Beiträge von Hymenoptera

    ...lang lebe die Königin.
    Herrjeh, wie wird man mit dem Gefühl fertig, Königinnenmord begangen zu haben? Oder die Ermordnung einer vieltausendfachen Mutter?


    So tröste ich mich mit der Vorstellung einer aktiven Sterbehilfe und lausche jetzt, ob ich denn nun eine Veränderung im Summton feststellen kann und ob das "Bienenweinen" einsetzt. Werde Donnerstag mal nachschauen ob Weiselzellen angesetzt wurden oder nicht. Jedenfalls habe ich auch bei der 2. Durchsicht nur viele Stifte aber keinen Hinweis auf eine 2. Königin oder ein 2. Brutnest gefunden. Bin gespannt wie das jetzt weitergeht und werde auf jeden Fall eine 2. Königin bereithalten.


    Danke für Euer reges Feedback!


    Melanie


    P.S. Und wenn ich doch nun mal in den glücklichen Umstand kommen sollte, eine gutbezahlte Halbtagsstelle zu finden, werden es bestimmt noch mehr Völker und nach einigen Jahren der Erfahrung mag auch diese experimentelle Grundstimmung zum Erliegen kommen - bis dahin bitte ich aber alle Imkercracks, Spezies und Bienenweisen mir etwas "Ausprobieren und Testen" zuzugestehen. Und bitte alle Berliner Halbtagesstellen mit naturwissenaschftlerischem-IT-technischen Background an mich mailen!


    Danke!

    ...bin ich jetzt an diesem Punkt angekommen.
    Viele Imkerkollegen haben mir nämlich geraten, sofort selber umzuweiseln als die ersten Weiselzellen sichtbar waren und die alte Königin massig Buckelbrut erzeugt hat. Wohl der Beleg dafür, daß sie wirklich nicht in Ordnung ist.


    Ich halte es aber auch eher mit der Idee "Der Bien wirds schon richten" und habe sie daher mal gewähren lassen. Nun versuche ich, das ganze zu verstehen und eben - wie wohl jeder Praxisanfänger - bloß sicherzustellen, daß das Ganze nicht den Bach runtergeht. Ist doch verständlich, oder?


    Letztlich weiß ich doch gar nicht, ob die jetzt erzeugte Brut nicht wieder nur massig Buckelbrut wird. Klar, kann man ja nach dem Verdeckeln sehen...nur womöglich ist es dann eben zu spät um noch irgendwoher eine Königin zu bekommen falls es eben wirklich keine 2. Königin gibt.


    Irritiert mich einfach, daß ich nie eine verdeckelte Weiselzelle gefunden habe...und daß eben immer noch massig Drohnen im Volk sind.


    Darum dachte ich mir, daß eine Entnahme der alten das doch recht schnell klären kann. Wäre doch schade, wenn ich im Frühjahr dann nur einen traurigen Bienenhaufen vorfinde...sowas tät mich ganz ungemein demotivieren und dann bleibe ich womöglich doch nur den Hornissen und Hummeln treu. Die machen nämlich wirklich alles alleine...nur eben zu wenig Honig :D


    Melanie

    Danke für die Info. Ich werde dann wohl noch einmal gründlich durch das Brutnest schauen ob ich diese Unterteilung erkennen kann. Ansonsten ist mir Abwarten etwas zu riskant...die vielen Drohnen und eben daß ich selbst die Entwicklung einer möglichen Nachfolgerin nicht richtig verfolgen konnte, macht mich einfach stutzig. Womöglich haben sie es sich einfach zwischendurch anders überlegt und doch keine Nachfolgerin hochgezgen...


    Daher: Wenn ich die alte rausnehme, müßte man am Verhalten der Bienen doch erkennen können, ob sie denn nun die einzige ist, oder?


    Melanie

    Liebe Bienenspezis,
    das Thema läßt mich ja nun nicht los - diese Woche muß ich nun entscheiden, was da Sache ist und wie ich handeln soll.


    Heutige Durchsicht ergab: Ein kleines, dezentrales Brutnest, auf 3-4 Waben der unteren Zarge. Viele Stifte, eindeutig Königinnenstifte. Habe dort auch die alte Königin gefunden (hatte sie gezeichnet). Noch ziemlich viele Drohnen; die Drohnenbrut wurde jedoch ausgeräumt; die obere Zarge fasst ausschließlich Futter. Auch die angesetzten Weiselzellen sind verschwunden; hatte diese jedoch nie im verdeckelten Zustand gesehen - aber womöglich habe ich auch nicht alle entdeckt.


    Ich bin mir nun unsicher, ob es inzwischen eine neue Königin gibt und ob es sein kann, daß sie zusammen mit alten im selben Brutnest rumkrabbelt. Weiselprobe bringt ja nix, sie haben ja junge Brut und es ist ja zumindest eine Königin da.


    Hatte mir folgendes überlegt: Warum nicht die alte Königin entfernen und lauschen, ob sie anfangen zu weinen. Wenn ja, dann haben sie wirklich keine neue und ich sollte ihnen eine geben. Wenn nicht - umso besser.


    Nur: kann man diese Weisellosigkeit auch als rechter Laie sicher erkennen? Wann setzt dieses Weinen ein? Möchte die Nachfolgerin nicht durch eine ev. zugesetzte gefährden.


    Für Eure Tipps bedankt sich
    Melanie

    Klasse...zusammen mit dem "Imkereinsteigerbonus" und dem "Ahnungslos-Dreingucken-Bonus" müßte ich bald genug Punkte für das Edelstahl-Topfset mit Glasdeckeln zusammenhaben :wink::wink:


    Es ist schon irgendwie witzig; ich habe ja alles mögliche gelesen aber wenn ich dann rätselnd durch die Waben schau und mich frage, warum denn die Weiselzellen nicht le(e/h)rbuchgerecht nach xy Tagen verdeckelt sind, dann merkt man/frau eben wieder den starken Unterschied zwischen Theorie und Praxis.


    Ich werde dann mal posten wie das hier ausgegangen ist.


    Es grüßt und dankt
    Melanie

    Hallo, Henry,
    naja, das sieht wohl jeder Imker anders...hatte mich mit Benedikt unterhalten (Imker an der FU und Gesundheitsobmann hier in Berlin) und er riet mir zum Abwarten und beobachten. Einfach weil er wohl sehr gute Erfahrungen mit dem stillen Umweiseln gemacht hat und letztlich sage ich mir auch - wie hätten es die Tierchen bis in unsere heutige Zeit geschafft wenn sie dieses triviale Problem nicht gelöst hätten...und zwar ohne Imker ?
    Bis Ende des Monats will ich ihnen geben und wenn dann da keine munter legende Königin zu finden ist, kriegen sie eben noch eine. Ich bin vom Typ her eben mehr der Vertrauenstyp mit der festen Überzeugung, daß die Bienen es erst mal besser wissen als jeder Imker...was natürlich nicht heisst, sie verwahrlosen oder sie in der Faulbrut rumsumpfen zu lassen.
    Aber vermutlich kriege ich jetzt reichlich böse Antworten (uiuiui) und da werde ich mich gleich mal unterm Tisch verkriechen... :D


    Melanie

    Lieber Bienenfachleute,
    hatte Euch ja schon von meinem Volk berichtet, daß sich nun offenbar mittels stiller Umweiselung eine neue Königin ziehen will. Nach einigem Überlegen habe ich sie jetzt einfach mal gewähren lassen - das Biologen-Gen in mir setzte sich gegen das Honigertragsoptimierungs-Gen durch und beschloß, es einfach mal darauf ankommen zu lassen.



    Bisher ein unverändertes Bild - eine alte Königin, Stifte und ein bunter Brutmix aus verdeckelter Arbeiterinnen- und Drohnenbrut sowie große Flächen an Buckelbrut.


    Jetzt habe ich - 4 Wochen nach der ersten - die 2. AS-Behandlung gestartet. Mit dem Apidea-Schwammtuchverdunster ganz nach Anweisung. Ein Vorquellen o.ä. gab es nicht; ich habe die Anwendung abends gestartet.


    Überrascht war ich, als ich am nächsten Tag erhebliche Mengen an Drohnen vor dem Flugloch fand. Und bis heute geht das weiter - munteres Rauswerfen von Drohnen und jetzt sogar schon von Puppen...eindeutig noch nicht schlupfreif aber fast durchweg Drohnen.
    Mögliche Erklärungen die mir bisher einfielen:


    - da ich die Flüssigfütterung weisungsgemäß zuvor eingestellt habe, wäre sowas wie ein Trachtenmangel eingetreten der sie nun unruhig werden läßt und den Drohnenabtrieb verursachen. Allerdings habe ich seit dem 15.7. rund 15 kg Zucker verfüttert und es sind reichlich Vorräte im Volk.


    - durch die AS sollen ja vor allem Jungbienen leiden. Da nun erhebliche Mengen an Drohnenbrut im Volk ist, könnten diese jungen Drohnen nun die Leidtragenden sein. Allerdings: Warum dann Puppenrauswurf? Die sollten doch eigentlich die AS überstehen und erst beim Schlupf damit ev. Probleme bekommen, oder ?


    - womöglich ist eine Thronfolgerin erfolgreich vom Hochzeitsflug zurückgekehrt und die Drohnen werden damit überflüssig. Die erste Weiselzellen entdeckte ich bei der Durchsicht am 2.8. und da sie noch offen waren, können sie maximal 8 Tage alt gewesen sein. Dann käme es grad so auf knirsch hin daß die neue Königin zum Begattungsflug gestartet ist (weitere 8 Tage Puppendauer und eine Woche Ruhe vor der Begattung). Nur: ist das normal, daß dann auch Drohnenbrut entfernt wird oder warten die Bienen den Schlupf der Drohnen ab um sie dann zu entfernen?


    Ich werde nächsten Freitag nach Ende der AS-Behandlung durchschauen ob da eine neue Königin unterwegs ist und die Weiselzellen entfernt wurden - das wäre dann ja eine eindeutige Antwort. Aber vielleicht habt Ihr bis dahin auch noch ein paar Ideen dazu...


    Grüße
    Melanie

    Hallo, Henry,
    wo wäre das denn (also welches Bundesland)? Meistens scheitert es bei mir ja schon mir der Abholung da mit Kind und Kegel keine weiten Touren ins Süddeutsche drin sind.
    Wäre aber klasse, wenn Du mal vorfühlen könntest ob das gute Stück zum Verkauf steht und was sie kosten würde. Ich jage ja momentan jeder Schleuder hinterher aber die Preisschnäppchen sind immer weg und die EBAY-Schleudern werden reichlich teuer gehandelt...bin daher an jedem Berlin-nahen Schleuder-verkaufenden Kontakt interessiert sofern die Schleuder nicht unter die EBAY-üblichen Anpreisungen "Rarität", "Museumsstück" oder "Dachbodenfund" firmiert. Von solchen antiquarischen Raritäten habe ich bereits ein ganzes inoffizelles Bienenmuseum im Haus und das macht der Herr Gemahl nicht mehr lange mit...es sei denn, ich schleppe auch noch kräftig zahlende Bienenmuseumsbesucher herbei :D:D

    ...hatte 2002 einen ähnlichen Fall und leider von Bienen noch weniger Ahnung als heute. Da haben die nur freihängend gebaut; auf einem Balkon.


    Habe das in einer eigenen Bildergalerie unter http://www.hymenoptera.de/html/modules.php?full=1&set_albumName=album40&id=1_G&op=modload&name=gallery&file=index&include=view_photo.php dokumentiert.


    Leider ist das völlig schiefgegangen; das ganze schöne Volk dahin weil ich diese zerbrechlichen, butterweichen Waben nicht vernünftig in Rähmchen packen konnte...und die Königin hat meine Aktion wohl auch nicht überstanden...und auf die Idee mit dem Staubsauger bin ich auch nicht gekommen...kein Ruhmesblatt meiner Umsiedlerkarriere aber wer hat auch schon mal Erfahrungen mit freibauenden Carnica gemacht? :cry:


    Seufz, aber wenigstens hatte ich es versucht...


    Melanie

    ...hier das aktuelle Bild einer Radschleuder für alle, die das auch nicht kennen und die bei dem anderen Thread auch kein Bild angezeigt bekommen:
    [Blockierte Grafik: http://www.bienensturm.de/pic/shop/b-27.jpg]


    Finde ich ja ganz witzig, die Idee. Aber platzmäßig klappt das wohl nicht und da ich schlichtweg auf den Gebrauchtmarkt angwiesen bin (kann mir eine neue echt nicht leisten und es gibt ja immer wieder was bei Ebay und Co.), wird es wohl etwas konventionelleres werden. Außerdem, so rein neugierig: Ist das Öffnen nicht eine Riesenschweinerei? Da muß doch alles kräftig tropfen und kleben wenn man die nach dem Schleudern aufmacht, oder?


    Grüße
    Melanie

    Hallo, Henry,
    äh, jetzt bin ich überfordert...Radschleuder...ist das sowas hier?
    [Blockierte Grafik: http://i12.ebayimg.com/04/i/04/ba/44/db_1_b.JPG]
    Also Kurzform von Radialschleuder?
    Ist das nicht auch eine Sternschleuder? Werde mich mal durch die Threads wühlen; da finde ich betsimmt Klarheit zu dem Thema.


    Also eine 3er kommt mir nicht ins Haus - Dachte an eine 4er oder 6er so in der Form:
    [Blockierte Grafik: http://i18.ebayimg.com/04/i/04/9e/b7/9b_12_sb.JPG]
    [Blockierte Grafik: http://i8.ebayimg.com/01/i/04/a5/87/61_12_sb.JPG]


    Danke für die ausführlichen Tipps. Platz für einen 60er Durchmesser ist da; größer wird es aber schwierig. Daher wird es mit einer geeigneten Radialschleuder wohl schwierig; wie ich gelesen habe, brauchen die ja einen möglichst großen Durchmesser...


    Melanie

    ...das gibt mir zumindest mal ein paar Daumenwerte. Herrjeh, klingt ja nach Arbeit...und essen muss ich den ganzen Honig dann ja auch noch :D


    Gibt es denn grundsätzlich Qualitätsunterschiede zwischen Ober- und Unterantrieb? Habe Elektroschleudern gesehen, die man wahlweise oben kurbeln oder unten über den Motor betreiben konnte und fand das ganz pfiffig (also nur für den Fall, daß der Motor mal ausfällt).


    Leider kosten diese Motorteile natürlich ganz schön...da aber auch schon ein einzelner Motor fast soviel wie eine 2. motorlose Schleuder kostet, ist ein Nachrüsten dann ganz schön happig.


    Na mal sehen, was der Gebrauchtarkt bietet...


    Melanie

    ...und die Infos.
    Ich habe hier inzwischen wohl auch *jeden* Thread zu dem Thema gelesen...leider stand da aber zwar viel zu prinzipiellen Grundsatzfragen (also Radial, Tangential, usw.) nur eben wenig zu dem Thema Praxis: Wie schwer ist das eben, eine vollbeladene Schleuder zu bewegen und wie lange braucht es dafür? Habe manchmal was von 20 Minuten gelesen und da kräuseln sich mir die Nackenhaare...20 Minuten in dem warmen Raum kurbeln?
    Aber vielleicht ist das eben auch vollkommen überzogen. Leider fehlt mir schlichtweg die Infrastruktur (also befreundeter Imker in der Nähe zwecks Schleudergemeinschaft) um das selber ausprobieren.


    Aber ich halte weiter die Augen offen; momentan sind ja massig Schleudern auf dem Markt...


    Melanie

    Liebe Imkerexperten,
    ich strecke so langsam die Fühler Richtung einer Schleuder aus. Nun habe ich selber noch nie geschleudert (nur eben ein paar mal zugesehen) und frage mich, wie schweißtreibend das Ganze ist.


    Nicht aufgrund der mir angeborenen Faulheit, sondern eher weil ich mich frage, ob eine handgetriebene 6er Tangentialschleuder (wie sie mir jetzt angeboten wurde) überhaupt noch Sinn macht (so für 3 bis 5 Völker) oder ob man da nicht schon eher auf die motorisierte Variante oder eben auf eine kleinere 4er setzen sollte.


    Wie lange schleudert man denn so (also klassisch-gemixte Sommer- und Frühjahrstrachten) ?


    Und wie liegen denn so die Gebrauchtmarktpreise für Edelstahlschleudern - jemand eine Idee?


    Zum Glück hat das ja alles noch kräftig Zeit aber ich informiere mich gerne schon vorab....um dann eben im rechten Moment zugreifen zu können (in den Bienenzeitungen bin ich immer zu spät...die sind schon weg kaum daß ich die Zeitung in den Händen halte...)


    Es dankt und grüßt
    die
    Melanie