Beiträge von Hymenoptera

    Das kommt mal wieder davon, dass Videos ohne Kontext als allgemeinverbindliche Wahrheiten gepostet werden - das funktioniert im Frühjahr und Sommer gut aber jetzt?


    Um diese Zeit im Jahr funktioniert nach meiner Erfahrung das Vorgehen gar nicht mehr - über das Flugloch kommen in der Regel keine verfliegende Sammlerinnen mit vollen Honigmägen, sondern allenfalls Räuber und die werden platt gemacht. Da kannst Du froh sein, wenn Du das aufnehmende Volk nun nicht geschwächt hast oder gar die Königin drauf gegangen ist. Die Bienen sind um diese Zeit einfach nicht freundlich - weder zu ImkerInnen, noch zu Fremdbienen. Die wollen einfach in Ruhe gelassen werden.

    Aufsetzen funktioniert meines Erachtens noch am besten zum Vereinigen - Abfegen mache ich nur, wenn es darum geht, eine beschädigte, buckelbrütige Queen oder Afterweiseln auszusieben.


    M.-

    Also gerochen habe ich an den Meisennestern noch nie. Vorteilhaft sind die feinen Fasern. Zur Erinnerung: Hummeln nisten in Mäusenestern und finden daher Mäuseirin auch ganz interessant.... daher ist das hygienisch eher für uns ein Thema. Handschuhe sind beim Nistkastenputzen sehr zu empfehlen...


    Moos geht auch, allerdings sind feine Pflanzen- oder Tierhaare mit erforderlich. Die sammeln Mäuse gezielt mit ein, daher dann mit einmischen.


    M.

    Klappertopf versuche ich auch immer wieder aber bisher ohne Erfolg. Ich kenne den auch eigentlich nur aus höheren Lagen an frischeren Standorten....womöglich in unserer Brandenburger Sandbüchse fehl am Platz.

    Bezüglich lokaler und Wildbienengerechter Pflanzen hatte ich Dich ja schon auf die Liste unter https://www.imkerverein-reinic…te.de/Wilde-Bienen-Garten verwiesen, das passt in der Regel auch auf Brandenburger Sandböden.

    Lungenkraut und Klee mögen es meiner Erfahrung nach eher frischer, passen auch nicht recht in Deine Sammlung und zumindest Lungenkraut habe ich noch nicht erfolgreich einsähen können.


    Aber ohne Bodenbearbeitung bekommst Du da eh nichts rein...würde auch die Finger von den bereits verinselt bewachsenen brachliegenden Flächen lassen...womöglich schon voller Wildbienennester und da macht eine Bodenbearbeitung viel kaputt.


    Hast Du mal geklärt, ob da irgendein Schutzstatus draufliegt? LSG oder gar NSG oder FFH?

    Kennst Du den Eigentümer? ev. Berliner Stadtgüter? Die haben viel da unten... Gemeindeland wäre gut, da ist man oft auch interessiert an aktiven Bürgerideen. kläre das doch mal bevor Du Geld für Samen ausgibst.


    M.

    Also ich habe in meinen Hummelnistkästen meistens die Wachsmotte zu Gast, die eh aufräumt - räumt sie nicht auf, dann schimmelt es tatsächlich recht pronto. Aber eben erst nach dem Zusammenbruch des Volkes.


    Solche Faserprobleme wie da geschildert hatte ich aber bisher nur beim Experimentieren mit Filterwatte - die sind tatsächlich recht tödliche Fallen für Hummeln.

    Kapok ist jedoch nicht nur teuer, sondern auch nicht unproblematisch - das Material bricht schnell, muss aufwendig per Hand geerntet werden und es gibt natürlichere Alternativen. Ganz praktisch sind Vogelnester aus den Meisennisthilfen. Auch Mischungen aus Heu, trockenem Moos und Baumwollwatte gehen.

    Meine Polsterwolle habe ich vor 30 Jahren als Rest beim Polsterer für 5 DM gekauft und das nutze ich heute noch. Womöglich war die aber auch weniger plastikfasernbelastet.


    Tote Tiere in den Gängen und ungeschlüpfte Brut ist tatsächlich eher ungewöhnlich. Schwer nur, das jetzt noch zu klären. Sollten es tatsächlich die Fasern gewesen sein, solltest Du das an den Tieren ja feststellen können.


    M.


    In Berlin besteht Meldepflicht - dann kommt das Gesundheitsamt und wenn es Nistnachweise gibt, muss bekämpft werden. Das darf nur ein qualifizierter Schädlingsbekämpfer, der dann einen Tilgungsnachweis an das Gesundheitsamt schickt.


    Daher bloss nicht melden...wird teuer und bringt nichts; mit Gift und Schlagfallen tilgt man nicht dauerhaft. Nistplätze finden und versperren ist essentiell!


    New York bekämpft seine Ratten smarter: https://www.spiegel.de/wissens…gen-ratten-a-1214762.html


    Und ja, man kann das auch als Privatperson erwerben, so einen Sachkundnachweis - in Berlin am 16.12. wieder, drei Tage, für schlappe 809 € zzgl. 110 für die Prüfung


    https://akademie.tuv.com/event…019-12-18-102498/register


    M.

    Stimmt, die Arnot-Bienen sind kleiner.

    Aber die Zellgrößen eben nicht. Das sagt Seeley eben auch.


    M.

    Ich nutze DN 0,5 - ich weiss, Spielerei für echte Männer aber um die 14 kg im vollen Zustand (übrigens bei 10 oder 11 Rähmchen) sind für mich einfach noch handhabbar (und das hoffentlich noch laaaaange...)


    Die vertikale Teilerei ist für mich Spielerei und keine Lösung (dann kann man auch rähmchenweise entnehmen).


    Die Halbzargen lassen sich zur Not blitzschnell zur DN- oder DN 1,5-Zarge kombinieren und meine Schleuder kann alle diese Masse schleudern - passt einfach perfekt in sich! Zudem bin ich weiterhin vom Hochwabenformat angetan aber das allein wäre wohl nicht ausschlaggebend gewesen.

    Brutraumgewicht ist ebenfalls irrelevant für mich; nur beim Umstellen im Winter vielleicht....mache ich aber auch nicht alle Jahre wieder.


    In diesem Jahr habe ich mein Dadant-Entdeckelungsmesser geputzt und werde versuchen, so einen Elektrofussschalter dazwischen zu schalten - verspreche mir davon länger ein blankes (und nicht so schnell schwarzes) Messer. Außerdem muss ich die Honigraumwaben "gerader" bekommen...dann klappt das mit dem Entdeckeln wohl besser. Aktuell wechsele ich noch viel zu viel zwischen Walze, Messer, Entdeckelungsmaschine und Gabel - daher frisst das alles noch viel zu viel Zeit!


    M.

    Liebe Marion

    Marion...hat die hier mitgeschrieben? Oder meinst Du mich?

    Das Werkzeug was bis in jede Ecke am einfachsten klappt, und sich nahe am Wirtschaftlichen Optimum ansiedelt, ist DD.

    Irgendwie kopieren langt nicht wenn du das nich komplett machst.

    Bei dir sind das die HR, bzw Beespace.

    Kurios...das lese ich ganz oft bei ganz vielen Leuten und ihren Systemen. Alle immer die besten, die wesensgemässesten, wirtschaftlichsten, rückenschondsten... zu dumm, dass weder ImkerInnen noch Ausgangslagen genauso identisch und damit vergleichbar sind.

    Du hattest ja schon mal....;), Nimm die Kabelklemmen und du hast die Sorgen die du hast nicht mehr.

    Was hatte ich? Oder meinst Du Marion? Welche Sorgen?

    Abstandshalter für Dickwaben? Also Dickwaben möchte ich nicht - will nicht so viel Honig abschneiden, das ist unwirtschaftlich da ich diesen nur mit Zeit oder Maschinenaufwand auspressen müsste.

    Jeder der mal verglichen hat weiß das Flachzargen mit Dickwaben für Handbetrieb UND Maschinenbetrieb das Handlichste sind. Ist ja auch genau dafür entwickelt worden.

    O.k., mag sein aber mir wären sie dennoch zu schwer. Halt von Männern für echte Männer entwickelt ^^


    Schätze mal, Marion wären die auch zu schwer...muss sie mal bei Gelegenheit fragen...


    M.

    Also Heissluftfön ist auf Dauer Murks - es wird im Schleuderraum unerträglich warm und die verbleibenden Wachsnasen führen später zum Verdeckeln von Leerzellen und schlechter Leerung in der Schleuder. Das Messer ist tatsächlich die schnellste Variante; leider nur haben meine Honigwaben manchmal kleine Wellen und dann klappt das mit dem Messer nicht mehr - habe ja keine Dickwaben, sondern nur 10 statt 11 Rähmchen im Honigraum.

    Mal sehen, ev. schmelze ich den Murks mal im Winter ein und lasse die im nächsten Jahr noch mal neu und sorgfältiger eingelötete Anfangsstreifen ausbauen.


    M.



    Bild
    © ResistantBees.es


    wer kann das bei seinen Völkern jetzt auch beobachten?

    Ja, habe ich an und an auch mal in meinen Völkern.


    Wie gewinnst Du aber die Erkenntnis, dass das wegen Varroa ausgeräumte Brut ist? Das kann zahlreiche Ursachen haben - die Queen fährt das Brutgeschäft zurück und die Bienen bauen die Wabe zu einer Pollenwabe um, die Brutmortalität ist erhöht und das muss nicht Varroa gewesen sein, die Queen ist nicht mehr so fit... was auch immer.


    Hast Du die Bienen beim Ausräumen beobachtet? Hast Du dabei Varroen gesehen? Oder kann es nicht einfach nur DWV sein denn nach aktueller Studienlage werden DWV-geschädigte Puppen tatsächlich signifikant stärker ausgeräumt als "nur" mit Varroen besetzte Zellen...


    M.

    Ich bin auch grad voll im Krokus-Steckfieber und verschenke sie auch händeweise an die Nachbarn zum Pflanzen. Ist auch ein tolles Mitbringsel um diese Zeit - so statt Blumen oder das obligate Honigglas.


    M.

    Guten Morgen,

    ehrlich gesagt würde ich Dir raten, da mit offenen Karten zu spielen und nicht klammheimlich irgendwas irgendwo aus zu sähen. Zum einen kann es sein, dass da konkrete Planungen im Gange sind wie z.B. die Bebauung (und sei es nur mit landwirtschaftlichen Betriebsgebäuden) oder es sollen Tiere drauf - beides macht Deine Arbeit dann zunichte.


    Zum anderen ist es wirklich sehr schwer, auf begrünten Flächen ohne vernünftige Bodenbearbeitung etwas neues zu etablieren - unter https://www.hymenoptera.de/Grasland-zu-Bienenland findest Du meine Erfahrungen zu dem Thema...selbst mit richtiger Pflege muss das nicht klappen.
    SeedBombs sind daher wunderbar um frisch zugeschüttete Baugruben zu beimpfen aber vergehen im Rasen praktisch wirkungslos.


    Und außerdem ist man manchmal überrascht, wie viele offene Türen man einrennt - womöglich findet der Bauer das sogar gut und hat gar kein Problem damit, die Fläche mal kurzerhand umzupflügen damit Du was einsähen kannst. Manches wie solche Feldrandstreifen sind Gemeindeland und auch da hat man oft gar kein Problem mit Ideen und engagierten Bürgern (nicht immer aber immer öfter meiner Erfahrung nach...)


    Also offen und im Dialog rangehen; dann respektiert man Dein Ergebnis auch womöglich eher und mäht die mühsam angezogenen Blumen nicht einfach beim nächsten Schnitt wieder ab.


    Nun zu Deiner Pflanzenzahl:

    Viele Deiner vorgeschlagenen Pflanzen finden sich in den klassischen Bienenweidemischungen. Ich möchte Dir aber raten, Dich bei der Auswahl von den Bedürfnissen der Wildbienen leiten zu lassen - die Honigbienen besuchen diese Pflanzen zumeist auch aber eben nicht vice versa. Fast alles in Deiner Liste ist reine Honigbienen- und tw. noch Hummelweide - zudem einjährig und damit oft chancenlos gegen das nachrückende Gras.

    Unter https://www.imkerverein-reinic…te.de/Wilde-Bienen-Garten findest Du Tipps für solche Pflanzen und Mischungen; davon profitieren einfach auch wirklich selten gewordene Arten.


    Na dann, viel Erfolg!!


    M.