Beiträge von Martina Kapp + Martin Ka.

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    Naturwabenbau, das klingt so schoen.

    Ist es auch.

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    Was ist aber mit den Rahmen?

    So bleibt alles beweglich und hantierbar.

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    Das einzig natuerliche ist der Stabilbau.

    Das natürlichere ist der Stabilbau.

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    Nur laesst sich da nix mehr verdienen.

    Weil es noch keiner geschafft hat, heißt das nicht, dass es nicht geht!

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    Das ist das Dilemma.

    Für den Imker, der mit Stabilbau imkert, ist das kein Dilemma.

    Hallo Helmut,
    wir hatten schon erwähnt, dass es dieses Jahr bei uns keine Schwärme gegeben hatte. Auch bei Nachbarimkern war es ein schwarmträges Jahr. So sind unsere beiden Warréwohnungen unbesetzt geblieben und uns fehlt noch die praktische Erfahrung, um mitreden zu können.

    Ich komme noch einmal zu deiner ursprünglichen Frage der Fütterung zurück.


    Wenn ich versuche, mich in deine Lage hineinzuversetzen, dann sähe das so aus:
    Ich (Helmut) habe mehrere Warré-Beuten gebaut, weil ich das Gefühl habe, es gibt in der Imkerei noch weitere, ungenutzte Möglichkeiten zum Umgang mit Bienen. Vor allem einen Umgang, welcher es mir als Hobbyimker ermöglicht, ein harmonischeres Verhältnis zu den Bienen aufzubauen. Ein Ausgleich zwischen Geben und Nehmen; ein gemeinsames Wachsen und Werden, welches dem gegenüber steht, was wir zurzeit mit den all den Problemen bei den Bienen erleben.
    Gleichzeitig bin ich nicht einer von den jungen Jahrgängen und so habe ich auch sofort mehrere Warré-Beuten gebaut und darauf hin gearbeitet, dass ich alle besetzt bekomme. Außerdem habe ich auch Veränderungen vorgenommen, um baldmöglichst Vergleiche ziehen zu können, was das Beste sei.

    Kommt das in etwa hin?
    Wenn ja, dann würde ich sagen: füttere alle Warrévölker gut auf, von denen du glaubst, sie haben es nötig!
    Von diesen kannst du dann nächstes Jahr keinen Honig ernten. Na und? Lass dir und den Bienen Zeit. Beobachte weiter. Deine „Restlaufzeit“ ist länger als du denkst und es gibt noch all die Imker, die deine Berichte mitverfolgt haben. Es geht nichts verloren.
    Um Honig zu ernten hast du ja auch noch andere Bienenvölker, die dir Arbeit machen. Die Warrévölker werden dir keine Arbeit mehr machen, außer dem Zufüttern. Was die Unkosten belangt, ich runde mal 10€ Futter/Volk, die bekommst du dann nächstes Jahr Ende Sommer wieder raus als wertvolles Futter zur Ablegerbildung (z.B.).

    Hast du den Artikel in der Bienenzeitschrift gelesen, wie das Zucker-Winterfutter für die Bienen mit Tees aufgewertet werden kann. Wäre dass nicht auch etwas für dich (und deine Bienen)?

    Herzliche Grüße, Martin

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    kein Drohn oder eine Sabine haben gesagt dass es nicht funzt!!
    Nur warnen wir vor Missverständnissen!!!

    Es ist richtig, keine Missverständnisse!


    Wer sich durch das ganze hin und her bis hierhin gelesen hat, der wird sicher selbst wissen:


    • Bei mir bauen die Bienen im Naturwabenbau mit Draht, damit auf jeden Fall nichts runterkrachen könnte. Das ist das größte Wohl, was ich aus meiner Sicht und Praxis den Bienen geben kann.


    oder


    • Bei mir bauen die Bienen im Naturwabenbau ohne Draht, damit die Wabe in ihrer Schwingung nicht beeinträchtigt wird. Ich bin erfahren und arbeite sorgfältig und betreibe größtenteils eine Standimkerei.


    Hallo Udo,
    die Wabe auf dem Foto hat keine "Stabilisatoren" und das Maß ist ein langgezogenes DN-Maß. Das Bild ist auch nicht auf unserem Stand gemacht und es sind auch weder unsere Bienen noch unsere Bienenwohnungen.:wink:


    Bei uns sehen manche Rähmchen noch so aus:
    [Blockierte Grafik: http://immenpflege.de/Imkerforum/R%E4hmchen.jpg]
    Diese Rähmchen sind Dadanträhmchen und stammen aus der Zeit vor unserer Umstellung.
    Heute benutzen wir 4/3 Zander im Brutraum und 2/3 Zander im Honigraum.
    Die seitlichen Stäbchen sind kleine Hilfen mit großer Wirkung; sie stabilisieren wirklich viel. Und auch hier: Sie können weggelassen werden, wenn...


    Die Wachsstreifen auf dem Foto sind auch viel zu breit. Sie stammen noch aus der Anfängerangst, die Bienen könnten es doch nicht so richtig machen. :)


    Herzliche Grüße, Martin.

    Liebe Freunde des Naturwabenbaus,


    Draht ja oder nein?


    Nun, hier auf dem Bild gibt es keinen Draht.


    [Blockierte Grafik: http://immenpflege.de/Imkerforum/Naturwabenbau.jpg]


    Es geht also, wenn die Rähmchen mit Wabe nicht gedreht und gewendet werden, als hätten sie einen Draht.


    Die Rähmchen auf dem Bild sind übrigens auch weder genagelt noch geleimt.


    Die Zargen sind mit Schwalbenschwanzzinken zusammengefügt. Geht auch.


    Und wenn der Honigraum (Flachzargen) aufgesetzt wird... hat er auch keinen Draht. :)


    Herzliche Grüße, Martin.

    Hallo willi,
    ähm, die Frage habe ich nicht ganz verstanden. :confused:
    Mittelwände enthalten vorgeprägte Zellenmuster, die auf Arbeiterrinnen ausgelegt sind. Ich gehe jetzt mal einfach davon aus, dass du rein mit Mittelwänden imkerst. Ab Frühjahr hängst du dann einen oder zwei Leerrahmen an die zweite Stelle vom Rand. Diesen bauen die Bienen komplett aus mit – Drohnenzellen „natürlich“. Dann stürzt sich die Königin darauf und bestiftet jede Zelle von oben bis unten und von einer Seite zur anderen. Sobald die Drohnenzellen gedeckelt sind, nimmst du das Rähmchen zur Milbenreduzierung heraus und machst das ganze wieder von vorne. Wie viele Drohen verbleiben im Volk?

    Hallo Günter,
    es geht hier (und vor allem mir) nicht ums ob oder ob nicht. Wenn jemand im Naturwabenbau imkern möchte, dann macht er es. Er erfährt, dass es entgegen früherer Lehrmeinung möglich ist.
    Dabei gibt es sehr viele Imker, welche als Ausgangsbasis den Naturwabenbau benutzen und nebenbei auch hin und wieder ein Rähmchen mit Mittelwand reinhängen (Um z.B. einen größeren Leerraum zu überbrücken.).

    Herzliche Grüße, Martin

    Liebe Mit-Streiter,

    ich komme noch einmal zum Ausgangspunkt der Diskussion zurück:
    "Mehr Mut zum Naturwabenbau".
    Es ist wahr und gleichzeitig extrem widersprüchlich, dass Naturwabenbau "Mut" benötigt. Dieser "Mut", den der Imker offenbar haben muss, um im Naturwabenbau zu imkern, verschleiert die Sicht vor dem tatsächlichen Sachverhalt.

    Ich gehe davon aus, dass es das Wort Naturwabenbau noch nicht gab, als sich das Imkern mit Mittelwänden durchsetzte. Es nannte sich einfach "Wildbau" und dieses Wort hat dann auch die weiteren Jahrzehnte bis heute die Köpfe der Imker geprägt.
    Mittelwände einsetzen = Imkerkultur = zivilisiert
    Wildbau = Imkerunkultur = unzivilisiert

    Als weiterer Punkt ist selbstverständlich das Vermögen "diese Unmengen von Drohnen" zu reduzieren. (Ich kannte einen Alt-Imker, welcher keine Gelegenheit ausließ, am Stand Drohnen mit der Hand abzufangen und zu zerdrücken mit dem Gedanken: ‚Wieder ein Esser weniger’.)
    So erhalte ich mit dem Einsatz von Mittelwänden "saubere" Waben, mit immer den gleichen Zellen ausgebaut und dieses Sauberkeitsgefühl ist offenbar sehr stark.

    Die heutige Generation hinterfragt das „Kulurdenken“ und immer mehr wenden sich dem Imkern im Naturwabenbau zu.

    Zum Naturwabenbau braucht es wenig Mut und viel Einfachheit.

    Herzliche Grüße, Martin.

    Hallo Zusammen, wir waren in Urlaub und deshalb für einige Zeit auch im Forum abwesend.


    Konstantin
    Das sind schöne Bilder von einer schönen Futterzarge.
    Was ist das für ein Naturleim, den du nimmst? Hier haben wir in den Läden nur Ponal.
    Wie ist das in der Futterzarge mit dem Auf- und Abstieg? Ich würde ungerne ein Metallgitter einbringen. Was gibt es da als Alternativen? Wie wäre es, in den Teil, wo das Futter abgenommen wird, Korken reinzulegen?


    Helmut
    Bei uns hat sich zur Warrébeute dieses Jahr nichts getan. Kein einziger Schwarm! - bei 10 Völkern! (o.k., unsere eine TopBarHive hatte aufgebrochene Weiselzellen und es scheint dort ein Schwarm abgegangen zu sein. Ansonsten nichts dergleichen.) Wir stehen auch auf der Notrufliste des örtlichen Verbandsgemeindeblattes, sollte jemand einen Schwarm im Garten vorfinden und keinen Imker kennen. - Kein Anruf. :(


    Zum "Bodenfütterer": Wenn dieser Fütterer sich bei einigen in der Praxis bewährt, dann kann ich auch davon eine Zeichnung zur Veröffentlichung anfertigen. :wink:


    Da Helmut in seiner liebenswürdigen Art freimütig von den Bienen im Schleuderraum berichtet, wage ich auch hierzu unsere drei Erfahrungen:
    - Bei ausgeschleuderten Waben im Keller und mit offengelassener Tür (die Kinder - wer denn sonst?!). Ganz so dramatisch mit toten Bienen war es nicht, aber es hat gereicht! Nie mehr wieder. Ausgeschleuderte Waben kommen schnellstmöglich wieder zum Auslecken auf die Völker.
    - Der Wind hatte den Deckel vom Sonnenwachsschmelzer verrückt. ...und die Bienen waren es ebenfalls. Mit dem Wassersprüher konnte die Situation beruhigt werden. Noch Tage danach sind die Bienen beim Sonnenwachsschmelzer und Umgebung herumgeschwirrt. Der Deckel hat jetzt einen Sicherheitsrahmen.
    - Im ersten Imkerjahr nach dem Schleudern dachte ich, den Bienen und uns etwas Gutes zu tun, wenn die Bienen sich den Honigrest aus der Schleuder nehmen können. Den Bienen den Honig und uns eine saubere Schleuder. Die Schleuder kam also in den Garten und dann gings los! Ein Nachbar rief an, weil er plötzlich ca.10 Bienen im Wohnzimmer hatte. Die Bienen beflogen das offene Futter so heftig, dass sie noch nicht mal den Umweg ums Haus nehmen wollten...


    Herzliche Grüße, Martin. :)

    Hallo Helmut,
    wenn es abgeschwärmt ist, dann soll es wohl so sein, damit du durch die Brutpause schon eine "Varroabehandlung" hast. Halte uns auf dem Laufenden; dass ist richtig spannend bei dir!
    Bei uns hingegen hat sich noch keinen Schwarm ergeben.
    Grüße, Martin.

    Hallo sherry,
    wenn du die verdeckelte Drohnenwabe für ein paar Stunden in den Gefrierschrank legst, dann kannst du die Zellen später auseinander brechen und nachsehen, ob auf den schneeweißen Drohenkörpern schwarze Punkte sind. Dann wüsstest du, wie eine (gefrorene) Milbe aussieht und hättest wenigstens schon mal die Gewissheit ob oder ob nicht.
    Grüße, Martin.

    Na wunderbar! Herzlichen Glückwunsch, Helmut.


    Bei mir hat sich noch nichts getan. Hier im Westerwald ist die Natur in der Entwicklung 2-3 Wochen später als bei dir im Rheinland. Honig ist gut eingetragen, aber noch kaum gedeckelt.


    Vorige Woche habe ich ein Volk nachgesehen, welches wohl für eine "künstliche" Warré Besiedelung geeignet wäre. Gemeint ist, nach dem Winter die Warrézargen unter Zander (DN ect.) unterzusetzen.
    Bei uns war das so: Ein Volk hat auf einer Zanderzarge überwintert und war sehr stark. Ihm wurde im März ein Zadant (=Zanderzarge mit der Höhe von Dadant) untergesetzt. Der Zadant bestand aus 2 ausgebauten normalen Zanderrähmchen und der Rest aus leeren Zadanträhmchen mit Anfangsstreifen. Die Zanderrähmchen waren an der Seite.
    Das Volk hat inzwischen unten tüchtig gebaut und die Königin legt dort Eier.


    Es geht also, dass zum Besiedeln eine Warré auch unter eine Fremdzarge untergesetzt werden könnte. Vorraussetzung ist, dass das Volk stark ist und, wie dieses Jahr, eine gute Tracht vorhanden ist, die das Volk nach unten drückt.


    Herzliche Grüße, Martin.

    Hallo Zusammen.


    Das mit dem "Lift" ist wohl dazu gedacht, die einzelnen Zargen im Laufe des Jahres von unten öfters inspizieren zu können, wenn keine Glasscheiben eingebaut sind. Warum nicht, wenn sich ein Imker mit dieser Art von Betriebsweise noch unsicher ist und die Entwicklung gerne genau Beobachten möchte.


    Zum "Zargen untersetzen":
    Für uns ist es die stärkste Motivation mit der Warré zu imkern: Die Zargen im Frühjahr unterzusetzen. Keine Wärme geht ab und die Bienen bauen dort weiter, wie Bernhard schreibt, wo sie aufgehört haben.


    Grüße, Martin.