Beiträge von Hymenoptera

    Zu Deinem Bauchgefühl sollte aber auch die Kosten-Nutzen-Analyse gehören: Welchen Preis zahlst das Bienenvolk dafür, noch Milben rauszuholen, von denen ein Teil altersbedingt eh unvermehrt im Winter eingehen wird? Womöglich einen königinnenlichen Preis...

    Zudem rettest Du ja nur einen Teil der Puppen, der bisher noch einen geringen Schaden durch die Milbe genommen hat und davon nun befreit wird - und schädigst womöglich andere/ältere Puppen fatal (ich nehme mal an, Du würdest nun AS einsetzen wollen...).


    Zähle doch einfach vor der Winterbhandlung noch mal...aber selbst in einem milden Winter und in der Stadt haben meine Völker immer eine brutfreie Zeit vor Weihnachten gehabt; die nur zu erwischen ist die echte Kunst.


    M.

    Ich würde immer eine Winterbehandlung mit OS machen - zum einen bekommt man so die bestmögliche Ausgangslage für das Folgejahr und man kann die eigene Diagnostik aus dem aktuellen Jahr überprüfen. Ich habe heuer auch nur einmal behandelt (vornehmlich TBE mit OS) und aufgrund der geringen Abfallzahlen auf die 2. Behandlung verzichtet auch wenn es schwer fiel, auf die eigene Diuagnostik zu vertrauen. Daher bin ich nun besonders gespannt was die Winterbehandlung ergibt; die werde ich mit dem Schieber gut auswerten!


    M.

    Ja, halte ich auch für kritisch - vor allem weil der ganz konkret auch drin steht, dass die Betroffenen "eine Linderung erleben". Damit wird faktisch ein Versprechen getätigt.

    Ich habe auch immer wieder Kunden, die an die Tür kommen und mir davon erzählen aber auch dann könnte ich beim nächsten Kunden allenfalls sagen, dass andere Kunden der Meinung seien, es habe ihnen geholfen.


    Allerdings kann ich die Aussagen der Kunden ja nun kaum überprüfen noch die Interpretation der Kunden bestätigen. Daher also immer schön der entsprechende Hinweis dazu, dass das reines "Hörensagen" ist und allesamt ohne Gewähr oder gar Zusicherung! Und keinesfalls pauschal auf die Website...


    Finde das auch ziemlich übel wie da manche auftreten - auf einer großen Messe hier in der Gegend war über viele Jahre ein Händler mit aggressivem Marketing, der seinen Honig mit minimalen Mengen an Gelee Royal u.a. panschte und das offensiv als Honig mit allerlei gesunden Versprechungen bewarb.

    Wurde zwar inzwischen abgemahnt und hat vermutlich dafür ordentlich gelöhnt aber in Summe dürfte das mehr als aufgegangen sein bei den Preisen auf der Messe und den vielen Käufern.


    M.

    Oh, warte, das ist ja eine üble Geschichte, Michael!

    Ja, die Ladies sind momentan wirklich eher in dieser trägen "Lasst-mich-mal-in-Ruhe-Stimmung" und werden bei massiven Störungen richtig grantig. Bei so einer Mäher-Kollision mehr als verständlich. Drücke die Daumen, dass es alle gut überstanden haben!!!


    M.

    Ach je, bei uns in der Gegend haben sie auch eine Riesenpanik wegen der Ratten geschoben. Das ging bis zum Bürgermeister und zurück; schließlich haben sie den ganzen Müllstand aufgebuddelt, die ausgegrabenen Viecher teilweise mit Schaufeln erschlagen und nun alles schön mit Pflaster versiegelt und unter Entfernung von Bäumen und Sträuchern (unter Ignoranz der Gesetzgebung zu Vogelschutz) wieder neu hergestellt. Die teuerste Rattenbekämpfung aller Zeiten.


    Kurze Zeit später waren sie wieder da nachdem die Leute weiterhin hirnlos Futterplätze in Form von verschüttetem Müll anlegten.


    Würde auf die Bekämpfung nicht so viel Zeit verschwenden - Kisten ordentlich stapeln und verschliessen damit sie nicht dort Unfug treiben und natürlich Futterstellen beseitigen sofern vorhanden. Habe sie selber nur gelegentlich und nur kurz zu Gast da der Kompost einfach nicht genug hergibt...da ist die Kanalisation interessanter!


    M.

    Ich habe drei Beuten auf zwei Metern bis die nächsten Stützen kommen; habe aber die Belastbarkeit noch nicht voll gestestet. Kippen tut da nüscht - die Füsse haben breite Standplatten, da kippen eher die Beuten runter. Habe so kleine Stopperplatten aus Vinyl an die Balken geschraubt damit man die Kisten nicht mal vesehentlich zu weit nach vorne schiebt wenn man mal gegenkommt.


    M.

    Der Artikel ist gequirlter Quark... es ist ein derart komplexes Thema, das kann man nicht so simpel zusammenfassen. Eine Farce, der Imkerei nun die Folgen einer durch die Landwirtschaft und Flächenversiegelung ausgeräumten Natur in die Schuhe schieben zu wollen! Die Konkurrenz wurde bisher nur in wenigen, sehr speziellen Konstellationen nachgewiesen....alternativlose Massentracht einer speziellen Futterpflanze; da könnte man sich eigentlich fast freuen wenn man sowas in der Stadt überhaupt mal hat (Linde, Robinie und Co. sind das nämlich nicht...).


    Wer bei der schönen Tagung in Kassel dabei war (Biene, Hummel, Falter & Co.) hat gut gezeigt bekommen, wo die Ursachen liegen und dass in den Städten vornehmlich Generalisten vorkommen. Für die Spezialisten gibt es nämlich oft kaum das Passende zu beissen - wer hat denn noch die Zaunrübe, Wegwarte, Witwenblume & Co. im Garten?

    Wer hat überhaupt hier noch einen Garten?


    Insgesamt kann man froh über den Imkernachwuchs sein, der dank Honigbiene über den Tellerrand schaut und anfängt, auch etwas für die wilden Bienen zu machen. Nur dank dieser Begeisterung kommen sowas wie Bestäuber- und Bienenstrategien zustande, die sich mehr und mehr Städte und Kommungen selber auferlegen und dafür öffentliches Grün umgestalten und Anreize schaffen, dass auch die privaten Flächen verbessert werden und neue Grünflächen auf Dächern & Co. geschaffen werden. Und das werden üblicherweise Flächen für die wilden Bestäuber und keine Phaecelia- oder Ringelblumenfelder!


    Und wenn mehr Leute die Erkenntnis bekommen, dass es auch einfacher ist, den Balkonkasten vernünftiger zu gestalten als da nun noch eine Beute hinzuquetschen, ist es auch ein Gewinn für die Imkerei an sich.


    M.

    Also ich habe das gerade erledigt im Rahmen des betriebsinternen Qualitätsprogramms: "Unsere Beuten sollen höher (und trockener) stehen".


    Das war gar kein Problem - Spanngurte drum und nach vorn versetzt (Fluglöcher blieben offen). Dann die Konstruktion aus Gerüstfüssen, Verrutschsicherung und Balken aufgebaut, mit Wasserwaage und Zollstock auf die gewünschte Erhöhung nivelliert (25 cm höher als bisher) und die Beuten wieder rauf. Das war eigentlich das Herausforderndste da das doch ganz schön schwer wurde.


    Die Bienen haben das super gemacht und hatten gar kein Problem mit der plötzlichen Höhe ^^


    20180930_185301.jpgMir war das halt wichtig, das vor dem Winter erledigt ist; im Frühjahr wäre es natürlich leichter gewesen.


    Auch für mich eine echte Verbesserung dass die Damen nun auch eine ergonomischere Arbeitshöhe haben und man unter den Kisten nun für Ordnung sorgen kann.


    M.

    Das ist super-spannend...vor allem weil das Microbiom ja auch in der menschlichen Gesundheit ein aktuelles Thema ist. Was mag das Zeug wohl bei den Solis anrichten die noch mehr auf ein gutes Microbiom an ihren eher "schmutzigen" Nestorten angewiesen sind.


    M.