Beiträge von Vorgebirge

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    Gedankenspiel: warum gibt es die Dinger fast nie gebraucht? Anders gefragt, warum verkauft die niemand wieder, weil es ein Fehlkauf war?

    Genau, ich habe das Gerät zwar erst seit diesem Jahr, bin aber sehr begeistert. Ich nutze es eben nicht nur zum Deckelwachsschmelzen (und Ernten des Honigs aus dem Deckelwachs), sondern auch zum Auftauen. Für Letzeres reicht 1/2 Tag bei 35-37 Grad.

    Guten Abend,

    ich arbeite mit dem Deckelwachsschmelzer von Logar und bin mit dem Gerät sehr zufrieden. Das Gerät ist nicht billig, rentiert sich aber bei entsprechender Völkerzahl schon nach w-4 Jahren. Aus dem Deckelwachs meiner diesjährigen Frühtracht habe ich z.B. 15 kg Wachs und ca. 25 kg Honig gewonnen. Theoretisch eignet sich das Gerät auch zur Entdeckelung, aber die entdeckelten Waben müssen dann direkt in die Schleuder. Und wenn das Gerät gerade Deckelwachs schmilzt ist ja auch erst einmal Pause mit Entdeckeln. Ich nutzte zum Entdeckeln also einen separaten Entdeckelungstisch von CFM. Allerdings ist auch das Gerät nicht ganz billig und man muss den Platz im Schleuderraum haben.

    Hallo Bernhard,


    ich frage mich, ob die Anfangsstreifen wirklich notwendig sind. Nach meiner Erfahrung (ich habe auch einige TBHs in Bewirtschaftung) hängt das von der Form der Oberträger ab. Ich habe kleine Dreiecksleisten aufgeklägt, die geben die Richtung für die Baubienen vor, und stabiler hängt die Wabe auch noch.


    Imkereliche Grüße,
    Vorgebirge

    Hallo Nigra, hallo Doris,


    danke für die Tipps. Man müßte doch auch eine "normale" Bienenflucht nehmen können, denn auch diese ist ja für die Bienen eine Einbahnstraße. Ich wundere mich nur, dass die Bienen ihre Königin verlassen und sich auf das Wagnis des Nachschaffens einer Königin einlassen. Aber das ist auf jeden Fall ein Weg, den ich versuchen könnte. Noch einen schönen Abend,


    Vorgebirge

    Schwarm im Fachwerk
    Liebe Imkerkolleg/innen,


    am Wochenende hat mich ein Schwarm im Nachbardorf beschäftigt, der in ein denkmalgeschützten Fachwerkhaus eingezogen ist, und zwar genau durch ein Loch im Balken in ca. 5-6 m Höhe. Als ich gerufen wurde war der Schwarm schon einige Stunden eingezogen. Nach meinem eintreffen zog der Schwarm kurzfristig wieder aus, aber nur, um sich nach kurzer Zeit wieder am "Flugloch" im Gebälk zu sammeln. Durch diverse Ritzen und offene Fenster gelangten Dutzende von Bienen in die Innenräume, und die Mieter waren verständlicherweise beunruhigt (alles ging aber ohne Stiche ab).
    Leider ist es mir bisher nicht gelungen, den Schwarm zu bergen. Zunächst habe ich meine Schwarmfangkiste in der Nähe des "Fluglochs" angebracht. Diese Methode hatte eine Woche zuvor bei einem anderen Schwarm, der versuche, sich unter Dachziegeln einzunisten, ganz gut funktioniert, vermutlich, weil die Kiste durch häufiges Schwarmfangen nach Bienen riecht und mit Wachspocken versehen ist. Hat aber hier selbst nach mehreren Stunden nicht funktioniert.
    In einem zweiten Versuch habe ich eine Wabe mit offener Brut vor das Einflugloch gehängt. Das brachte ebenfalls nur mäßigen Erfolg. Schließlich wurde es dunkel, und ich musste die Aktion abbrechen. Am nächsten Morgen lümmelten nach wie vor nur wenige Bienen auf der Brutwabe herum.
    Die nächste Aktion war, ca. 2-3 m unterhalb des Einfluglochs im Inneren des Hauses ein Loch in eine dünne Gipsplatte zu schlagen und von dort mit Hilfe des Smokers Rauch einzublasen. Vor das Einflugloch habe ich eine frische Wabe mit offener Brut gehängt. Das funktionierte zunächst ganz gut, neben dem Rauch, der aus den Ritzen nach außen quoll, verließen auch zunehmend Bienen die neue Behausung, aber nur solange, wie Nachschub an Rauch kam. 1000-2000 Bienen ließen sich auf der Brutwabe nieder, die Königin war aber eindeutig nicht dabei. Am frühen Abend habe ich die Aktion schließlich abgebrochen und ließ die etwas hilflosen und frustrierten Hausbewohner zurück.
    Habt Ihr noch eine Idee, was man machen kann? Der Schwarm ist jetzt 2 Tage in dem Holhlraum im Fachwerk. Die Brutwabe mit den ansitzenden Bienen habe ich gestern noch geborgen. Für Tipps bin ich echt dankbar, weil ich den guten Leuten helfen möchte.


    Imkerliche Grüße,
    Vorgebirge

    Hallo zusammen,


    ich habe mir in den letzten 2 Jahren insgesamt 4 TBHs nach Anleitung der LWG Veitshöchheim (allerdings modifiziert und meinen Bedürfnissen angepasst) gebaut. Mein wichtigstes Werkzeug war dabei eine Handkreissäge mit verstellbarem Winkel. Die sind nicht teuer und immer wieder für verschiedene Holzarbeiten nützlich. Inzwischen gibt es auch einen professionellen Anbieter, der die TBHs nach LWG Veitshöchheim anbietet, allerdings für über 200 Euro.


    Viele Grüße,


    Vorgebirge

    Hallo Thorsten,


    direkt das Deckelwachs zu "vergären" habe ich noch nicht probiert. Allerdings kann man aus dem mit Honig angereicherten Waschwasser prima einen Metansatz herstellen (unter Zusatz von Hefe und Hefenährsalz). Falls man kein entsprechendes Meßgerät hat, kann man sich anders behelfen, um das richtige Verhältnis Honig:Wasser zu ermitteln: Eine rohe Kartoffel in das Honig-Wasser-Gemisch geben, bis die Kartoffel gerade noch so schwimmt. Dann ist die richtige Konzentration erreicht. Der Tipp stammt von Guido Eich aus Celle.
    Viele Grüße,
    Vorgebirge

    Hallo Drohn, hallo Imkerkolleg/innen,
    Aussagen eines Guido Eich, der selbst einmal Erwerbsimker war und auch heute noch über 100 Völker bewirtschaftet, sind für mich sehr wohl relevant. Seine Empfehlungen habe ich bisher immer als Erfahrungen eines langjährigen Praktikers und Imkers mit Herzblut wahrgenommen. "Kopfschütteln" und "Schmunzeln" bewirken bei mir allerdings nicht selten Beiträge im Imkerforum. Damit kann ich aber gut leben, denn schließlich lebt ein Forum von der Vielfalt der Meinungen und Beiträge. "Die Biene" werde ich jedenfalls nicht abbestellen, obwohl ich mich mit denn diesjährigen "Monatsbetrachtungen" überhaupt nicht anfreunden kann. Beiträge eines Guido Eich oder einer Pia Aumeier lese ich allerdings immer mit großem Interesse (was nicht heißt, dass ich punktuell anderer Meinung sein kann). In diesem Sinne,
    imkerliche Grüße,
    Vorgebirge

    Hallo zusammen,
    ich habe am 20./21. Dezember alle Völker mit 3,5%-iger OS (geträufelt) behandelt. Auf einem Standort habe ich bei 6 Völkern Windeln eingelegt. Bei der Kontrolle am 26. Dezember habe 80 - 640 (!) Milben gezählt.
    Viele Grüße,
    Vorgebirge

    Hallo Zusammen,
    nein, Edeka ist nicht unbedingt "eine Nummer zu groß" für einzelne Imker. Ich vermarkte einen Teil meiner Honigproduktion seit 2 Jahren über den örtlichen Edeka-Markt. Allerdings nutze ich keine DIB-Gläser und -Etiketten, sondern benutze eigene Etiketten, die einen regionalen Bezug haben. Der Edeka-Markt hat eine Rubrik "Gutes aus der Region"; da stehen neben meinem Honig noch andere regionale Produkte. Übrigens: Der Edeka-Markt verkauft auch Honig im DIB-Glas, allerdings steht der im Honigregal neben allen möglichen anderen Sorten und Herkünften. Es ist meiner Meinung nach besser, kreativ neue Wege in der Vermarktung zu suchen als über den DIB zu lamentieren. Auch wenn DIB-Glas und -Etiketten einen gewissen Qualitätsstandard garantieren (oder garantieren sollen) ist das Logo meiner Erfahrung nach keine Garantie für anständige Preise, da wir Imker uns (leider!) häufig selbst Konkurrenz machen.
    Viele Grüße,
    Vorgebirge

    Hallo Zusammen,
    nachdem mich meine Steuerberaterin darauf hingewiesen hat, dass auf Rechnungen ausgewiesen Umsatz- bzw. Mehrwertsteuer auch tatsächlich an das Finanzamt abgeführt werden muss, unabhängig davon, ob ein Jahresumsatz von 17.500 Euro erzielt wird oder nicht versehe ich meine Rechnungen mit folgendem erläuternden Text:


    Erläuterungen wg. nicht ausgewiesener Umsatzsteuer:


    Als Hobbyimker betreibe ich die Imkerei nicht gewerbsmäßig, sondern als Kleinunternehmer, für die sich faktisch eine Steuerbefreiung ergibt. Obwohl für Kleinunternehmer die Vorschriften über Umsatzsteuerbefreiungen des § 4 ff. UStG nicht zur Anwendung kommen, müssen sie im Regelfall keine Umsatzsteuer an das Finanzamt entrichtet. Denn die für Umsätze i.S.d. § 1 Abs. 1 Nr. 1 UstG (z.B. Lieferung von Honig an einen Einzelhändler) geschuldete Umsatzsteuer wird von Kleinunternehmern nicht erhoben (sofern der maßgebliche Gesamtumsatz im vorangegangenen Kalenderjahr 17.500 EUR nicht überstiegen hat und im lfd. Kalenderjahr 50.000 EUR voraussichtlich nicht übersteigen wird. Dies ist bei mir der Fall. Rechnungen dürfen deshalb keine Umsatzsteuer gesondert ausweisen und sind darüber hinaus vom Vorsteuerabzug ausgeschlossen.


    Viele Grüße,
    Vorgebirge

    Hallo Uli,
    ich habe die Deckel meiner Liebig-Beuten im Winter mit ca. 4 cm dicken Gutex-Platten (Holzfaser, unbehandelt) isoliert. Allerdings waren das Abfälle, die ich noch von einem früheren Dachausbau übrig hatte (Ich bin altmodisch und werfe ungern Dinge weg, die ich noch irgendwann nutzen kann bzw. könnte). Im Frühjahr und Sommer entferne ich die Isolierung, drehe bei Bedarf die Deckel um und nutze den Hohlraum zwischen Rähmchenoberträger und Sperrholzplatte zur Einfütterung mit Futterteig (bei Ablegern und Jungvölkern).
    Zur Fütterung nutze ich Futtereimer (5 Liter) mit Siebdeckel, die ich umgedreht auf 2 kleine Leisten gestellt in eine Leerzarge gebe.
    Viele Grüße,
    Vorgebirge