gering. Das hat mich ja auf die Idee der carnicaangepaarten Jungköniginnen gebracht
    Nochmals vielen Dank für eure Antworten
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

    Hallo!
    Habe eine Problemstellung an Imker mit Carnica-Erfahrung und würde mich über Antworten freuen.
    Seit vielen Jahren arbeiten ich und meine Nachbarn mit der Buckfastbiene. Standbegattung hat immer gut funktioniert. Voriges Jahr hat einer meiner Imkernachbarn 20 Völker auf Carnica umgeweiselt. Ich habe heuer wieder einige Ableger gemacht mit Freipaarung im Bienengarten. Die Ableger haben sich sehr gut entwickelt. Nach der Ernte habe ich mit Ameisensäure behandelt und das Wetter wurde noch kühler und regnerisch. Eine Woche nach der Behandlung waren drei der Ableger ohne Eier und Larven, auch kleine Futtergaben mit 50/50 Zuckerlösung konnten nicht helfen. Es war weiterhin kühl und regnerisch. In zwei der Völker konnte ich die Königin sehen. Trotz Zuckerlösung keine Eier. Wenn man die Beute öffnet so sieht es aus, als ob für die Bienen schon der Winter vor der Tür steht. Alle Bienen scheinen mit etwas beschäftigt und nehmen kaum Notitz vom Öffnen der Beute. In den anderen Beuten herrscht doch noch deutlich mehr Aktivitet.
    Nun zu meiner Frage. Es kann ja sein dass die drei Königinnen sich vor allem mit Carnicadrohnen gepaart haben. "Man" sagt ja dass Carnica bei schlechtem Wetter aus der Brut geht. Das könnte ja für diese drei Völker gelten. Meine Frage: Findet ihr dass meine Völker ein "Carnica-Verhalten " zeigen?
    Wenn nicht, so kann es ja sein, dass die Ableger noch umgeweiselt haben und die Königinnen nicht begattet wurden. Dann kann ich sie aber nicht einfüttern für den Winter.
    Ich hoffe ihr wollt euch mit dem Problem beschäftigen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

    Hallo Andreas,
    so wie Marion es beschreibt mache ich das auch, klappt gut. Eine etwas mehr arbeitsintensive Art wäre es, den Ableger mit einem anderen Volk den Platz tauschen zu lassen. Da bekommst du plötzlich viele Flugbienen in den Ableger.
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

    Hallo ELK!
    Danke für die Info. Das Rezept werde ich auch anwenden. Eigentlich möchte ich nur den Tee ohne Zucker geben, z.B. im zeitigen Frühjahr,wenn die Bienen Wasser brauchen und es eigentlich zu kalt ist zum Fliegen. Dann werde ich den Tee über einen Futterballon anbieten. Wie stark dürfte denn der Tee sein?


    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

    Hallo ELK!
    Mich würde intressieren welche Menge Kräuter du auf den Liter Wasser bei der Teeherstellung verwendest und wieviel Tee du pro Liter Winterfutter beimischst.
    Freu mich schon auf deine Antwort!


    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

    Hallo Stephan,
    auf deiner homepage schreibst du ,dasss man in Schweden ausschließlich mit Säuren behandelt. Diese Behauptung ist falsch. In Schweden behandelt man offiziell mit Säuren, Apistan und Tymol. In einigen Gebieten hat die Milbe Resistenz gegen Apistan entwickelt. Das deutet darauf hin, dass Imker in Schweden schon lange mit Apistan behandeln. Dass Erik mit Tymol behandelt hat natürlich auch eine Vorbildfunktion. Gibt es denn Untersuchungen die einen Zusammenhang von Säureanwendung und Virusanfälligkeit aufzeigen?
    Danke für den Film über Bienen mit VSH-Verhalten.
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans