Beiträge von Martina Kapp + Martin Ka.

    Hallo hornet,


    Erste Frage: Ja, geht gut. Irgendwie oben festmachen und baumeln lassen. Mittig und lotrecht sollte es sein. Fest machen es die Bienen selbst.


    Zweite Frage: ...Wird das einfach zugebaut?... Ja, ganz einfach. Zumindest aus der Sicht der Bienen. :wink:
    Es passiert genau folgendes: Die Bienen bauen entweder a) gerade, oder b) quer oder c) schräg. Es ist unvorhersehbar. Doch: Keine Sorge, es wird kaum zu einem "Problembau" für dich werden. Gegebenfalls gehst du später mit dem Stockmeisel zwischen Wachsbrücken, bevor du die Wabe bewegst.


    Dritte Frage: Mittig geht meiner Erfahrung nach am Besten.


    Letzte Frage: So Spielereien lassen wir und setzen uns in dieser Zeit vor das Flugloch, um die Bienen zu beobachten. :)


    Alles klar?
    Viel Freude mit dem neuen Volk!


    Grüße, Martin

    Einspruch abgelehnt.


    Begründung:
    Im vorliegenden Verfahren geht es um die Frühjahreserweiterung mit einer 2. Brutraumzarge. Die Frage war, ob hier Mittelwände und Leerrähmchen im Wechsel eingehängt werden können. Übereinstimendes Ergebnis aller geladenen Sachverständigen ist, das es ein ungünstiges Verfahren darstellt. Bekannterweise werden Mittelwände, ausgebaute Waben oder Leerrähmchen im Verband gegeben. Es ist in unserem Falle auch zu prüfen, ob Frau/Herr Texx ernsthaft daran interessiert ist, das Volk auf Naturwabenbau umzustellen.


    Dies als Vorwort. Der Einspruch wird nun abgelehnt, weil sich in der weiteren Diskussion die Frage stellt, ob und wie überhaupt ein in üblicher Weise geführtes Volk (also mit Mittelwänden, Baurahmen und Drohenschneiden) zur Naturwabenbauweise hingeführt werden kann.
    Die Ausführung des Einsprucherhebenden ist in ihren Details richtig und stimmt mit den Erfahrungen anderer Sachverständigen überein. Der Wabenbau eines Schwarmes ist stark, schön und harmonisch. Er ist in jedem Fall zu bevorzugen.
    Es wird hier jedoch der Eindruck erweckt, dass für den Naturwabenbau lediglich ein Schwarm in Frage kommt. Dies ist nicht der Fall. Auch Ableger können beispielsweise alleine mit Leerrähmchen erweitert werden und wachsen bei gleichmäßiger Fütterung zu einem Vollvolk auf. Völker im Naturwabenbau halten auch Imker, welche nur wenige Schwärme einfangen können oder Berufsimker sind.


    gez. Martin :wink:

    Zitat

    Man muss doch nicht auf einen Schwarm warten um Naturbau betreiben zu können?!!!
    Quatsch, ich würde einfach 2-3 Leerwaben in die Mitte der Zarge über Brutnest hängen als Lockwaben
    Dann daneben einfach Leerrähmchen hängen (mit Anfangsstreifen)


    So ist es.
    Und natürlich auch anstelle der Leerwaben, die wohl gar nicht zur Verfügung stehen, die Rähmchen mit den Mittelwänden nehmen.

    Hallo "Interessierter",
    wir haben eine Warré mit diesen Nut-und-Federn Brettern gebaut.
    Lärche läßt sich wie anderes Nadelgehölz verarbeiten und verzieht sich genauso viel oder wenig, je nach dem, wie trocken es ist bei der Verarbeitung und wie es hingestellt wird.


    (Zum Foto: Das Dach besteht auch aus Leimholzbretter. Oben ist Lärche und die Dachspitze ist ein Rest von einer Terrassendiele.)


    Was die Bienen zum Lärchenholz meinen, kann ich allerdings noch nicht sagen...
    Da fehlt noch die Erfahrung.


    Herzliche Grüße, Martin.

    Hallo Markus,
    bist du noch da? Oder von der Diskussion erschlagen? :D


    Du hast diese Diskussion wieder auferweckt, weil du „das mit dem großen Brutraum“ beim Naturwabenbau erklärt haben möchtest.
    Da ich unterwegs war, konnte ich nicht sofort antworten und inzwischen sind viele gute Beiträge zusammengekommen. Wenn jetzt noch Unklarheiten da sind, die geklärt werden könnten, frage bitte noch einmal mit einer konkreten Frage.



    @ alle Beteiligten und Hartmut als Administrator insbesondere: Innerhalb von nur zwei Tagen geht hier eine Diskussion über sieben Seiten. Und warum? Weil Bienudo auch mitschreibt!
    Vielleicht braucht er das, dass ihm das ein oder andere Mal ein paar Federn gerupft werden. Doch unter dem Strich: Bitte lasst ihn leben. Aus meiner Sicht besitzt er ein Potenzial, auch bei anderen Forumsteilnehmern Beiträge hervor zu locken, die sie sonst vielleicht nicht vermitteln würden. Ich meine hier die wirklich aufschlussreichen Beiträge, die innerhalb zwei Tagen zustande gekommen sind.


    Gruß, Martin

    Zitat

    ...Drohnenbau immer im ca. 45 grad-Winkel zu den Rähmchenunterträgern angebaut...Also einfach Rähmchen ziehen und Drohnenbau abschneiden geht nicht.


    Einspruch, Euer Ehren.
    Der vorliegende Fall kann nicht mit einem hohen Boden ohne Bausperre verglichen werden. Neben den Zanderrähmchen hängen zur Erweiterung Dadanträhmchen, die die Baurichtung auch der Nachbarrähmchen vorgeben.

    Doch wie gesagt, ich wollte es nur als weitere Möglichkeit einbringen.

    Grüße, Martin.

    Hallo Summ!,


    stimmen die Abmessungen in der nachfolgenden Skizze?


    [Blockierte Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/e36b-2.jpg]


    Wenn dem so ist, würde ich nicht alle Völker, die du umsetzt, in einen Topf werfen. Bienenvölker sind im Frühjahr hinsichtlich ihrer Volksstärke in der Regel sehr unterschiedlich.


    Mit Dadant über Absperrgitter und so weiter, würde ich nur mit den stärksten Völkern machen.


    Bei den anderen Völkern würde ich mit den Zanderrähmchen verfahren, als seien sie auch Dadanträhmchen.
    Den 22,5mm Zwischenraum bauen sie nicht zu, da sie zu sehr beschäftigt sind, die hinzu gehängten Mittelwände auszubauen.
    Die 70mm unterhalb werden sie natürlich dazu benutzen, um Drohnenzellen zu bauen. Die kannst du dann bei einer Durchsicht ausbrechen.
    Natürlich solltest du auch Baurähmchen hinzufügen!


    Wie gesagt, so würde ich es machen. Es führen mehrere Wege zum Ziel.


    Herzliche Grüße,
    Martin





    müssen das Schrauben sein?


    Hi Tom,
    mit einem Bindedraht hatten wir es auch mit den ersten Rähmchen gemacht. Diese Fädelerei hält zu viel auf. Schnell beginnt beim Einfädeln von DNM der Honig zu fließen, die Finger kleben, die Bienen werden nervös..., alles bleibt wackelig, usw.
    Mit den Schrauben geht es sehr schnell, weil, wie gesagt, man den Dadantoberträger durch vorbohren und senken schon vorbereitet hat. Von unbeschreiblichen Vorteil sind hier natürlich Edelstahlschrauben mit Innenvielzahn (nicht die mit Kreuzschlitz, die gehören sowieso abgeschafft).

    Mit dem Wiederbebrüten von alten Waben, da hat Josef recht. Das gilt es zu bedenken und es gegebenfalls so einzurichten, dass die DNM-Waben nach außen wandern und nach dem Winter rausgenommen werden.

    Grüße, Martin.

    Hallo Summ und Bienenfreunde,


    Zitat

    Wie schnell kann man diese Rahmen mit Schrauben rauskriegen? Meint Ihr, das dauert deutlich länger als ein Jahr?

    Die Methode mit dem DNM ins Datadanträhmchen schrauben ist sicher nichts für Eilige. Bis diese Rähmchen alle ausgetauscht waren, dauerte bei uns mehr wie eine Saison.
    Warum auch nicht? Wir hatten nichts übers Knie zu brechen.
    Wir würden es wieder so machen.


    Grüße, Martin.

    Hallo,
    es ist schon einmal danach gefragt worden, wie Zander in Dadant kommen könnte: http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=16581

    Wir haben DNN in Dadant auf folgende Weise umgesetzt:
    DNN passt komplett in ein (ungedrahtetes) Dadanträhmchen. Von oben werden die Oberträger mit zwei Schrauben zusammengeschraubt. (Dadant vorbohren). Evtl. muss der DNN-Oberträger oberhalb mit dem Stockmeisel von Wachsüberständen vorher befreit werden, damit alles gerade ist.
    Das Einsetzen und Zusammenschrauben geht sehr schnell und die Bienen können auf der Wabe bleiben. Gut ist es, zu zweit zu arbeiten.
    Die entstehenden Zwischenräume zwischen den beiden verschiedenen Rähmchen werden natürlich von den Bienen in den kommenden Wochen zugebaut. Extremen Wildbau im Sinne von Querbau hatten wir keinen, dennoch ist es sicher ratsam, so schnell wie möglich darauf hinzuarbeiten, diese Rähmchen durch neu Ausgebaute zu ersetzen.

    Herzliche Grüße, Martin

    Hallo Helge,

    mit 8 Völker bist du doch jetzt schon fast ein alter Hase. :wink:

    Ich kenne das Buch „Ökologisch imkern“ (noch) nicht. Wo soll der Unterschied sein, zwischen Baurahmen für Drohnenbau und gedrahtete Rähmchen mit Anfangsstreifen?

    Wir haben alle Völker auf Naturwabenbau (unten und oben :)). Manchmal fragt noch mal ein alter Imkerhase ungläubig: „Ja, mit was erweitert ihr denn?“ Dann ist die Antwort: „Mit Baurähmchen.“

    Wenn du es nicht ganz so eilig hast, mit der Umstellerei auf Naturwaben, dann kannst du es so machen, wie wir es gemacht haben: Immer schön mit Baurähmchen erweitern. Wenn es dir zu brenzlig wird oder du unsicher bist, dann häng noch einmal eine Mittelwand hinzu. Warum nicht?! Später sind sie dann auf reinem Naturwabenbau.



    Für die Umstellung benötigst du Zeit und Geduld.
    Wenn inzwischen Landauf und Landab bekannt ist, dass Helge schon 8 Völker eingewintert hat und alle auf den ersten Honig warten, dann könnte es dich in den nächsten zwei Jahren in Bedrängnis bringen. Die Bienen benötigen die Zeit, wie schon vorhin erwähnt wurde, für die Umstellung. Die müssen das echt erst wieder lernen.
    Und Geduld brauchst du, wenn du dir die Frage stellst, wer denn bei all den Drohnen nun bauen und sammeln soll! Später, auch dass wurde schon erwähnt, „normalisiert“ sich der Drohnenzustand ganz von selbst.

    Wir haben die Zeit der Umstellung nicht als schwierig empfunden. Vielleicht, weil wir uns nicht umzustellen brauchten: das haben die Bienen selbst gemacht.

    Eine andere Sache hingegen ist viel heikler: Wer mit Naturwabenbau beginnt, nimmt meistens auch einen großen Brutraum. Wenn du bislang alle Zargen gleich groß hast (vorausgesetzt, du hast Zargen) dann … na ja, dann benötigt die Umstellung auf Naturwabenbau mit großem Brutraum außer Zeit und Geduld auch etwas Fingerspitzengefühl.

    So, alles geschwätzt für heut? (…fragt noch immer unser alter Bienenpate am Ende. Für ihn gibt es keinen Naturwabenbau. Das sei alles Wildbau.)

    Herzliche Grüße, Martin.

    Zitat

    ...ist ja alles schön, gut, richtig und wichtig.

    Deshalb stören deine berechtigten Ergüsse in diesem Fred keinesweg. Sie bereichern ihn und helfen, über den Horizont von 2 Weidenbäumen und 3 Haselnuss hinaus zu schauen. Praktisches Arbeiten, ja, bei gleichzeigem Schauen, was zu schauen gilt.
    Freundschaft !
    Gruß
    Martin