Beiträge von Hans Herdegen

    Hallo, Hans-Joachim,
    erst einmal Herzlichen Glückwunsch, dass deine Königin noch lebt. Viele Dunkle Königinnen haben das einweiseln zu Buckfast oder Carnica nicht überlebt! Deine Bienen wollten ja auch sofort umweiseln. Dieses Problem ist ja jetzt überstanden. Jetzt musst du ganz einfach lernen, die Dunkle Biene zu bearbeiten. Die benehmen sich anders als Buckfast und Carnica.
    Kannst du nicht mit dem Königinnenzüchter diskutieren?
    Die Dunkle Biene bildet nicht so große Völker wie die übrigen. Sie überwintert auch in kleineren Einheiten prima! In deinem Fall kann es ja nicht schaden eine Wabe mit schlüpfender Brut von einem anderen Volk einzuhängen und mit Zuckerlösung 50:50 zu füttern.
    Viel Glück mit der Dunklen Biene. Du wirst beim Beobachten und Vergleichen noch einige Unterschiede zu den anderen Bienen entdecken.
    Nächstes Jahr kannst du dann das Volk teilen und ohne Problem eine neue Dunkle Königin zusetzen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

    Endlich kann man wieder etwas über das Gotlandprojekt in der schwedischen Imkerpresse lesen.
    Im Herbst 2005 wurden 13 Völker eingewintert. 11 Völker haben den Winter überlebt. Die Zahl der Völker ist wieder gestiegen. Was noch intressant ist: Im Herbst 2001 war der Befall in den brutfreien Völkern pro Biene im Durchschnitt 0,47, im Herbst 2004 war er 0,19, im Herbst 2005 war er 0,22. Man kann sagen, dass sich zwischen den Bienen und den Milben in dieser isolierten Population eine Art Gleichgewicht eingestellt hat.
    Nun will man untersuchen, ob die Bienen eine Toleranz gegen die Milbe entwickelt haben. Dazu werden etwa zehn Imker in Schweden heuer im Juli/August Königinnen von Gotland erhalten. Diese Test-Imker werden an der Universitet in Uppsala auf einem Informationstreffen auf ihre Aufgabe vorbereitet.
    Voriges Jahr wurden Königinnen an Institute in Deutschland und Holland geschickt. Diese werden heuer wohl erste Ergebnisse liefern. Nächstes Jahr werden die Tests in Schweden Ergebnisse aufzeigen.
    Man kann ja nur die Daumen halten. Ingemar Fries, der Versuchsleiter, ist sehr zurückhaltend und vorsichtig in seinen Kommentaren. Er spricht heute ausdrücklich nicht von toleranten Bienen auf Gotland. Das müssten erst die Tests zeigen.
    Hoffen wir dass etwas gutes heraus kommt.
    Mit freunlichen Grüßen
    Hans

    Mit Hinweis auf Imkerei-Technik Nr.3 2005 als Quelle berichtet die schwedische Imkerzeitschrift "Gadden" folgendes.
    Im September 2005 hat man zum ersten Mal Nosema cerana in Europa, nämlich in Spanien entdeckt. N. cerana kommt aus Asien. Spanische Forscher haben festgestellt dass dieser Parasit die Ursache für das gewaltige Völkersterben der letzten Jahre in Spanien war. Die Symptome der befallenen Volker sind steigender Verlust von Bienen, was eine Schwächung des Volkes zur Folge hat. Zum Schluss kann das Volk die anfallenden Arbeiten nicht mehr ausführen und geht ein.
    Dieses Schadensbild hat man auch in Frankreich gesehen. Man behauptet, dass es die gleiche Ursache hat.
    Da kann man nur hoffen, dass sich diese Form der Nosema nicht weiter ausbreitet.
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

    Hallo!
    Am 12.11. fand ein Zuchtseminar der Arbeitsgemeinschaft Toleranzzucht in Veitshöchheim statt. Ein Programmpunkt hieß:"Was machen die Primorski-Bienen?" Die Frage finde ich intressant. War jemand dort und hat den Vortrag gehört und will etwas darüber berichten?
    Oder weiß jemand ewas zu dieser Frage?
    Freundliche Grüße
    Hans

    Hallo!
    Habe Anfang Oktober Ingemar Fries auf einer Imkertagung in Örebro gehört. Er berichtete, dass die positive Enrwicklung auch dieses Jahr anhält. Vitale Bienen, die Anzahl der eingewinterten Völker ist wieder größer als voriges Jahr. Heuer wurden Königinnen von dem Projekt an zwei Institute in Deutschland und an eine Adresse nach Holland geschickt um sie zu testen. Den kleinen Test vom vorigen Jahr mit Königinnen an einem Institut in Deutschland nannte er ermutigend. Nun wartet man gespannt darauf wie die Tests heuer verlaufen und wie die Völker sich im Frühjahr präsentieren.
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

    Hallo!
    Möchte hier eine Ergänzung beifügen.
    In der schwedischen Bienenzeitung "Bitidningen" vom Juli schreibt der schwedische Verantwortliche für das Projekt in der Zusammenfassung:
    Es gibt immer noch Völker die überleben.
    Der Anteil der Völker, die den Winter nicht überleben wurde in den letzten Jahren immer geringer.
    Der Anteil der Völker die schwärmten, wurde in den letzten Jahren größer.
    Der Befall der erwachsenen Bienen mit Milben war im Herbst 2004 geringer als in allen früheren Jahren.
    Im Herbst 2004 wurden zum ersten Mal mehr Völker eingewintert als im Jahr zuvor.
    Obwohl die Resultate intressant sind und eine Anpassung zwischen Wirt und Parasit andeuten können, soll man mit der Deutung sehr vorsichtig sein, da es sich nun um eine sehr kleine Zahl von Völkern handelt. Im Herbst 2004 wurden 11 Völker eingewintert - sechs ursprüngliche Völker und fünf Schwärme.
    Man will das Projekt fortsetzen, um zu verstehen, warum diese Völker überleben.
    Soweit Ingemar Fries in der "Bitidningen."
    Die Berichte über das Projekt sind auch in der schwedischen Imkerpresse recht spärlich.
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans