Beiträge von siggi

    Nun also doch ein Chemiker mit Anmerkungen:
    Das Kobalthaltige Sikkativ bringt nur ppm an organisch gelöstem Kobalt in die zu oxidierenden Öle ein - und das in fast allen Standölen etc. und auch in den Bio-Farben.
    Hier liegt kein grund zur Sorge um die Bewohner der Beuten.


    Vorsichtig wäre ich bei den Pigmenten, da diese eben viel höhere Mengen an Kupfer, Chrom und früher auch Cadmium mitbringen, neben unproblematischem Eisen und Calcium oder Titandioxid.


    Meine Beuten, welche von der Familie oft äusserst Kunstvoll bemalt werden, erhalten als Abschluss und Wetterschutz einen wasserbasierten Klarlack und trocknen dann erst einmal an der Sonne leer, um auch letzte Reste von glykolischen Lösungsmitteln abzudampfen.


    Was dann noch an Chemie im Holz ist, kommt innen nicht an und ist auch weitaus geringer konzentriert, als die Mengen an Ameisensäure, welche die aktuellen Behandlungssysteme empfehlen.

    Sodele....
    Zurück aus Indonesien bleibt meine Queen im Monstervolk wegen des kalten Wetters noch ein oder zwei Tage zwischen zwei Absperrgittern eingesperrt (zusammen mit ihren Kuschelbrüdern), aber dann muss ich ran und das Völkchen frühzeitig Teilen indem ich alle verdeckelte Brut ohne die Alte entnehme (wegen hoher Varroalast) und an einem neuen Standort diesem Ableger dann in einer Woche Edelstifte gebe.
    Dann bleibt nur das Hoffen auf frühe Brummer für einen gelungenen Hochzeitsflug im Mai.


    Siggi

    Bei gerade aufblühenden Rapsflächen wollte ich am Montag auf dem Weg zum Flughafen (nach Indonesien) noch kurz einen Blick in mein Monstervolk werfen. Dieses Landbienenvolk hatte mich im Dezember beim Oxalsäureträufeln mit zwei Zargen Halbvoll mit Brut schon beeindruckt - aber nun war ich sprachlos:
    Die haben mir in zwei Wochen einen Honigraum DN ausgebaut und gefüllt und die drei Zargen sind randvoll mit Bienen !!!


    Was zum Kuckuck haben die schon jetzt gefunden im Stuttgarter Südgürtel ??? ich bin ratlos und bald geht mir der Platz bis zur Decke im Bienenhaus mit diesem Monsterturm aus.


    Siggi

    Aufgrund einer morgen anstehenden längeren Dienstreise nach Pakistan und China habe ich meine Baurahmen bereits seit einer Woche drin und am Freitag fast alle Honigräume gegeben.
    Und wenn die Eckdaten der Natur nicht lügen, war diese unübliche Verrücktheit sogar Korrekt:
    Alle Baurahmen sind schon zu mehr als einem Drittel ausgebaut, die Wildkirsche und Wildpflaume blüht sich kaputt und die Kirschenknospen sind am Aufgehen.


    Wünsch euch allen starke Trachtvölker in diesem Früh-Frühjahr.


    PS: der Raps zeigt hier trotz niedriger Stengel schon die ersten Blüten.


    Siggi

    Das ist wie Imkerlotto:


    Endlich war die Temperatur passend für eine kurze Brutkontrolle und das Volk baut nicht nur emsig, es ist tatsächlich die Königin aus der Spechthöhle mit drin und hat bereits 3 Handflächen verdeckelte (und offene) Brut herangezogen.


    Daraus werden wir im Mai Varroakontrollableger ziehen, welche keine Behandlung erhalten - das Spechthöhlenvolk hatte ja schliesslich bereits 3 Jahre überlebt.

    Vor zwei Wochen rief der Förster an, dass seine Waldarbeiter eine Fichte neben den Bach gelegt haben. Dabei ist sie an der schwächsten Stelle zerbrochen - natürlich an einer Spechthöhle mit einem Megavolk darin.
    Die Waben sahen nach > dreijährig aus und waren 80 cm hoch / 15cm breit.
    Bei Temperaturen knapp über Null haben wir dann die Damen des Nachts vorsichtig in eine Zarge mit Rähmchen umgewohnt, reichlich Futterwaben dazugegeben und das Ganze auf ein starkes Volk auf meiner Terasse gestellt.


    Natürlich ist die Hauptfrage nach der Anwesenheit der Königin unklar.
    Deshalb habe ich bei entsprechender Sonniger Temperatur gestern mal durch die Folie gelinst und ein emsig bauendes Völklein gesehen.
    Mehr Störung ist aber tabu. Deshalb die Frage an die Experten:


    Sollten die Damen nicht bei Fehlen der Königin durch das Absperrgitter in das untere Volk abwandern und ist die Anwesenheit in der oberen Zarge also ein Beleg für die Queen ???


    Siggi

    AAAAALSO:
    Grundsätzlich ist aus den Lacken und Farben auf der Beutenaussenseite sowohl Kaliumformiat als auch Natriumformiat denkbar und könnte auch recht einfach per Flammenfarbe nachgewiesen werden. Wahrscheinlicher ist aber aufgrund diverser Eiweisquellen in der Stockluft das Ammoniumformiat, welches auch eher in seinem Sublimationsverhalten zu den weissen Nebelspuren passt.
    Dieses Salz ist in allen Organismen ohne Schadwirkung verstoffwechselbar und somit auch für uns ohne Sorge zu sehen.


    Übrigens habe ich gestern meine 2. Säureauflage gemacht und die Milbenernte somit fast abgeschlossen - wohl dem der die Wetterdaten genau genutzt hat.


    Siggi

    Das Brechen der Honigkappe mache ich bei der ersten Schwarmkontrolle ungefähr zwei Wochen vor dem Blühende des Raps.


    Die angetragenen Waben der mitte kommen an den Rand des Honigraums, und die unbenutzten Mittelwände des Randes eben in die Mitte.
    Heute beim Schleudern waren alle schön gefüllt und teilweise auch gut verdeckelt.


    Die Problematik des Wassergehalts habe ich durch Messungen bereits öfter behandelt. heute reichte aber auch die Spritzprobe um zu separieren.


    Nur wenige dünnflüssige Waben wanderten zurück in die sofort wieder aufgesetzten Honigräume, da ja die Robinie hier genau 4 Tage nach Blühende Raps beginnt aufzubrechen.


    Grundsätzlich ist aber nur ein Drittel von 2011 nun in den Eimern - eben nur ein normales Jahr.

    Es scheint, als schreibt der Remstalimker über meine Völker - vom Mickerling mit einer Brutwabe bis zum Monster mit halbvollem Honigraum gibt es diesen Frühling eine sehr grosse Bandbreite bei eigentlich gleicher Wirtschaftsweise.
    Und erstmals im Imkerleben hatte ich einen vollgeschissenen Brutraum thermisch zu entsorgen (verbrannt).
    Nun habe ich nach Volksstand teilweise Honigräume drauf und fahre in den Osterurlaub auf die Alm.
    Sollen diese eigenwilligen Damen doch selbst klären, ob sie nun Frühlingsgefühle haben oder nicht.


    Siggi

    Eventuell hatte ich mich nicht klar genug ausgedrückt: Meine Behandlung im November war 3 Wochen nach den ersten 3 Nachtfrosttagen - somit also weitgehend brutfrei.
    Beleg dafür waren trockene Foliendeckel, jetzt sind sie aber alle wieder voll Kondensat !!!


    Also wäre die angeblich bessere Behandlung Anfang Januar bereits wieder in die brütenden Völker erfolgt.
    Und natürlich habe ich nur einmal geträufelt - ein Chemiker kann sehr wohl lesen und richtig wiegen / dosieren.


    Siggi

    Habe exakt nach den ersten 3 Nachtfrösten (im Oktober) dann mitte November Oxuvar geträufelt und alle damals noch anwesenden Völker sind heute beim Sturmverzurren fröhlich am Brüten von mir vorgefunden worden. Und falls nun die übliche Lawine von wegen zu früh behandelt über mich losbricht, sag ich nur:
    Es lagen Massen toter Milben danach unten und nun fallen praktisch keine mehr - wenn das nicht effektiv war.


    Also ist der Kalender für die Milbenbehandlungen Quatsch und nur die Temperatur und das Wetter zählt noch.


    Grüsse an alle Volksbesitzer (und die Trauernden auch).


    Siggi

    Nachdem ich Gestern notgedrungen wieder volle Kisten zum dritten Mal dieses Jahr schleudern musste, war die Überraschung beim Schleuderauslauf mit schön dunklem malzigen Waldhonig riesengross.
    Erwartet hätte ich nur die dünne Brühe aus der Robinie - aber der Honig war zäh und eben mit Waldgeschmack.


    Nun habe ich heute mal beim Ausflug auf die Alb (und zu Hause) die Fichten gecheckt und schöne grosse Massenbesiedlungen der bepuderten Rotbraunen gefunden.
    Also ist bereits jetzt Fichtentracht seit einigen Tagen angesagt.


    Übrigens Glückwunsch an die Imker in Erpfingen und drumrum, dort gab es die meisten Rotbraunen.


    Siggi

    Konnte nicht früher antworten, da ich Fluten von Honig zu schleudern hatte. Meine Zargen sind alle auf den Völkern und Rähmchen habe ich zum Glück eine Unzahl geschenkt bekommen (durch Todesfall).


    Die Kunsstoffkisten von OBI gibt es immer noch, es sind die 36 Liter Klarsichtkisten von SUNWARE.
    Habe selbst nochmals einige nachgekauft, waren alle voll bei der Ernte.


    Viel Erfolg damit:


    Siggi

    Die Zufriedenen können hier erst antworten, nachdem die Honigfluten in den Eimern sind:


    Erste Ernte Anfang Mai mit 14 kg Obstblütenhonig je Volk
    Zweite Ernte letzte Woche mit 22 kg Rapshonig je Volk


    und noch keine (eigenen) Schwärme


    Und: geregnet hat es sehr punktuell immer dann wenn nötig.


    Siggi