Beiträge von Hymenoptera

    Also da die Bäume in der Regel vorgegeben werden, macht es nun wenig Sinn, dem Fragesteller alle möglichen Alternativen zu benennen.

    Zunächst wäre es auch sinnvoll zu erfahren, wie die Standortbedingungen sind denn ehrlich gesagt macht ein Baum erfahrungsgemäß erst in so 30 Jahren richtig Sinn...da muss man das also wohl überlegen.


    Von der Liste kommen eigentlich nur die Linden und Ahörner in Betracht so in Sachen Bienen - allerdings solltest Du mal klären, ob es nicht eine andere Linde sein darf. Henryana...oder wenigstens eine Silberlinde (oder Du tauschst das Etikett in der Baumschule ;-))


    M.

    Übrigens ganz interessant: Seeley sagte in der Fragerunde in Weimar, bei der die SC-Anhänger seine Aussage der nicht-kleiner bauenden Arnot-Bienen nicht unkommentiert lassen wollten, dass er glaube, dass das "System Lusby" in erster Linie auf einer guten Portion scutellata in deren Bienenmaterial basiert - der afrikanisierten Honigbiene, die sich zu geringen Anteilen genetisch selbst im Arnot Forest finden lässt und die mit Varroa bekanntermassen besser klar kommt als andere...


    M.

    Zitat

    Das behaupte ich, denn das ist so.

    Das ist natürlich sehr überzeugend, glasklar und überzeugend argumentiert.... ein echtes Axiom also... da kenne ich aktuell ein paar Politiker die so ähnlich drauf sind ^^


    Na dann viel Spaß beim Imkern - mal sehen, ob sich die Bienen diesem allmächtigen Wissen ebenso willig beugen wie der Rest der Welt...


    M.

    Da schreibt wohl wieder mal jemand, der denkt, dass die Imkerei erst mit ihm/ihr geboren wurde. Als ich mit der Imkerei anfing, war die Winterruhe heilig und es dürfte kein Zweiglein an die Kiste schlagen.

    Dennoch hatte ich da von einem innovativen Verfahren gelesen, das mir aus Biologinnensicht ganz logisch schien: Einige experimentierten mit etwas, das sie "Winterbehandlung" nannten und sprühten im Winter(!) mit Milchsäure(!!) Jede Wabenseite und wiederholten (!!!) Das sogar nach ein paar Tagen.


    Unfassbar und gegen jede Lehre und Yodas Rat habe ich es gewagt, dabei viel über die Bienen gelernt und kann mir eigentlich zu Gute halten, dass die Varroa bisher nur wenige meiner Völker geholt hat...womöglich eben gerade weil ich meine Hausaufgaben gemacht hatte und nicht nur dumpf nachbete was die Gurus lehrten. Muss mich eben auch aus biologischer Sicht überzeugen. Und wenn ich eben immer wieder Studien lese und von Erfahrungen höre, dass OS eben im Bienenkörper echt Schäden anrichtet, dann gilt es eben abzuwägen. Und da wäge ich halt Dank der vielen Hausaufgaben inzwischen etwas anders ab.


    M.

    Hamburger-Jung

    Ist ja lustig - bei mir ist es genau anders herum: Die Stockwaage zeigt einen um rund 2 kg höheren Wert an als das einseitige Messen von vorn und hinten und entsprechender Addition. Selbst wenn man die Kiste nur ganz wenig anhebt!


    Bin aber nicht unfroh darüber, lieber mehr Sicherheit als weniger.


    M.

    Zitat

    ich kenne die Leergewichte der Einzelteile sowie einem ausgebauten Rähmchen, setze pauschal 2 kg für die Bienen an (halt etwas mehr als Puffer) und gebe nur die Anzahl der Rähmchen an (7 bis 9 DN 1.5).

    Hi "Hymenoptera". Kannst Du mir (uns) die Leergewichte der Beuten(teile) geben? Ich hatte versäumt diese beim Umziehen von 1 auf 1 1/2 zu messen. Nun kann ich nur Schätzen, was auf einer Wabe eingelagert wurde und zusammenaddieren.

    Auf welch Soll-Gewicht gehst Du bei 1 1/2 zum Einwintern im Schnitt?


    Wäre super :-)

    Hast Du denn auch Segeberger?

    Ich muss die Tabelle mal daheim auf dem PC raussuchen; bis dahin: Einfach mal in den Shops der Imkereifachhändler schauen; die geben oft ein Gewicht der Leerteile an damit der Versand berechnet werden kann. Das kommt ganz gut hin. In meiner Standardvariante so mit 7 oder 8 Rähmchen sind es etwas über 9 Kilo wenn ich mich recht erinnere (inkl. Bienen). Stockwaage zeigt gerade 28 Kilo; macht also rund 18 Kilo Reserven. Das sollte passen - ab Anfang Oktober bis Ende März liegen zumindest an meinem Standort die Futterverbräuche zwischen 6 bis 9 Kilo aber wenn April/Mai kühl und nass werden, kommen da noch mal 5 Kilo zu. Und schon ist man bei den gemeinhin für Berlin empfohlenen 14 Kilo Winterfuttergabe.


    M.

    Also sprühen und träufeln ist in der Abfolge eigentlich kein Problem - das Sprühen erfolgt ja mit wässriger Lösung aber das Träufeln mit zuckeriger Lösung und genau das sollte eben nur einmal im Winter passieren. Die Bienen nehmen das nämlich auf und OS schädigt den Mitteldarm. Daher macht es auch keinen Sinn, schwache Völker im Winter damit tot zu behandeln. Ich sprühe lieber zuckerfreie OS-Präparate für die Winterbehandlung; das ist oft vor Weihnachten bei vergleichsweise milden Temperaturen noch gut möglich.


    M.

    Das Hauptproblem hier war wohl das eingeengte Flugloch - normalerweise äußert sich die AS-Wirkung durch massives Austragen von abgestorbenen Puppen und fast schlupfreifen Bienen aber nicht durch massiven Totenfall im Stock. Normalerweise weicht die Bienenmasse vor der AS zurück und kettet sich zur Not draussen vor dem Flugloch auf. Dann stirbt allenfalls ein Teil der Brut; nicht zuletzt durch Unterkühlung.


    Dieser Totenfall spricht dafür, dass die Bienen das nicht mehr durch das enge Flugloch schafften - daher ja die Empfehlung, nach Beginn der AS-Behandlung noch mal gucken zu gehen und das in einem engen Zeitfenster. Also nach 15 Minuten und noch mal nach einer Stunde, so in der Art. Dann kann man auch noch rasch abbrechen.


    Tjaha, AS ist und bleibt tricky... wirklich nicht mehr das Mittel erster Wahl!


    M.

    Genau....bisher kaum Antworten zu meiner Frage, in wie weit "botanische" Krokusse (ausser dem Elfenkrokus) sich von alleine (ohne händisches ausbuddeln, Teilen und Versetzen der Zwiebeln).
    Wo sind denn die ganzen Krokus-Wiesen-Besitzer, die mal mit 100 "angeimpft" haben und nun Tausende davon haben ^^ ?


    M.

    Zu den Abständen hat er nichts gebaut. Sie bauen natürlich reinen Naturwabenbau im Stabilbau; sind ja keine Zeidler-Völker in Klotzbeuten mit Oberträgern oder sowas, sondern von ihm per Bee-Lining gefundene wildlebende Völker, die nach dem Einmarsch der Varroa überlebt haben.


    M.

    Wer behandelt denn noch mit Milchsäure? Das ist schon lange out da viel zu schwachbrüstig. Lass das, nimm Oxalsäure.


    Ansonsten war der Verbrauch des Liebig-Dispensers ja Schwammtuch-like. Warum ist denn da das Flugloch eingeengt? Würde ich erstmal größer machen und dann nach ein paar Tagen gucken ob da noch junge Brut angelegt wird und Weiselzellen gezogen werden.

    Dann kannst Du auch entscheiden, wie es weitergehen soll.


    M.

    Erstmal solltest Du klären, was für Arten aktuell auf Deiner Grasfläche stehen und welche "Problemarten" darunter sind. Welchen Boden undm welche Bodenfeuchte?


    Kämpfe seit Jahren gegen das Landreitgras und habe es nun radikal versucht: https://www.hymenoptera.de/Grasland-zu-Bienenland


    Allerdings ist die Fläche vergleichsweise klein und selbst das war eine Heidenarbeit. Beweiden wäre mir auch lieber gewesen... Rent a Sheep/Goat oder sowas...


    M.