Beiträge von Manfred Gerber

    Hallo Jonas,


    in vielen Punkten stimme ich Dir zu.
    Die Verkleinerung des Schüttraumes ist nötig, um nicht 4 Kilo Puderzucker einfüllen zu müssen. Ein kleinerer Schüttraum (Flaschengröße) läßt sich auch besser reinigen.
    Bei unserem Gerät wird der Puderzucker aus dem Schüttraum gezogen und mit Luft gemischt, daher klumpt er nicht durch den Luftdruck zusammen.
    Das Sieben, finde ich nicht so dramatisch.
    Die Frage ist, warum wirkt der Puderzucker? Eine Antwort darauf könnte die hygroskopische Eigenschaft des Zuckers geben. Man sollte beide Mittel bez. der tödlichen Wirkung auf Varroa vergleichen.
    Jedoch bin ich mir nicht sicher bezüglich der Zulassung. Bei Puderzucker habe ich da weniger Sorgen, als wenn Mineralien oder Mehle mit im Spiel sind.
    Insbesondere die Wirkung von Mineralien die Atmung von Insekten beeinflussen bspw, CaO, CaCO3, K..., Mg... dto..
    Ob die Störung durch Einblasen von Luft/PZ- Gemisch zu stark ist, will ich nicht bewerten. Im Vergleich dazu ist eine Behandlung mit AS ebenfalls dauerhaft sehr störend. Ich hatte den Eindruck, die Bienen hatten wie auf eine Reizfütterung reagiert. Ärgerlich waren sie nicht, aber überrascht!

    Hallo Jonas,
    das Einsieben von oben habe ich mehrfach ausprobiert. Meines Erachtens kommt da zu wenig in den Wabengassen an, weswegen ich meist die gut besetzten Waben herausgezogen habe, um die Bienen direkt zu bestäuben.
    Bei beiden Methoden fand ich die Aufwandsmenge zu hoch.
    Die Behandlung erfolgt bestenfalls von beiden Seiten, erst von oben in die Wabengassen rein, dann Magazin ankippen und von unten das selbe Spiel. Meine herrenlosen Exilbienen fanden das Spielchen lecker.
    Probleme machen Puderzuckerklumpen, man muss den Zucker daher vorher frisch sieben. Eine Verkleinerung des Schüttraumes werde ich ebenfalls basteln, um die Förderleistung zu erhöhen.
    Die Wirkung an Bienenvölkern probieren andere aus, da ich aus Protest gegen hemmungslosen Pestizideinsatz und Inkompetenz von Lanwirtschafts- und Veterinärbehörden keine Bienen mehr halte.
    Ab und zu fliegen mir illegal Bienen zu. Ich verweigere aber in diesen Fällen diese zu besitzen und damit zu imkern.
    'Kann den Honig eh' nicht vermarkten, zumindest den von meinen ehemaligen Stellplätzen.
    Wer in Deutschland Bienen bestizt, hat sich dem Urteil von größtenteils inkompetenten Verterinären zu beugen und macht sich, sofern man dieses nicht teilt, strafbar.
    Auf diese zentralistische Kontrollwut kann ich verzichten. Auch darauf, dass gesunde Völker durch Veterinärbschluss aufgrund von wenigen Faulbrutsporen hingerichtet werden, anstatt die Imker mit Fachkenntnis und Fürsorge zu unterstützen, bzw. auf erfahrene BSV-Leute zu hören.
    Würde ich weiter imkern, würde mir zu oft das Herz brechen.

    Hallo Imker,
    'habe im Rahmen unseres Open Source Projektes "Pestizidfrei" einen Düngemehldosierer zu einem Staubzuckerblasgerät umgebaut. Durch die Luftunterstützung kann der Imker den Staubzucker direkt in die Wabengassen blasen.
    Sofern man gerne Pestizidfrei gärtnert, kann der Zerstäuber auch mit einem Hochdruckreiniger zur Gesteinsmehldüngung verwendet werden. Gebrannte Kalk- und Magnesium-haltige Gesteinsmehle wirken desinfizierend gegen Pilze, Bakterien und Schadinsektengelege.
    Näheres unter:
    http://www.umweltbund.de/imkerei#Puder

    .......
    Du hast Recht Bernhard, wirklich erfolgreich waren meine/unsere Ansätze bisher nicht.
    Wobei ich nicht überblicken kann, wie weit sich unsere Informationen, die wir im Internet streuen, verbreiten.
    Der Aufruf von Avaaz hat zumindest ein enormes Echo in der Bevölkerung erzeugt. Ich glaube, wenn die Menschen Wahr nehmen, dass nicht nur die Honigbienen, sondern der gesamte Naturkreislauf davon betroffen ist, das schon sehr viele Gemüter erregen kann.


    Wenn die Verbraucher dann noch verstehen, dass diese Mittel nicht nur unsere Bienen, Schmetterlinge und Regenwürmer nachhaltig vergiften sondern auch beim Menschen, und erst recht im Cocktail mit den anderen 6 aus 49 Pestiziden in unserem täglich Brot, die Tumore sprießen lassen, dann wäre zumindest ein Anlass zum Umdenken gegeben.
    Es gibt genügend erfolgreiche Ansätze, pestizidfrei Lebensmittel zu produzieren. Früher oder später werden wir eh bei diesen Prinzip landen, weil man die Schäden durch Pestizide nicht ewig verstecken und vor allem nicht bezahlen kann (siehe Dioxin).
    In diesem Bereich kann man noch viele Initiativen starten, da fühl ich mich als Gärtner auch wohl.


    Meine Aktion gegen Lobbyismus:
    Ich versorge uns mehr und mehr selbst und bin einem Sortenerhaltungsverein beigetreten.
    Dadurch habe ich die Möglichkeit, mich und andere Menschen mit einer größeren Vielfalt an Nahrungsmitteln sowie einer hoffentlich besseren Qualität zu überzeugen.
    Die Vielfalt der ursprünglichen Gemüse und Obstsorten ist ebenfalls durch industriebedingte Lobbyeinflüsse in Gefahr.
    Der private Verkauf von selbst gezogenen Gemüsesamen und Obstsorten ist nach EU-Recht nicht mehr zulässig. Nur noch Tausch.
    Dahinter steckt natürlich der Wunsch einiger weniger Konzerne ne flotte Mark mit Saatgut, und am besten im Kombi mit PflaSchuMi zu machen.
    Wenn sich sehr viele Menschen weltweit und dank Internet vernetzt, den Luxus gönnen ihr eigenes leckeres Gemüse alla Carte(nur ein paar tausend Sorten) zu züchten und dieses gleichsam ehrenamtlich an andere zu verteilen bzw. zu gemeinnützigen Zwecken zu veräußern,
    kommt sicher was Gutes wenn nicht sogar was Leckeres dabei heraus.

    Ihr diskutiert über Neonicotinoide? wie interessant!


    Wie viel empörte Imker waren denn letztes Jahr bei der Bayer Hauptversammlung?


    Das Thema ist doch schon fast 10 Jahre erörtert, auch hier im Forum.
    Und dennoch hat es kaum einer kapiert. Auch jetzt steigt Ihr nicht durch!


    Es geht nicht um das Verbot von Neonicotinoiden, sondern um das Verbot aller systemisch wirkenden Pestizide.
    Die Extremwirkungen vieler Pestizide resultieren von Synergieeffekten.


    Sowohl den, zwischen Nosema und Imidachloprid, als auch die Synergieeffekte (Mehrzahl) zwischen Neonicotinoiden und Fungiziden, die Isawa 2004 veröffentlicht hat.
    Auch Pyrethroide wirkten um ein vielfaches stärker in Verbindung mit Ergosterolsynthese-Hemmern.
    Komisch diese Ähnlichkeit.


    Über andere Kreuzwirkungen von Pestiziden können wir nur vermuten, dass sie im selben Umfang schaden. Und das wäre nicht unwissenschaftlich! Untersuchungen gibt es kaum und sind auch nicht Pflicht.


    Die Imker haben es verschlafen. Sie hätten auf die frühen Mahner hören sollen, die das alles seit Jahren veröffentlichen .


    Jetzt findet man so viele Pestizide im Bienenbrot, dass eine eindeutige Zuweisung von Bienenschäden aufgrund eines einzelnen Wirkstoffes kaum noch möglich ist.


    Drohn . Das ist das Problem.
    Verbiete Neonicotinoide, was kommt dann?
    Wieder zurück zu den Pyrethroiden?
    Und was ist mit den Nervengiften die jetzt schon auf dem Acker sind? Clothianidin hat in schweren Böden eine Halbwertszeit von bis zu 19 Jahren. Jedes mal wenn der jährliche Giftcocktail auf dem Acker wieder die richtige Mixtur hat, fliegen deine Bienen erneut über den Jordan.
    Derweil nehmen wir dann das nächste Insektizid dazu und vertrauen wieder darauf, dass die Firma Bayer Ag Ihre Arbeit gewissenhaft durchführt.


    Spätestens seit 2003 hätten der DIB und der DBIB sich eindeutig gegen Neonicotinoide ausprechen sollen.


    Stattdessen haben sich die Verbände trotzt eindeutiger Warnungen 2004 mit der Chemieindustrie und dem Bauernverband zusammengeschlossen und bis 2010 ein Bienenmonitoring betrieben, das der ganzen Welt vorgaukeln soll, es gäbe keine Pestizidprobleme in Deutschland.


    Das ist schizophren, und daher wird es der Chemieindustrie und den Landwirtschaftsverbänden weiterhin leicht fallen, die Imker nach Ihrem Gusto für Ihre Zwecke zu gebrauchen, wie es bisher der Fall war.


    Wieviele von Euch haben dieses Affentheater denn die letzten Jahre mit Ihren Beiträgen unterstützt?


    Manfred Gerber, Umweltbund e.V.

    Hallo,
    'war gestern bei der Bayer Hauptversammlung. Es war super, dass einige Imker aus Kölln die Zeit gefunden haben, um Christoph Koch bei seinem Protest gegen die Bayer AG zu unterstützen.
    Wenn man diese Machtverhältnisse und die geschickte Imagepflege des Großkonzerns live erlebt, kann man Bayer verstehen, dass es attraktiver ist, auf Pflanzenschutz zu setzen, als auf wenige Imker zu reagieren, insbesondere die Imker im Allgemeinen sich gar nicht so sicher sind, gegen was sie eigentlich sind.


    Weil Demonstrieren und Protestieren hier nicht so ein Thema ist, verweise ich im Bezug auf die dort gehaltenen Reden auf die Homepage der Coordination gegen Bayergefahren www.CBGnetwork.org

    Liebe Imker


    Am 30.April ist die Aktionärsversammlung der Bayer AG. Wie in den letzten Jahren, wird auch dieses Jahr ein Imker eine Rede halten, in der es sicherlich weniger um Varroabefall als viel mehr um Pestizide, subletale Wirkungen und Pestizide abhängiges Bienenvolksterben geht. Letztes Jahr hat Christoph Koch eine gute Rede gehalten, bei der das Bienensterben von 2008 beklagt wurde. Vor dem Versammlungsgebäude haben Imker parallel demonstriert.
    Die Presse ist bei diesen Versammlungen in der Regel sehr aufmerksam und beschäftigt sich auch mit der dort geäußerten Kritik.


    Wer kommt auch am 30.April nach Kölln, um gegen die Bayer AG zu demonstrieren?


    ..,wollte den Beitrag vor zwei Tagen in der Kategorie Politik und Demonstrationen veröffentlichen, doch da steht noch nichts.
    Weiß einer, ob man eine special permission benötigt, um in diesem Forenbereich zu schreiben?

    Liebe Grüße Manfred Gerber

    Henry ,
    was das JKI will ist wurscht. Wenn ich im September vor leeren Stöcken stehe und Anzeige wegen der Vergiftung meiner Flugbienen erstatte, brauch ich einen Beweiß, der nicht kompostiert ist.
    Für den Fall der "Leeren Beute" kenne ich kein Verfahren das vom JKI unterstützt wird und nach möglichen Vergiftungen sucht. Auf eine Antwort des JKI diesbezüglich warte ich bereits seit über einem halben Jahr.


    Es handelt sich dort und beim BMVEL ja um durchaus gescheite Leute, denen zu zutrauen ist, dass drei Jahre nach CCD, die Symptomatik dieses auch in Deutschland oft vorkommenden Bienenvolkstodes bekannt ist.
    Wenn das Ministerium hier offenbar aber keine Möglichkeit vorsieht, einen Nachweiß für CCD zu erlangen, dann sind Alternativen durchaus beweiskräftig.

    Aber dort hat man kein Interesse an Aufklärung, das wäre der Gau.


    Das ist bei uns so ähnlich wie in China, es wird nur schöner verpackt.

    Peter


    meine Bienen habe ich die letzten Jahre meist verstellt, wenn eine gefährdende Tracht in Aussicht war. Zwei meiner Standplätze betreibe ich nicht mehr, weil die Verluste seelisch und wirtschaftlich nicht mehr zu verkraften waren dort stehen nur 1 - 2 Völker.
    Ein weiterer Standplatz in Wald und Wiese wird jetzt ebenfalls dicht gemacht, weil die Bienen dort verhungern würden, wenn ich sie nicht ganzjährig füttere.
    Bleiben noch meine Völker um meinen kleinen Garten.


    Hier werde ich in diesem Jahr bei allen Einträgen aus landwirtschaftlichen Kulturen Stichproben mittels Pollenfallen ziehen und diese mit den Bienen- und Pflanzenproben vorsorglich einfrieren.
    Meiner Erfahrung nach brechen die Völker nur selten gleich zusammen.
    Bis man es dann feststellt, fehlen meist nicht nur Pflanzenproben, sondern oft auch die Bienen.
    Wiederum in meinem Fall habe ich den mit Clothianidin und anderen Pestiziden verseuchten Raps, danach den Spargelpollen mit "ich laß mich überraschen", vielleicht Dimethoat und als Nachtisch gebeizten Mais.
    Das bedeutet 3 Aktionen zu drei Zeitpunkten.


    Genauere Empfehlungen, wie im ich Falle einer Vergiftung, was ja bei dem Speiseplan sehr wahrscheinlich ist, vorgehen würde, werde ich in diesem Forum nicht veröffentlichen, aber vielleicht an anderer Stelle.


    Ein Nachweiß von Neonikotinoiden kostet nicht die Welt. Bienenverluste nicht aufgeklärt zu bekommen ist meist teurer. Das JKI kann man ja ebenfalls mit einer Untersuchung beauftragen.
    Erst wenn man mit diesen Informationen nicht mehr weiter kommt, würde ich in die Bienenkasse greifen und im eigenen Auftrag nach Ursachen suchen lassen.


    Manfred

    und täglich(ewig) grüßt das Murmeltier.


    Großflächenversuch 2010 ???
    Und was erleben wir seit über 7 Jahren?


    Ich kenne kaum noch Bereiche in denen Neonikotinoide nicht eingesetzt werden.


    Ob landwirtschaftliche Kulturen, Viehwirtschaft und Weidehaltung, oder im Vor- und Kleingarten, unsere Bienen sind umseucht und das nicht nur mit Neonikotinoiden, sondern mit kaum erfassbaren Coktails von systemischen Giften aller Art.


    Bernhards inhaltsreiche Äußerungen zu diesem Thema als Verschwörungstheorie zu bezeichnen ist schmuddeligste Propaganda.


    Dass die Neonikotinoide und systemischen Pestizide in den üblichen Dosen unsere Bienen regelmäßig erheblich beeinträchtigen, ist schon seit langem bewiesen.
    Eric hatte sich schon vor Jahren die Mühe gemacht und diesbezügliche Untersuchungen aus dem französischen übersetzt und die Inhalte in diesem Forum mehr als deutlich veröffentlicht.


    Es ist ein Vermächtnis der Imkerverbände, auch des DBID, die seit 2003 mit der Chemieindustrie Händchen halten und sich vom Landwirtschaftsverband wie Marionetten führen lassen, während dem den Mitglieder die Bienenvölker dahin siechen.


    Das Henry in diesem Tread immer noch von Stäuben als Verursacher des Bienensterbens 2008 schreibt, beweißt welche Transparenz bei diesem Thema innerhalb der Imkerschaft herrscht. Das Bienensterben wurde nicht durch Stäube verursacht. Denkt doch mal nach!!!


    Das Bienensterben wurde und wird ständig durch systemische Gifte verursacht, die die Bienen in tierquälerischer Manier derart beeinträchtigen, wie wir beeinträchtigt wären, würden wir täglich ein Flasche Wodka zum Frühstück kriegen.
    Die Wirkungen von Fipronil, Imidachloprid und Clothianidin auf Bienen und Nutzinsekten sind umfangreich erforscht und beweisen, dass lebenswichtige Funktionen insbesondere bei Staaten bildenden Insekten gestört werden, welche zum Bienenvolktot führen können, was ja seit 2003 auch seltsamer Weise statistisch signifikant passiert.


    Wir Imker müssen der Gefahr ins Auge schauen und die ganze Tragweite der Misere erkennen. Bernhard hat in seinem Vortrag sehr gut ausgeführt, wie stark das Pestizidrauschen bereits ist und wie unerforscht seine Wirkung auf die Bienen.


    Auch Dr. Friedhelm Berger forderte bereits als Präsident der EPBA (european Beekeeper Ass.) aus diesem Grund das Aus aller systemischen Pestizide.


    Warum schenkt Ihr denen, die sich diesen wissenschaftlichen Erkenntnissen und erfüllten Prophezeiungen entgegen stellen, immer noch das Vertrauen.


    Es geht und ging nicht um 8000, sondern um 200000 - 300000 Bienenvölker, die jährlich zu Grunde gehen. 20 - 30 % Bienenverluste, das sind 12 - 22 Prozent mehr als sein dürften.


    Und an dieser Zahl wird sich die nächsten Jahre nichts ändern, auch wenn alle systemischen Pestizide heute vom Markt genommen würden, im Gegenteil.


    Die Böden sind verseucht. Es gibt mittlerweile etliche Gebiete in denen die Imkerei seit 5 und mehr Jahren nicht mehr betrieben werden kann, weil keine Bienen mehr ein ganzes Jahr überleben.
    Die eigentlich für Kulturpflanzen vorgesehenen Pestizide, finden sich jetzt in allen Pflanzen im Nektar und im Pollen wieder und quälen und töten unsere Tiere.
    Es ist zu befürchten, dass diese Flächen in den nächsten Jahren massiv zunehmen, je nach Bewirtschaftung und Beschaffenheit der Böden.


    Als man hier im Forum Eric Fridolin und Friedhelm zerrissen hat war es Fünf nach Zwölf. Auf wie viel die Uhr jetzt steht wage ich nicht zu behaupten.
    Die Funktion tendiert aber scheinbar gegen Null, das bedeutet die Bienen und Nutzinsekten werden großflächig aussterben und durch technische Produkte ersetzt, die den Anforderungen unserer Nahrungsmittel erzeugenden Industrie gerecht werden.



    Wege: Wir Imker müssen denen, die am Schaden unserer Bienen beteiligt sind endlich das Vertrauen entziehen.
    Herr Maske hat es leider bisher versäumt diesen Weg zu Ende zu gehen, obwohl seine Äußerungen hierzu unmissverständlich waren. (Wohl auch so ein Verschwörungstäter, was ? )
    Unsere Bieneninstitute und unsere Gelder werden seit Jahren dazu missbraucht, um den Bedürfnissen der Industrie gemäß ins Leere zu forschen. Hier wird nicht nur im Sinne der angewandten Imkerei kontraproduktiv gewirkt, sondern auch der Nachwuchs geistig vergiftet.


    Es ist nach einem Abwägen der möglichen Ursachen im Falle eines Bienenvolktodes mittlerweile wahrscheinlicher, dass ein Volk an den subletalen Wirkungen von Pestiziden eingeht, als durch allein krankheitsursächliche Faktoren.
    (12% – 22% / 8% - 10%)



    Logischerweise sollte man daher jedes tote Bienenvolk auf Rückstände von Pestiziden untersuchen lassen und vorsorglich Anzeige gegen Unbekannt erstatten.
    Es würde mich nicht wundern, wenn man fast immer fündig würde.


    An dieser Stelle klafft ein riesiges Loch. Denn nun müssen die Verursacher dingfest gemacht werden. Die Bienenseuchensachverständige sind hierzu so gut wie nicht in der Lage.


    Der Vorschlag von von der Ohe und Celle einen Fachinspekteur der Landwirtschaftskammer hinzuzuziehen, beweißt an welcher Brust er und andere Leiter von Bieneninstituten genährt werden.


    Ob man dem JKI vertrauen kann, bezweifle ich derzeit auch. Anscheinend hat sich nach der Ära Dr. Brasser nicht viel geändert. Die Liste der Vorwürfe würde diesen Rahmen sprengen.


    Ergo selbst ermitteln, selbst parallel zum JKI Proben analysieren lassen, selbst anzeigen bzw. sich von diesbezüglich erfahrenen Organisationen hierbei helfen lassen.


    Oder sich jedes Jahr aufs Neue wundern, warum die Bienen nach einer Senfmahlzeit im Spätsommer ihre Eingänge nicht mehr finden und man Tage später nur noch leere Beuten hat.



    Manfred Gerber

    Hallo genialer Bernhard,


    man wird eine Störung des intestinale Nervensystem rund um den Verdauungsapparat verursacht durch Neonikotinoide finden.
    Die häufigste Todesursache von Bienenvölkern nach subletalen Vergiftungen durch Neonicotinoide ist die Nosema.
    Es kommt zu einer ständigen Infektion und daraus resultierend zur Unterernährung.



    Dr. Meyerhof von der Humbold Universität macht dafür zwar den Flugbienenverlust verantwortlich, ( kalte Brut -> Ausbruch der Krankheit),
    Diese Krankheitsverläufe treten aber oft monate Später auf , weshalb man keine direkte Verbindung zum einstmaligen Fehlen von Flugbienen herstellen kann.


    lG Manfred

    Lieber Rudi,
    entschuldige was hast Du erwartet?


    Eine Diskussion wäre den Verantwortlichen von BVL, DIB und Bieneninstituten zu einseitig geworden. Die Verantwortlichen von BVL handeln ausschließlich im Sinne des landwirtschaftlichen Dachverbandes FNL.


    Auch das JKL tut nur das, was die Funktionäre ihnen gestatten.


    Ein Bienenvolksterben wie das CCD, welches immerhin mehr als 30% der Bienenvölker Nordamerikas dahinraffte, würde in Deutschland gar nicht untersucht, da die Kästen ja leer geflogen waren. Auch mehr als zwei Jahre später sieht man keinen Änderungsbedarf an den Testverfahren. Das ist entweder unterdurchschnittlich intelligent, oder bewusst ignoriert.


    Es ist nun an der Zeit diese Siebenschläfertaktik und andere Korruptheiten bei der europäischen Kommission anzuzeigen.


    Denn die Politik des BVL schadet nicht nur unserer Natur, sondern seit Jahren unzähligen Imkern und Naturräumen in Europa.


    Das Studien zu diesen Insektenkillern aus finanziellen Gründen von den Erzeugerfirmen selbst durchgeführt werden ist ein Hammer, dass die Veröffentlichung von Daten hierzu vom JKL verhindert wird, mit dem Hinweiß es läge kein öffentliches Interesse vor, gehört zum Berg der Ungereimtheiten, der dringend von der europäischen Kommission überprüft werden muss.


    Wir vom Umweltbund bleiben sicher dran, im Sinne unseres französischen Mitstreiters Dr. Bonmatin, (danke Fridolin)

    " Wir kämpfen bis zum Sieg, sei es in Brüssel oder Paris! "


    Imkerei Bienenwabe

    Lieber Henry,


    ich versuche das zu benennen was meinen Wahrnehmungen entspricht.


    Hallo Rudi, der freundlich Umgang ging mir gegenüber den Verantwortlichen aus Bieneninstituten, BBA, und Politik verloren, nachdem sich meine Verluste durch Clothianidin auf etwa 30000 Euro summiert haben.


    Tatsächlich ist nach mittlerweile 3 Jahren Gewissheit, über die Ursachen der seit 2003 auftretenden hohen Bienenvolkschäden, die Zeit der Diskussionen (Henry & die Varroa) und Kompromisslösungen vorbei.


    Als Imker kann ich eine Verunreinigung meines Honigs mit systemischen Pestiziden nicht mehr hinnehmen, auch das ständige Abwandern bei gefährlichen Trachten, ist keine Lösung auf Dauer.


    Die Bieneninstitute haben bei der Diagnose der Völkerverluste ebenfalls nachhaltig mein Vertrauen eingebüßt.
    So viele Backen habe ich nicht zum hinhalten.


    In Zukunft wird geklagt, das ist billiger als Völkerverluste bei den Bieneninstituten zu melden und von dort fernmündliche Diagnosen mit Virusbefall zu erhalten (wohlgemerkt bei 50 Völkern).
    Ich bin mir relativ sicher im Pollen oder im Honig von bsp.weise Raps/Mais ausreichend Neonikotinoide zu finden, um mittels der bereits jetzt vorliegenden Studien zur Bienenvolkgefährlichkeit Schadensersatzklagen gegen Landwirte durchzufechten.


    Wenn die Landwirtschaft unsere Produkte versaut und unsere Bienenvölker vergiftet müssen die Verursacher auch die Folgekosten tragen!


    Es gibt in Europa kein grundsätzliches Recht Pflanzenschutzmittel einzusetzen, sondern die Pflicht gute fachliche Praxis walten zu lassen.


    Zu der guten fachlichen Praxis gehört das Abwägen der Notwendigkeit und des wirtschaftlichen Nutzens. Hier sind Bienenvolkverluste in Zukunft mit einzurechnen.


    Ein Problem hierbei sind die Analysekosten.
    Es wäre sinnvoll, dem teuren Nachweiß von Neonikotinoiden, Biotests vorzuschalten, die ein Vorhandensein von Giften in den jeweiligen Proben im Vorfeld verifizieren.


    Das Geld für Analyse ist dann risikoärmer angelegt.


    Die Analysen sind mittlerweile auch in Deutschland möglich, jedoch bekommt man von den offiziellen Behörden keine Auskünfte über das eigentliche Ergebnis der Proben, weswegen man bei Schadensersatzklagen unabhängige Institute mit der Giftsuche beauftragen sollte/muss.


    Klagen ist allemal billiger als das, was ich bisher für meine Toleranz und Gutmütigkeit bezahlen musste.


    Meine Honigkasse wird zur Streitkasse.


    Hüa der Streithengst