Beiträge von Hymenoptera

    In Weimar hat E. Hülsmann einen wie ich finde sehr bewegenden Vortrag über die Ereignisse in 2008 gehalten. Demnach waren Wälder und Felder komplett still; es war also eben nicht "nur" die Honigbiene, die plötzlich fehlte. Die allmählichen Lähmungserscheinungen vieler Völker habe man nur in den Griff bekommen weil die ganzen Pollenwaben entnommen worden sind und über vom Vet gestellte Container entsorgt wurden. Danach mögen sich tatsächlich wieder Völker erholt haben!


    Dafür hat dann BASF fleissig Einzelvereinbarungen mit den betroffenen Imkern gemacht und so die Wogen geglättet...kein Wunder dass es dann plötzlich allen wieder gut ging.


    Nur die Hummeln & Co. konnte man eben nicht bestechen; die schwiegen einfach weil sie nicht mehr da waren...


    Am besten mal Hülsmann und Liebig in einen Raum setzen damit die das dann unter sich ausmachen...


    M.

    Traurige Nachricht: Der Imker hat auch in 2. Instanz verloren - die Völker müssen bis morgen früh abgetötet werden. Auch das OVG hat rein auf Basis der Schriftsätze vom Anwalt und dem Veterinäramt entschieden ohne weitere Meinungen einzuholen.


    Adieu, freiwilliges AFB-Monitoring in Berlin.... können wir mangels Beteiligung dann wohl einstampfen, die Idee...


    Frustriert-enttäuschte Grüße

    von

    Melanie

    An dem Thema war und bin ich ja ganz eng dran...aber die "zentrale Steuerung" ist genau das Problem: In Berlin ist jeder Amtsvet allenfalls nur dem jeweiligen Bezirk und seinem Bürgermeister unterstellt und eben nicht der Senatsverwaltung. Das wird sich auch kaum ändern lassen, denke ich.


    Daher wird ja so unterschiedlich agiert - und leider scheint es auch zwischen den Bezirken sehr unterschiedliche Standpunkte und Abstimmungsprobleme zu geben.


    Alle 2 Jahre gab es bisher bienenspezifische Fort- und Weiterbildungen an der FU; immer speziell zu einer Krankheit...auch zur AFB. Leider sind da dann schon oft nur ein Teil der Veterinäre aus den Bezirken anwesend.

    Beim Gespräch zur Berliner Bienenstrategie waren auch überraschend wenige Amtstierärzte trotz langfristiger Einladung gekommen. Das ist halt schade wenn man was abstimmen mag und ein nicht unerheblicher Teil der relevanten Personen einfach nicht kommt und sich nicht äußert.


    Das ist halt manchmal wie Vereinsarbeit - wenn keiner was sagt/schreibt und auch nicht zu den Vereinstreffen kommt...heisst das nun Zustimmung, Ablehnung oder Ist-mir-egal?


    Komischerweise gibt es dann manchmal erst den Aufschrei wenn man dann entschieden hat eben weil es dann doch nicht mehr so egal ist...


    M.

    Das ist eine interessante Berechnung...das werde ich heuer mal prüfen (lassen).

    Nachdem ein Kollege meinem hier im Forum geäußerten Wunsch nachgekommen ist und nun fleissig nach einer winterlichen OS-Bedampfung jeden zweiten Tag Milben zählt, hat sich inzwischen ein Spitzenreiter mit über 600 Milben (in einer Woche gefallen) herauskristallisiert.

    Nun gehen die Fallzahlen langsam zurück. Wenn wir dieses und noch ein paar der geringer befallenen Völker nach einer weiteren Woche einer 2. Behandlung unterziehen, würde sich das ja im Gemüll dann zeigen. Hach, ein spannendes Bienenjahr mal wieder...


    M.

    Genau das war ja das Problem: Der Veterinär verglich seine mündliche Anweisung mit der der Polizei - da könne man ja auch nicht erst den Anwalt fragen bevor man der Weisung "Fahren Sie mal rechts ran!" Folge leisten müsse.


    Frage ist also, ob ein Amtstierarzt in so einem Fall die gleiche exekutive Gewalt hat. Bei einer Bienenseuche. Im Winter.

    Also weder Beulenpest, Ebola noch Schweinepest mit millionenschwerer Agrarindustrie dahinter.


    Zudem bestand ja auch das Problem, dass man rein auf Basis einer mündlichen Anweisung später gar keinen Anspruch auf Erstattung gegenüber der TSK hat - dafür wird die eben was schriftlich haben wollen.
    Es ist einfach schwer nachvollziehbar, warum ein Amtstierarzt nicht in der Lage sein sollte, so ein Schriftstück einfach hinterher zu schieben. Am Freitag mündliche Anweisung und am Montag dann fassungslos den Kopf schütteln dass nichts passiert ist aber immer noch kein entsprechendes Schriftstück mit Begründung in der Tasche? Nicht mal EMail oder Fax? Aber dann soll der Imker darauf vertrauen, dass er dieses Papier anschließend bekommt wenn man die Völker getilgt und durch seinen Zweifel und die Verzögerung womöglich noch den Vet verärgert hat?


    Die entsprechende Begründung gab es dann tatsächlich eben erst als es vor Gericht ging.


    Ich finde so ein Vorgehen einfach nicht sachgemäß.


    Wenn dann noch argumentiert wird, man möchte durch das Vorgehen die Stände der anderen Imker schützen, dann finde ich das perfide - ich möchte meine Bienenvölker nicht durch die Tötung anderer Völker geschützt wissen, die genauso gesund sind wie ich die meinen gerade empfinde... nur weil sie ein paar Häuser weiter stehen und die gleiche Adresse hatten wie die kranken???


    Daher so wichtig dass das nun auch mal gerichtlich geprüft wird!


    M.

    ja, diese Kristalle lösen sich leider auch nicht mehr. Gerade bei der Sommertracht habe ich das oft weshalb ich lieber animpfe um gezielt fein kristallisieren zu lassen. Ist im Ergebnis einfach besser.

    Aber ich habe auch Fans für diese grobe Textur...einfach nur eben so bewerben. Schmecken tun beide...


    M.

    Habe auch vor Kurzem behandelt...bisher zwischen 17 bis über 500 Milben je Volk gefallen. Dafür haben die Völker auch nur eine weitere OS-Behandlung in 2018 ertragen müssen...war also wirklich ganz entspannt das Milbenjahr heuer!


    M.

    Der Amtstierarzt erteilte ausschließlich mündliche Anweisungen und untersagte es dem Imker, einen fachlichen Beistand/Zeugen bei seinen Besuchen dabei zu haben.

    Na Mensch, das klingt aber transparent.

    Ist eine solche Weisung ein Verwaltungsakt? Die müssen nämlich schriftlich erfolgen.

    ja, das war ein weiterer Baustein der zu diesem Verfahren geführt hat. Alles mündlich und selbst bei der Kontrolle drei Tage später hatte er nichts schriftlich dabei...und war fassungslos dass der Imker nur die klinisch kranken abgetötet hatte und auf schriftlichen Bescheid beharrte (ohne den die TSK vermutlich eh nicht leisten würde).


    M.