Beiträge von Hymenoptera

    Ja, eigentlich ganz einfach: Man öffnet die App, legt ein Volk an und macht unter "Gemülldiagnose" >> Analyse zufügen ein Foto der Windel (man kann auch eines aus der Galerie einfügen). Danach analysiert die App das Foto (dauert eine Weile! Geduld ist angesagt) und oben links erscheinen die gezählten Milben. Dann aber mit zwie Fingern reinzoomen in das Bild: Alles Gezählte wird rot umkringelt. Wer die Original-Windel vor sich hat, kann damit vergleichen aber ansonsten genügt auch schon das Auge: Wirklich eine Milbe? Oder hat die App da gerade Dreck gezählt? Am Anfang zählte die bei mir nur Mist!

    Aber:

    Man kann dann über das Besen-Symbol unten alle markierten Flecken löschen und dann tippt man händisch ein paar Milben an, die auch wirklich welche sind - dann erneut links auf das Lupensymbol und die App analysiert erneut...scheint dann aber die bereits zuvor händisch markierten Milben als Referenz zu nehmen. Das Ergebnis war dann schon wesentlich besser. Den einen oder anderen Fehler korrigiere ich dann anschließend händisch durch Antippen der Milbe/des Schmutzes zum An- oder Abwählen und fertig ist das - so schnell hätte ich das nicht zählen können.


    Habe es mit händisch ausgezählten Schiebern verglichen und fand die Abweichung tolerabel - bei sehr vollen Windeln mit übereinananderliegenden Milben hat die App natürlich Schwierigkeiten aber ansonsten reicht mir diese Abschätzung. Rechts unten auf das Plus-Symbol und die Analyse wird gespeichert. Man kann so mehrere nacheinander von dem Volk speichern, kommentieren und bekommt dann eine grafische Darstellung der Befallsentwicklung.


    M.

    Liebe Imker und Imkerinnen,

    gestern hatte ich zum ersten Mal eine kritische Honigkonsumentin an der Tür. Sie isst gerne und viel Honig (500 g pro Woche) und wollte nun mal meinen probieren. Beim Raps war sie sich aber unsicher wegen möglicher Rückstände und tatsächlich untersucht unser Länderinstitut ja nun viel aber ein Check auf Pestizide bekomme ich da nicht.

    Daher mal die Frage in die Runde wo man das zu halbwegs vernünftigen finanziellen Bedingungen machen lassen kann - gerne auch per PN damit es auch ja keine Werbung wird!


    Danke!


    Melanie

    Diese aber grundsätzlich als Lügner und Schizophren darzustellen, oder als Imker, die den Nachbarn die Behandlung übernehmen lassen, grenzt schon an Beleidigung.

    Es gab vor Jahren mal eine Dokumentation der BBC ("How to kill a human being"), in der der Frage nachgegangen wurde, ob es nicht Alternativen geben könnte zu der Art der Hinrichtungen in den USA, bei denen regelmäßig die Verurteilten auf amateurhafte Weise und unter größten Qualen über längere Zeiträume hinweg umgebracht werden. Das Ergebnis war: es gibt eine absolut sichere Methode, ohne Quälerei und auch nicht teuer. In jeder Hinsicht eine Verbesserung gegenüber dem jetzigen Zustand.

    Doch interessanterweise wird sie sowohl von Todesstrafenbefürwortern als auch -gegnern abgelehnt. Die einen finden, dass ein verurteilter Mörder keinen so sanften Tod verdient hat. Und die anderen finden, dass ein so sanfter Tod ihrer Sache (der Abschaffung der Todesstrafe) auch nicht dienlich sei...

    Und wer diese Doku sehen will:


    Sehr interessant!!


    M.

    Ja, habe ich - musste etwas rumprobieren aber ich finde es ganz praktisch. Funktioniert besser als erwartet wenn man sie ein bisserl angepasst hast!


    M.

    Oh, toll, so viel Schnee....seufz, hätte ich diesen Winter gerne auch mal gesehen aber bisher nüscht in Sicht...kalt genug ist es zwar aber dann immer trocken...und wenn die Feuchte kommt, wird es mild....Frust!


    M.

    Wie sehen denn "Sonnenblenden" für Bienenkästen aus?


    Wolfgang Ritter empfiehlt ja nun gerade die südwärtsgewandte Aufstellung der Bienen damit die Bienen selbst ein nur kurzes Wintersonnenfenster für den Ausflug und vor allem das Abkoten nutzen können. Dass dabei Bienen umkämen sei normal und zumindest teilweise der Gesunderhaltung des Biens dienlich da es sich oft auch um Kranke handele - andererseits beklagt er auch, dass zu gut isolierte Kisten wie Segeberger mit geschlossenen Böden auch zu einem zu frühen Ausfliegen veranlassen könnten und dass man letztendlich selber rausfinden müsse, was am eigenen Standort und den eigenen Kisten optimal sei.


    Tatsächlich habe ich den Eindruck, dass die Kisten mit dem eher besonnten Flugloch eher und häufiger ausfliegen als die Reihe gegenüber. Diese hat auch immer eher die Problemkandidaten mit hohem Varroadruck und Nosema... sollte einfach die Zahl reduzieren und diese Stellfläche nicht mehr dauerhaft nutzen. Ist ja eh aus Bienensicht das Gesündeste...


    M.

    Ich versuche die Leute dann auch immer auf die Wildbienen zu bringen. Nenne das immer die "Einstiegsdroge in die Imkerei". Die brauchen keine dauerhafte Pflege und wenn man den Leuten vermittelt, dass die Bestäubung ein Orchester sei und wir gerade zwar viele Geiger (=Honigbienen) haben aber uns noch Querflöten, Bratschen ( = Wildbienen) und Cellos (= Hummeln) fehlen um die Musik richtig zu spielen, dann verstehen die das ganz gut...


    Alternativ kann man zumindest bei Stadtlage auch die Idee pflanzen, den Garten einfach mal als Bienenstellplatz im örtlichen Imkerverein anzubieten...dann hat man auch gleich die Fachperson dazu, der man über die Schulter gucken kann!


    M.

    Habe auch beide (Carnica im Belegstellenschutzgebiet, sonst Buckfast oder was mir als Schwarm in die Hände fällt) und beide machen sich super auf DN 1,5...sollte also auch auf Dadant funzen!


    Witzig finde ich ja auch immer diese Argumentation, dass etwas, dass für Berufsimker geeignet ist für den Hobbyimker per se nicht geeignet sei... die Logik hinkt ja wohl arg denn gerade Berufsimker werden gesteigerten Wert auf effiziente Bienen, Beuten und Technik legen und damit passt das praktisch immer - vice versa ist das schon weniger garantiert.


    Beziehe seit Jahren immer wieder mal Königinnen aus Berufsimkereien gerade weil ich eben ahne, dass mit diesen Bienen leicht imkern ist....bisher auch noch nie enttäuscht worden!


    M.

    Mglw. haben die Bienen auch erfolgreich gegen die BeOXung ventiliert oder sich gegenseitig vor dem Dampf abgeschirmt.

    Hing der Kunstschwarm als Schwarmtraube in der leeren Beute? Ich frage mich, ob eine Schwarmtraube sich mit Dampf wirklich so gut behandeln läßt. Vielleicht beruht ja ein guter Teil der Wirkung darauf, dass die Oxalsäurekristalle auf allen Zelloberflächen liegen und die Bienen mit ihren Füßen und evtl. sogar mit der Unterseite des Hinterleibes darüberstreichen und dadurch die Milben damit in Kontakt kommen?

    Könnte man ja mal testen: Volk in Karton schütteln, leere Beute inkl. Wabenwerk bedampfen, Bienen wieder rein. In den nächsten Tagen schauen, ob erhöhter Varroafall feststellbar...

    Interessante Idee...könnte man mit einem Schwarm mal testen.


    M.

    Achso, was mir noch aufgefallen ist:

    Melanie schreibt in #85 von Winter-Sprüh-Behandlung.

    Schreibfehler? Träufelung? Oder wirklich wie bei Milchsäure alle Waben ziehen und sprühen(und nur so stelle ich mir eine Sprühbehandlung vor).

    Danke für die Hinweise!

    Ja. Ich habe Ende November behandelt. War sonnig und gute 10 Grad. Die Völker waren brutfrei. Eben ganz so "wie früher" als es nur MS für den Winter gab. War aufwendig aber hat gut funktioniert denke ich...

    @ ribes,

    Liebe Melanie, Du meinst, sublimierte OX-Kristalle räumen die Bienen schneller aus als die aufgesprühten (nach Verdunstung des Lösungswassers)? Das widerspräche den Ergebnissen bspw. der Fischermühle.

    Nee, das habe ich doch nirgendwo geschrieben. Die Ergebnisse der Fischermühle sind mir bekannt aber hier nicht relevant; habe keine Vergleichserfahrungen mit dem Verdampfen.

    Bei der winterlichen Sprühbehandlung sehe ich nur die lange Wirksamkeit, die tatsächlich in so mancher Publikation anders dargestellt wird.

    Natürlich mag das im Sommer anders sein aber ich finde es halt bedenklich.


    Persönlich halte ich den Weg über Brutpause/Bannwabe und wenigen gezielten Behandlungen eben für günstiger als massives Behandeln...bin auch kein Freund vom Nassenheider und anderen Langzeit-Begasungseinrichtungen; ob nun A oder O am Anfang steht, so bleibt es eben doch eine Säure, die man in die Völker bringt.


    M.

    Das Spielchen kann man sogar noch fortsetzen: Schau Dir mal an wie das mit Schwärmen ist! Nicht nur, dass ein dicker Vorschwarm noch gut und gerne 10-20 kg Honig liefern kann und tolles Wachs macht - man muss ihn auch noch fangen, was in der Regel nicht nur aufwendig, sondern auch riskant und zeitraubend ist. Mal abgesehen von der erforderlichen Flexibilität des Fängers mal so eben unter der Woche schnell mal irgendwo hin zu fahren.


    Dennoch wird da oft gemault wenn es über 50-70 € kosten soll! In manchen Kreisen wird auch erwartet, dass man die dann für einen warmen Händedruck weiterreicht um einem Anfänger den Start mit Bienenkiste und Co. zu ermöglichen....diese Einstellung ärgert mich sehr: Die Kiste darf dann an die 300 € kosten aber die Bienen bitte für lau.


    Aber muß letztlich jede(r) für sich entscheiden was es ihm/ihr halt wert ist... versucht mal Kinderklamotten zu verkaufen, da bekommt man Depressionen! Dann lieber im Dachboden einlagern und zur Rache an die nächste Generation vererben!


    M.