Beiträge von Hymenoptera

    Hallo, Henry,
    naja, der klassiche Flugling wird ja weitgehend ohne Brut gebildet; eigentlich habe ich da ja quasi einen Mix aus Ableger und Flugling gemacht. Ich hatte Bedenken wegen der vielen Weiselnäpfchen und dachte, die wollen mir die nächsten Tage abschwärmen...war ja dann auch kurios, daß die ganzen Weiselzellen nun plötzlich wieder abgebaut waren.


    Was ist denn am Ableger harmonischer? Weil man da noch kräftig Bienen von den Waben abfegt und so hoffentlich einen besseren Mix zusammenbekommt?


    Aber letztlich besteht doch immer das Problem, daß entweder der Ableger oder eben das Muttervolk seine Flugbienen verliert - ich habe jedenfalls keine Möglichkeit, die Bienen kilometerweit weg aufzustellen so daß sie sich dort neu einfliegen könnten.


    Hach, kompliziert dös is...aber das mit dem HR ist ein guter Hinweis; dann werde ich den mal in das Altvolk geben. Die müßten ja noch reichlich Baubienen haben und ich brauche eh Waben ohne Ende...


    Es dankt
    Melanie

    Liebe Imkers,
    habe heute meinen ersten Flugling gebildet nachdem die Durchsicht vor drei Tagen diverse Weiselnäpfchen offenbart hatte.
    Kurioserweise waren davon jetzt wieder die meisten verschwunden; eine war noch da - mit Larve aber noch offen.
    Habe dem Flugling drei ausgebaute Waben samt aufsitzender Arbeiterinnen (eine Wabe mit Pollen und verdeckelter Brut, eine offene Honigwabe und eine mit Stiften und der Weiselzelle) gelassen, den Rest mit MW ergänzt, mich vergewissert, daß die alte Königin nicht dabei ist und das Altvolk nebenan stehend neu zusammengesetzt.


    Das Wetter ist strahlend schön und es soll wohl auch erst mal so bleiben; es sind gute Trachtbedingungen.


    Frage nun: da ja nun der Großteil der Flugbienen beim Flugling landet und dort weiter einträgt, sollte doch so schnell kein Futtermangel entstehen, oder? Oder sollte man grundsätzlich beim Flugling Futtergeschirr mit Zuckerwasser aufsetzen?


    Wie schaut das eigentlich mit Honigräumen aus? Kann/Sollte ich beim Altvolk jetzt eine Halbzarge mit Absperrgitter geben auch wenn ja mangels Flugbienen zumindest zeitweise kein Eintrag erfolgen kann?


    Für Eure Tipps dankt
    Melanie


    P.S. Heute die erste Schwarmmeldung - leider war der Schwarm schneller weg als ich am Standort...Ärger, Ärger...

    ...lese ich das richtig: Königinzellen werden schon am 6. Tag verdeckelt???! Oh je; das bedeutet ja, ich muß mich eilen mit diesem Ablegerkram sonst sind sie auf und davon...so ein Ärger.


    Hmm, Frage: ich will ja nun endlich auf die 1 1/2 DNM umstellen. Könnte ich den Königinnenableger nun auch radikaler bilden, d.h. ich nehme die alte Königin und die von ein paar Waben abgefegten Arbeiterinnen und packe das quasi als Kunstschwarm in die Zarge mit dem neuen Maß? Sie haben dort nur Mittelwände (habe nichts Ausgebautes) und füttern müßte ich natürlich auch. Muß ich denen dann trotzdem eine Brutwabe reinhängen (so als Provisorium da eben falsches Maß)? Und wie ist das mit der Kellerhaft - braucht es das unbedingt?
    Habe nun auch keinen 2. Standplatz - allerdings sind doch die Ammenbienen eh noch nie draußen gewesen; da müßte sich der Verlust doch auf die älteren Flugbienen beschränken?


    Klappt sowas?


    Melanie

    Also meine Idee gibt es bereits im kommerziellen Einsatz im Frachtgeschäft: GPS-Sender! Die Dinger werden immer kleiner und unabhängiger und werden dazu benutzt um Eisenbahnwaggons und Schiffscontainer zu markieren - werden sie vermisst so kann man sie anhand des Signals orten. Sowas in bienengerechter Größe und langlebiger Batterie wäre klasse...irgendwo in ein Rähmchen gehängt oder an die Zargeninnenwand gebappt und dann hätte man ne Chance.


    Ansonsten wird ja deutliches Markieren immer wieder genannt; also mit Brenneisen eingebrannte und ausgemalte Zeichen. Nur ist das eben nur ne Abschreckung für Leute, die ihren Bienenstand eben auch offen und einsehbar haben...wer diskret im Hinterhof arbeitet (wie eben viele) wird sich davon kaum abhalten lassen.


    Melanie

    Hmm, das ist aber alles mehr als merkwürdig...ich habe die eigentlich schon viel zu früh erweitert; da war von dem "Durchhängen" noch nichts zu sehen. Die haben auch nie so richtig toll gebaut außer eben im letzten Jahr (es war ein Schwarm).
    Wollte eigentlich zumindest die Sommertracht mitnehmen. Da scheine ich dann wohl eine besonders schwarmfreudige Königin erwischt zu haben als ich die im Herbst umgeweiselt habe...na klasse...


    Wie soll ich denn da jemals zum Ernten kommen :cry: ?


    Melanie

    Denke das gilt eben deshalb, weil die Faulbrut eben erst sichtbar wird, wenn es schon zu spät ist - davor kann die Sporenbelastung im Honig aber schon so hoch sein, daß besuchende Bienen, die von der Drohnenbrut angezogen werden, kräftig Sporen mit heimschleppen können.


    Allerdings wenn ich sowas hier lese, frage ich mich wirklich wie das mit dem Seuchenschutz bestellt ist:


    Zitat

    Leider habe ich im Moment keine Bienen mehr. Ich habe zwei Völker im Schulgarten betreut und bei mir im Garten ein Volk gehabt. Das Problem ist: Im Flugradius der Bienen befindet sich ein Honiggroßhändler und Honigabfüller, der unzählige Fässer gestapelt im Freigelände stehen hat. Importhonig aus aller Welt. Rund um dieses Lager gibt es immer wieder Fälle von bösartiger Faulbrut. Die Beweisführung ist schwierig und es dauert hier zu lange, die ganze Geschichte zu schreiben. Fazit: Nachdem die Bienen im Schulgarten schon einmal bei meinem Vorgänger von Faulbrut betroffen waren und ein Bienennachbar auch immer wieder Sporen hat, hat es im letzten Sommer auch mich erwischt. Die Bienen im Schulgarten und auch meine eigenen waren betroffen. [aus: Hymenoptera-Foren unter http://www.hymenoptera.de/html/index.php?name=PNphpBB2&file=viewtopic&t=366


    Grüße
    Melanie

    Liebe Imkers,
    heute mal wieder durch die Bienen geschaut und wieder am Rätsel raten. Die brüten ja fleissig, die untere Zarge ist größtenteils verdeckelte Brut; oben viel offene und Drohnenbrut (die ich gleich eliminiert habe sofern eben verdeckelt). Die 1 1/2er wird weiterhin noch nicht besetzt; habe sie daher mal kurzerhand nach unten gesetzt um mal zu sehen, ob und was das bringt (gab ja einen Thread zu dem Thema).


    Was mich nun irritiert: die Bautätigkeit ist so lala (in einer Woche haben sie etwa Material im Umfang einer DNM verbaut) und überall sind da so reingestreuselte Weiselnäpfchen. Einfach blasig erweiterte Zellen am Wabenrand (Naturbau; nicht ganz ausgebaut); sie sind auch bestiftet.
    Aber nun heisst es ja immer: Gib den Bienen kräftig Raum zum bauen (haben sie) und außerdem seien junge Königinnen schwarmträge (die ist vom letzten Jahr).
    Jetzt schreibt ihr immer wieder von "Spielnäpfchen" - kann das sowas sein? Aus dem Namen schließe ich mal, daß es sich nicht um ernstgemeinte Schwarmzellen handelt. Sollte man da nun gegen vorgehen?


    Hach wat sind die Vichas kompliziert...


    Melanie

    Also für meinen Fall hatte ich mir noch Erklärungen wie folgende bereit gelegt:


    - Das Alter der Waben: Die unteren sind insgesamt älter, oben waren allesamt Neubauten aus dem letzten Jahr. Heisst ja immer, daß die Königin nicht so gerne in Neubauten legt.


    - Nähe zum Pollen: Die obere Zarge war natürlich hauptsächlich Futtervorrat; der Pollen lag unten an den Seiten - schlichtweg kürzere Wege zwischen Pollen und Brut?


    Naja, mal sehen, wie das jetzt weitergeht - alles sehr spannend und ich werde da bestimmt noch öfters reinschauen und rätseln...


    Melanie

    Finde das ein spannendes Thema zu dem ich mir noch keine richtige Meinung bilden konnte.


    Mich hat gewundert, daß meine Damen in der zweiräumigen Überwinterung unten gesessen haben und auch dort zuerst mit der Brut angefangen haben.
    Dachte eigentlich auch: Wärme steigt nach oben als werden die wohl zuächst die obere Zarge besetzen und auch dort zuerst brüten. Wäre schön gewesen, dann hätte ich die untere Zarge mit den "ollen Kamellen" einfach wegnehmen können.
    Aber den Gefallen tun sie mir nun nicht - sie fingen unten mit der Brut an und dehnten das Brutnest dann erst in die obere Zarge aus. Liegt das alleine an dem unten eingelagerten Pollen?


    Nun sind diese Segeberger bei meiner momentanen Aufstellung auch recht sonnenverwöhnt und ev. generell recht warm - womöglich spielt daher der Wärmehaushalt nicht ganz die große Rolle bei dieser Entscheidung...


    Melanie

    @ wuz


    Ich habe auf 2 Rähmchen jeweils die untere Hälfte entfernt. Der Hintergrund: Ich arbeite nur mit Mittelwandanfangsstreifen. Im letzten Jahr ist die Königin noch spät im Jahr buckelbrütig geworden und die Ladies haben noch ziemlich viele Drohnenwaben angesetzt - eben auf diesen beiden besagten Rähmchen, die quasi vom Arbeiterinnenmaß auf das Drohnenmaß umgearbeitet wurden. Habe noch vor dem Winter umgeweiselt; die neue hat aber natürlich brav diesen Drohnenanbau bestückt. Das Schneiden ging also noch verhältnismäßig gut; im oberen Bereich beider Waben waren nur Honigvorräte; es gab kaum Arbeiterinnenbrut dazwischen so daß sich der Schaden wohl in Grenzen hält.


    Habe ihnen jetzt noch einen leeren Rahmen zum Basteln gegeben aber mal sehen was für Waben sie jetzt unten anbauen werden...womöglich wieder Drohnenzellen; mal schauen.


    Auf den anderen Waben gibt es auch noch kleinere "Drohnennester" (das Volk brütet inzwischen auf beiden Zargen mit jeweils 8 Rähmchen oder so...also massig Brut) aber die habe ich auch gelassen...das bringt vermutlich nicht viel; es sind nur wenige Ecken und wenn ich dieses Jahr noch nen Ableger machen will, braucht es ja auch ein paar Drohnen (sofern ich mir keine Königin kaufe...muß mal schauen....).


    Melanie

    Nachdem die Durchsicht am Freitag große Mengen an Drohnenbrut offenbarte habe ich heute die Messer gewetzt und insgesamt 1 Wabe (DNM) verdeckelte Drohnenbrut rausgesäbelt. Ein ziemliches Gemetzel, bei dem ich doch Anfänger-bedingt ein ziemlich schlechtes Gewissen hatte.


    Die Inspektion einiger Zellen ergab aber auch, daß so in etwa jede dritte Zelle von 1 bis 2 Milben besetzt war - war also wohl ein ziemlicher Schlag gegen die Milben-Mafia.


    Gibt es noch gescheitere Verwertungen für die ausgeschnittene Brut außer das Abkippen in die Mülltonne? Hühner habe ich keine...auch keinen Gartenteich voller feister Karpfen...


    Melanie