Beiträge von Hymenoptera

    Ich habe ähnliche, unfreiwillige Experimente im Bienenhaus gehabt. Erst mit den Ameisen - das waren so große Varianten aus der Camponotus-Klasse, die, wie ich dann lernen durfte, gerne ihre Nester in Holz bauen und dafür Holz zerstören. Also doch lieber mit Wasserstrahl und Putzen bekämpft zumal die Nester langlebig und groß sind.


    Im letzten Jahr waren es dann die Wespen, die die undichte Tür fanden und die ich dann im Glauben, die machen ja eh nur sauber, habe wüten lassen... für Bienen war es schon zu kalt und ich glaubte, die finden ja eh nichts...Honigräume waren ausgeschleckt und verschlossen.

    Aber Essig, die hatten wohl eh nichts besseres mehr zu tun ausser da rein zu fliegen und dort zu sterben.

    Also dürfte ich dann strafputzen im Winter, denn die Tierchen starben in Massen in dem Raum und produzierten zuvor Hinterlassenschaften, die wie die der Bienen nur schwer zu entfernen sind. Also auch Mist.


    Fazit: Forget it - Nur Bienen an den Honig lassen und das auch nur unter kontrollierten Bedingungen. Habe gerade die ausgeschleckten Honigräume eingestapelt, sehen klasse aus! Habe sie aber auch über eine Futterzarge in den Honigraumturm einlaufen lassen damit sie zum Umtragen motiviert werden.


    M.

    Hoffentlich kommt dann die dringend fällige Reformation der Imkereivertretungen oder die Aufspaltung in verschiedene Verbände.

    Hihi, wirklich lustig, wie Du Dich als stolzer "freier Imker" und angeblich ganz und gar "neutral und unbelastet" so sehr mit der organisierten Imkerschaft beschäftigst.


    Du musst ja wirklich gruselige Vereins-/Verbandserlebnisse gemacht haben damit Du den organisierten und damit wohl "befangenen und belasteten" Imkern und Imkerinnen noch mehr Zersplitterung wünschst. So viel Groll...muddu dran arbeiten. Ist gar nicht gesund...


    M.

    Zu viel Bienenvölker...nun ja, manchmal ist es eben auch nur der Umgang, der entscheidet, ob die Bienen ein Problem sind - heute war ich mal wieder bei einem Stand von Ansgar, nachdem das dort zuständige "Imkerteam" offenbar ordentlich gekleckert hatte und eine Riesenräuberei der ca. 80 Völker dort ausgelöst hatte....die Polizei verkroch sich im Streifenwagen und ich wurde wegen "eines Schwarms" gerufen. Aber ich wisch da nicht auf, das machen die Bienen eh besser weg...


    M.

    Ich weiß gar nicht, wann der Smoker bei mir das letzte mal überhaupt an war. Schön ist, wenn man Bienen hat, bei denen man so was kaum mal braucht. Manchmal Abends, wenn man noch im dunkeln ran muß, mit der Kopftaschenlampe, da sind sie schon mal etwas ungehalten, dann kommt eine Hand voll Holzspäne in den Smoker, Brenner drauf, durchpusten, für 2 Minuten Rauch und das wars auch schon. Wozu also ein Elektrogebläse? Ist sicher ungesund dauernd im Qualm zu stehen.

    Also ich brauche den Smoker vor allem wegen der Bienenmassen...weniger, um Stecher abzuwehren. Gerade beim Putzen lassen der Honigzargen ist das gerade sehr notwendig, da krabbelt es in alle Richtungen und in Massen...


    M.

    Wer sich berufen fühlt:




    Ehrlich gesagt, ist das das Symptom einer sehr gesunden Gesellschaft. Wenn die Leute die von Dir postulierte Leere mit Bienen füllen anstatt Drogen zu konsumieren oder sich für eine Weltanschauung zu radikalisieren, dann ist das doch sehr gesund und kein Egoismus. Das Erkennen eines Erdungsdefizits und Behandeln desselben, ist in meinen Augen gesund und normal.

    Muss doch nicht jeder gleich in die Telefonseelsorge oder Obdachlosenhilfe einsteigen. Und gerade bei den imkerlichen Anfängern suchen viele früher oder später doch den Kontakt zu Gleichgesinnten.... unser Jungimkerstammtisch ist inzwischen fast so gross wie der Vereinsabend.


    M.

    Also in Berlin setzt sich mehr und mehr 6 Euro/500 g durch und ich habe bisher keinen Kunden erlebt, der sich deshalb jemanden sucht, der noch für 5 Euro verkauft.


    Aber meines Erachtens ist das eh irrelevant für die Frage "zu viele Imker". Keine/r imkert für den Honig und das unglaublich tolle Geschäftsmodell. Nur wenige ziehen das professionell auf und verkaufen auf Märkten. Ich bekomme immer wieder Marktanfragen und finde unter 155 Mitgliedern keine/n, der/die das machen möchte. Es ist eben nicht die Hauptmotivation für die Imkerei.


    Manche tun sich die Plackerei mit dem Honig gar nicht erst an. Die wollen einfach keine Arbeit, keine geeichte Waage und Debatten um Etiketten, sondern nur Bienen halten...vollkommen legitim und verständlich. Die halten dann eben auch nur 1 oder 2 Völker. Daher ist das Zuviel-Gebrülle auch nur begrenzt hilfreich: Jede Person, die sich damit beschäftigt, ist ein potentieller Multiplikator für die wichtigen Botschaften: Weniger Rasen, mehr Blüte, richtige Blüte, bewusster Einkauf.


    Man sollten ihnen helfen, diese Rolle auszufüllen anstatt ihnen die Bienenhaltung nun ausreden zu wollen. Finde ich zumindest. Ich sehe in der Bienenhaltung nämlich sehr wohl einen Beitrag zum Bienenschutz. Die Leute sensibilisieren sich und andere, werden kritischer auf Gärten und Parkanlagen schauen und idealerweise Änderungen einfordern und selber durchführen... dabei sollte man unterstützen selbst wenn es dann mehr Arbeit in Sachen Varroa, AFB, Ausbildung und Qualifikation bedeutet.


    M.

    Fakt ist: Es gibt keine verlässlichen Zahlen über die Bienendichte in Berlin und nur annähernde Zahlen über die Völkerdichte. Da sich die ImkerInnen oft nur an- aber nicht abmelden und allenfalls die DIB-organisierte Imkerschaft Völkerzahlen meldet (gibt keine TSK-Meldepflicht oder Beitragserhebung in Berlin) hat man einfach keine verlässlichen Zahlen...und nur knapp über die Hälfte der Imkerschaft ist hier im DIB organisiert. Über die Wanderbewegungen gibt es auch kaum Zahlen.


    Aktuell zwischen 1 bis 5 ImkerInnen pro qkm: https://imkerverein-reinickendorf-mitte.de/node/880


    M.

    Zitat

    Es summt und brummt auf meinem Hof

    Bei diesem schlagkräftigen Argument erliegt man natürlich dem bäuerlichen Sachverstand. Also in meinen Garten summt es auch und nur der tumbe Laie würde dafür das Dutzend Bienenvölker und den Bienenbaum verantwortlich machen.


    Leider folgt die Argumentation mal wieder nach dem altbekannten Schema der Zigaretten- und Zuckerindustrie: der tumbe Konsument ist Schuld und zwar am allermeisten. Dass jeder eine Teilschuld trägt und an allen Stellgliedern gleichermassen gedreht werden sollte, passt wohl nicht in das Weltbild.


    Auf viele wesentliche Argumente wie die Monokultur und die wachsende Grösse der Schläge geht der Bauer gar nicht erst ein. Das ist viel bedeutsamer als insektizidbelastete Kulturen.


    Nun ja, was soll man von den Bauern erwarten...ich habe fleissig Aufkleber verteilt und suche gerade nach Gelegenheit für Unterschriften-sammeln....


    M.

    Natürlich hat der Parasit daran kein "Interesse". Nur liegt es nicht an ihm, die erforderlichen Anpassungen zu machen. Der Wirt muss sie machen. Seeleys Untersuchungen haben gezeigt, dass das möglich ist und innerhalb weniger Jahrzehnte funktioniert wenn auch unter Verlust von rund 90%.


    Nur ist das halt nicht mehr die Biene, wie wir sie wollen - also schwarmträge und freundlich im Umgang, kopfstark und honigliefernd.


    Ergo: Entweder hören wir alle auf zu imkern, lassen die Bienen frei in den paar hohlen Bäumen die es in D. noch gibt und weisen Honiginteressenten ab, resp. verkaufen ein paar herausgebrochene Waben zum Affenpreis oder wir suchen den Kompromiss...und ehrlich gesagt, ist der meines Erachtens längst da. Man höre einfach noch mal hier rein - natürlich den Vortrag von Büchler: https://www.bienenpodcast.at/bg039/


    Da ist alles gesagt, da brauche ich wirklich nicht mehr Löcher in Bäume zu hacken umd im Wälder kraxeln zu gehen.


    M.