Beiträge von luffi

    Ein Gedanke wird hier, glaube ich, vergessen, nämlich, dass man gegen oder mit Varroa erfolgreiche Bienen nicht in andere Gebiete transferieren kann, bzw. dass Bienen, die in einer Gegend mit der Varroa ohne medikamentöse Behandlung erfolgreich sind, in einer anderen Gegend scheitern...

    Guten Morgen!


    Da ist etwas dran! Ja! Das sind die bisherigen Erfahrungen, die man bezüglich Varroaresistenz nahezu weltweit gemacht hat. In diesem Zusammenhang bitte im Internet nach den Untersuchungen von Barbara Locke in 2015 suchen. Ich schrieb den genauen Titel ihrer Arbeit bereits in den letzten Tagen in Zusammenhang mit dem Begriff VSB. Darum werden die Herkünfte vom Manne regional im Oderbruch bei ihm überleben ohne Behandlung. Woanders dürfte es schwer sein. Außer es handelt sich bei dieser Anpassung um SMR/VSH. Diese SMR/VSH ist ein Mechanismus, der eine hohe Erblichkeit besitzt und solcherart selektierte Herkünfte sollte die Problematik der regionalen Anpassung nicht betreffen. So zumindest die Theorie. In der Praxis der Wanderimkerei kann ich diese Theorie noch nicht eindeutig bestätigen. Die Signale und Ergebnisse aus der praktischen Imkerei gehen aber deutlich in diese Richtung.

    :daumen:

    Hi Wasi wasgau immen !


    Wenn die Völker weniger Milbenbefall haben, dann sind automatisch weniger Viren im Spiel. Also müssen wir Bienen mit weniger Milben fördern. Das ist der einfachste Weg ohne viel Schnickschnack. Und das bringt jeder Imker hin, wenn nur endlich Mal Milbenbefall gezählt werden würde. Da braucht man kein Züchter dafür sein.


    Und dann befallsorientierte Behandlung. Aber das ist anscheinend hat schon zuviel Arbeit.


    Pauschal behandeln ist da viel einfacher und bequemer.


    Dabei nutzt man als bedarfsorientierter Behandler die Zeit in der man als pauschaler Behandler behandelt für das Zählen der Varroamilben, ob man überhaupt behandeln muss...

    :u_idea_bulb02:

    Das bezweifle ich, dass du ordentlich Milben drin haben wirst. Die Winterbehandlung muss ich z.B. auf jeden Fall weglassen, sonst kann ich Milben im darauf folgenden Juli zur Infektion vergessen. Die ordentliche Entmilbung im August vorher muss ich aber schon machen. Sonst halten das die etwas weniger resistenten Herkünfte nicht aus.


    Es wird!

    :wink:

    Hallo Helmut!


    Die Milbenspender wird es in absehbarer Zeit immer noch geben. Auf diese Genetik wird man lange noch zurück greifen können. Selektion ist ein langer Prozess und das brauche ich einen so erfahrenen Resistenz Züchter wie dir gar nicht sagen. Ich erwähne es nur, weil es viele Mitleser gibt, die das eventuell noch nicht wissen.


    Und wenn wir in absehbarer Zeit die Milben in den Griff bekommen, dann brauchen wir ja keine mehr zur Infektion. Dann muss man versuchen das hohe milbenarme Niveau zu halten.


    Hoffe ich...

    :daumen:

    Nun ja Manne !


    Der Überlebenstest ist eine heikle Sache. Es gibt zu wenige milbenarme Völker. Und diejenigen die es sind werden durch das Behandeln auf Teufel komm raus tot behandelt. Selektion auf Überleben findet nicht mehr statt. Alle Milbenschleudern,cdie innerhalb kürzester Zeit viele Varroamilben produzieren überleben.


    Ich bin daher für Softbondtest. Und für schadschwellenorientierte Behandlung. Das würde viel helfen für die Selektion in Richtung VSB.

    :liebe002:


    Konsequentes ausmerzen von Varroamilben produzierenden Herkünften.

    :u_idea_bulb02:

    Hallo Helmut Helmholt !


    VSB oder VSH? Schade das es auf Buckfast reduziert wird, denn wir sitzen doch alle im selben Boot und sollten unsere Kräfte bündeln. :roll:

    Na ich sehe das nicht so, dass es auf Buckfast reduziert wird. :wink:


    VSB heißt ja in der Kurzfassung: Varroamite Surviving Bee. Ein Ausdruck den ich persönlich zum ersten mal in einer wissenschaftlichen Arbeit von Barbara Locke aus 2015 gelesen hatte. Und genauer nannte Locke diese Varroamilben überlebenden Bienen-Populationen:


    "Natural Varroa mite-surviving Apis mellifera honeybee populations" Dies ist auch der Titel ihrer Arbeit.


    :p_flower01:


    VSB oder VSH (?) hat also mit Buckfast nur insofern etwas zu tun, dass die Initialzündung für dieses gesponserte BLE-Projekt bezüglich SMR und VSH vielleicht etwas mehr von der Seite Buckfast statt Carnica kam? Ich nenne hier Paul Jungels aus Luxemburg und die Arista Bee Research Stiftung.


    Und der Untersuchungsansatz für das Recapping (REC) im Rahmen des BLE-Projekts kam wohl eher von Carnica-Seite?



    Und "Buckfast" hat die Eindrohnbesamung nun ja auch nicht erfunden. Die gab es schon seit Jahrzehnten - ich meine schon seit den 60er Jahren? Wurde aber kaum genutzt. Auch das Ausräumverhalten für tote Brut (=Hygieneverhalten) gab es lange schon bevor es irgendwelche Hygiene-Nadelstempel aus Buckfastkreisen gegeben hat. Das war zuvor langjährige Praxis der agt Züchter aber auch einiger Buckfastler! Auch das Milbenzählen wurde niemals von Buckfast oder Carnica erfunden. Das macht ein Züchter der darauf wert legt oder er macht es eben nicht.


    Aber das ist eine Diskussion wie die Frage: Gab es zuerst die Henne oder das Ei? :wink:


    Wichtig ist, dass sich aus den langjährigen Bestrebungen von agt und einigen Buckfastlern inzwischen ein gemeinsames Projekt bezüglich Varroaresistenzzucht entwickelt hat. Und auch die Dunkle Biene ist in einigen Landesteilen mit dabei. Ich sehe dies schon als einen wesentlichen Fortschritt in der Bündelung der Kräfte. Die Unterart mag eine andere sein, letztendlich geht es um die Biene. Und VSH ist in dem Zusammenhang sicherlich nicht der alleinige Heilsbringer. Es müssen einige Parameter zusammen kommen. VSH hat den Vorteil, dass man es verhältnismäßig gut bestimmen kann. SMR ist da noch leichter zu bestimmen.


    Letztendlich ist es mir persönlich egal ob der Grund für das Überleben VSH oder SMR oder REC oder GRO (=Grooming) oder ??? ist, wieso Bienen überleben. Wichtig ist es mir, dass die Biene überhaupt überlebt.


    Und ich persönlich arbeite mit der Buckfast-Biene. Wieso soll ich denn nicht die Erfolge mit unserer Buckfast-Bienen nennen? Jahrtausende war die Dunkle Biene in Europa die wichtigste Unterart, seit einigen Jahrzehnten ist es die Carnika. Derzeit erlebt die Buckfast einen Aufschwung. Ist in Mode gekommen. Wieso sollte ich mich nicht darüber freuen dürfen? Die vielen Erfolge der Carnica-Zucht werden doch auch allerorten und überall publiziert.


    :u_idea_bulb02:

    Hi Bernd d2dum !


    Ich finde es prima, was ihr im Norden da auf die Beine stellt. Das ist aller Ehren wert. Ich gebe noch etwas Senf von mir dazu:


    Der Transport aller Einheiten ist sensibel. Bei unserer ersten Auszählung überhaupt in 2016 sind uns einige Einheiten verbaust. Sie hatten sich zu gut entwickelt und waren zu stark. Trotz SDI.


    Im nächsten Jahr hatten wir ein totes Milbenspendervolk. Verbaust.


    Bei der Besamung wieder ein Jahr später habe ich meine Drohnenvölker ausnahmsweise unmittelbar zur Besamung mitgebracht. Da fehlte dann vom Transportstress das Sperma. Eine Nacht mit Flüssigfutter später war alles gut.


    Zur Milbeninfektion haben wir Milben transportiert und die damit infizierten Minis waren zur Auszählung nahezu milbenfrei. Konntest vergessen!


    Ich muss hinzu fügen, dass wir jedes Jahr eben auch wieder Neulinge dabei hatten. Alles ein kontinuierlicher Lernprozess. Vielen neuen Gruppen europaweit haben wir Starthilfe gegeben. Inzwischen hat sich der Schneeball schon zur ganz kleinen Lawine entwickelt und das ist gut so. Neue genetische Breite ist hinzu gekommen. Auch bei den Gruppen. Schade dass hier auch manches auseinander läuft, weil es andere Interessen gibt.


    Aber auf eines solltet ihr bei der Milbenunterstützung aufpassen: der Transport ist sensibel. Die Milbenspender nicht unmittelbar vor der Infektion durch die halbe Republik fahren. Und die Milbenempfänger am besten nach der Infektion ein paar Tage stehen lassen. Die erhöhten Temperaturen durch den Transport schaden den Milben und verfälschen die Ergebnisse.


    Dies einfach beachten.


    Und das heißt unter Umständen dann den Transport ausschließlich in der Nacht durchzuführen. So als Notlösung, weil es oft nicht anders geht.


    :u_idea_bulb02:

    Und wenn ich noch einmal anfangen würde, dann wäre nicht ZaDant, sondern Dadant oder Dadant Blatt meine Wahl.

    :u_idea_bulb02: