Beiträge von Hymenoptera

    Besonders perfide: In Berlin benutzten die Diebe Bauschaum um die Kisten zu verschließen; wurden aber beim Diebstahl gestört. Hätte der Imker nicht zeitnah kontrolliert, wären da wohl so einige verbraust da der Schaum auch die Gitterböden weitgehend verschlossen hatte!


    M.

    Tjaha, diese Zeiten verlangen neue Formate von uns allen ab. Nachdem ich den letzten Kurstermin per Zoom sogar an den Bienen machen konnte (habe den alten WLAN-Repeater hervor gekramt und tatsächlich ausreichend bis zu den Bienen erweitern können) werden wir den nun um 1 Jahr verschobenen Termin mit Ralph Büchler (Totale Brutentnahme) etwas selbstgestrickt per ZOOM füllen. Wer Lust hat - bis 100 Leute können wohl teilnehmen: https://www.imkerverein-reinickendorf-mitte.de/Workshop-2020


    Grüße

    Melanie

    Haha, sowas hatten wir hier auch schon mal. Da verdächtigte ein Gebrauchtwagenhändler Emmissionen einer nahegelegenen Lackiererei. Es wurden vom Bezirksamt teuer bezahlte Analysen der Flecken durchgeführt bis sie sich dann bei mir meldeten, ob die von der Analyse zurück gemeldeten "organischen Bestandteile wie Pollen" eventuell Bienenkot sein könnten.

    Hätten sie billiger haben können, die "Analyse"!

    Da war nur nicht mal ein Stand greifbar - es gab einfach nur viele blühende Linden entlang der Straßen und entsprechend hoch frequentierten Luftverkehr...


    Völlig haltlos, da passiert vermutlich gar nichts. Der Typ soll seine Ansprüche schriftlich formulieren. Spätestens wenn er dafür dann einen Anwalt konsultiert, wird der ihn etwas gerade rücken ^^


    M.

    Eine Ostergeschichte:


    Bei der Durchsicht am Ostersonntag doch tatsächlich ein Volk gefunden, das gerade am Nachschaffen war. Die (rot gezeichnete) Königin musste vor ca. 3 Tagen verloren gegangen sein und angesichts gerade erst bestifteter Drohnenzellen in den meisten Völkern sah das für die Nachschaffung eher schlecht aus. Ich hatte noch eine Königin in Reserve, die mit einem Mini-Volk überwintert hatte - also habe ich die im Ausfresskäfig zugesetzt und das Minivölkchen zum Einbetteln abgefegt.


    Das haben aber nicht alle Mädels mitgemacht und tatsächlich haben sie die verloren gegangene und ihnen eigentlich fremde Königin, die von ihrem Volk aus dem Stock getragen worden war, auf dem Gartenboden gefunden und ihr das letzte Geleit gegeben...eine anrührend Szene, die ich im Video festgehalten habe.


    Allerdings ohne Auferstehungs Happy-End:


    https://www.hymenoptera.de/einletztesGeleit


    Frohe Ostern!


    M.

    Ich interessiere mich schon länger für Wespen und habe mir gestern Abend mal die Zeit genommen und alle 37 Seiten dieses Themas durchgelesen.
    Ich würde gerne in dieser Hinsicht unterstützen. Ausserdem ist Karlsruhe nur 20km von meinen Völkern entfernt.

    Nun habe ich mich als Laie mit dem Lehrgang Umsiedlung Wespen bzw. Sachkundelehrgang befasst. Vielleicht geht die Frage auch etwas am Thema vorbei, aber gibt es einen Grund warum dieser Wespenlehrgang manchmal 200 Euro kostet und manchmal kostenlos ist? Alle werben mit einem Zertifikat, dass zu Beratung und Umsiedlung berechtigt. Ich dachte ich stelle diese Frage kurz hier bevor ich mich für irgendetwas "halbwarmes" anmelde.

    Manche der Kurse sind von kommerziellen Anbietern wie dem TÜV und wenden sich eher an Schädlingsbekämpfer. Andere sind gefördert - ich mache aktuell z.B. eine Reihe für den Imkerverband Sachsen-Anhalt (leider sind die weiteren Termine noch nicht bekannt; mussten ja Corona-bedingt abgesagt werden) und ich meine, die sind gefördert und für die Teilnehmer kostenlos.


    Da es keinen einheitlichen Standard gibt, empfiehlt sich die Nachfrage bei der Behörde in der Region, in der man tätig werden möchte - manche wollen Schulung bei Institution XX sehen damit man mitspielen darf...


    Viel Erfolg!


    M.

    Also hier hat kürzlich ein Kollege 2 Völker innerhalb des Vereins verkauft - schöne Völker mit Königin aus letztem Jahr und mit Gesundheitszeugnis. Gefühlt reeller Preis.


    Allerdings glaube ich auch, dass es gerade in diesem Jahr eher schwierig ist - die Leute haben aktuell einfach andere Sorgen. Es ist auch sehr still im Verein, kaum Aktivitäten und Kommunikation...auch virtuell nicht.


    M-

    Kurze Rückmeldung dazu: Ich habe mich oft und intensiv zum Thema OMV sowohl mit dem DIB als auch dem LV auseinander gesetzt da es viele Probleme mit der bisherigen Lösung gibt. Zur Mitarbeit in einer AG wurden wir aber zumindest auf der Vereinsebene nie von irgendwem aufgerufen. Nehme an, die AG setzt sich rein aus einigen wenigen auf LV-Ebene zusammen.


    Grüße

    M.

    Irgendwie passt das alles nicht - ein "Riesenvolk" ist in normalen Beuten bei diesen Wetterlagen in der Lage, Futter umzulagern. Wenn sie dann in der Lage waren, von oben Futter zu nehmen, hätten sie es auch von den vollen Waben umlagern können.


    So aus der Ferne betrachtet habe ich ja Zweifel ob das Volk wirklich riesengroß oder am Verhungern war - Bilder wären toll!


    M.

    Tjaha, in Berlin ist man da schon weiter - der Berliner Hymenopterendienst wird Monitoring und Abgrenzung zur crabro machen sowie die positiven Funde an die zuständige Stelle bei der Oberen Naturschutzbehörde weiterleiten.

    Das war aber auch erst nach über 15 Jahren Ehrenamt und nach Verabschiedung der "Strategie für Bienen und andere Bestäuber in Berlin" durch das Abgeordnetenhaus möglich. Braucht eben auch ein klares politisches Bekenntnis zu diesen Tieren und ihrem Schutz denn erst dann werden auch mal die Kassen geöffnet!


    M.

    Nur mal so als Info: In Kürze wird der Fall eines als Volk erfolgreich überwinternden Wespenvolkes beschrieben werden - das Volk bediente sich bei den Vorräten benachbarter Bienenvölker.


    Ich prognostiziere, dass DAS unser Problem werden wird: Überwinternde und entsprechend größer werdende Völker der Deutschen und Gemeinen Wespe... so wie in Neuseeland und Kalifornien schon üblich; jetzt auch in D.!

    Womöglich hilft die velutina dann bei der Regulation der Kurzkopfwespen; man darf gespannt sein...Quelle folgt wenn verfügbar!


    M.

    Zuständig für die Vernichtung wäre wenn überhaupt irgendeine offizielle Stelle (Umweltamt, Naturschutzamt...)- und nur die würde ich informieren und handeln lassen wenn ich als Laie ein verdächtiges Nest entdecke.

    Was glaubt ihr was ich alles an Bildern bekommen habe als die Meldung aus Hamburg kam...und durchweg war was anderes drauf! Die Leute können nicht mal Biene und Wespe auseínanderhalten! Daher gibt es auch nur die Empfehlung in diese Richtung von mir...die Behörde sollte wissen, was sie tut und bevor Laien dann "normale" Hornissennester in gutem Glauben platt machen...


    Herzliche Grüße

    M.

    Nun mal langsam mit den jungen Pferden - zur Erinnerung: Die Vespa velutina (Asiatische Hornisse) ist seit 2014 - 5 Jahren - in Deutschland nachgewiesen.

    Bisher gab es keinen einzigen mir bekannten Fall, wo diese Tiere das in Ligurien oder Südfrankfreich dokumentierte "Hawking" von Bienenvölkern gezeigt hätten - der erste Nestfund überhaupt war an einem Bienenstand selbst und selbst der hatte kein Problem mit jagenden Tieren vor den Stöcken gehabt.

    Einem Fall, wo die Asiatische Hornisse als Schadensursache für Völkerverluste verantwortlich gemacht wurde, bin ich nachgegangen und das stellte sich eher nach Varroa-Schaden bei einem Alt-Imker heraus, bei dem sich einzelne Tiere im Nest offenbar an Honigresten bedienten...was unsere Wespen ja auch gerne machen.

    Eine Imkeranfängerin hielt das für einen "Überfall" der Hornissen und machte diese für die Völkerverluste verantwortlich; das Belagern vor den Fluglöchern wurde auch hier jedoch nie beobachtet.

    Selbst das Riesennest in Karlsruhe wurde erst im Herbst entdeckt, war im November noch aktiv aber kein Imker der Umgebung beklagte Hawking.


    Tatsache ist, dass Nester dieser Tiere gemeldet werden sollten (Untere Naturschutzbehörde) aber da sich die Bekämpfungspflicht aus EU-Rahmenbedingungen ergibt, sollte dann auch diese Behörde ggf. erforderliche Maßnahmen initiieren und bezahlen - Eigenaktionen an den meist sehr hoch liegenden Nestern sind praktisch nur bei einer anstehenden Baumfällung erforderlich.


    Unspezifischer Fallenfang mit "Wespenfanggläsern" ist in D. nicht erlaubt! Wenn damit jemand Monitoring betreiben will, dann muss das entsprechend von den lokal zuständigen Behörden genehmigt und überwacht werden.


    Meines Erachtens braucht es mehrere Parameter, die zusammen kommen müssen damit dieses massive Belagern von Bienenvölkern stattfindet: Sehr große Nester in der Region treffen auf schwachbrüstige Bienenvölker; ev. gepaart mit einem Mangel an alternativen Futterquellen und hoher Nestdichte. Reine Vermutung; freue mich über Austausch wenn jemand weitere Quellen aus dem Verbreitungsgebiet beisteuern kann.

    Ein generelles Problem für unsere Honigbienen & akuten Handlungsbedarf rein durch Anwesenheit der Art abzuleiten ist nach den bisherigen Erfahrungen nicht zu begründen.


    Leider spielt der Klimawandel dieser Art in die Hände; das "Insektensterben" auch so dass sich diese Situation langfristig tatsächlich ändern kann - nicht auszuschließen ist aber auch, dass die Art auch auf neue Gegner trifft oder sich neue Gegner macht. Das Fangen von Königinnen im Frühjahr wirkt sich jedoch *nicht* auf den Nestbestand in der Gegend aus (https://onlinelibrary.wiley.co…s/10.1111/1744-7917.12331)

    Bitte auch bedenken: Der Alarmismus auf Landes- und EU-Ebene öffnet auch entsprechende Geldhähne. Das eröffnet Geschäftsfelder und Rechtfertigungsbedarf neu eingerichteter Institutionen wie dieser französischen Truppe, die vor ein paar Jahren bundesweit in Ignoranz mit unseren Gesetzen zum Halali mit Wespenfanggläsern blies.

    Daher bitte nicht treiben lassen, sondern abwarten und beobachten. Wer Beobachtungen mit der Art teilen kann, der möge sie bitte hier teilen damit wir die Erkenntnisse für die eigene Imkerei bewerten können und entsprechende Forschungsansätze auf die Spur schicken. Das Imkerforum kann dafür ein tolles Instrument werden; das ist dann das Analog zu Citizen Science..."Beekepers Science"!


    Viel mehr Sorge hätte ich da vor der Ankunft des Beutenkäfers...die geringen Fundzahlen machen mir Sorge, daß da verdeckt gemauschelt wird und der Käfer allderweil auf Reisen geschickt wird.
    *Der* macht mir viel mehr Bedenken angesichts der ganzen alternativen Haltungspraktiken und der nur gering sensibilisierten Imkerschaft gerade bei uns in der Stadt...


    Die Velutina erwarte ich für 2024 in Berlin; ev auch etwas früher angesichts der wespenfreundlichen Sommer 2018 und 19.


    Grüße

    Melanie