Beiträge von Hymenoptera

    Eins noch.
    Was mir aufgefallen ist: Es hilfreich, wenn in den Schleuderkörben unten mehrere Stege drin sind. Damit dir dir Halbrähmchen nicht durchfallen. (...) Also beim Kauf einen Blick drauf werfen.

    Paar Edelstahlschrauben mit Muttern helfen. Hatte ich auch jahrelang, weil der Korb auf Zander ausgelegt war und meine DN immer verschwanden.

    Äh, wie sollen die helfen? Wo bringst Du die denn an?


    Grüße

    Melanie

    Als "Bücherschreiberin" finde ich das Thema natürlich spannend und plaudere mal aus dem Nähkästchen: Lektorat ist ein ganz heißes Eisen!

    Mit einem guten Lektor kann man seitenweise Verbalschlachten ausüben, ein schlechter wird sich auf die Korrektur von Rechtschreibfehlern beschränken. Ich habe beides gehabt; ersteres habe ich erst rückblickend zu schätzen gelernt als ich dann mal die andere Seite kennen lernen musste.


    Ich habe den Eindruck, es gibt immer weniger gute Lektoren in den Verlagen, man spart offenbar zuerst an diesen. Das macht sich leider schmerzlich bemerkbar denn tatsächlich klappt es nie allein, den Gedankenwust zu sortieren und ein gutes Lektoriat hält auch mal "dagegen" und schafft Veränderung ohne die Aussagen zu verändern. Es schärft, präzisiert, deckt Widersprüche und Doppelungen auf, muss also auch was vom Fach verstehen ohne aber voreingenommen zu sein...habe wirklich Respekt vor diesem Job bekommen.


    So ein Buch ist natürlich auch so "das eigene Baby" und wer mag schon hören/lesen, es sei misraten - daher klappt Lektorat eigentlich auch nie im Familien- oder Bekanntenkreis da man sich danach oft bitter zerlegt hat.


    Das ist die "Tüte Gummibärchen", die am Ende von einem verkauften Buch hängen bleibt, oft einfach nicht wert...zumal man Auflage für Auflage immer wieder den Kram neu auf dem Tisch bekommt.


    Bei mir liegt gerade die 4. Auflage vom "Imkern in Großraumbeuten" auf dem Tisch, wieder umfangreich überarbeitet da sich so viel verändert hat...rechtlich aber auch in der eigenen Imkerei und Sichtweise. Und dann braucht es hier noch ein Kürzen und da noch einen Satz mehr damit der Umbruch stimmt... nervig denn mehr Seiten gibt es auch nicht zugebilligt.


    Fertig ist so ein Buch also nie... Bernhard wird auch noch daran feilen und so wird es wachsen. Wen es nervt...wartet auf die nächste Auflage. Autoren/Autorinnen fallen auch nicht vom Himmel und Übung macht den Meister. So üben wir mal weiter beim Imkern, Schreiben, Leben... :)


    Melanie

    in Schleswig Holstein soll auch noch eine laufen... da erzähle ich das ausführlicher. 2 Tage lang...


    Gibt es schon genauere Infos zum Termin in SH?

    Nein. Wurde noch mal angeschrieben und hatte auch geantwortet... seither Funkstille...


    Womöglich hängt es an dem Hygienekonzept, ist halt nicht so einfach. Organisiere gerade selber eine Veranstaltung und das ist wirklich aufwendig und teuer durch die Corona-Gesetzgebung.


    Grüße

    Melanie

    Liebe Imker und Imkerinnen,


    heuer eine merkwürdige Szene beobachtet:

    Ich habe dieses Jahr insgesamt 9 Königinnen in den Beuten gekäfigt damit die Brut ausläuft so dass ich Wabenerneuerung und Varroa-Behandlung machen kann. Zudem wollte ich 6 Königinnen austauschen.

    Nach knapp drei Wochen waren auch alle Queens in den Käfigen vital und ich habe munter ausgetauscht.

    Für den Fall, dass der Tausch scheitert, habe ich für die herausgenommenen Queens neue Plätze gesucht. So habe ich in einem Volk, das nur so zum Gucken im Garten steht, eine munter stiftende Schwarmköniginnen entnommen und dafür die einst gekäfigte, aber noch taugliche Dame zugesetzt. Diese entnommene Schwarmqueen und eine andere Käfigqueen legte ich in ihren für Arbeiterinnen passierbaren Käfigen direkt neben ein MiniPlus mit drei Zargen, in der eine nachgeschaffte Weisel unterwegs war aber noch nicht stiftete (Entnahme der Altqueen war vor 3 Wochen). Es dauerte nicht lange und beide Käfige waren von einem Mantel Bienen umgeben, die eine Nacht lang Wache schoben.


    Am nächsten Tag nahm ich die Mini auseinander um dann zwei der drei Zargen mit jeweils einer Königin zu versorgen. Ich musste nur die Jungweisel suchen aber das war nicht schwer - die wurde nämlich gerade massiv von den Bienen eingeknäult und attackiert. Das war wirklich unglaublich, sie wehrte sich mit hellen, lauten Summtönen und Flucht aber ihre eigenen Stockgeschwister scheuchten sie über die Wabe und immer wieder heftiges Einknäulen und Versuch des Abstechens.

    Ich dachte schon, da sei was schief gelaufen und das sei ein unerwarteter Zweitschlupf aber es war weder Brut noch eine andere Weisel oder geschlüpfte Weiselzelle zu finden.


    Ich kann mir das eigentlich nur so erklären, dass die stiftend aus dem Volk genommene Queen, die eine Nacht neben dem Mini lag, von den Bienen als attraktivere Alternative bewertet wurde...und das, obwohl sie zwar rankamen aber die Queen gar nicht in das Mini.

    Kann das sein?

    Ich kenne diese Einknäulerei bei im Volk-schlüpfenden Queens eigentlich überhaupt nicht...


    Bin gespannt, ob sich das gelegt und sie das überlebt hat...habe die Ladies nun auf die Minis verteilt...Ende nächster Woche schaue ich mal nach.


    M.

    Mich ärgern meine Bienenfluchten jedes Jahr - habe verschiedene Modelle (Nicot-Raute, Stern, italienische...) aber inzwischen sind diese dünnen MDF-Platten so verzogen, dass sie sich durchbiegen und die Fluchten fast auf den Oberträgern liegen (und Bienen quetschen können). Zudem funktionieren sie oft auch nur mäßig und ich mag nicht noch Leerzargen/Rahmen vorhalten.


    Nachdem Jürgen Binder die gute Funktion der Bienenflucht allein auf möglichst geruchsdichte Konstruktion bei nur kleiner Lochbohrung reduzierte, habe ich das mal getestet.

    Daher es nun mal getestet und die großen 8 cm-Bohrungen durch Aufsätze auf 3 und 4 cm verengt.

    Ergebnis: Vollkommen egal. Unverändert schlechte Leerung egal bei welcher Fluchtform. Womöglich müssen die Bohrungen aber noch kleiner werden; die italienischen haben ja nur ca. 2 cm große Öffnungen.


    Werde nun diese dünnen, weichen Platten durch vernünftige Platten ersetzen, die sich nicht verziehen und das dann noch mal weiter testen. Von Klein zu Groß geht ja ganz gut...

    Werde dabei noch so eine Passage einbauen wie die von Lega, das finde ich fürs Ausputzen lassen der HRs ganz praktisch:

    https://www.legaitaly.com/de/p…en/runde-bienenflucht.121


    M.

    Habe die Styros und ärgere mich sehr über viele Designfehler (Boden mit Futteröffnung gibt immer Wildbau; Flugloch ist eine Katastrophe da Drohnensperre kaum sinnvoll zu installieren und für den Transport nicht gut verschließbar). Bei neuen Kästen rutschen die Rähmchen da munter umher so dass der Transport der kostbaren Queen gefährdet ist. Echt übel, dass da nicht erstmal ordentlich nachgedacht und erprobt wurde ehe man die Teile massenhaft produziert hat.

    Mit Holz könnte man da sicherlich besser und kompakter bauen sofern man die Witterungsbeständigkeit/Bedachung im Griff hat.


    Da ich die Dinger aber nur sporadisch in Gebrauch stecke ich da nicht viel Kraft in die Verbesserung.... da habe ich drängendere Projekte.


    M.

    Ja, stimme rase zu: Erste Krüppelbiene gesehen. Habe heuer keine Kiste frei; daher Queens gekäfigt und im brutfreien Zustand wird dann mit OS gesprüht. Dann auf neue Mittelwände; einige bekommen noch ne neue Queen.


    M.

    Das kommt auf die Art und Nestlage an - Mittlere Wespe fliegt super zu. Im Innenraum gebaute Nester sind oft delikater, da sie dort Spurpheromone legen und laufen.

    Aber 40 cm sollte eigentlich ganz gut klappen. Im Zweifelsfall alte Anheftstelle gut reinigen oder mit Klarlack überziehen.


    Grüße

    Melanie


    P.S. Ich kenne leider nicht alle Schulungsangebote - Umweltakademien und Bieneninstitute wie auch NABU GutSunder haben sowas häufiger im Angebot. Teurer ist TÜV, die haben solche Kurse auch mal im Angebot

    Zuviel der Ehre!

    Grundsätzlich darf man nicht besonders geschützte Arten umsiedeln sofern ein ausreichend "vernünftiger Grund" gegeben ist und man es fachlich ausreichend gut machen kann.

    Bitte kein Smoker und Ganzkörperstichschutz - die sind kleiner und agiler als Bienen, stechen auch gut durch normale Anzüge. Also was langärmliges drunter ziehen und Arbeitsschuhe mit Lederhandschuhen.


    Leider folgen die meisten Arten *nicht* der Königin wie die Bienen - klappt also leider auch nicht ganz so einfach wie ein Schwarmfang. Umbauen in einen anderen Kasten und am alten Standort stehen lassen bis sich die Tiere dort gesammelt haben und dann am Abend verbringen, ist ein guter Ansatz. Aber weit genug weg - min. 5 km ist ein guter Richtwert. Sonst fliegen sie zurück.

    Schau mal bei Aktion-Wespenschutz.de vorbei; Peter Tauchert hat dort viele Umsiedlungen dokumentiert!


    Schulungen mache ich jedes Jahr in Hohen Neuendorf; in Berlin wollen wir auch noch weitere im Winter anbieten...in Schleswig Holstein soll auch noch eine laufen... da erzähle ich das ausführlicher. 2 Tage lang...


    Herzliche Grüße

    Melanie

    Habe schon Schwärme erlebt, die trotz Brut auszogen. Einer hat sogar eine Woche in der Kiste gewohnt und gestiftet um dann aus zu ziehen.

    Sowas lasse ich inzwischen gerne ziehen - ist die Mühe nicht wert! Zum Glück die Ausnahme!


    Ansonsten gibt es bei mir immer "Kellerhaft" für min. 1 Nacht und ausserdem wird einlaufen gelassen und nicht "eingeschlagen". Ist netter zu den Bienen und wenn man nur Anfangsstreifen gibt, kann er sich auch gut in der Kiste aufhängen. Mittelwände sind wie Schiede und trennen die Bienen - finden die nicht gut...


    Grüße

    Melanie