Beiträge von Hymenoptera

    Das ist ja ein dolles Ding, das Nest in Mannheim. Gewaltig... wenngleich um diese Zeit natürlich eher das Bergen eines interessanten Präparates als einer Bekämpfung dienlich. Vermutlich wird man auch irgendwann selber zahlen dürfen wenn man so ein Nest entfernt haben will...


    Man darf gespannt sein wie das mit denen hier weiter geht...Klimawandel spielt diesen Arten natürlich in die Hände...


    M.

    Beim AFB-Workshop in Fulda wurde zumindest darüber diskutiert; allerdings ist es ein weiter Weg bis zur amtlichen Methode - aktuell hatte man sich mit Bienenproben beschäftigt und festgestellt, dass diese

    a) wohl etwas sensitiver als die FKP ist und

    b) es jedoch Abweichungen bei beiden Methoden gibt, da.h. es gibt positive Sporenfunde, die man entweder nur mit FKP oder mit Bienenprobe findet.


    Ergo nicht ganz einfach; die AFB ist einfach insgesamt zwar im Krankheitsverlauf gut verstanden aber epidemiologisch wurden die Infektionswege praktisch nicht untersucht und verstanden (Wann und wie stecken sich Völker genau an). In Neuseeland haben sie ja gezielt Völker mit einer Sporenimpfung infiziert aber selbst mit Vermehrung des Erregers (Sporenmenge stieg an) heilten die Völker praktisch von selbst - leider war das aber beim Workshop gar kein Thema...


    Wachsproben nehme ich tatsächlich aber nur Jahrweise wenn ich Chargen einschmelze - habe aber zu wenige Völker als dass sich standweises Einschmelzen und Rückverfolgen lohnen würde. Ist denn der AFB-Nachweis aus Wachs gleichermassen einfach? Könnte mir vorstellen, dass das nicht so einfach ist, die in Wachs eingewickelten Sporen zu befreien und auf Platten zum Wachsen zu bringen...

    M.

    Ehrlich gesagt: Nichts.

    Zum einen muss ich zum Sammeln einer Gemüllprobe ständig Böden in den Kisten haben, diese regelmäßig leeren und putzen. Dazu fehlt mir die Zeit; wartet man zu lange mit dem Leeren, schimmelt das. Ich müsste die Proben auch volksgenau trennen und aufheben - vor dem Einschmelzen heisst es da laaaaaaange sammeln und das gammelt da auch gerne.


    Wer das so genau machen will: Warum nicht regelmässig FKPs (im Freezer) oder Honigrückstellprobensammlung anlegen? Zumindest letzteres hält sich ganz gut ohne Kühlung.


    Aber womöglich richtet sich die Frage eh eher an die Grossen mit vielen Ständen und vielen Völkern...


    M:

    Also aktuell erwarte ich um den 20. herum Brutfreiheit - ersten Frost hatten wir bereits vor dem 31.10. Dafür ist der Wetterrückblick unter https://www.wetter.com/wetter_…l?sid=10382&timeframe=30d ganz praktisch.


    Dann schaue ich auf das Wetter und da ich lieber sprühe als träufele warte ich auf irgendeinen sonnigen, milden Vorweihnachtswettertag und dann geht es um die Mittagszeit ran. Dann stehen die Kisten in der Sonne und die Immen sitzen locker um umzutragen - da ist dann gut sprühen!

    Nur wenn ich solche Tage nicht bekomme oder verpasse wird geträufelt. Das geht immer irgendwann mal - sollte nur gerade in diesem Winter nicht verpasst werden!


    M.

    Gesprüht wird OHNE Zuckerzusatz, die Wirksam- & Verträglichkeit ist meiner Erfahrung gleich wie beim Verdampfen.

    Korrekt. Gibt auch eine Studie dazu von Ratnieks et al. aus England und der Unterschied zwischen Sprühen und Verdampfen war marginal. Träufeln fiel dahingegen schon deutlicher ab.


    Hängt einfach auch von der Wetterlage ab - bei einer eng sitzenden Wintertraube funktioniert Verdampfen schlechter als Träufeln aber Sprühen ist eben bienenverträglicher sofern es noch derart klirrend kalt ist, dass sie auf der Wabe verklammen. Sitzen sie locker, ist Träufeln unsinnig - da passt es mit Sprühen besser. Ich entscheide das für mich Mitte November...


    M.

    Vergiss die Milchsäure. Habe ich alles schon durch und die Wirkung ist wirklich lausig. Gerade in diesem Schwarmjahr, das sich durch hohe Milbenlasten kennzeichnet.

    Wenn Du eh aufmachen willst, dann sprühe lieber mit Oxalsäure. Die wirkt um Klassen besser und Du musst nur einmal die Waben ziehen.

    Ich mache gerne Sprühbehandlungen statt Träufeln für die Winterbehandlung und das funktioniert wirklich gut - bin aber heilfroh, dass wir Dank OS nicht mehr 2x im Winter aufmachen müssen wie früher.


    Bei mir war bisher nur ein Volk brutfrei. Alle anderen tw. noch grosse Brutbretter. Nachts war nun aber Frost so dass es um den 20.11. herum mit der Behandlung gehen sollte da brutfrei. Das klappt in Berlin oft ganz gut, dafür noch einen milden Tag abzupassen.


    M.

    Also zu meinen AS-Zeiten war ich nur mit Schwammtuch unterwegs, denn das tagelange Berieseln mit Ameisensäure war mir immer suspekt. Schwammtuch funktioniert gut aber es braucht natürlich mehrere Einsätze und selbst dann kann es nicht ausreichen. In diesem Schwarmjahr = Varroajahr war das nicht einfach. Hatte mich gerade mit Herrn Dr. Otten dazu unterhalten und er meinte, dass sich wieder höhere Verluste in der Erhebung abzeichnen...alle Jahre wieder eben...


    Winterbehandlung ist mehr denn je angeraten!


    M.

    In Berlin melden wir gar nichts an die TSK und bekommen auch (fast) nichts...der Kollege aus Pankow hat fast einem Jahr nach der angeordneten Abtötung der gesunden Völker keinen Cent von der TSK bekommen. In Hermsdorf gab es immerhin 105 Euro je Volk...nach einem halben Jahr aber immerhin.

    Na, Petition ist übergeben, mal sehen, ob es was gebracht hat....

    M.

    Das kommt mal wieder davon, dass Videos ohne Kontext als allgemeinverbindliche Wahrheiten gepostet werden - das funktioniert im Frühjahr und Sommer gut aber jetzt?


    Um diese Zeit im Jahr funktioniert nach meiner Erfahrung das Vorgehen gar nicht mehr - über das Flugloch kommen in der Regel keine verfliegende Sammlerinnen mit vollen Honigmägen, sondern allenfalls Räuber und die werden platt gemacht. Da kannst Du froh sein, wenn Du das aufnehmende Volk nun nicht geschwächt hast oder gar die Königin drauf gegangen ist. Die Bienen sind um diese Zeit einfach nicht freundlich - weder zu ImkerInnen, noch zu Fremdbienen. Die wollen einfach in Ruhe gelassen werden.

    Aufsetzen funktioniert meines Erachtens noch am besten zum Vereinigen - Abfegen mache ich nur, wenn es darum geht, eine beschädigte, buckelbrütige Queen oder Afterweiseln auszusieben.


    M.-

    Also gerochen habe ich an den Meisennestern noch nie. Vorteilhaft sind die feinen Fasern. Zur Erinnerung: Hummeln nisten in Mäusenestern und finden daher Mäuseirin auch ganz interessant.... daher ist das hygienisch eher für uns ein Thema. Handschuhe sind beim Nistkastenputzen sehr zu empfehlen...


    Moos geht auch, allerdings sind feine Pflanzen- oder Tierhaare mit erforderlich. Die sammeln Mäuse gezielt mit ein, daher dann mit einmischen.


    M.

    Klappertopf versuche ich auch immer wieder aber bisher ohne Erfolg. Ich kenne den auch eigentlich nur aus höheren Lagen an frischeren Standorten....womöglich in unserer Brandenburger Sandbüchse fehl am Platz.

    Bezüglich lokaler und Wildbienengerechter Pflanzen hatte ich Dich ja schon auf die Liste unter https://www.imkerverein-reinic…te.de/Wilde-Bienen-Garten verwiesen, das passt in der Regel auch auf Brandenburger Sandböden.

    Lungenkraut und Klee mögen es meiner Erfahrung nach eher frischer, passen auch nicht recht in Deine Sammlung und zumindest Lungenkraut habe ich noch nicht erfolgreich einsähen können.


    Aber ohne Bodenbearbeitung bekommst Du da eh nichts rein...würde auch die Finger von den bereits verinselt bewachsenen brachliegenden Flächen lassen...womöglich schon voller Wildbienennester und da macht eine Bodenbearbeitung viel kaputt.


    Hast Du mal geklärt, ob da irgendein Schutzstatus draufliegt? LSG oder gar NSG oder FFH?

    Kennst Du den Eigentümer? ev. Berliner Stadtgüter? Die haben viel da unten... Gemeindeland wäre gut, da ist man oft auch interessiert an aktiven Bürgerideen. kläre das doch mal bevor Du Geld für Samen ausgibst.


    M.

    Also ich habe in meinen Hummelnistkästen meistens die Wachsmotte zu Gast, die eh aufräumt - räumt sie nicht auf, dann schimmelt es tatsächlich recht pronto. Aber eben erst nach dem Zusammenbruch des Volkes.


    Solche Faserprobleme wie da geschildert hatte ich aber bisher nur beim Experimentieren mit Filterwatte - die sind tatsächlich recht tödliche Fallen für Hummeln.

    Kapok ist jedoch nicht nur teuer, sondern auch nicht unproblematisch - das Material bricht schnell, muss aufwendig per Hand geerntet werden und es gibt natürlichere Alternativen. Ganz praktisch sind Vogelnester aus den Meisennisthilfen. Auch Mischungen aus Heu, trockenem Moos und Baumwollwatte gehen.

    Meine Polsterwolle habe ich vor 30 Jahren als Rest beim Polsterer für 5 DM gekauft und das nutze ich heute noch. Womöglich war die aber auch weniger plastikfasernbelastet.


    Tote Tiere in den Gängen und ungeschlüpfte Brut ist tatsächlich eher ungewöhnlich. Schwer nur, das jetzt noch zu klären. Sollten es tatsächlich die Fasern gewesen sein, solltest Du das an den Tieren ja feststellen können.


    M.


    In Berlin besteht Meldepflicht - dann kommt das Gesundheitsamt und wenn es Nistnachweise gibt, muss bekämpft werden. Das darf nur ein qualifizierter Schädlingsbekämpfer, der dann einen Tilgungsnachweis an das Gesundheitsamt schickt.


    Daher bloss nicht melden...wird teuer und bringt nichts; mit Gift und Schlagfallen tilgt man nicht dauerhaft. Nistplätze finden und versperren ist essentiell!


    New York bekämpft seine Ratten smarter: https://www.spiegel.de/wissens…gen-ratten-a-1214762.html


    Und ja, man kann das auch als Privatperson erwerben, so einen Sachkundnachweis - in Berlin am 16.12. wieder, drei Tage, für schlappe 809 € zzgl. 110 für die Prüfung


    https://akademie.tuv.com/event…019-12-18-102498/register


    M.