Beiträge von Hymenoptera

    Ich meine, nur so mit Leiste ausgebaute Waben?
    Ich möchte ja dieses Jahr mit Halbrähmchen anfangen und habe schon Horror vor der Drahterei. Mir haben schon die ganzen 1 1/2-Rähmchen gelangt. Meint Ihr, das würde beim Schleudern halten? Wenn mir das die Drahterei sparen würde, wäre das schon klasse aber andererseits brauchen gerade die Honigraumwaben etwas mehr Stabilität...


    Mel

    ...von den Lichtenradern habe ich viel gehört und immer nur Gutes! Leider liegt das auf der anderen Seite der Berliner Subkontinentalplatte und mit nunmehr fast 2 kleinen Kindern und den NABU noch an der Backe sehe ich mich außerstande, dort regelmäßig aufzuschlagen, so daß ich vorerst in meiner Umgabung gesucht hatte...und bisher zumindest gescheitert bin.


    Danke für den Termintipp; ich behalte es mal im Hinterkopf !


    Mel

    Hallo, Axel,
    also ich bin auch so ein Neuling; habe 2005 meinen ersten Schwarm eingeschlagen und (bisher zumindest) über den Winter gebracht.
    Ich hatte mich dann auch mal umgeschaut und einen Tag der "Offenen Tür" genutzt um mir den hiesigen DIB-Ortsverein anzuschauen...und war eigentlich vorerst geheilt.
    Statt guten Rat gab es dick aufgetragene Besserwisserei und oft leider auch Schlechterwisserei (aktuelle Änderungen des Bienenrechtes usw. hatte ich den Magazinen und dem Internet schon entnommen....und dürfte mir dann dort im Brustton der Überzeugung anhören, daß das nicht stimme)...vornehmlich von älteren und von sich sehr überzeugten Herren. Als Neuling und zudem noch weiblich stieß ich auf recht geballte Vereinsmeierei und unerfreuliche (aber für den Verfasser vermutlich witzige) Plattheiten.


    Naja, ich will diese eher mäßigen Erfahrungen natürlich nicht verallgemeinern - aber nur diese Absicherungs- und Rechtsschiene reicht mir eben nicht als Argument für einen Verein.
    Viel wichtiger halte ich grad beim Beginn zunächst das Lesen, lesen, lesen - und zwar auch aktuell; also Abos vom Bienenjournal und/oder der ADIZ/Biene.
    Für die würde sich der Beitritt in den Verein schon eher lohnen...glaube, man bekommt die als Mitglied oder zumindest verbilligt.


    Also daher: erst mal reinschnuppern und gucken - die meisten Vereine sollten dankbar für jeden Interessenten sein und Dich mit Freuden in ihren Kreis einführen...was aber eben nach meinen Erfahrungen nicht die Regel ist.
    Und wenn Verein, dann ist sicherlich - grad für Anfänger - ein DIB-Verein der beste da eben in der Regel lokal vertreten, mit all den von den Vorschreibern genannten "Features" und zudem mit lokal essentiellen Infos wie z.B. Faulbrutbezirken und Co.


    Es geht aber eben auch erstmal ohne - das Anmelden beim Veterinär ist schnell und einfach selbst erledigt und auch selbst bezahlbar. Also erst mal genau hinschauen bevor man da Seele und Nerven verkauft.


    Drücke die Daumen!


    Mel

    ...und es ist wohl einfacher die Sorten zu benennen, die sie NICHT pflanzen sollten, Geranien, Hyazinthen, Tulpen, gefüllte Blüten aller Art (Tagetes, Dahlien et al.).
    Ansonsten eignet sich fast alles, wobei alle mit tiefen Kelchen wie Löwenmäulchen, Salbei, Lupinen und Lamium (Taubnesseln) eher für Hummeln eignen. Aber es gibt viele Überschneidungen so daß man eigentlich kaum etwas falsch machen kann. Allerdings sind Honigbienen eh eher auf Massentrachten als auf Balkone aus so daß sich wohl eher Hummeln einfinden werden...es sei denn, der Garten vor dem Balkon stellt die Balkonbepflanzung als Massentracht :D
    Wer es bunt und einjährig mag (da im nächsten Jahr eh neu bepflanzt wird) und einen sonnigen Balkon hat kann auch schöne Blütenbesuchermischungen kaufen oder mischen lassen - unter www.lebensraum-brache.de gibt es solche erprobten Mischungen! Die bringe ich selbst dieses Frühjahr zum ersten Mal aus und bin schon ganz gespannt...


    Melanie

    Liebe Imkerkollegen und -kolleginnen,
    erste Horrormeldungen erreichten mich heuer per Telefon - die ersten Stände sind wie leergefegt (über 50% Verlust), leere Beuten mit einer handvoll toter Bienen und offenbar schwere Verdauungsprobleme sind die Symptome (stark gefüllte Kotblase, Abkoten in der Beute). Alles versierte, langjährig und gewerblich arbeitende Imker mit Varroabekämpfungskonzept.


    Bin gleich mal zu meinen Bienen gelaufen...aber noch summen sie gemütlich in der Wintertraube, die Immen.


    Aber vielleicht kann der eine oder andere schon abschätzen wie es bei ihm ausschaut - erste Hinweise auf ein erneutes Bienensterben oder eben nicht "statistisch signifikant" ?
    Richtig spannend wird es natürlich erst wenn das Monitoring greift und das ganze bundesweit auf echte Datengrundlage gestellt wird...aber so ein Spotlights aus den einzelnen Regionen fände ich schon spannend...


    Nur so aus Neugierde gefragt
    von
    Melanie

    Für eine gute, fundierte Berichterstattung fehlt die Zeit und da ja alles schön optisch rüberkommen muß, bleibt leider so einiges auf der Strecke. Habe das leider oft genug erleben müssen, wie man da zusammengekürzt und verstümmelt wird - dabei ist Peter Neumann wirklich einer der besten Kenner des Beutenkäfers, den wir hier in Deutschland haben.
    Mir fehlte einfach auch der etwas mahnende Zeigefinger an den Zuschauer - die können am Ende des Filmes nämlich nur die Schultern zucken und denken "Schad drum aber was kann ich daran ändern?". Dabei wäre der Einkauf beim heimischen Imker um die Ecke schon ein wichtiger Beitrag...und von der Gartengestaltung und giftfreien Pflege mal abgesehen...


    Melanie

    ...hatten sich da die Filmemacher. Den Rückgang der Honigbienenpopulation in 45 min darzustellen ist schon schwer genug und dann noch mit Beutenkäfer? Diesen Beutenkäferteil fand ich aber sehr interessant; zumal noch in Kombination mit dieser amerikanischen Riesenimkerei mit 5000 Völkern.
    Leider fanden sich wenig Worte für die schwierige wirtschaftliche Situation der deutschen Imker und daß letztlich der Verbraucher mit seinem Supermarkthonigkauf mit dazu beiträgt, daß die Bienen in Deutschland verschwinden.
    Aber dennoch sehens- und aufzeichnungswert; zum Glück gibt es ja noch die Wiederholung!


    Melanie

    ...dann mache ich mir aber echt Sorgen. Wenn ich nächstes Jahr meinen Honig ernte, abfülle und dann morgens das erste selbstgeerntete Glas genüßlich aufdrehe...und dann sind da mehr/weniger drin als zulässig...wie soll ich das überstehen???!! Das schlechte Gewissen, die Sorge vor Eichamt, Lebensmittelüberwachung und Staatsanwaltschaft wird mich nicht mehr ruhig schlafen lassen. Werde mich beeilen und alles selber aufessen müssen. Laut aktueller Ausgabe des Bienenjournals (oder wars die ADIZ?) ist ja Honig super-gesund...sogar gegen zu hohe Cholesterinwerte und LDL soll es helfen...also selber essen statt ihn grammgenau an die Umgebung zu verscherbeln (o.k., gebe zu, daß das ab einer bestimmten Betriebsgröße vermutlich in schwerem Zuckerschock enden kann...oder man muß eben eine sehr große und honigbegeisterte Familie haben).


    Gruezi
    Melanie

    ...bisher gefallen mir die Segeberger ganz gut. Nachdem ich das mit dem Melkfett auf der Falz versucht und das hat mich schwer überzeugt - die lassen sich jetzt sauber lösen wie Ü-Ei-Schokohälften.
    Und das mit dem Bienenquetschen an den Falzen ist auch nicht so ein Thema sofern man noch mal ordentlich Rauch gibt direkt vor dem Raufsetzen der nächsten Zarge.
    Ich habe den neuen Varioflachboden und auch der überzeugt - wohingegen der in der Werbung vielzitierte Unterschied zwischen STEHR und anderen Segeberger-Herstellen mir bisher nicht aufgefallen ist. Habe jetzt noch welche von Holtermann (eben nicht-STEHR) und die scheinen mir nicht schlechter zu sein. Als Anstrich habe ich dunkelgrüne Acrylfarbe mit grau abgesetzten Griffmulden (die zugegebenermaßen wirklich ziemlich sinnlos sind wenn die Zargen richtig verkittet sind) - sieht zumindest nach dem ersten Jahr immer noch toooodschick aus...eine Zierde für jeden imkerlichen Garten (trotz einer Scharten und Kanten durch den Stockmeißel) !


    Aber ich gebe zu, daß mir Erfahrungen in Holz fehlen - habe zwar eine Holzbeute aber die mag ich angesichts zweifelhafter Herkunft und ebenso zweifelhaften Zustandes nicht in Betrieb nehmen. Hatte einmal Hinterbehandler aus DDR-Produktion versucht und mich nach einem Jahr schüttelnd davon abgewendet und den Kram verschenkt.


    Nur die Hoffmann-Seitenteile waren wohl eine schlechte Wahl; für die Wanderung mögen sie sinnvoll sein aber bei mir ist dieses Verkitten einfach dramatisch. Frage mich schon, wie ich die obere Zarge im Frühjahr auseinandernehmen will...kriege da bereits jetzt nichts mehr bewegt...


    Aber das nur so als einjährige Impression; frag mich in 10 Jahren noch einmal :D


    Grüße
    Melanie

    Liebe Imkers,
    eine Prüfung des Varroa-Totenfalls ergab den schockierenden Mittelwert von gut einer toten Milbe pro Tag. Naja, will nicht jammern; die späte Drohnenbrut im Sommer hat mir das wohl eingebrockt.
    Ich habe es dann bei 10°C mal mit einer Milchsäurebehandlung versucht (das Volk ist brutfrei). War auch ganz angetan, was da alles fiel...und überrascht, wie schnell. Hatte gelesen, daß die Milben durch Verätzung der Mundwerkzeuge allmählich verhungern und daher erst nach einigen Tagen fallen würden. Tatsächlich waren bereits am nächsten Morgen nach der Behandlung über hundert Milben gefallen; den Tag drauf waren es nur noch dreissig und das war es dann auch schon.
    Weiterhin wird ja noch eine 2. Behandlung innerhalb "weniger Tage" empfohlen - die steht jetzt noch an.


    Mich würden Erfahrungen interessieren ob die 2. Behandlung da wirklich noch mal was bringt. Habe schwerstens schlechtes Gewissen bei so einem Eingriff bei diesen Temperaturen...


    Es dankt und grüßt
    Melanie

    Ich hatte Bienenweber angerufen und gefragt, ob deren DNM 1 1/2-Rähmchen auch diese Form habe, was verneint wurde. Sie seien wie die klassischen DNM mit halbhohem Hoffmann-Seitenteil.


    Da ich nicht wandere oder die Bienen groß umstelle, braucht es weniger Wanderfestigkeit - wichtig wäre mir nur eine geringere Auflagefläche da das Verkitten wirklich heftig ist. Das Bienenquetschen kann ich mit entsprechend langsamer Führung ja noch verhindern aber beim Rausholen braucht es einfach nur rohe Gewalt.


    Na, ich werde es dann wohl mal mit den Holtermännern versuchen...scheint sonst eh kaum Bezugsquellen für die 1 1/2er zu geben...


    Grüße
    Melanie

    Jetzt habe ich grad im Holtermann-Shop gesehen, daß die geklammerte, sog. "Rotband"-Rähmchen in 1 1/2 DNM haben...und zwar mit einer eigentlich ganz reizvollen Variante des Hoffmann-Seitenteils wie das rechte Rähmchen zeigt:



    Durch zwei kurze, "bauchige" Abschnitte bleibt die Berührungsfläche eigentlich recht klein. Die sind zwar nun nicht grad billig aber das spart das Nageln und die Abstandshalter...schon mal wer getestet?


    Melanie