Beiträge von Hans Herdegen

    Hallo!
    Ich möchte nur klarstellen, dass ich kein Züchter der Dunklen Biene bin. Zur Zeit habe ich Buckfastbienen am Stand, da alle meine Imkernachbarn die Buckfast halten und einige auch zielgerichtet züchten. Deren Arbeit will ich nicht gefährden. Früher hatte ich aber einige Dunkle um sie kennenzulernen. Ich könnte mir auchheute vorstellen mit dieser Biene zu arbeiten, - aber siehe oben. Die Arbeit des Projekt Nordbi verfolge ich auch weiterhin.
    Für Deutschland wünsche ich natürlich, dass es da zu einer Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Gruppierungen kommt. Der Weg dahin scheint mir allerdings noch lang. Diskussionen wie hier im Forum könnten ja eigentlich zu einer positiven Entwicklung beitragen......
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

    Hallo Horstus!
    Im Projekt Nordbi, das für die Erhaltung der Dunklen Biene in Schweden arbeitet, weiß man recht genau, welche Linien am reinsten sind und welche züchterisch weiter bearbeitet werden müssen. Die machen auch gar kein Geheimnis daraus. In einer ihrer zwei Ausgaben des "Nordbi aktuellt" kann man die Stammbäume der Zuchtköniginnen einsehen. Da kann man sich auch über den Reinheitsgrad informieren.
    Was die Flekkefjordlinie aus Norwegen anbetrifft scheint es Fragezeichen zu geben. Projekt Nordbi importierte einige Flekkefjordköniginnen aus Norwegen, um die eigene Flekkefjordlinie zu verstärken. Die Enttäuschung war groß als sich herausstellte, dass die Völker dieser Königinnen schlechte Flügelwerte hatten.
    Das muss aber wirklich nicht bedeuten, dass die Flekkefjordbiene aus Norwegen nicht eine Dunkle Biene ist. Da gibt es sicherlich auch reine Bienen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

    Hallo Toyotafan!
    Vielen Dank für diesen augenöffnenden Bericht. Es tut weh zu lesen, was du mit deinen Bienen da durchgemacht hast. Vielen Dank auch, dass du nicht aufgegeben hast und dass du diese Informationen weitergibst - und dass du das sachlich tust. Jetzt habe ich Argumente bekommen, die ich in Diskussionen gerne anwenden werde.
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

    Hallo,
    jetzt kann ich sagen, dass der weinrote Pollen von der Roten Taubnessel kommt. Das berühmte Brett vor dem Kopf, das mir die Sicht versperrt hat, ist endlich weg:-)))
    Nicht dass mir noch jemand den Unsinn glaubt hier gäbe es die Rote Taubnessel nicht! Nichts für ungut!
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

    Hallo,
    erst einmal vielen Dank für alle Antworten. Wie es so aussieht könnte der Pollen also von der Roten Taubnessel kommen. Von der Farbe her liegt das am Nächsten.
    Ich werde mal nachforschen, ob jemand hier schon einmal diese Pflanze gesehen hat.
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

    Hallo,
    also Spargel finde ich gut - zum Essen! Der wird in Schweden auch angebaut, bei uns aber nur in einzelnen Gärten, weiter im Süden auch zum Verkauf.
    Import in Stockholm von frischem Spargel aus Deutschland. Diskussion intressant, hilft aber in der Frage nach weinrotem Pollen im September leider nicht weiter.
    Danke für eure Vorschläge. Hoffentlich kommen noch einige.
    Jetzt muss ich einmal schauen wie das Habichtskraut auf Schwedisch heißt.
    Ich tippe eigentlich auch auf einen Lippenblütler - aber wer weiß?
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

    Hallo,
    nachdem in der Nähe meiner Bienen Rapsfelder noch einmal in Blüte gegangen sind habe ich doch etwas genauer beobachtet, ob die Bienen nur mit Rapspollen kommen. Pollen mit verschiedenen Gelbtönen, also nicht nur Raps! Gut! Bei zwei Völkern: schöne weinrote Pollenhöschen, auch am Rücken weinrot und etwas ins rosa gehend. Ich kann mir nicht erklären, welche Pflanze sie anfliegen. Hat jemand von euch eine Erklärung?
    Die Rote Taubnessel habe ich hier noch nie gesehen!


    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

    Hallo Ludger,
    die Seite auf Englisch behandelt nur das Jahr 2007. Auf der "schwedischen" Seite kann man über das Jahr 2012 lesen, dass es inzwischen 53 imker auf Island gibt, dass man 18 Schwärme einfing, dass man im Juni 48 Stück Paketbienen vom Imker Eckermann von der Insel Åhland holte. Dazu flogen zwei isländische Imker nach Åhland, um Eckermann bei der Erstellung der Paketbienen zu helfen. Das beste Volk brachte eine Ernte von ca 50kg, zwei Völker brachten 40 kg, mehrere imker ernteten nur 5kg pro Volk, oder hatten keine Ernte.
    Ich habe die Entwicklung der Imkerei auf Island durch deren Homepage etwas verfolgt. Sie hatten in den ersten Jahren immer große Winterverluste, bis es ihnen schließlich gelang, die Beuten vor dem Winterwind zu schützen.
    Die Anzahl der aktiven Imker ist jedes Jahr gestiegen. Sie betonen, dass die Hälfte der Imker Frauen sind.
    Soweit über die isländische Imkerei 2012.
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

    Hallo Ulrich!
    Vielen Dank für deine Antwort. Die Tatsache dass die Ammenbienen Virusträger sind deuten ja darauf hin, dass es schwer werden wird, die Sackbrut ganz aus den Völkern zu bekommen. Wie du schreibst kann man wohl nur den Virendruck mindern.
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

    Hallo!
    Habe heuer im Frühjahr Sackbrut bei zwei meiner zehn Völkern festgestellt. Habe gehofft, dass die Krankheitssymptome im Sommer verschwinden würden. Im schwächeren Volk sind sie immer noch deutlich vorhanden. Kann mir jemand mit Erfahrung einen guten Rat geben, wie ich diese Krankheit wieder von meinem Bienenstand weg bekomme?
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

    Hallo!
    Ja , die schwedischen Ligustiga-Züchter sind gut organisiert und arbeiten sehr erfolgreich. Wenn ich mich recht erinnere so erlebten sie allerdings eine böse Überraschung im Jahr 2000 etwa. Sie schickten Proben ihrer Zuchtvölker zum Institut Dol in Tscheckien um sie nach der DAWINO-Methode auswerten zu lassen. Die schwedischen Ligustiga-Bienen waren ja schöne gelbe Bienen. Sie waren äußerlich gelb, aber das Auswerten der Flügelgeäder zeigte: der Inhalt war ein Gemisch aus verschiedenen anderen Bienenherkünften. Die Züchtergruppe in Schweden mußte die meisten ihrer Zuchtlinien aussortieren. Sie begannen mit neuem importierten Material sozusagen von neuem und legten nicht mehr soviel Gewicht nur auf die gelbe Farbe. Es wurde damals in der Bienenzeitung viel von er Ligurischen Biene gesprochen, deren Königin mehr eine lederbraune Färbung hat. Soweit aus meiner Erinnerung. Welches Material sie jetzt verwenden weiß ich nicht so genau. Wenn ich mich recht erinnere so waren diese ganz gelben Bienen ein Resultat von früheren Importen aus Amerika.
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

    Hallo Kai,
    ich weiß nicht, ob man von deinen Untersuchungen, die sicher richtig sind, auf die Lage der Dunklen Biene in der Schweiz allgemein schließen kann. Ingvar Pettersson, ein Teilnehmer der schwedischen Nordbiimker an der Siccam-konferenz, schreibt in der Zeitung "NORDBI aktuell" von Besuchen bei schweizerischen Züchtern und Imkereien. Sie waren beeindruckt von der dunklen Farbe der Bienen und den "ganz schmalen Flizbändern" bei allen Bienen. Ingvar führt das auf eine gut kontrollierte Zuchtarbeit zurück.


    Mit freundlichen Grüßen
    Hans