Beiträge von Hans Herdegen

    Hallo,
    erlebe heuer etwas ähnliches in einem Vogelnistkasten in der Nähe meiner Bienen. Nachdem die Vögel ausgezogen waren und ich den Kasten reinigen wollte, entdeckte ich am 7. Juli, dass Hornissen an der Decke im Kasten ein Nest anfingen zu bauen. Inzwischen haben sie das Nest gebaut, und ich frage mich - Wo kommt denn am 7. Juli eine Hornissenkönigin her? Die müsste doch schon längst ihr Nest in Betrieb haben! Es waren mindestens 5 erwachsene Hornissen, die an der Decke arbeiteten und eine schwebte vor dem Einflugloch als Wächter. Das gleiche ist in einem zweiten Kasten in der Nähe fast gleichzeitig passiert. Der Begriff Filialbildung bei Hornissen ist mir neu. Ich ahne, dass er auf "meine" Hornissen zutrifft, würde mich aber über eine Erklärung freuen. Wo hat die Filiale um diese Zeit eine Königin her?
    Danke im Voraus für eine Erklärung.
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans Herdegen

    Hallo Lux!
    In schwedischer Literarur hier wird ein Imker zitiert, der beobachtet hat, dass Bienen bei Rapstracht nach einigen Tagen beim Pollensammeln auf Mädesüß umsteigen und ansehnliche Mengen von diesem Pollen heimbringen. Zwei Mitarbeiter bei der Universitet in Ultuna haben 1948 beobachtet, dass die Bienen im Juni 49% ihres pollens von Mädesüß geholt haben. Scheint wertvoll zu sein, dieser Pollen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

    Hallo!
    Eine der weiterführenden Arbeiten mit den Gotlandbienen ist der Versuch, die Varroatoleranz durch Zuchtarbeit in imkergerechte Bienenvölker einzukreuzen. In einer anderen Arbeit sucht man nach einem genetischen Markör, wenn ich mich recht erinnere in Zusammenarbeit mit einer deutschen Universitet. Das Gotlandprojekt als solches ist ja beendet, aber die Völker aus dem Projekt werden weitergeführt und es wird verschiedenen Fragestellungen nachgegangen. Vielleicht kommt wieder ein "Jahresbericht" des "BIeneninstitutes" in der nächsten "Bitidningen"- Bienenzeitung. Dann kan ich davon berichten.
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

    Hallo Holmi!
    Eine traurige Sache ist das geworden für dich. Erst die Bienen, und dann das Totschweigen an der Schule. Man muss sich ja über beides aufregen - eigentlich. Aber das hilft ja nichts. Wenn es an der Schule eine Totschweigekultur gibt - was ich ja nicht weiß- dann werden dort sicher auch andere Taten ganz einfach verschwiegen. Du als "Gastarbeiter" an der Schule kannst das sicherlich nicht ändern. An der Schule gibt es ja nicht nur Lehrer und Schulleitung und Schüler, da gibt es ja auch noch Eltern. Die Eltern der AG-Schüler könnten das Tema doch aktualisieren, mehr informell andere Eltern informieren zB auf fb. Ein Artikel in der Zeitung wäre schon angebracht. Vielleicht könnte das der Imkerverein in die Wege leiten. Ein Bericht über die Notwendigkeit der Bienen für die Natur - die wichtige Arbeit der Imker- die hervorragende, zukunftsorientierte Arbeit einer Imkerin mit der AG an der Schule - der Dumme Jungenstreich, die Aufgabe der Eltern, um ähnliches in Zukunft zu verhindern.
    Wenn niemand auf die Untat reagiert, dann könnte das ja auch dazu führen dass einige denken es sei ok, so weiterzumachen.
    In deiner Einleitung zum Tema schreibst du, es könnten Schüler einer andere Schula aus Neid gehandelt haben. - Eine Imkerei-AG an der anderen Schule gründen!
    Trotzdem viel Freude bei der Arbeit mit den Schülern und den Bienen!
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

    Hallo Sven,
    wie das so genau funktioniert weiß ich natürlich nicht. Aber es ist offensichtlich so, dass in bestimmten Völkern Milbenweibchen es schwerer haben sich fortzupflanzen. Das hat nichts mit dem alter der Milbe zu tun. In VSH-Völkern werden diese Zellen nicht ausgeräumt, dagegen die Zellen mit fruchbaren Milben. Es gibt ja die Teorie, dass gewisse Völker das Fortpflanzungsvermögen der Milben beeinflussen können. Es ist eine Teorie.
    Natürlich musst du Deine Bienen beobachten und behandeln. Erst wenn man weiß dass man VSH-Bienen hat, kann man darauf verzichten. Ich meine schon, dass die Zuchtarbeit mit der VSH-Biene für die Zukunft der Imkerei hoffen lässt.
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

    Hallo Fux!
    Wie die Bienen entdecken, dass die Milbe sich in der verdeckelten Zelle vermehrt oder eben nicht, weiß man nicht. Man kann nur spekulieren - riechen?
    Sind weniger als 30% der ausgezählten Milben unfruchtbar, dann besitzt das Bienenvolk nicht die Eigenschaft der VSH-Bienen und muss deshalb beobachtet und behandelt werden.


    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

    Hallo Fux!
    Das hat doch nichts mit sehen einer Milbe zu tun! Wenn sich in der verdeckelten Zelle eine unfruchtbare Milbe befindet, dann öffnen die Bienen diese Zelle nicht! Nur verdeckelte Zellen mit Milben mit Nachkommen werden geöffnet.
    Die 30% stammen von John Harbo, dem "Entdecker" der VSH-Bienen. Weniger dürfen es aber nicht sein. Ein Erfahrungswert.
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

    Hallo!


    Das Kennzeichen der VSH-Bienen ist, dass sie die Zellen ausräumen, in denen sich ein Milbenweibchen befindet , DAS SICH VERMEHRT, das also fruchtbar ist. Zellen, in denen Weibchen sind die sich nicht vermehren, werden dagegen NICHT geöffnet.
    Das kann man als Imker untersuchen. Man muß zwischen 100 und 200 Zellen öffnen. Die Zellen sollen vor 5 bis 6 Tagen verdeckelt worden sein. Nun findet man Zellen, in denen sich nur Milben ohne Nachkommen befinden und solche Zellen mit Milben mit Nachkommen.
    Wenn mindestens 30% der Milben ohne Nachkommen sind, dann ist das Volk nachzuchtwürdig, die Königin hat 2 von 4 möglichen Allelen. Sind 75% ohne Nachkommen,dann besitzt die Königin alle zwei Genpaare aso 4 Allele, die VSH-Verhalten bewirken. Das Problem ist für den Imker also das Auszählen.
    Man braucht gute Beleuchtung und ein Vergrößerungsglas und viel Geduld und Zeit. Befindet sich eine unfruchtbare Milbe in der Zelle so kann man das oft schon daran erkennen, dass sich auf der Bienenlarve Milbenkot befindet.
    So habe ich das in Erinnerung von einem Vortrag mit John Harbo, den ich im Maj 2013 in Skövde besucht habe.


    Mit freundlichen Grüßen
    Hans Herdegen

    Hallo Bernhard!
    Danke für den intressanten Artikel. Der Anstz der Forscher, nämlich das Imunsystem der Bienen durch Nahrungszusatz zu stärken, gefällt mir gut. Wir diskutieren ja manchmal das einseitige Nahrungsangebot für unsere Bienen, und dass dies zur Schwächung der Völker beitragen könnte. Jetzt wurde ein Mittel gefunden, das den Völkern hilft, stark zu überwintern und das sie besser gegen PSM schützt. Es wäre sehr interessant zu wissen in welcher Form, in welcher Menge und wann die ABA den Bienen zugefüttert werden könnte, und ob das für den "kleinen" Imker möglich ist. Leider kann man auf deinem Link nur den Anfang über den Aufbau der Versuche lesen, dann ist der Artikel gesperrt. Vielleicht hat hier im Forum jemand Zugang zum ganzen Artikel und könnte uns zusammenfassend informieren. Übrigens wird der Artikel-oder die Arbeit der Forscher?-vom DIB unterstützt. Da kommt ja dann vielleicht etwas in der Imkerpresse?!


    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

    Hallo!


    Für Imker ist es vielleicht ganz intressant zu wissen, dass nicht alle Braunbären auch "Honigbären" sind, also solche, die Beuten zerstören und sich über den Inhalt hermachen. Finnische Untersuchungen haben gezeigt, dass nur solche Bären, die von erwachsenen Bären gelernt haben Honig zu fressen, in der Regel also von Mutterbär, dass nur solche auch als erwachsene Bären selbst zu Honigbären werden. Vielleicht weiß dieser M 25 gar nicht, wie Honig schmeckt!!


    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

    Hallo!
    Die alte rausnehmen und die neue im Ausfresskäfig an die gleiche Wabe hat meistens funktioniert. Eine richtig wertvolle neue Königin würde ich erst in einem kleinen Ableger auf Waben im Standmass legen lassen und wenn sie gut legt mit dem Zielvolk vereinigen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

    Hallo!


    Getrocknete Bienen auf Nadeln aufgespießt zeigen eigentlich sehr wenig und sind unpraktisch. Wenn die Schule Stereolupen hat oder auch gewöhnliche Handlupen, dann ist es am besten Bienen und Drohnen über Nacht in einer Plastiktüte im Gefrierfach zu haben. Die sind dann am nächsten Tag gut unter der Stereolupe zu betrachten und zu untersuchen. Das kann der Biologilehrer organisieren. Die Kommentare der Schüler sind eine Freude zu hören:"Schau mal die vielen Haare...,was ist denn da an den Beinen...?" und so weiter. Das ist viel intressanter als vertrocknete Bienen neben vertrockneten Wespen und Fliegen auf Nadeln zu vergleichen.


    Mit freundlichen Grüßen
    Hans