Beiträge von Hymenoptera

    Kurze Rückmeldung dazu: Ich habe mich oft und intensiv zum Thema OMV sowohl mit dem DIB als auch dem LV auseinander gesetzt da es viele Probleme mit der bisherigen Lösung gibt. Zur Mitarbeit in einer AG wurden wir aber zumindest auf der Vereinsebene nie von irgendwem aufgerufen. Nehme an, die AG setzt sich rein aus einigen wenigen auf LV-Ebene zusammen.


    Grüße

    M.

    Irgendwie passt das alles nicht - ein "Riesenvolk" ist in normalen Beuten bei diesen Wetterlagen in der Lage, Futter umzulagern. Wenn sie dann in der Lage waren, von oben Futter zu nehmen, hätten sie es auch von den vollen Waben umlagern können.


    So aus der Ferne betrachtet habe ich ja Zweifel ob das Volk wirklich riesengroß oder am Verhungern war - Bilder wären toll!


    M.

    Tjaha, in Berlin ist man da schon weiter - der Berliner Hymenopterendienst wird Monitoring und Abgrenzung zur crabro machen sowie die positiven Funde an die zuständige Stelle bei der Oberen Naturschutzbehörde weiterleiten.

    Das war aber auch erst nach über 15 Jahren Ehrenamt und nach Verabschiedung der "Strategie für Bienen und andere Bestäuber in Berlin" durch das Abgeordnetenhaus möglich. Braucht eben auch ein klares politisches Bekenntnis zu diesen Tieren und ihrem Schutz denn erst dann werden auch mal die Kassen geöffnet!


    M.

    Nur mal so als Info: In Kürze wird der Fall eines als Volk erfolgreich überwinternden Wespenvolkes beschrieben werden - das Volk bediente sich bei den Vorräten benachbarter Bienenvölker.


    Ich prognostiziere, dass DAS unser Problem werden wird: Überwinternde und entsprechend größer werdende Völker der Deutschen und Gemeinen Wespe... so wie in Neuseeland und Kalifornien schon üblich; jetzt auch in D.!

    Womöglich hilft die velutina dann bei der Regulation der Kurzkopfwespen; man darf gespannt sein...Quelle folgt wenn verfügbar!


    M.

    Zuständig für die Vernichtung wäre wenn überhaupt irgendeine offizielle Stelle (Umweltamt, Naturschutzamt...)- und nur die würde ich informieren und handeln lassen wenn ich als Laie ein verdächtiges Nest entdecke.

    Was glaubt ihr was ich alles an Bildern bekommen habe als die Meldung aus Hamburg kam...und durchweg war was anderes drauf! Die Leute können nicht mal Biene und Wespe auseínanderhalten! Daher gibt es auch nur die Empfehlung in diese Richtung von mir...die Behörde sollte wissen, was sie tut und bevor Laien dann "normale" Hornissennester in gutem Glauben platt machen...


    Herzliche Grüße

    M.

    Nun mal langsam mit den jungen Pferden - zur Erinnerung: Die Vespa velutina (Asiatische Hornisse) ist seit 2014 - 5 Jahren - in Deutschland nachgewiesen.

    Bisher gab es keinen einzigen mir bekannten Fall, wo diese Tiere das in Ligurien oder Südfrankfreich dokumentierte "Hawking" von Bienenvölkern gezeigt hätten - der erste Nestfund überhaupt war an einem Bienenstand selbst und selbst der hatte kein Problem mit jagenden Tieren vor den Stöcken gehabt.

    Einem Fall, wo die Asiatische Hornisse als Schadensursache für Völkerverluste verantwortlich gemacht wurde, bin ich nachgegangen und das stellte sich eher nach Varroa-Schaden bei einem Alt-Imker heraus, bei dem sich einzelne Tiere im Nest offenbar an Honigresten bedienten...was unsere Wespen ja auch gerne machen.

    Eine Imkeranfängerin hielt das für einen "Überfall" der Hornissen und machte diese für die Völkerverluste verantwortlich; das Belagern vor den Fluglöchern wurde auch hier jedoch nie beobachtet.

    Selbst das Riesennest in Karlsruhe wurde erst im Herbst entdeckt, war im November noch aktiv aber kein Imker der Umgebung beklagte Hawking.


    Tatsache ist, dass Nester dieser Tiere gemeldet werden sollten (Untere Naturschutzbehörde) aber da sich die Bekämpfungspflicht aus EU-Rahmenbedingungen ergibt, sollte dann auch diese Behörde ggf. erforderliche Maßnahmen initiieren und bezahlen - Eigenaktionen an den meist sehr hoch liegenden Nestern sind praktisch nur bei einer anstehenden Baumfällung erforderlich.


    Unspezifischer Fallenfang mit "Wespenfanggläsern" ist in D. nicht erlaubt! Wenn damit jemand Monitoring betreiben will, dann muss das entsprechend von den lokal zuständigen Behörden genehmigt und überwacht werden.


    Meines Erachtens braucht es mehrere Parameter, die zusammen kommen müssen damit dieses massive Belagern von Bienenvölkern stattfindet: Sehr große Nester in der Region treffen auf schwachbrüstige Bienenvölker; ev. gepaart mit einem Mangel an alternativen Futterquellen und hoher Nestdichte. Reine Vermutung; freue mich über Austausch wenn jemand weitere Quellen aus dem Verbreitungsgebiet beisteuern kann.

    Ein generelles Problem für unsere Honigbienen & akuten Handlungsbedarf rein durch Anwesenheit der Art abzuleiten ist nach den bisherigen Erfahrungen nicht zu begründen.


    Leider spielt der Klimawandel dieser Art in die Hände; das "Insektensterben" auch so dass sich diese Situation langfristig tatsächlich ändern kann - nicht auszuschließen ist aber auch, dass die Art auch auf neue Gegner trifft oder sich neue Gegner macht. Das Fangen von Königinnen im Frühjahr wirkt sich jedoch *nicht* auf den Nestbestand in der Gegend aus (https://onlinelibrary.wiley.co…s/10.1111/1744-7917.12331)

    Bitte auch bedenken: Der Alarmismus auf Landes- und EU-Ebene öffnet auch entsprechende Geldhähne. Das eröffnet Geschäftsfelder und Rechtfertigungsbedarf neu eingerichteter Institutionen wie dieser französischen Truppe, die vor ein paar Jahren bundesweit in Ignoranz mit unseren Gesetzen zum Halali mit Wespenfanggläsern blies.

    Daher bitte nicht treiben lassen, sondern abwarten und beobachten. Wer Beobachtungen mit der Art teilen kann, der möge sie bitte hier teilen damit wir die Erkenntnisse für die eigene Imkerei bewerten können und entsprechende Forschungsansätze auf die Spur schicken. Das Imkerforum kann dafür ein tolles Instrument werden; das ist dann das Analog zu Citizen Science..."Beekepers Science"!


    Viel mehr Sorge hätte ich da vor der Ankunft des Beutenkäfers...die geringen Fundzahlen machen mir Sorge, daß da verdeckt gemauschelt wird und der Käfer allderweil auf Reisen geschickt wird.
    *Der* macht mir viel mehr Bedenken angesichts der ganzen alternativen Haltungspraktiken und der nur gering sensibilisierten Imkerschaft gerade bei uns in der Stadt...


    Die Velutina erwarte ich für 2024 in Berlin; ev auch etwas früher angesichts der wespenfreundlichen Sommer 2018 und 19.


    Grüße

    Melanie

    Ich habe mir mal einen Gas-Oxamaten im winterlichen Einsatz anschauen dürfen. War recht beeindruckend und reguliert wurde da gar nix. Einfach aufsetzen (also nichts für Leute, die mit verschiedenen Beutenformaten imkern), Bodenschieber und Schaumstoff ins Flugloch, Lüfter anschalten und los ging es. Einziges Thema: Die Gaskartusche der verwendeten Lötlampe wird kalt bei der Entladung und die Leistung nimmt ab (weil ja Winterbehandlung und damit kalte Umgebungstemperatur). Dadurch wird das Aufheizen weiter verzögert.

    Daher wurde eine 2. Lötlampe mit geringer Flamme verwendet um die andere Kartusche am Boden leicht zu wärmen. Dann konnte man richtig hören, wie der Druck stieg und die Flamme kräftiger brannte. Dann krabbelte die Temperatur umso schneller hoch. Brauchte aber wirklich Zeit - die 5 Minuten sind realistisch. Dafür aber wirklich sehr gleichmäßige Vernebelung des ganzen Innenraums. Rieselte auch ordentlich danach aber das tut es ja nun immer bei einer vernünftigen Behandlung.


    Ich habe hier mal gelesen, dass der Gas Oxamat ziemlich schwierig zu regulieren ist. Und der ist ja noch teurer. Aber klar: für den "normalen" Oxamat brauch man entweder noch ein Netzteil dazu oder eine Autobatterie. Wie Cuximker sehe ich bei gängigen Zargen Maßen keinerlei Nachteile außer dem Zeitaufwand. Aber ich habe 2 Oxamaten und erledige, während die arbeiten, parallel andere Dinge.

    Dann wird mir im Winter auch nicht kalt😊

    Das ist ja ein dolles Ding, das Nest in Mannheim. Gewaltig... wenngleich um diese Zeit natürlich eher das Bergen eines interessanten Präparates als einer Bekämpfung dienlich. Vermutlich wird man auch irgendwann selber zahlen dürfen wenn man so ein Nest entfernt haben will...


    Man darf gespannt sein wie das mit denen hier weiter geht...Klimawandel spielt diesen Arten natürlich in die Hände...


    M.

    Beim AFB-Workshop in Fulda wurde zumindest darüber diskutiert; allerdings ist es ein weiter Weg bis zur amtlichen Methode - aktuell hatte man sich mit Bienenproben beschäftigt und festgestellt, dass diese

    a) wohl etwas sensitiver als die FKP ist und

    b) es jedoch Abweichungen bei beiden Methoden gibt, da.h. es gibt positive Sporenfunde, die man entweder nur mit FKP oder mit Bienenprobe findet.


    Ergo nicht ganz einfach; die AFB ist einfach insgesamt zwar im Krankheitsverlauf gut verstanden aber epidemiologisch wurden die Infektionswege praktisch nicht untersucht und verstanden (Wann und wie stecken sich Völker genau an). In Neuseeland haben sie ja gezielt Völker mit einer Sporenimpfung infiziert aber selbst mit Vermehrung des Erregers (Sporenmenge stieg an) heilten die Völker praktisch von selbst - leider war das aber beim Workshop gar kein Thema...


    Wachsproben nehme ich tatsächlich aber nur Jahrweise wenn ich Chargen einschmelze - habe aber zu wenige Völker als dass sich standweises Einschmelzen und Rückverfolgen lohnen würde. Ist denn der AFB-Nachweis aus Wachs gleichermassen einfach? Könnte mir vorstellen, dass das nicht so einfach ist, die in Wachs eingewickelten Sporen zu befreien und auf Platten zum Wachsen zu bringen...

    M.

    Ehrlich gesagt: Nichts.

    Zum einen muss ich zum Sammeln einer Gemüllprobe ständig Böden in den Kisten haben, diese regelmäßig leeren und putzen. Dazu fehlt mir die Zeit; wartet man zu lange mit dem Leeren, schimmelt das. Ich müsste die Proben auch volksgenau trennen und aufheben - vor dem Einschmelzen heisst es da laaaaaaange sammeln und das gammelt da auch gerne.


    Wer das so genau machen will: Warum nicht regelmässig FKPs (im Freezer) oder Honigrückstellprobensammlung anlegen? Zumindest letzteres hält sich ganz gut ohne Kühlung.


    Aber womöglich richtet sich die Frage eh eher an die Grossen mit vielen Ständen und vielen Völkern...


    M:

    Also aktuell erwarte ich um den 20. herum Brutfreiheit - ersten Frost hatten wir bereits vor dem 31.10. Dafür ist der Wetterrückblick unter https://www.wetter.com/wetter_…l?sid=10382&timeframe=30d ganz praktisch.


    Dann schaue ich auf das Wetter und da ich lieber sprühe als träufele warte ich auf irgendeinen sonnigen, milden Vorweihnachtswettertag und dann geht es um die Mittagszeit ran. Dann stehen die Kisten in der Sonne und die Immen sitzen locker um umzutragen - da ist dann gut sprühen!

    Nur wenn ich solche Tage nicht bekomme oder verpasse wird geträufelt. Das geht immer irgendwann mal - sollte nur gerade in diesem Winter nicht verpasst werden!


    M.