Beiträge von Vorgebirge

    Hallo Zusammen,


    zum Teil ist das Imkern mit oder ohne Absperrgitter eine Glaubensfrage, auch bei mir im Verein. Ich imkere meist mit Absperrgitter, insbesondere, weil ich Blütenhonig/Frühtracht ernten will (wird von meinen Kunden stärker nachgefragt als der Sommerhonig). In diesem Jahr imkere ich am selben Standort z.T. mit, z.T. ohne Absperrgitter. Bei den Völkern ohne Absperrgitter erwarte ich, dass zunächst einmal bis in den aufgesetzten Honigraum hinein gebrütet wird.


    Viele Grüße,
    Vorgebirge

    Hallo Zusammen,


    habe heute Morgen die letzten Honigräume aufgesetzt und Baurahmen eingehängt. Bei den meisten Völkern konnte ich bis zu 2 Futterwaben entnehmen. Drohnenbrut und geschlüpfte Drohnen sind auch schon da. War ich wohl etwas spät mit den Baurahmen? Auf einzelnen Bienen saßen fett Varroamilben. Mal sehen, wie es weitergeht.


    Viele Grüße,
    Vorgebirge

    Hallo Zusammen,
    danke für Eure Antworten. Habe gerade das erste Volker erweitert, zwei weitere sollen heute noch folgen.
    Hallo Freibad, könnte man dann nicht gleich drei zargig überwintern (ich imkere mit dem Zandermaß)? In einem Jahr hatte ich allerdings den Eindruck, dass es doch ein 'zu früh' gibt. Jedenfalls gab es nach der Erweiterung eine längere kältere Phase, und die Bienen taten sich schwer, den Honigraum anzunehmen.
    Viele Grüße,
    Vorgebirge

    Hallo Zusammen,
    eines meiner zweizargig überwinterten Völker entwickelt sich ganz rasant (war im letzten Jahr ein Stecher, habe umgeweiselt mit einer Inselkönigin aus Zelle). In den Vorjahren habe ich immer mit der Erweiterung bis zur Kirschblüte gewartet. Das Volk, von dem die Rede ist, verbaut schon die Rähmchenoberträger. Durchgesehen habe ich meine Bienen noch nicht, nur mehrfach kurz den Deckel gelupft und reingeschaut. Was würdet Ihr mir raten? Ich bin mit der Erweiterung etwas zögerlich, da das Nektarangebot, trotz blühender Weiden, Weißdorn, Pfirsich usw. noch begrenzt ist.
    Viele Grüße,
    Vorgebirge

    Hallo Zusammen,
    die meisten von Euch (zumindest die, die einen Beitrag geschrieben haben) lehnen ja das Drohnenwabenschneiden aus verschiedenen Gründen ab (Störung der Harmonie, Sauerei, Kooevolution von Bienen und Milben etc.). Heißt dass, das auf eine der wenigen Möglichkeiten (und das ohne Einsatz von Chemie!), die Milben im Bienenvolk im Frühjahr zu reduzieren, verzichtet wird? Oder wird mit Puderzucker gearbeitet (ist hier im Forum ja auch bereits ausgiebig diskutiert worden), damit habe ich bisher keine Erfahrungen. Drohnenwabenschneiden hat ja auch, so steht es zumindest in der Literatur, den positiven Nebeneffekt, den Schwarmtrieb etwas zu vermindert.
    Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich bin kein begeisterter Drohnenschneider, aber die Harmonie im Bienenvolk wird doch durch den Milbenbefall auch erheblich gestört. Auf die Evolution zu vertrauen scheint mir im Fall der Bienen und Milben etwas Wunschdenken zu sein. Die Carnica lebt in Mitteleuropa seit 20-30 Jahren mit der Milbe, eine lächerlich kurze Zeit im Vergleich zur Gesamtzeit, die die Biene als Spezies bereits auf der Erde verbracht hat. Von Anpassung kann m.E. noch gar nicht die Rede sein. Erfahrene, langjährige Imker haben mir vor einigen Tagen noch berichtet, dass bei Beginn des Milbenbefalls in den 70er und 80er Jahren die Bienen mit einer relativ hohen Milbenzahl zurechtkamen, heute aber oft schon einige Hundert Milben pro Volk zuviel sind, weil sich opportunistische Erreger und Krankheiten in dem geschwächten Volk breit machen (diverse Viren u.dgl.).
    Vielleicht ist das hier von mir etwas 'Off Topic', aber wenn ich eine Alternative zur Milbenbekämpfung im Frühjahr sehen würde, wäre ich der Erste, der mit dem Drohnenschneiden aufhört. In diesem Sinne


    viele Grüße,
    Vorgebirge

    Hallo Zusammen,
    ja, ich schneide Drohnenwaben (bis zu 4 pro Saison). Ich kenne keine andere Methode, den Varroabefall in der Aufwärtsentwicklung zu reduzieren. Gestern Abend bei unserer monatlichen Imkerversammlung sprach ein erfahrener Kollege davon, dass eine entnommene Drohnenwabe den Befall um ca. 10 % senkt (wobei bei der Entnahme von 10 Drohnenwaben der Befall wohl leider nicht auf Null sinkt. :cry: ). Die Drohnenlarven verspeise ich nicht selbst :wink: , sondern gebe diese meinen Hühnern bzw. den Küken im Frühjahr als Turbofutter. Ich merke einen deutlichen Unterschied im Wachstum im Vergleich zu Küken, die diese Kraftnahrung nicht bekommen haben.
    Was spricht gegen das Drohnenschreiben aus Eurer Sicht? Arbeitsaufwand, Schwächung des Volkes, Drohnenverlust oder andere Gründe? Da ich die Drohnenwaben als Hühnerfutter verwende, habe ich damit bisher kein Problem. Eine Entsorgung über die Müllabfuhr käme für mich allerdings nicht in Frage.


    Viele Grüße,
    Vorgebirge

    Hallo Florian,
    Deine Frage kann ich aus meiner Erfahrung nicht pauschal beantworten. Es hängt sehr von der von Jahr zu Jahr ab (Vergleich letzter und jetziger Winter! :o ), wann der richtige Zeitpunkt ist, ein Volk durch Entnahme von 1 oder mehreren Brutwaben zu schröpfen, um daraus einen Brutableger zu bilden. Entnehme ich zu früh eine Brutwabe, verlangsame ich ungewollt die Frühjahrsentwicklung, bin ich zu spät, schwärmen die Bienen. Im vergangenen Jahr habe ich die ersten Brutableger Anfang Mai gebildet. Dabei gilt das Prinzip: Je früher der Zeitpunkt der Ablegerbildung ist, um so kleiner darf der Ableger sein. Ein früh im Jahr gebildeter kleiner Ableger hat ja noch viel Zeit, zu einem starken Jungvolk heranzuwachsen.


    Viele Grüße,
    Vorgebirge

    Hallo Marie,


    bisher habe ich meine Völker auf dreierlei Art vermehrt (Beitrag aus der Praxis):
    1. Brutableger (starken Völkern in der Frühjahrsentwicklung 1-2 Brutwaben entnommen; aus ca. 3 Brutwaben, möglichst auch mit offener Brut, einen Brutableger gebildet; entweder eigene Königin nachziehen lassen oder selbst gezogene bzw. gekaufte Königin einweiseln; im letzten Fall nach spätestens 8 oder 9 Tagen Weiselzellen ausbrechen),
    2. Kunstschwarm (bei der Honigernte, Massen von Bienen sammeln sich unter der Bienenflucht, die ich ca. 24 Std. vor Entnahme des Honigraums einlegen; aus ca. 2 kg Bienen wird ein Kunstschwarm gebildet, in den eine Königin eingeweiselt wird; letzteres ca. 2 Std. nach Bildung des des Kunstschwarms, damit ihnen klar wird, dass keine Königin mehr da ist; dadurch gute Annahme der neuen Königin)
    3. eingefangener Schwarm


    Viele Grüße,
    Vorgebirge

    Hallo Zusammen,
    jetzt haben wir es amtlich. :wink: Im letzten Infobrief des FBI Mayen stand, dass wir uns zwar noch im astronomisch-kalendarischen Winter befinden, nach dem phänologischen Kalender, der das Jahr in 10 Einheiten unterteilt, aber bereits im Vorfrühling. Dieser beginnt mit der Haselblüte und endet per Definition mit dem Ende der Blüte der Salweide.


    Viele Grüße,
    Vorgebirge

    Hallo Zusammen,


    habe 2 Völker (10 %) bereits im Frühwinter verloren. Eines davon hätte ich gar nicht einwintern sollen (zu schwach). Bei allen übrigen Völkern gibt es keine Auffälligkeiten.
    Varroabehandlung: 4 x AS 65%-ig, Schwammtuch von oben, nach der Honigernte;Überwinterung bei offenem Boden.


    Viele Grüße,
    Vorgebirge

    Hallo Jockel,
    fertig gedrahtete Rähmchen gibts in verschiedenen Größen bei praktisch jedem Imkereibedarf. Die Fa. Holtermann ist sicher eine gute Adresse. Vielleicht gibt es aber in Deiner Nähe einen Laden mit Imkereibedarf? Die Kosten liegen meist zwischen 75 - 90 ct. Rähmchen mit Seitenteilen aus Hartholz (z.B. Buche) sind etwas teurer, m.E. aber nicht unbedingt notwendig. Hoffmann-Seitenteile sind auf jeden Fall zu empfehlen, weil man dadurch die Abstandshalter spart.
    Sieht man den Zeitaufwand für den Bau, so sind die geringeren Kosten bei Rähmchen in Einzelteilen kein so starkes Argument, vor allem, wenn man parallel dazu einem Beruf nachgeht und die Familie vielleicht auch noch (zeitliche) Ansprüche stellt. Ich habe Rähmchen in Einzelteilen nur zusätzlich als Reserve (und aus Gründen der Platzersparnis). Außerdem macht es gelegentlich Spaß, die Dinger zusammen zu bauen. :wink:


    Viele Grüße,
    Vorgebirge

    Hallo Drohne,


    ich kann Matthias nur zustimmen. Man sollte mit dem Stoff schon dosiert und vorsichtig umgehen. Ich stelle die Tinktur ebenfalls als gesättigte Lösung in 70%igem Alkohol her. Im Winterhalbjahr nehme prophylaktisch 10-15 Tropfen täglich mit etwas Honig. Macht einen Belag auf den Zähnen, aber daran gewöhnt man sich. Seit ich das mache (ca. 3 Jahre) habe ich keine nenenswerte Erkältung mehr gehabt. Sollte sich doch dergleichen bemerkbar machen, erhöhe ich die Dosis (nehme Propolis dann 2-3mal täglich).
    Bei schlecht verheilenden Wunden (z.B. kleine Schnitte oder Risse in der Haut, kommt ja vor allem im Winter vor) gebe ich etwas Propolissalbe darauf (Wollfett als Trägersubstanz; habe gehört, man kann auch Kakaobutter nehmen), Heftpflaster drüber, fertig. Bei kleinen Wunden reicht da nach meiner Erfahrung schon ein Tag oder (praktisch) eine Nacht, und die Entzündung ist deutlich abgeklungen.
    Das schon erwähnte Buch von Lächler kann ich auch empfehlen. Es gibt Imkerkollegen, die behaupten, dass die dem Propolis zugeschriebene Wirkung so nicht stimmt. Meine praktische Erfahrung ist eine andere. Allerdings ist Propolis kein Wundermittel und sollte nur da angewendet werden, wo man eine Wirkung auch feststellen kann.


    Viele Grüße,
    Vorgebirge