Beiträge von siggi

    Die Zahlen sind wie bei mir auch irgendwo zwischen 20 und 30 kg durchschnittlich pro Jahr - aber wie wird gezählt ???


    Klar zählen neue Ableger aus diesem Jahr und gefangene Schwärme nicht in die Berechnung rein (wenngleich beim Betriebsmittelwert schon), aber was ist mit den gewollt oder ungewollt abgeschwärmten Völkern ???
    Diese haben ja bereits Frühtrachthonig gegeben und fallen nur für die Sommertracht aus, doch das verhagelt den Mittelwert.
    Zählt Ihr nun diese abgefallenen Völker mit, oder nur die Vollvölker, welche ohne Störung alle Schleuderungen auch realisiert haben - dann sind natürlich die Werte um 50kg durchaus realistisch, aber eben kein Mittelwert mehr.


    Der absolute Knaller waren dieses Jahr von einem ganz normalen Carnica Landbienenvolk welches mir im Winter bereits dauernd die Nachfütterung wegfutterte (und ohne Vorrat in den April ging) eine Frühtrachternte von 43kg.


    Generell nehme ich einfach dankbar was die Natur gibt und strebe nicht nach
    Rekorderträgen, dies sorgt für ein entspanntes Verhältnis zum Hobby.


    Siggi

    Hallo Daniel


    Die Normalmass Holzbeute benütze ich lieber als die Heroldbeute oder Einfachbeute, da mein Stand und auch das Bienenhaus an einem steilen Wengert liegen und ich somit zwei Waben weniger je Zarge zum Auto hoch zu schleppen habe. Ferner sind diese Zargen auch für meine mitimkernden Töchter nicht so schwer im Handling, das erhöht eindeutig den Spass am Imkern.


    Die Holtermann Ware ist handwerklich tiptop (mein Vater ist Schreiner) und obwohl ich selbst locker in der Lage wäre, mir die Artikel zu bauen, ist der Preis
    attraktiver, als Holz einzukaufen und die Kreissäge in meiner Werkstatt anzuwerfen.
    Lediglich Sonderwünsche für Zwischenboden oder wetterfesten Deckel baue ich mir selbst.


    Behandelt wird das Holz auf der Fluglochseite mit einer netten Acryllasur in bunt, sonstige Seiten mit Olivenöl/Bienenwachsschmelze.
    Und von innen natürlich überhaupt nicht - das machen meine Talibienen selbst.


    Siggi

    Ziemlich sicher hat erwartungsgemäss die Alte den Weg in den Bienenhimmel angetreten und die junge Madam ist noch nicht in Eilage (kann auch mal eine Woche dauern) oder hatte noch gar keinen Hochzeitsflug - also: Gitter raus !


    Siggi

    Zum Mörtelrührer:


    Meine Maschine gab es beim Hornbach als Angebot um 99 Euro.
    Das Fabrikat ist Eibenstock http://www.ee-eibenstock.de/ und die Type wie EHR14.1.
    Selbst wenn es diesen Superpreis nicht mehr gibt, kauft man sich eben ein zweites Rührwerkzeug zum Fliesenlegen dazu und hat dann die Anschaffung auf mehrere Anwendungen verteilt.


    Schön am Rührwerkzeug ist dann die sauber verchromte Metalloberfläche ohne irgendwelche Grate und Kanten - da lohnt sich die Investition sofort.


    Fazit: ein super Kauf und wirklich standfeste Technik.


    Siggi

    Zum Wassergehalt noch eins drauf:
    Glücklicherweise habe ich mir einen guten Mörtelrührer im Baumarkt gekauft, da der am 11.5.07 geschleuderte Blütenhonig derart trocken und viskos war, dass alle anderen Rührarten sofort versagt hätten.
    Die Wassergehalte lagen bei reinem Blütenhonig bei 8-10 % und sogar bei Rapshonig nur bei max 16% (gemessen nach KF und per TS).


    Zu alledem gab es davon auch noch unglaubliche Mengen von bis zu 37kg je Volk, wenn das kein FABELHAFTES JAHR wird....


    Heisser Tip an alle schwäbischen Kollegen: dringend schleudern und superstarke Rührer leihen/kaufen. Und vor allem: baldigst nach dem Schleudern abfüllen.


    Siggi


    (Schönaicher Wengerthonig / Südhang)

    Nun doch mal etwas hilfreiches ohne Philosophie:


    Ich hatte letztes Jahr im Frühling zwei Völker im Bienenhaus an die grossen Waldameisen verloren - die Tiere waren wie ein Teppich überall im Haus, auf den Beuten und auf dem Flugbrett. Bienen welche nicht direkt auf ihre Wächterkollegen IM Flugloch gelandet waren, wurden innerhalb von Sekunden von den Ameisen zerlegt.


    3 Tage habe ich Kehrschaufelweise Ameisen entfernt und 3 mal Täglich gekämpft. Aufgegeben haben die Ameisen erst, als ich rund um das Bienenhaus eine Barriere aus Kalkpulver ins Gras gelegt habe und die Beuten mit Lavendelduftendem Spülmittel als Tropfspur umrundet hatte.


    Die verlorenen Völker (nicht so aggressiv wie meine überlebenden) wurden klinisch rein als leere Waben hinterlassen.


    Dieses Jahr habe ich rechtzeitig gekalkt und die Spülmittelspur erneuert, das ganze Ameisenheer macht einen Bogen um das Bienenhaus und sucht sich woanders seine Eiweissnahrung.


    Es geht also auch präventiv.

    Für ganz ängstliche oder Neuimker (wie mich):


    Beim Einlegen der Bienenflucht kann man wie oben beschrieben kurz beproben (ich habe offene und gedeckelte Zellen separat gemessen) und könnte dann noch die Notbremse ziehen.


    Aber selbst in so einem verrückten Frühjahr wie 2005 war bei mir diese Beprobung bei 16,0 % und dann die Endmessung nach dem Schleudern bei
    16,1% Wassergehalt nach Karl-Fischer.
    Diese Labormethode ist absolut unbestechlich und erfasst nur Wasser
    (bei sachgemässer Durchführung)


    Trick am Rande: 2-3 Tage Schlechtwetter vor dem Ernten sind für den Wassergehalt eine super Schlankheitskur - der geht stark zurück.

    Hallo Tanja


    Anscheinend bin ich nicht der einzige Chemiker mit Bienenhobby - Du nutzt auch die Annehmlichkeiten des Labors.
    Aufpassen musst Du aber bei der Wasserbestimmung per Karl-Fischer von Honig:
    Die Titration schleicht durch Redoxverhalten der Zuckeranteile stark und liefert nur mit einem vortitrierten Zusatz von Toluol einen genauen Wert.
    Bei mir lag die Diskrepanz beim Frühlingsblütenhonig gestern 14,5 zu 16,1 %.
    Wie der Brechungsindex dazu liegt ist mir leider nicht bekannt.


    Die 16,1 % Wassergehalt sind momentan aber üblich, meine Waben waren maximal zu 1/4 verdeckelt - Die Mädels wollten einfach noch flexibel bleiben.


    Siggi