Beiträge von Hymenoptera

    Sieht erstmal gut aus - aber für eine richtige Bewertung braucht es m.E. auch Bilder der gezogenen, besetzten Waben. Die sollten ebenfalls gut besetzt sein und entsprechend brüten. Manchmal täuscht der erste Eindruck und die Bienendichte nimmt nach unten hin stark ab und sie sitzen praktisch nur am Futterkranz des Oberträgers.

    Ja, manche sind wirklich toll heuer; die hängen auch alle am Fallobst des Vorjahres... ganz großes Kino!


    M.

    Mich hätten mal die September-Bilder interessiert aber die waren nicht zu sehen - und etwas zu der Geschichte des Volkes (Wann eingeschlagen, wie schwer war der Kunstschwarm, wie behandelt). Womöglich sieht man ja auch nicht alle Waben auf den Bildern - lege die mal nebeneinander und mach mal ein Gesamtbild.

    Anhand dieser Bilder sieht es wirklich nach nur schwachem Ausbau aus und geringer Volksstärke... mein Beileid! Immer blöd wenn der Start so misslingt... gibts einen TBHler in der Nähe zum Austausch von Erfahrungen?

    Paten sind bei uns ja immer Mangelware...


    M.

    Oh, das ist ja endlich man die Lösung!!!

    Ärgere mich schon lange, dass ich diesen Rechen mit Heisskleberstreifen selber basteln muss...


    Warum willst Du den Bereich überhaupt sauber machen? Was sie nicht propolisieren, dient als Durchschlupf unter den Oberträgern...


    M.

    ribes Stimmt, habe ich auch schon beobachtet, dass die Sammler tricky sind. Ich verlängere schon die Brutlücke, in dem ich die ersten, aus den ältesten Larven gezogenen Weiselzellen ausbreche. Aber die Idee, eine Fangwabe dazu zu schalten, ist super...habe mich bisher ja immer um das Fangwaben-Basteln gedrückt aber langsam wird es wohl Zeit...


    M.

    Vielleicht können die Mitglieder aus den von AFB betroffenen Berliner Vereinen, bei der BSV-Schulung ab 1.3. mal die Sanierungen/Abtötungen in Berlin mit Völkerzahlen und Ersatzsummen der letzten Jahre füttern.

    Auch wer die Summen bezahlt hat, TSK oder Vet.amt? Beitrag der Berliner TSK 10ct/Volk&Jahr - 12 Völker*0,10€ =1,20€ .


    Also zunächst mal: Es zahlen nur Mitglieder des Imkerverband Berlin e.V. (des DIB-Landesverbandes) in eine Seuchenkasse ein. Das ist aber eben *nicht* die beim LaGeSo geführte Tierseuchenkasse Berlins, sondern eine rein verbands-eigene.

    Es gibt aktuell keine Beitragspflicht der Berliner Imkerschaft in diese Tierseuchenkasse; wohl aber einen Anspruch auf Erstattung im Schadensfall. Leider geben die sich da sehr zugeknöpft; keine Ahnung, wann wem was daraus gezahlt wurde. Laut TSIS gab es seit 2000 für ganz Berlin 64 bekannte Ausbrüche aber selbst da ist nicht klar, ob das stimmt und alle Fälle gemeldet wurden.


    Mal sehen wie hoch die Winterverluste dies Jahr werden, wer redet dann noch über 8 sinnlos getötete Völker, wenn die Imker unfähig sind die Winterverluste unter 10% halten können.

    Was hat das denn miteinander zu tun?

    Zum einen gibt es weder eine halbwegs verlässliche Statistik wie hoch die Berliner Winterverluste sind und zum anderen sind das zwei paar Schuhe - in Sachen Winterverlusten mag imkerliche Schulung notwendig sein aber klinisch und diagnostisch gesunde Völker im Winter zu keulen, weil sie neben zwei kranken standen und das ohne vorher mal zu prüfen, ob und wo ev. weitere Fälle im Sperrgebiet stehen, ist fachlicher Unfug. Und da ist es nun mal egal ob es eins, acht oder achthundert sind! Jeder unnötigerweise verordnete Tiermord untergräbt die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Vets und genau das ist kontraproduktiv in der Seuchenbekämpfung!


    Wenn die das nun noch zum "Pankower Modell" stilisieren und als Empfehlung an die Berliner Vets tragen, werden die Folgen alle zu spüren bekommen... da kooperiert dann nämlich niemand mehr, noch mehr Geheimniskrämerei und noch weniger Seuchenbekämpfung.

    Übrigens stellten einige Vereine und der Imkerverband Berlin mehr Geld für Faulbrutproben zur Verfügung als die letztes Jahr abgerufen wurde! Da hätte man Werbung machen sollen!

    Für Weiselzüchter und Bienen-Verkäufer eine Selbstverständlichkeit- "every year the same procedure, James!".

    Positiv , das in einigen Vereinen für die Nutzung der vereinseigenen Technik ein Laborbefund der Futterkranzprobe Pflicht ist. Und diese vom Verein bezahlt wird- bei uns je Mitglied- 1Probe/6 Völker. Mein Gesundheitszeugnis bezahle ich selbst.

    Das ist mir nicht bekannt, dass der Imkerverband noch für AFB-Proben Geld bereit stellt. Das war mal so aber ist schon lange nicht mehr der Fall - keine Ahnung, wer die reduzierten 50 Proben (für ganz Berlin!) aktuell bekommt aber wir bekommen schon lange keine mehr! Diese reduzierten Proben stellt das LiB zur Verfügung; nicht der Imkerverband.


    Und Vereinsproben werden natürlich auch nur für die Vereinsmitglieder angeboten; die haben diese mit ihren Beiträgen schließlich bezahlt! Solche Angebote werden dann natürlich auch nur vereinsintern beworben.


    Bei den aktuellen Preisen für die FKPs und dem Umstand, dass die meisten unter 5 Völkern haben, ist das aber auch ein teures Investment für Proben, die bis 6 Völker geeignet wären. Zudem nehmen oft immer dieselben Personen an der Probenabgabe teil aber den Großteil, der weder an Vereinsabenden noch Mitgliedsversammlungen teilnimmt, bezieht man nicht mit ein - auch nicht so klasse. Nur wer fährt schon rum und beprobt die Völker dieser inaktiven Mitglieder und motiviert sie zum Mitmachen?


    Und das mit den vereinsfinanzierten Proben wird spätestens dann ein Problem wenn der Verein gemeinnützig ist - da muss man schon sehr vorsichtig sein, da die Mitglieder ihre Beiträge auch nicht indirekt zurück bekommen dürfen. Dazu bräuchte es vermutlich ein jährlich wechselnd vergebenes Probenkontingent und eine fachliche Begleitung um das als vereinsinternes Monitoring auch ggü. dem Finanzamt zu rechtfertigen. Da macht sich leider auch kaum jemand die Arbeit...


    Also alles gar nicht so einfach - daher soll ja nun mit der Bienenstrategie ein Berlin-weites, freiwilliges Monitoring kommen. Aber dafür werden noch viele Bretter zu bohren sein und wenn sich das "Pankower Modell" durchsetzen sollte, wird es mangels Beteiligung zumindest ein sehr günstiges für die Landeskasse....


    M.

    Bei uns im Norden Berlins eigentlich durchweg gut; das frühe Flugwetter hat natürlich auch seinen Teil dazu beigetragen. Allerdings haben einige wirklich 100% Verlust (was dann aber oft nur 1-5 Völkern entspricht) aber das ist natürlich bitter wenn nicht mal mehr eine Kiste fliegt.

    Einige verhungert aber die meisten sehen nach einem typischen Varroaschaden aus - einfach leer!

    Manche scheinen eher schwachen Völkern mit der Träufelung den Garaus gemacht zu haben; die stecken das dann einfach nicht gut weg...


    Habe schon erste Anfragen nach Völkern - wenn das Wetter hier so bleibt, dann wird es im April schon ordentlich Schwärme geben... bis dahin sollen die nur die Füsse still halten und die Finger von der Tastatur lassen und nicht etwa gleich wieder Kunstschwärme ordern!


    M.

    Die Kunstschwarmsanierung eines Volkes wird hier nicht von der TSK bezuschußt. Im Falle der amtlich angeordneten Tötung gibt es Entschädigung fürs Volk (Schätzung durch VetA bzw. in dessen Auftrag BSV), bei angeordneter Vernichtung der Beute auch dafür. Die Entschädigungsregelungen sind offenbar je nach TSK/Land unterschiedlich.

    Ja, deutlich! Gerade einen Artikel aus Hessen gelesen; da gab es auch für sanierte Völker etwas (meine 46 €) aber der Autor berechnete die Verluste für ein saniertes Volk auf fast 300 € (neue Rähmchen, Mittelwände, Einfütterung) zzgl. Arbeitsaufwand.


    Abgesehen davon setzt das Tiergesundheitsgesetz eh eine Obergrenze für ein Bienenvolk - glaube 200 €.


    Aber für die Völker in Pankow gab es noch keinen Cent! Die Tierseuchenkasse hat den Imker an das VetAmt verwiesen und das wieder zurück an die TSK.... Berlin Du Bist So Wunderbar...


    M.

    Ach, erst mal abwarten. Würde mich nicht wundern, wenn die still umgeweiselt hätten und nun die "alte" vor die Tür gekehrt wurde. Warte mal ab und bei nächstem Schönwetterloch mit strahelnder Sonne und Bienenflug guckst Du mal...dann erst entscheiden. Manchmal gefällt die Dame einfach nicht selbst wenn sie jung und fit ist.

    Königin ordern ist Murks, Queens sind teuer um diese Zeit und die Arbeiterinnen vergreisen. Wenn, dann nur vereinigen.


    M.

    Ich hatte gedanklich, aber eben zweifelnd, die paar Tage Mittagsflug mit zum Flugwetter gezählt.

    Zugehangene Wabe macht Sinn.

    Mit solchen Tipps wäre ich zurückhaltend. Das Zuhängen von Waben um diese Zeit ist oft eben nicht sinnvoll. Man kann keine "nackten" Brutwaben um diese Zeit umhängen da die Bienenmasse im schwachen Volk oft gar nicht ausreicht um die Brutwabe zu pflegen und zu wärmen. In den kalten Nächten zieht sich die Bienenmasse eng zusammen; das vergisst man ganz gerne bei der sonnigen Tagesdurchsicht. Dann stirbt ein Teil der umgehängten Brutwabe einfach ab und wird ausgeräumt.


    Hängt man die Brutwabe dagegen mit Bienen um so schwächt man ein starkes Volk unnötig und die Brutanlage "passt" oft nicht, da die Brutfläche auf der umgehängten Wabe andere Lage und Form auf der Wabe hat als im Empfängervolk - zumindest bei den Grossformaten wie Dadant, DN 1,5 u.a. muss man da schon sehr aufpassen. Die "Anatomie" der Bienentraube muss zur Brutanlage passen.

    Die Völker pflegen jetzt so viel Brut wie sie halt können.


    Später im Jahr geht das aber um diese Zeit würde ich auf so eine Geigelei verzichten. Da muss man manchmal einfach mal aus den Fingern sitzen bleiben und nicht einfach Rezepte aus dem Frühling oder dem Sommer anwenden.


    M.

    Also von Auflösen um diese Zeit bei Mickerlingen halte ich nicht viel - bei einem weisellosen, drohnenbrütigen Volk macht das Sinn aber alle anderen streuen das Risiko einer von mir ev. noch nicht erkannten Krankheit über den ganzen Stand. Dafür erhalte ich größtenteils altersschwache Damen, die nun auch nicht mehr viel bringen für die einzelnen Völker. Also kein Abfegen solcher aus nicht-bekannten Gründen schwacher Völker im Frühling.


    Aufsetzen birgt das gleiche Risiko für das starke Volk; zumal ich bisher noch nie beobachtet habe, dass die Queens in Konkurrenz gehen würden und sich die Völker untereinader stärken wie so oft behauptet....meistens führt das bei mir zur Vereinigung unter Opfern einer (der schlechteren, nehme ich an) Königin.


    Daher dann lieber gleich mit einem anderen Mickerling vereinigen und diesen sorgfältig beobachten.


    Fehlt ein zweiter Mickerling als Vereinigungspartner, dann bleibt das schwache Volk stehen; ggf. mit engem Flugloch. In der Regel machen die keine Arbeit (zu schwach zum schwärmen = Durchsicht nicht erforderlich) und werden nicht beräubert da die Tracht für Beschäftigung sorgt.

    Zur Linde sind sie dann oft stark und honigliefernd. Das wäre auch für starke Schwärme der Fall gewesen so dass nun die vom Mickerling besetzte Kiste nicht ins Gewicht fällt. Wer natürlich von jeder Beute 100% Honigertrag erwartet, wird da anders denken aber ich mag das so ganz gerne - der Mickerling aus diesem Jahr hat mir letztes Jahr vielleicht toll Honig geliefert und da fände ich es als sehr undankbar, sie in diesem Jahr wegen schlechter Überwinterung abzustrafen. Das kann manchmal auch tollsten Zuchtköniginnen "passieren"; jungen wie alten, und da muss nicht auch immer gleich eine unerkannte Krankheit, eine schlechte Genetik oder ein(e) unfähige(r) Imker*in dahinterstecken... allenfalls wenn das regelmäßig, an mehreren Ständen und vielen Völkern auftaucht, würde ich das mal kritisch hinterfragen.


    Daher also immer schön alles aufschreiben was man so tut, denkt, beobachtet und ggf. im Folgejahr in den Aufzeichnungen blättern...ev. findet man dann Hinweise auf eigene Fehler, besondere Trachtkonstallationen o.ä. die die schwachen Völker erklärbar machen.


    M.

    Vortrag: Die Asiatische Hornisse Vespa velutina in Karlsruhe und ihre Bekämpfung

    Freitag 01.03.2019 19:00 Uhr

    von Dr. Manfred Verhaagh

    in Zusammenarbeit mit der Entomologischen AG im Naturwissenschaftlichen Verein Karlsruhe e.V.


    Leider bin ich da beim Apisticustag... würde mich auch sehr interessieren!


    M.