Beiträge von siggi

    Hallo leidender Schlepper


    Ich verwende die bereits erwähnten Obi Klarsichtkisten aufgrund der Lage meines Hauptstandes am Steilhang.
    In diese Kisten passt bis zu 10 DNM rein, wenn Du weniger tragen willst, füllst Du einfach mit Leerrahmen auf oder drehst durch die Kiste beidseitig eine Spaxschraube im oberen Bereich.


    Der grosse Vorteil dieser Kisten ist das geringe Gewicht und der bienendichte Transport in den Schleuderraum.


    Im Winterhalbjahr sind die Kisten für die Wildkräutererzeugnisse meiner Frau im Einsatz auf den Märkten.


    Viel erfolg wünscht:


    Siggi

    Habe vor zwei Wochen bei fast 20 Grad meine Honigzargen aufgesetzt, bevor es geschaeftlich nach China ging.
    Manche haben mich fuer bloed erklaert, ging aber nicht anders.
    Nun lese ich hier in Hongkong die Meldungen der anderen Albrand und Schoenbuchimker und freue mich auf die duftenden Honigraume nach meiner Rueckkehr.


    Ab und zu ist ein wenig Mut beim Imkern eben noetig.


    Siggi

    Sorry für die späte Antwort - war einige Tage Offline:


    Ameisensäure ist natürlich in 5 - 15% Verdünnung als Kalklöser für Geräte aus Edelstahl ganz gut, ich nehme die 60% ige Altsäure aber tatsächlich für den Wabenschrank in einem offenen Glas am Boden stehend.


    Peroxidbildung ist natürlich am stärksten bei warmer Lagerung und Lichtzutritt. Deshalb die Ameisensäure kühl im dunklen Schrank lagern, dann ist 2 Jahre kein Problem.


    Gruss:


    Siggi

    Nun also doch mal ein Wort vom Chemiker:


    Natürlich kann ich im Labor die Ameisensäure auf ihren Gehalt hin titrieren (bestimmen). Das ist auf alle Fälle genauer als die Dichtemessung, welche noch von den eventuell vorhandenen Beimengungen oder Abbauprodukten verfälscht wird und zur Bestimmung auch genaues Equipment erfordert.


    Grundssätzlich entsorge sogar ich meine alte Ameisensäure des Vorjahres, da diese auch zur Peroxidbildung neigt und bei unsachgemässem Umgang sich explosionsartig zersetzen kann. Also weg mit den alten Resten und jährlich
    eine/mehrere neue Flaschen kaufen - das ist weit billiger als verätzte Haut oder eingegangene Völker.


    Die Entsorgung ist übrigens ganz einfach: Als Mottenkiller in einem offenen Honigglas im Wabenschrank !!!


    BASTA.


    Siggi

    Als Imker sähe ich auch gerne Bienenwachs auf meiner Lebensmittelverpackung - doch das Problem ist bereits seit Jahrzehnten schadstoffrei und nachwachsend gelöst:


    Pappverpackungen (auch von Amerikanischen Schnellimbissketten) werden mittels Ammoniumstearat oder Calciumstearatdispersionen meines Arbeitgebers imprägniert und sind auf aufgereinigte Tier und Pflanzenfette aufgebaut.
    Einfach und sauber und schon immer natürlich.


    Also warum das Rad neu erfinden ???


    Siggi

    Für Waldhonigdeckel schliesse ich mich den Alkoholfans an:


    ausgelaugt mit meinem eigenen Zwetschgenschnaps ergibt das klare Filtrat ein gelbes Wässerchen, welches Frauen zu ungeahnten Begeisterungsstürmen hinreisst.


    höhere Alkoholkonzentrationen als 40% lösen übrigens zu viel Wachs und das Theater beim Filtrieren ist lästig.


    alle früheren Erntestufen gehen als Deckelwachs-Spülwasser in meine Ableger-Futtertaschen.


    Siggi

    wer die Chance hat, in einem Labor nach Karl-Fischer die Wassermessung zu machen, hat das Problem gelöst. Diese chemische Methode ist absolut genau und unabhängig von der Kristallisation oder der Temperatur des Honigs oder des Messgeräts. Ferner zeigt das Refraktometer häufig eine Missweisung (schlechte Eichung und Temperatur) von ca. einem Prozent Wassergehalt zu wenig - also ist z. B. der 17,8 % Honig bereits ein 18,8% Honig.
    Und dort ist das Problem bei den Überwachungslabors - die messen auch mit solchen Methoden und nicht über das Refraktometer !!!


    Siggi

    Bin bei Obi....
    Dort gibt es passende Plastikboxen mit arretierbarem Deckel für 10 Waben DN stehend und das kostet unter 10 Euro.


    Fazit aus 3 Sommern Nutzung: Bienenfreie Honigwaben zum Schleudern, kein Gesabber im Auto, Mottenfreie Zwischenlagerung von Leerwaben und Transportmittel für alles andere Material.
    Nach Gebrauch werden die Kisten in der Dusche ausgebraust und gestapelt aufbewahrt brauchen sie den Platz einer Zarge.


    Siggi

    das geht bei mir problemlos:


    Auf den Völkern ist jetzt der Futterdeckel (zum ruhigen Eimerfüttern und fürs Schwammtuch), darauf stelle ich morgen nach dem Schleudern auf die stärksten Völker (zwecks Beschäftigung) die geschleuderten Waben in 1-2 Honigräumen und räume das ganze nach 2 Nächten wieder ab.


    Durch den dazwischenliegenden Futterdeckel sind auf den leergeputzten waben dann nur wenig Bienen zu entfernen, bevor die sauberen und reparierten Honigwaben in den Wabenschrank kommen.
    Dort steht eine offene flasche mit Essigsäure auf dem Boden und die Waben sind nächsten Frühling tiptop.


    Das ganze klappt natürlich nur mit unbebrüteten Waben, sonst wird beim leerputzen gleich wieder bestiftet.

    Hallo Leidensgenosse:


    Habe mit dem gleichen Artikel des gleichen Lieferanten auch diese Probleme, einmal wurde mir schon gratis Ersatz für eine vollkommen zerrissene Zarge geschickt.
    Richtig behoben ist das Problem selbst mit nachgeschraubten Zargen nicht, das Holz war offensichtlich zu frisch und hat sich massiv geschüsselt und ist gerissen.
    Am Besten sind die Zargen geblieben, welche ich aussen mit weisser Wandfarbe gestrichen hatte, da ist die Austrocknung nach aussen nicht so dominant und das Holz behält insgesamt mehr die innere Feuchte und damit auch das korrekte Mass.


    Siggi (Schreinersohn und Chemiker)

    Es geht auch viel einfacher, Honigtautracht zu detektieren:


    Bei Nektartracht ist an meinem Wasserfass vorm Bienenhaus Betriebsruhe, bei der aktuell sehr trockenen Tautracht geht es dort zu wie am Hauptbahnhof mit den Wasserholerinnen.


    Und dies wechselt tatsächlich je nach Tageszeit, also wird zwischendurch die blühende Linde (wohl Mittags)
    angesteuert.


    Gruss aus dem honigduftenden Schönbuch:


    Siggi

    Die Verdeckelung stammt wohl noch aus feuchteren Tagen und ist auch bei mir mit bis zu 21% gemessen worden.
    In der Mischprobe der Schleuderung vom Samstag ergaben sich aber dann die gewünschten 18%, somit haben meine Damen den noch offenen Bereich zum Glück gut nachgetrocknet, während es am Mittwoch und Donnerstag regnete.


    Drinlassen ist zwar auch eine Option, aber meine zahlreiche Kundschaft fragt eben gezielt nach Frühlingshonig.


    Also miss nochma den offenen Bereich von nicht spritzenden Waben und wirf dann Deine Schleuder an.


    Siggi

    Da gibt es nur einen naturnahen Weg: Als lösemittel und Ölkomponente dient Rapsöl, darin werden je nach gewünschter Chremigkeit bis zu 20% Bienenwachs warm gelöst und dann kaltgerührt.
    Wer drauf steht, kann noch bis zu 5% Wollfett reinrühren, aber das ist im Regelfall immer
    mit Pestizidresten belastet.


    Gruss aus dem Lederlabor:


    Siggi

    Die Wasserproblematik ist auch dieses Jahr präsent: Bei zwei proppevollen Honigräumen je Volk ist dort nur sehr wenig verdeckelt (wohl weil noch dauernd frische Ware reinkommt) und der echt gemessene Wassergehalt liegt im Bereich zwischen 19-21 % (nach Karl-Fischer chemisch bestimmt).


    Da habe ich meine Wabenentnahme nochmal um 2 Tage geschoben und freue mich über regenbedingten Hausarrest für meine Honigsklaven....


    Siggi