Beiträge von luffi

    Hallo Patrick!




    Wenn du im Imkerforum Wissen abgreifen willst, dann ist es schon wichtig zu wissen, ob du nun im Weinbauort Brackenheim wohnst und Erwerbsimker bust oder in fränkisch Sibirien bei mir in Mittelfranken und züchtest. Darum hat das Profil wohl immer sehr viel mit dem Thema zu tun. Außerdem gehört es zum Anstand, nicht anonym unterwegs zu sein. Wenn ich überlege und sehe wie wichtig sich oft gemacht wird über Verletzung der Datenschutzgesetze, dann wundere ich mich schon, was alles in Facebook und Instagram usw. gepostet wird.


    Hier um IF gehören solche "Basis" dazu. Dann brauche ich mich nicht wundern, wenn niemand antwortet, oder wenn es ne "dünne" oder keine Antwort gibt.


    Außerdem ist wohl die Wahrscheinlichkeit, dass VV bei dir früher auftaucht wahrscheinlicher als bei mir. Nur Mal so in die Diskussion eingebracht.


    :p_flower01:

    Ich wollte meine Einlassung jetzt auch nicht als Fundamentalkritik an den gängigen Analyseverfahren verstanden wissen :)

    Ich wollte den Pheromon Ansatz nur mal angesprochen haben, und dass da bei VSH noch etliches Verbesserungspotential in den Selektionsverfahren anzunehmen ist...

    Hi Ralf!


    Das Problem beim Schreiben ist, dass man leider nicht das Gesicht und den Tonfall des Schreibers mit kriegt.

    :eek:


    Ich habe das überhaupt nicht als Fundamentalkritik verstanden.

    Im Gegenteil. Kritik ist zwar nicht immer schön, aber es liegt doch immer etwas wahres in der Sache.


    Wahre Worte sind nicht immer schön, schöne Worte sind nicht immer wahr!

    :wink:


    Und jede Anmerkung zu Verbesserung in der Methodik, die uns weiter bringt, die ist wichtig.


    Darum auch gleich von mir die Anmerkung: Ich weiß auch nicht was am besten ist.

    Wir versuchen es und probieren es mal, bis wir etwas besseres finden!


    Trial and Error?

    :roll:

    Ich glaube, man muss bei der ganzen VSH Zucht/Forschung sich auch noch mal kurz vergegenwärtigen, dass wir noch nicht die idealen VSH/SMR Auslesemethoden zur Verfügung haben. Hier ist noch eine Menge in Bewegung?!

    Die Methoden und Werkzeuge, VSH zu finden, sind alles andere als optimal. Da kann noch eine Menge verbessert werden.

    Ein Ansatz könnten künstliche Pheromone sein, oder wenn man alle QTLs hätte und dann Genanlysen machen könnte, oder oder oder.


    SDI und die künstliche Infizierung ist vielleicht im Moment die beste Analysemethode, die wir kennen, aber ich würde unterstellen, dass es noch nicht die beste denkbare Methode ist.

    Hallo Ralf!


    Markerselektion wird gerade erforscht. Da gibt es mehrere Ansätze. Unter anderem in Hohenheim und in den Niederlanden. Wir denken diese sind sehr vielversprechend.


    Und es ist richtig, dass die SDI und künstliche Infizierung sicherlich im Moment die beste Analysemethode ist. Aber ich weiß noch eine bessere, um es dann auch zu verifizieren, ob diese VSH-Werte auch wirkliche VSH oder Panik-VSH sind:


    Es nennt sich Überleben!

    Und am besten ist Überleben mit wenig Milben!

    Wenig Milben heißt in aller Regel auch eine deutlich niedrigere Virenbelastung!

    Nachzucht von den überlebenden Völkern!
    Schadschwellenorientierte Behandlung!

    Milbenzählen, Milbenzählen, Milbenzählen!


    Leider tummeln sich inzwischen schon viel zuviele Geschäftemacher und Trittbrettfahrer.

    Möchtegerne VSH-Päpste, die sich mit fremden Lorbeeren schmücken und teuer Königinnen verkaufen wollen. Dabei meint der Käufer er kriegt VSH, dabei ist es doch nur Hyg...


    Es sind unterschiedliche Mechanismen und Genorte, die bei dem VSH und SMR zusammen wirken.

    VSH ist ungleich Hygieneverhalten!

    zig Mio. Jahre war die Varroa auch nicht zum anlernen hier.


    Gruss

    Ulrich

    Stimmt Ulrich!


    Aber sie war in Asien! Und Cerana und Varroa haben sich gegenseitig angepasst!


    Und die gegenseitige Anpassung bei uns kann durch die Behandlung von Bienenvölkern jedweder Couleur und jedweder Genetik keine Toleranz- oder Resistenzmechanismen in Gange setzen.

    :u_idea_bulb02:

    Und so hat eben jede Form der Behandlung wirksame Voraussetzungen ist nicht!

    Was willst du mir damit sagen?

    Hi Reiner! Dir will ich da nichts sagen. Die automatische Rechtschreibkorrektur hat das anders gesehen als ich es meinte. Wie auch immer. Jetzt steht es so drin wie ich es meinte:


    "Und so hat eben jede Form der Behandlung wirksame Voraussetzungen oder nicht!"


    Hatte das aber auch vorher schon gleich geändert...


    :wink:

    .und nur flüssig OS, was mir jetzt endgültig bestätigt, das wohl trockener Feinstaub effektiver wirkt.

    das flüssig oder verdampft ist nicht entscheidend!


    Wichtig ist die Anwendung einer wirksamen Behandlung. Und so hat eben jede Form der Behandlung wirksame Voraussetzungen oder nicht!


    Flüssige Oxalsäure gesprüht auf jede Wabe ist eine der richtig gut wirksamen Behandlungsmethoden. Klappt Klasse im Volk ohne verdeckelte Brut. Ich mache das schon lange mit gutem Erfolg. Ist im Sommer fast noch effektiver als das Verdampfen. Träufeln der flüssigen Oxalsäure in die brutfreie Wintertraube ist ebenso eines der effizientesten Behandlungsmethoden.


    Verdampfen im Block im Sommer bei Brut hat seine Tücken. 10 x hintereinander in welchen Abständen auch immer bringt dir nie soviele Milben um, als wenn du das einmal ohne Brut machst. Es gibt derzeit kaum was besseres als die Brustpause natürlich oder eben künstlich durch den Imker herbei geführt. In der Theorie kann man sich damit sogar die Winterbehandlung sparen. Aber nur wenn man das im Sommer alles richtig gemacht hatte.


    Brutentnahme und Käfigen der Königin machen Arbeit. Aber es handelt sich um Tiere, die unserer Obhut anvertraut sind. Da muss man auch auf Außenstände fahren, auch wenn man gerade keinen Bock mehr hat.


    Oder würdet ihr euren Haushund dann zu Hause im Wohnzimmer sein Geschäft verrichten lassen, nur weil es draußen stürmt oder schneit?

    Zumindest macht man die Terrassentür auf oder man geht eben Gassi mit Hasso!


    Bienen benötigen uns auch und haben ihre Bedürfnisse! Soviel zum Thema Winterverluste...

    :roll:

    Hallo rase !


    Gründe eine Imkerschule und mach doch auch endlich mal ein paar Kurse.

    Du hast doch für das ganze Unterrichten gar keine Zeit.

    Musst ja schließlich Geld damit verdienen.

    Einen Namen für deine Schule hätte ich schon:


    Guru-Imkerschule a la Rase!


    Und die Neuheit wäre ein beheiztes Schied wie es in einigen Regionen der Welt auch verwendet wird.

    Du wärst der neue Guru!


    Oder Obiwankenobi?

    :u_idea_bulb02:

    Also nun meine Fragen:


    Bei der angepassten Betriebsweise auf einem Brutraum lese ich vermehr von 1/2 zargigen Honigräumen. Spricht etwas gegen Ganzzargen, außer das Gewicht?


    Wie würdet Ihr überwintern? Ich bevorzuge es auf 2 Zargen, allein schon wegen der Futtermenge, damit noch ausreichend Platz für die Brut ist, daher auf die vorherige Frage nach Ganzzargen im Honigraum.


    Die Ameißensäurenehandlung nach dem Abschleudern sollte dementsprechend für 2 ganzzargen - 40ml 60%ig erfolgen?


    Ist es wirklich notwenig den Gitterboden zu verschließen? Wie sieht es dann mit Kondenswasser aus?

    Gegen Zander im Honigraum spricht:

    1. Beim ernten von Sortenhonigen werden 2/3 Zander HR oder 1/2 HR besser gefüllt und sind da eher geeignet dafür

    2. Wie du sagst das Gewicht!


    Überwinterung auf zwei Zargen Zander ist ok. Das gibt starke Völker im Frühjahr mit viel Futtervorräten.


    Ameisensäurebehandlung mache ich schon 12 Jahre nimmer... Da kann ich nix zu sagen.


    Den Gitterboden zu verschließen ist wie so vieles in der Imkerei eine Ansichtssache. Bei mir ist der Bodenschieber fast das ganze Jahr drin.


    Was ich aber nicht verstehe, das ist dein Schieden der Völker in nur einer Zanderzarge?

    Sprechen wir von Zander oder Zadant?


    Bei Zadant kann man schieden, ja.


    Bei Zander?


    Da würde ich das sein lassen!

    Wenn Dein Volk nicht nach der Auswinterung mindestens 7 Waben, besser 8 oder 9 Waben Zander belegt, dann mach damit Ableger. 8 besetzte Waben bei der Auswinterung im März waren bei mir immer die Untergrenze. Die waren dann wenigstens zum Raps soweit, dass sie auch "ordentlich" Honig gebracht haben. Aber weniger als 8 Waben im März? Auflösen! Da brauchst auch gar nicht auf 2 Zargen Zander dafür überwintern. Da reicht dann eine einzige Zarge.


    Auch das immer wieder angesprochene Ausgleichen mache ich nimmer. Also 6 Waben-Völker auf 10+ Waben-Völker über ASG zu setzen mache ich nimmer. Entweder es ist eine Biene die was taugt oder nicht...

    :p_flower01:


    Das Schied beim 12er Dadant ist beim Zander-Einraum DER Zander-Einraum...

    So viel zur Volksgröße in dieser Spezialbetriebsweise, bei der man viel Honig aus den Völkern quetscht und immer hart am Limit mit den Vorräten ist, wenn man den vielen Honig ernten will. Und man braucht angepasste Genetik, die wenig Schwarmtrieb hat. Eine Diskussion über Rasse fange ich hier aber jetzt mal nicht an.

    :wink:


    Inzwischen bin ich "ruhiger" geworden und das Schied im Zadantkasten sind 2 Thermo-Schiede von Wagner, die links und rechts an der Beutenwand sind. Ein Volk was diese 9 Waben - die dann noch rein gehen - nicht packt, das ist kein Volk.

    :eek:

    Und Säuren mit TBE funktioniert, man muss nur hinterher sein und ja, es kostet einiges an Schweiß. Ich möchte möglichst weg kommen auch davon, schon alleine deswegen werde ich mich mit luffis Weg befassen, auch wenn ich im Moment keine Idee habe, wie ich das von der Zeit her unterbringe - mein Leben ist, wie es ist und manchmal wird man umhergewirbelt, ohne es zu wollen. Im Moment brauche ich noch die Krücke Behandlung und wenn schon Krücke, dann die, die ich als weniger schlimm empfinde.

    Hallo Monika!


    Das ist gar nicht einmal sooooo schlimm mit dem Zeitbedarf.:u_idea_bulb02:


    Letztendlich bin ich inzwischen sehr entspannt, weil ich immer sagen kann: Ich habe meine Milben im Blick. Und die Behandlung kostet auch Zeit und Nerven. Diese Zeit nehme ich und stecke diese in das Milbenzählen. Die Zeit bleibt somit ziemlich gleich, nur dass ich Milben zähle statt zu behandeln.

    :daumen:

    Was war mit Adam und Eva?

    Oder mit Kain und Abel?

    Waren ja auch die ersten, oder?

    Woher hatten sie denn Frauen?

    Oder die Frauen ihre Männer?

    Auch das war ja genetisch sehr eng, oder?

    :wink:


    Um dann doch eine etwas sachlichere Antwort zu geben:

    Das Erbgut der Biene besteht aus 16 Chromosomenpaaren.

    Ich weiß jetzt nicht wie das bei der Wespe oder der Hornisse oder asiatischen Hornisse ist, aber bei der Biene sind dadurch 2 hoch 16 = 65536 Kombinationen möglich, die sich aus der Vermengung der beiden Ausgangsgenetiken ergeben können.

    :u_idea_bulb02:

    Alle Bienenvölker werden bei mir als Kunstschwärme gebildet.

    Diese werden vor Verdeckelung der neuen Brut bedampft und dann starten alle Völker gleich ins neue Bienenjahr. Starttermin ist Ende Juli, wenn ich die Milben vorher von den am stärksten verseuchten und in Quarantäne stehenden Völkern mit Puderzucker ernte. Brauche diese Milben ja für die Infektion zur Ermittlung der VSH-Werte.


    Dann wird gefüttert und Pollen gibt es zu diesem Zeitpunkt im Jahr bei mir in der Gegend in Hülle und Fülle. Viele Flußauen mit gutem blühenden Bewuchs, viele Flächen mit ehemaligem Windwurf oder Käferfraß.


    Kurz vor Weihnachten mal das Bodenbrett rein, um den natürlichen Milbenfall feststellen.

    Ist dieser unter einer Milbe am Tag und das ist fast immer so mit den Kunstschwärmen, dann erfolgt nix weiter.


    Die Völker gehen dann ins Frühjahr und in die Tracht und ich schaue bei den Durchsichten einfach nach aufsitzenden Milben und verkrüppelten Bienen. Mehr nicht! Erst Mitte Juni nehme ich eine Probe mit CO2 und was über 1% ist, das ist schon mal verdächtig! Kein VSH! Keine Verträglichkeit gegen die Varroamilbe. Aufpassen! Über 3 % sind die Völker, die gleich in Quarantäne kommen und für die Milbenernte vorbereitet werde.


    In allen Völker werden dann Anfang Juli die Königinnen gekäfigt. Dann auch gleich den Hygienetest mit Anstechen der Brut durchgeführt. Am nächsten Tag das Ergebnis feststellen!


    Bisher habe ich da dann 3 Wochen gewartet und wieder den Milbenbefall festgestellt.


    Was unter 1% Befall ohne Brut ist? Königin wird im Miniplus gesichert mit den eigenen Bienen. Das wird Genetik für die weitere Selektion.


    Was über 1% bis zu 3% Befall ohne Brut ist? Königin wird erst einmal auch gesichert und ist Reserve. Kommt auch etwas auf die Genetik und die Anpaarung an. Ist es eine Buckfast mit 1 x VSH angepaart, dann ist die interessant.


    Was von 3% bis 5% ist: So was gebe ich oft an interessierte Kollegen. Kommt auch etwas darauf an, wie viele es in jedem Jahr von jeder Kategorie gibt und wie wertvoll und zuverlässig mir der Empfänger ist. Ist sehr unterschiedlich!


    Über 5% geht auch an den Milbeninfektionsstand zum ernten der Milben mit der Puderzuckermethode.


    Und dann werden Kunstschwärme mit den Bienen gebildet, die abgeerntet wurden.


    Und es gibt junge neue Königinnen von den Belegstellen.


    So dreht sich das Rad immer weiter.


    Die vielen Miniplus löse ich auf und verstärke damit die selektierten Königinnen oder die Reserven.

    Anfang / Mitte September schau ich dann nach den selektierten Königinnen und den Reserven. Ich schau mal was die an Milben aufsitzend (CO2) oder in der Brut haben. Mit einer Pinzette sind da gleich mal 100 Zellen geöffnet. Viel Arbeit, ja, aber es geht kaum anders...


    Sind da die Befallszahlen über 3%, dann wird verdampft! Aber nie alle Milben abtöten. Das kriegt man sowieso nicht hin! Nur die Spitzen brechen und das reicht.


    Will man Bienen züchten, die varroamilbenverträglich sind, dann muss man Varroamilben züchten, die Bienenverträglich sind?

    :roll::wink::u_idea_bulb02: