Beiträge von zauneidechse

    Hallo Pitju,


    besten Dank für die Antwort.
    Ich kann Weiselzellen von einer Imkerin bekommen und werde es auf diese Weise probieren.
    Das Umlarven habe ich gerade in einem Zuchtkurs des Imkervereins gezeigt bekommen - also theoretisch weiß ich schon mal wie das geht.


    Kann es eigentlich sein, dass sich in einem Volk nach dem Verlust der Königin keine Afterweiseln bilden?
    Ich finde ja in meinem Volk bisher nur verdeckelte Drohnenbrut, aber keine Eier oder Larven. Wenn es Afterweiseln gäbe, müsste ich die doch finden.


    Lothar

    Ich bin Imkeranfänger und habe ein Wirtschaftsvolk. Bei der Durchsicht ist mir vor einer Woche audfgefallen, dass in den Waben keine junge Brut mehr vorhanden war. Da ich mir noch unsicher war, ob ich vielleciht doch Eier übersehen hatte, habe ich bis heute gewartet, um bei der nächsten Durchsicht nochmal nachzuschauen. Jetzt ist es klar, dass die Königin fehlt und das Volk drohnenbrütig ist.
    Frage: Ich kann von einer befreundeten Imkerin eine Brutwabe mit jüngster Brut bekommen. Wird es funktionieren, dass die Bienen Nachschaffungszellen bauen und sich eine neue Königin heranziehen? Oder werden die jetzt eierlegenden Afterweiseln es nicht dulden, dass eine neue Königin nachezogen wird?
    Wenn es mit dem Einhängen des Brutrahmens funktioniert, wo sollte ich den Rahmen dann einhängen?
    Ich wäre dankbar für Tipps, wie ich es noch schaffen kann das Volk zu retten und vielleicht auch noch ein bißchen Honig zu bekommen.
    Letztes Jahr - in meinem ersten Imkerjahr - ist mir die Hälfte des Volkes abgeschwärmt und ich bekam keinen Honig und dieses Jahr ist es, nachdem die Königin fehlt auch noch nicht gerade viel, obwohl die beiden Bruträume voller Honig sind.
    Außerdem ist mein Bienenvolk ziemlich agressiv, nachdem die neu geschlüpte Königin letzten Sommer sich wohl mit ein paar ganz wilden Drohnen eingelassen hat.


    Lothar

    Ich hatte letzte Woche das Glück einen Schwarm einfangen zu können. Nach einem Tag Kellerhaft habe ich die Bienen in eine Beute geschlagen und ihnen in der unteren Zarge Mittelwände reingetan. Eine zweite Zarge hatte ich aufgesetzt, damit die Bienen erst mal Platz haben sich zu verteilen. Ich dachte die werden schon unten anfangen die Mittelwände auszubauen. Nach einem Tag habe ich nachgeschaut und - oh Schreck - die Bienen saßen am Beutendeckel und hatten mit Naturwabenbau begonnen. Also habe ich sie runtergenommen, eine andere Zarge mit 3 Mittelwänden und 7 leeren Rähmchen aufgesetzt und die Bienen draufgekehrt und den Deckel wieder draufgesetzt.
    Gestern, zwei Tage nach dieser Aktion, komme ich nach hause und die Luft ist wieder voller Bienen. Jetzt sind die Biester wieder aus der Beute ausgezogen! Sie haben schon eine ganze Menge der Mittelwände begonnen auszubauen, Brut war in den Waben nicht drin.


    Die Bienen haben sich wieder im selben Baum wie beim ersten Mal niedergelassen und ich konnte sie wieder einfangen.


    Jetzt ist nur die Frage - was mache ich, dass die Tierchen beim nächsten Umzug in der Beute drin bleiben?
    Soll ich sie länger in Kellerhaft halten? Die Bienen haben ja keine großen Vorräte gehabt und ich bin mir nicht sicher wie lange sie ohne Futter durchhalten.


    Dass der Schwarm zwei Königinnen hatte -wie in einem anderen Forumsbeitrag für einen anderen Schwarm vermutet - glaube ich nicht, da die Bienen aus dem alten Stock ja sicher gleich nach dem Verdeckeln der Weiselzellen abgeschwärmt sind und die alte Königin nicht gewartet hat bis eine Nebenbuhlerin geschlüpt war. Oder liege ich da falsch?


    Ich hatte nicht geglaubt, dass die Tierchen so an meinen Nerven rütteln könnten!! :roll:


    Lothar

    Wie so vielen ist es auch mir passiert, dass mein bisher einziges Bienenvolk (auf Zander) geschwärmt ist. Glücklicherweise konnte ich den Schwarm einfangen, habe aber jetzt ein paar Fragen, die mich beschäftigen:


    1.) Soll ich dem eingefangenen Schwarm auf jeden Fall 2 Zargen geben und wenn ja auch in beide Zargen alle Rähmchen mit Mittelwänden hängen oder soll ich ein paar leere Rähmchen reinhängen?


    2.) Wie siehts mit dem Flugloch aus? Ganz öffnen oder nur eine kleine Öffnung lassen?


    3.) Außer den in den Honigblasen mitgenommenen Vorräten hat der Schwarm ja kein Futter. Die Bienen können gerade zwar wunderbar fliegen und sammeln, muss ich aber nicht doch etwas zufüttern (habe aber keine Honigvorräte). Oder soll ich vom Restvolk ein oder zwei Honigwaben in die Beute des neuen Volkes hängen?


    4.) Wie sieht es beim zurückgebliebenen Restvolk aus? Muss ich bei denen das Flugloch einengen?


    5.) Auf dem Restvolk sitzt noch in der dritten Zarge der bisher nicht ausgebaute und leer gebliebene Honigraum. Soll ich den runternehmen oder kann ich eventuell doch noch ein bißchen Honig für mich erwarten?


    6.) Im Restvolk waren noch ein paar Weiselzellen, die ich gestern abend bis auf zwei ausgebrochen habe, um keinen weiteren Schwarm zu bekommen. Eine zweite Weiselzelle habe ich stehen lassen, um sicher zu gehen, dass das Volk auf jeden Fall eine neue Königin bekommt. Ich hoffe, dass die zuerst schlüpfende Königin die andere tötet. Oder darf ich auf jeden Fall nur eine Weiselzelle stehen lassen?


    Ich hoffe das sind nicht zu viele Fragen auf einmal :oops:


    Lothar

    Ich habe letztes Jahr mit einem Jungvolk begonnen zu imkern und habe es auch glücklich in einer Zarge über den Winter gebracht. Da es ja sehr lange kalt war, habe ich erst Ende April die zweite Zarge mit Rähmchen mit Mittelwänden und einem Baurahmen aufgesetzt. Die Bienen bauen die Mittelwände aus, an den Baurahmen sind sie bisher nicht gegangen. In dieser oberen Zarge wird es sicher auch nochmal ein paar Tage dauern bis alle Waben ausgebaut sind. Brut ist auch in allen Stadien vorhanden.


    Macht es überhaupt Sinn den Honigraum vor dem endgültigen Ausbauen der zweiten Zarge schon aufzusetzen? Die Bienen sehen sicher keine Notwendigkeit den Honiraum mit Honig zu füllen, wenn es weiter unten noch Platz hat.


    Wenn ich in der zweiten Zarge eine Honigwabe habe, in der keine Brut ist, kann ich dann den Honigraum mit Absperrgitter aufsetzen und diese Honigwabe hochhängen? Oder störe ich den "Nest"aufbau der Bienen zu stark?


    Oder - was ich ja hoffe und was mir am liebsten wäre - muss ich einfach noch etwas Geduld haben bis die Bienen mit der zweiten Zarge fertig sind und den Honigraum selbst nutzen? (Hoffenlich blüht bis dahin noch was!)


    Lothar

    Danke Robert und Henry für die Antworten und Ratschläge.
    Als ich heute Abend nach Hause kam und nach den Bienen schaute, war alles wieder normal. Obwohl es heute noch wärmer war als gestern, saßen nicht so viele Bienen am Flugloch und fächelten mit den Flügeln.
    Um es den "Mädchen" möglichst angenehm zu machen habe ich dann noch ein Stofftuch mit Wasser getränkt und es auf den Deckel der Beute gelegt.


    Wahrscheinlich ist das ein bißchen zu viel der Fürsorge. Bienen an Ständen, die nicht täglich beobachtet werden, kommen ja mit solchen Gegebenheiten auch klar. Als Laie möchte man halt auf der sicheren Seite sein :) .


    Übrigens sitzen die Bienen gerade auf einer Zarge und da auf 6 Rähmchen, wobei sie gerade begonnen haben die zweite Seite des 6. Rähmchens auszubauen. Ich werde irgendwann in den nächsten Tagen ein neues Rähmchen mit Mittelwand einsetzen. Also unter Platznot leiden die Bienen noch nicht.


    Wegen des Standortes: Die Bienen stehen auf der Westseite des Hauses im Garten, mit dem Flugloch nach Süden ausgerichtet. Es ist bis ca. 14 Uhr schattig, danach wird es sonnig, wobei ein Busch noch ein bißchen Schatten wirft.


    Grüße von


    Lothar

    Ich bin Imkeranfänger und habe seit Ende Juni 2005 ein Jungvolk bei mir im Garten stehen.
    Im ersten Monat meines Imerlebens lief alles glatt. Ich habe den Bienen regelmäßig Zuckerwasser gefüttert - inzwischen bin ich bei 9 kg Zuckertrockensubstanz angekommen - und die Bienen haben den Saft immer rasch aufgesaugt und eingelagert.


    Gestern war es bei uns sehr warm und schwül und beim Geben von neuem Zuckerwasser fiel mir auf, dass die Bienen sehr unruhig waren und am Flugloch viele Bienen standen, die mit den Flügeln schwirrten, um wohl die Stocktemperatur zu senken. Viele Bienen schwirrten vor der Beute herum, landeten teilweise im Gras und waren auch aggressiv. Noch bis zum Dunkelwerden war diese starke Unruhe, die mit lautem Gesumme verbunden war zu beobachten. Nach dem Dunkelwerden war es im Stock auch noch laut.
    Ich habe dann auf den Rasen vor das Flugloch ein Kanne voll Wasser gegossen, um für etwas Verdunstungskälte zu sorgen und damit die Stocktemperatur etwas zu senken.
    Als ich heute morgen um kurz vor Sieben Uhr wieder nachschaute, waren schon wieder eine Menge Bienen vor dem Flugloch unterwegs und ich hatte den Eindruck, dass sie immer noch sehr unruhig sind.


    Ich bin mir jetzt unsicher, ob ich einfach alles lassen kann wie es ist oder ob ich etwas unternehmen kann oder soll.
    An Wasser fehlt es den Bienen sicher nicht, weil ja erstens der Zuckersaft Wasser enthält und ich zweitens im Garten Wassertränken aufgestellt haben, die von den Bienen auch angeflogen werden.
    Das Flugloch habe ich zwar etwas eingeengt, da die Bienen am Anfang aber kaum mehr in den Stock zurückgefunden haben , habe ich es so erweitert, dass sie problemlos raus und rein können. Räuberei habe ich bisher nicht befürchtet, da in der Nähe keine weiteren Bienen sind und ich ja auch nur ein Volk habe.


    Vielleicht weiß ja jemand bescheid, was es mit dem unruhigen und aggressiven Verhalten der Bienen auf sich hat.


    Lothar