Beiträge von Bumblebee

    Aufgrund der dazu erforderlichen Kraft, mit einem solchen Milbendruck so weit in´s Jahr gekommen zu sein??


    1000 Milben hatte ich schon ein paar mal bei einer Winterbehandlung erreicht, aber 5 000 und aufwärts scheint wohl nur in den Milbenkurven mancher Veröffentlichungen zu existieren. Im August ist das Brutnest immer noch groß genug, dass neben einem sehr hohen Befall der Brut und auch der Bienen noch genügend gesunder Nachwuchs nachrückt, der nach einer erfolgreichen Behandlung gesunde Winterbienen aufzieht. Bei einem Befall von 10 000 Milben müsste ja jede Winterbiene mit einer Milbe aufgewachsen sein, schwer vorstellbar und bestimmt selten zu beobachten, aber erzählt bekommt man es immer wieder.

    Da wird wohl nicht allzu viel an Milben fallen, im brutfreien Zustand ist die Schadensschwelle recht niedrig, ein Befall von 1000 Milben kann ein durchschnittliches Volk jetzt schon zum auflösen bringen. Wenn solche beschriebene Schäden jetzt zu sehen sind, ist das meiste an Milben schon weg (incl. den Bienen). Ein fünfstelliger Milbenbefall erreicht man höchstens im August, wenn die Milben noch massenhaft aufgezogen werden. Im September und erst recht im Oktober wäre ein Befall von 10 000 Milben eine glücklicher Umstand den es gebührlich zu feiern gilt.

    Milben fallen selbst nach einer vierten Behandlung immer noch!!!!!! Das macht mich doch stutzig, denn bei den ersten Behandlungsinterwallen sind verhältnismäßig wenige gefallen.


    Der schlechte Wirkungsgrad ist in der nur wenigen Stunden wirksamen Kurzzeitbehandlungen zu suchen. Bei einer eintägigen Behandlung streut der Wirkungsgrad sehr stark und liegt zudem oft noch <50%, selbst unter vermeintlich optimalen Bedingungen. Wer einen markanten nat. Milbenfall vor der ersten Behandlung hat und nur Kurzzeitmethoden anwenden kann, sollte den Behandlungserfolg durch zwei zeitnahe Behandlungen erhöhen. Es ist die fehlende Tiefenwirkung bei eintägiger Behandlung, die durch Wiederholung kaum verbessert wird.


    Das gilt für die Behandlung einer Bienenpopulation im Winter. Wenn im Spätsommer und nochmals im Winter behandelt wird, liegen einige Bienengenerationen dazwischen.


    Wenn ich dich richtig interpretiere könnte hier was falsch gelaufen sein weil die OS -Anwendung um die Jahreszeit nicht so wirkt wie im Winter ?


    Möglich, wenn im Sommer behandelt wird, dann am Besten am frühen Morgen oder an kühlen Tagen.


    Ich kenne auch die Empfehlung Kunstschwärme mit Bienenwohl (1o ml) zu behandeln, einen Schwarm habe ich heuer so behandelt, der Schwarm hat sich gut entwickelt, der Milbenfall war lange Zeit gleich Null, hat also m.E. geklappt, aufgefallen ist mir dabei auch nichts.


    Mit 10ml kommt man im Sommer nicht weit, bei Frost wirken solche geringe Menge evtl. noch, aber nicht bei 15-20 Grad. Dazu sind deutlich größere Mengen notwendig, 100ml für eine zufriedenstellende Wirkung. Die Bienen sitzen im Sommer überall und begegnen sich evtl. die nächsten paar Stunden nach der Behandlung nicht mehr, die Kontaktübertragung der OS hält max. 2 Std. an - 10 ml sind in diesem Fall deutlich zu wenig.

    OS wirkt schlecht bei Sommerbienen und nur gut bei Winterbienen ? Right ?


    Richtig, bei Sommerbienen wirkts schlecht weil die Sommerbienen meistens im Sommer leben. Wenn man Sommerbienen im Winter behandeln würde, würde es besser wirken. Hast du schonmal das Vergnügen gehabt einen Kunstschwarm bzw. brutfreies Volk im Sommer mit OS zu behandeln?


    Wenn du so ein Ergebnis erzielt hast, stellt sich die Frage nach den Methoden, der Stichprobenauswahl, (wieviel Völker wurden so überprüft)


    100 Völker?


    Kann man das sogar irgendwo Nachlesen ?


    Stichwort Teilen und Behandeln.


    Was sollte so ein Verfahren wie es Klaus Maresch durchgefüht hat sonst für einen Sinn haben ? (...) ist er gescheitert weil er Sommerbienen (nach der Linde ) versucht hat mit os zu behandeln ?


    Mit welcher Methode und Menge wurde behandelt?


    MIlben auf den Sommerbienen von der OS eher verschont werden ? wie willst du sowas verifizieren ? tote Milben befragen ? ich versteh dich sehr schlecht, ist mir gestern schon aufgefallen :oops:


    Indem man mit Perizin nachbehandelt oder Bienenproben auswäscht und das auch macht und nicht nur in Kreisbahnen plappert. Klartext genug?

    könnte man nachdem die Milben in der Brut durch AS weitestgehend erschlagen sind noch den Rest der Milben, die auf den Bienen sitzen mit OS behandeln und hätte binnen 2 Tagen die Varroa Behandlung für ein Jahr abgeschlossen.


    Bienenhaltung ist keine Modelleisenbahn die garantiert auf Schienen und nur in gleichen Kreisen fährt. In brütenden Völkern wirkt OS auf die Bienenmilben schlecht, selbst in brutfreien Völkern wirkt sie bei doppelter Aufwandsmenge im Spätsommer nur gut genug für gesunde Winterbienen, also genau so gut wie die Ameisensäure, dafür aber planbar und witterungsunabhängig(er).