Beiträge von Hymenoptera

    Dass Honig sich durch die imkerliche Behandlung (Schleudern) verändert, ist dagegen Grundwissen.

    Oha. Also wenn ich Blindverkostung von Abtropf- oder Schleuderhonig aus der selben Wabe mache, bemerkt keiner einen geschmacklichen Unterschied. Gibt es dazu experimentell belegbare Unterschiede außerhalb der Fehlertoleranzen? Wo kann ich das nachlesen? Bin ja gerne bereit, mein Grundwissen zu erweitern.


    Oder reden wir hier von Stampfhonig, wo noch ordentlich Pollen beigemischt ist?


    Grüße

    M.

    MIt "Versand" meine ich den Transport zur Belegstelle. Und da gibt es ja inzwischen so einige, die eben auch MiniPlusse erlauben. Da müssen sie halt ein paar Stunden Auto-fahren....womöglich auch nicht gerade glatte Autobahn. Daher finde ich das Rutschen da nicht so klasse; die Hofmänner sind ja schon gut aber m.E. nicht ausreichend.


    Und mit der Falz ist das bei den normalen Segebergern durchaus anders. Da werden die Bienen nur dann zur Briefmarken, wenn sie aussen sitzen - diese Nasenfalz aber schließt genau mit den Oberträgern ab und die Bienen können da problemlos sitzen wenn der Deckel oder die nächste Zarge drauf kommt. Das ist bei den Minis anders - da hat man außen Briefmarken aber eben auch auf dieser tw. sehr breiten Nasenleiste. Finde ich unfein zumal man diese kleinen Teile nicht so einfach bienenfrei bekommt.


    Diese anderen Teile von Warnholz versprechen tatsächlich eine Verbesserung...das macht Sinn... Danke für den Hinweis!


    Grüße

    Melanie

    Liebe Forianer (beiderlei Geschlechts),

    ich habe mir ein paar MiniPlus-Beuten zugelegt um Zuchtköniginnen zu verschicken. Habe mir diese hier zuschicken lassen (Beim Klick aufs Bild wird auf die Bildquelle des Anbieters verwiesen...hoffe, das genügt als Quellennachweis...):

    https://www.holtermann-shop.de…ages/info_images/1609.jpg


    Dabei sind mir so ein paar Sachen aufgefallen, die mich rätseln lassen...womöglich mache ich da aber auch einfach was falsch.


    Darum erhellt mich, NutzerInnen der Styro-MiniPlusse:


    a) Das Flugloch: Warum sind die Fluglöcher dieser Kisten unterhalb des Bodens? Das macht es zum einen selbst den Bienen schwer, den Eingang zu finden (sie sterzeln fleissig und sammeln sich gerne unter der Kiste) und zum anderen wird es richtig lustig wenn man dann versucht, ein


    b) Drohnenabsperrgitter zu installieren. Hierfür bietet mir der Händler diese Teile an:


    https://www.holtermann-shop.de…ages/info_images/4990.jpg


    Die machen das Einsteigen in die Kiste noch mehr zum Spagat - zum einen geht die Öffnung nicht über die ganze Breite des Fluglochs und zum anderen ist das Anbringen nicht gleich ersichtlich. Die Nachfrage ergab, man solle sie von innen auf den Boden legen und da fixieren. Das ist natürlich denkbar unpraktisch bei Hartschaum, da ist nicht viel zum Nageln und zudem muss man zur Entfernung die Zarge abheben. Habe daher diesen Fluglochspalt etwas verbreitert und das Ding wie ein Regalbrett reingeschoben. Aber auch hier frage ich mich, warum da nicht zumindest eine Drehscheibenvariante o.ä. verfügbar ist....allerdings habe ich bei den Versandhändlern immer noch solche Varianten gefunden als ob das nun das Gelbe vom Ei sei. Das Verschließen der Fluglöcher für den Transport ist daher auch nicht einfach per Dreh oder Verschieben möglich...da muss dann Schaumstoff ran. Stelle ich mir auf der Belegstelle auch unpraktisch vor; die Dinger können toll verloren gehen.


    c) Der Beespace ist auch nicht gerade bienenfreundlich: Eine Falz ist klar aber warum wird denn die "Falznase" so hoch ausgeführt, dass Bienen auch dort zerdrückt werden können?


    d) Der Raum in der Zarge ist auch sehr luftig ausgeführt - mir ist klar, dass es für das quellende Holz der Rähmchen Platz braucht aber wer eine recht neue Mini Plus verschickt, muss doch befürchten, dass sich die Rähmchen ordentlich bewegen können und womöglich ein wichtiges Tierchen zerdrückt....habe nun ein Holz eingelegt um das zu verhindern; bin aber verwundert, dass das baulich nicht anders gelöst wurde (z.B. über einen Kamm).


    All diese Themen mögen bei Holzsystemen gelöst sein; möchte aber gezielt diese Kiste diskutieren...womöglich gibt es gute Gründe., die ich gerade nicht auf dem Schirm habe. Freue mich über Erfahrungsinput!


    Grüße

    Melanie

    Ich habe Ähnliches bei einem Kunstschwarm gehabt, in den dummerweise zwei (begattete) Königinnen geraten waren. Da lagen dann viele tote Bienen in der Kunstschwarmkiste und eine tote Königin.

    Könnte es sein, dass das ein Schwarm mit zwei begatteten Königinnen war?


    Wolfgang

    Das ist nicht auszuschliessen. Die stammten halt aus einem Doppelvolk, eine Königin haben wir definitiv gefunden aber da war der Schwarm schon zu 90% zurück in die Kiste gezogen. Sie sammelten sich eben auch nicht so schön, sassen sehr unruhig. Womöglich wurden beim Schwarmauszug auch Bienen des Nachbarvolks "mitgerissen"...

    Leider waren die Queens nicht gezeichnet, nahezu alle Völker schwarmtriebig und so war schon die Ermittlung der Herkunft nicht möglich.


    Wird sich wohl auch nicht mehr klären lassen, fand das nur sehr ungewöhnlich.



    M.

    Gestern war wie nach der Kältwelle zu erwarten, DER Schwarmtag in Berlin.... Schwärme aus Pankow, Wedding, Mitte und Kladow wurden gemeldet.

    Sehr passend hingen dann auch zwei Schwärme zu Beginn unseres Kurstages im Baume. Während einer sehr schön kompakt gesammelt war und auch nach dem Abstossen so in der Kiste blieb, war der 2. Sehr unruhig und grösser. Das Einfegen war auch nicht erfolgreich, sie hoben aus der Kiste ab.

    Der Schwarm zog noch quer über das Gelände, sammelte sich dann noch verteilter in einem Baum ehe er dann doch tatsächlich in die Kiste zurückzog. Merkwürdig war aber, das an allen Standorten kämpfende, ineinander verknäulte Bienen zu sehen waren die bis zum Tod miteinander rangen. Unter dem 2. Sammelplatz konnte am Ende eine eingeknäulte Königin gefunden werden, die von sehr aggressiven Bienen angegangen wurde. Sah eigentlich nach einer Jungfer aus.


    Habe sowas noch nie gesehen. Der Schwarm stammte aus einem Stand mit mehreren Völkern und zwar aus einer Kiste mit Zweiköniginnenbetriebsweise (2 Queens und ein gemeinsamer HR). Die sollten sich ja nun kennen...


    Alles sehr merkwürdig....jemand sowas schon mal beobachtet?


    Grüsse

    Melanie

    Viel Aufwand... und das nur, weil der Nachbar die da nicht haben will? Oder fliegen die tatsächlich auf Kopfhöhe oder tiefer ein und aus?


    Würde da nur viel Aufriss machen wenn ein ausreichend vernünftiger Grund gegeben ist und der Nachbar bereit ist, die Bemühungen zu bezahlen....sonst kann er nämlich nur einen Schädlingsbekämpfer holen und auch der will bezahlt werden!


    M.

    Melanie, hast du zu wenig Völker? Oder wieso jagst du fremden Schwärmen nach?

    Nee, im Gegenteil...wieder viel zu viel.

    Aber Schwärme sind doch so was Feines; ein Fest der Sinne... kann mich an diesem Spektakel nicht satt sehen....


    Abgesehen davon: Hier in Berlin muss jeder Schwarm damit rechnen, nach dem Einzug in Kaminzüge und Lüftungsschächten dem Schädlingsbekämpfer zum Opfer zu fallen. Das fände ich schade. Dann lieber den imkerlichen Anfängern geben...nur die Harten kommen in den Garten ;)


    Heute vier winzige Nachschwarmtrauben eingesammelt; zusammen 1,6 kg (!)... die hätten m.E. keine Chance gehabt...wer also eine extrem schwarmfreudige Linie suchen sollte, kann sich gerne melden. Diese Jungern gebe ich gerne ab!


    M.

    Fliegen die Bienen nicht zum alten Standort zurück, wenn der Schwarm weg ist?

    Das wird oft behauptet und mag bei einem ganz frisch gefallenen Schwarm auch so sein - ich habe aber schon weisellos vagabundierende Restschwärme gefangen, die offenbar beim Schwarmfang vergessen wurden und ziemlich ziellos durch die Strasse ziehen anstatt zurück zu fliegen. Leider verursachen solche Schwarmreste auch Beunruhigung....daher: fangt die Schwärme mit ausreichend Zeit und vollständig.......das Fangen geht dann nämlich praktisch nur mit einer gekäfigten Queen.

    Hätte ich das Volk auch direkt am alten Standort in eine neue Beute setzen können? Oder wäre dann tatsächlich die Gefähr gewesen, dass sie wieder ausziehen?

    Die Gefahr besteht durchaus - je frischer der Schwarm und je besser versorgt er ist. Daher resultiert ja die Empfehlung der Kellerhaft. Es ist aber ein überschaubares Risiko. Nur bei fremden Schwärmen sollte man auch die Gefahr von Krankheiten im Kopf haben...da erfüllt das Hungern noch einen weiteren Zweck.

    Oder hätte ich die Königin in einen Käfig tun sollen und in eine leere Beute am alten Standort hängen sollen? Wären dann alle Bienen dahin geflogen?

    Nein, das klappt nicht. Du brauchst Bienen als Multiplikatoren. Erst wenn genug Bienen intensiv für die Queen werben gibt es so eine Art positiven Feedback-Loop und das Signal verstärkt sich immer mehr... dann "saugt" die Queen die Bienen regelrecht an.

    Allerdings das auch nur wenn nicht noch eine zweite in der Schwarmtraube sitzt.

    Hatte Situationen, bei denen der Schwarm zu 80% in der Kiste war aber die Queen draussen rumkrabbelte und versuchte, zu ihrem Schwarm zu kommen....ist also nicht immer Mama, die sagt, wo es lang geht!


    M.

    Heute voller Schwarmdusel: Nachdem ich gestern schon vergeblich in Mitte einem nachgejagt bin, kam heute die Meldung aus Berlin-Karow. Als ich nach 30 min da war durfte ich dem beim Einlaufen in einen Walnussbaum zuschauen und bin gefrustet zurück gefahren. Da dann der nächste Anruf - wieder ein Schwarm....wieder in Karow!!!


    Kurzum: 5 Meldungen heute und keinen davon bekommen... Frust!!!


    M.