Beiträge von jonas

    Ich auch. Die Völker dabei zu verlieren.



    Probiers mal aus mit 10 Völkern und berichte darüber.


    Völkerverluste ? Nein. kann ich nicht bestätigen. Seit Dezember habe ich alle meine Völker mit Puderzucker behandelt. Bis jetzt 5 mal. Völkerverluste? Wenn die gehabt hätte, also wegen der Puderzuckerbehandlung, hätte ich damit aufgehört um die Ursache zu erkunden. Hast Du welche verloren? Berichte Du doch mal darüber wie das erfolgt ist.

    [quote='sabi(e)ne','https://neu.imkerforum.de/forum/thread/?postID=189688#post189688']Ich kann dir erklären, warum das hierzulande nicht funzt:
    die wirksame Teilchengröße liegt im my-Bereich, und die hierzulande herrschende Luftfeuchtigkeit verhindert die Wirksamkeit.


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    Mein erster Eindruck. Rumms, das war's wohl.
    Klar liegt es im my-Bereich. Die Haftfüsschen der Milben können sich bei der Irritation nicht mehr festhalten und die Milbe läßt sich fallen. Es ist ganz egal mit welchem Puder diese in Berührung kommen. So habe ich den Artikel über die Arbeit von Dr. Fakhimzadeh verstanden.


    Das mit der Feuchtigkeit kann ich nachvollziehen. Der Puderzucker zieht tatsächlich etwas wasser, dann klumpt der etwas. Für Krapfen mag das nicht stören, aber wohl doch für ein Varroabehandlung am Bienenstand. Die Studie von Dr. Fakhimzadeh zeigt aber andere Werte der Wirksamkeit. Wem soll ich nun 'glauben' (nach Jogl). Ich werde sie mir jetzt im Original besorgen und schauen ob Dein Argument der Luftfeuchtigkeit eine so große Rolle spielt. Abgesehen von Deinen persönlichen, praktischen Erfahrungen die ich sehr schätze, weil sie meinen Wissenstand erweitert. Dr. Fakhimzadeh hat ja nicht in den USA seine Versuchsreihen gemacht, sondern in Finnland - wenn ich mich richtig erinnere. Dort dürfte es ja auch nicht gerade trocken sein. Viel Seeluft mit hohem 'Salzgehalt'.



    Ich hab es hinter mir, es geht nur bei Vortrocknung des Puderzuckers im Backofen, und bei super Hochlagen mit Luftfeuchtigkeit von unter 40%, besser unter 30%.


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    Auch das wäre ein guter, weiterer Ansatz. Ich würde mich freuen, wenn Du mir erklären könntest, was Du hinter Dir hast. Trocknen wie lange? Kandiert er nicht bei zu hoher Temperatur ? Im Umluftrockner? Verhält sich dann der Puderzucker anders beim Sieben? Sieben auf die Rähmchen in der Zarge? Sieben auf einzelne Rähmchen? Händischem oder Druck-Zerstäuber, mit welchem? Kontrolle mit/durch? Zeitraum? Wielviel Völker? Menge des Abfalls. Wenn es mit 'nachgetrocknetem' Puderzucker (besser) gehen würde, dann käme man vielleicht mit unter 20g pro Volk aus. Das wäre auch sehr gut technisch machbar.


    Da wir aber seltenst mehr als drei Wochen derartige Wetterlagen haben (man braucht Blockbehandlung = ein kompletter Brutzyklus muß abgedeckt sein), ist es für das regenreiche Mittel- und Nordeuropa leider nicht geeignet.
    In Arizona und Ägypten super


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    Was die Luftfeuchtigkeit betrifft, so sehe ich da keine Problem, da diese in der Beute nach meiner Erfahrungen, diese wohl mit alle Beuten in alle Ländern sicherlich ziemlich als gleich anzusetzen ist. Ich meine, sie ist im Stock immer aber wesentlich feuchter als außerhalb des Stockes und wenn natütlich Nektar eingetragen und eingedickt wird. Wenn man dies mal als Tatsache annimmt, wäre es immer zu feucht. Warum hatte denn Dr. Fakhimzadeh dann diese Ergebnisse in seiner Dissertation?


    Eine weitere Möglichkeit ist die Kombination des Puderzuckers mit wasserziehenden 'Zusätzen' wie Reiskörner, Reismehl, Weizen/Mais-Mehle oder anderen trockenen Nahrungsmittelpulvern. Ob ich mit der Verstäubung des Pulvers die Bienen quäle und umbringe ist eine andere Sache - technisch gesehen. Mich würde jedes Volk reuen, wenn es hopps gehen würde. AS, OS ..... gehen ebenfalls an/in die Biene und den Honig, sehen tun wir die Wirkungen nur, wenn wir zu viel und zum falschen Zeitpunkt das 'Heilmittel' eingesetzt haben.


    Zur Blockbehandlung
    ganz raus bekommen wir die Milbe wohl nicht mehr. Ich habe da einen anderen Ansatz. Mein Gedanke/Ansatz ist lediglich eine Minderung/Schädigung des Milbenzykluses und die Senkung der Schadensgrenze bzw. der Anzahl der lebenden Milben im Stock. Und dafür möchte ich wenig Zeit und wenig Chemie (AS, OS ....) einsetzen.



    Zu Jogl
    was meinst Du mit Deiner Bemerkung denn wirklich? Bitte Klartext. Von hinten ins Knie schießen und selbst nicht die Hosen runterlassen (eigene Meinung dazu äußern) ... bringt mir nichts!



    Was die Puderzuckersache betrifft, sehe ich darin eine große Möglichkeit. Ich stehe der AS, OS, Thymol und anderen Säurenbehandlungen sehr kritisch gegenüber. Obwohl ich seit Beginn die wohl 'freundlichste', die OS-Verdampfung bevorzugt habe. In den letzten Jahren aber das Schwammtuch von UNTEN eingesetzt habe, weil ich da den Deckel oben nicht aufmachen muß und es keinen direkten Kontakt zum Trägermaterial gibt. Geht auch schneller und dauert bei mir ca. 15-20 Sekunden. Beim Schwammtuch von oben auf die Rähmchen, sind minimalste Schwermetalleintragungen (bei AS 85%) natürlich möglich. Was die Fläschchenmethode oder Liebigdispenser betrifft, wird ja nur die 60% us es vet. AS 'empfohlen', da diese frei von Schwermetallen ist.


    Ich bin weiterhin an jeder Info mit Puderzucker aus der imkerlichen Praxis interessiert.


    Deckel mit dem Alu-Foto-Klischee ummantelt (Ränder genagelt).



    Inzwischen sind die Deckel innen auch mit Alu verblendet, wegen Schwitzwasser.


    Innen auch: verstehe ich nicht. Warum? Schwitzwasser. Fehlen da vielleicht die Abstandhalter Dammplatte > Außendeckel?


    schönes Foto und stellt genau das dar, was ich mit Worten beschreiben wollte. Um Mißverständisse vorzubeugen, haben wir bei uns folgende Reihenfolge:
    Zarge
    Abdeckplatte aus einer Holzfaser- Dammplatte 25mm (keine Folie dazwischen !)
    Außen-Holzdeckel mit Alu-Druckplatten obenauf- genagelt oder getakert. Zur besseren Luftzirkulation sollten innen an den Außenkannten kleine Hölzchen als Abstandhalter angeleimt werden - damit die feuchte Abluft, welches durch die Dämmplatte difundiert, weg kann. Unser Außendeckel hat seitlich eine Kante von 10-12 cm, damit er auch bei starkem Wind nicht abgehoben werden kann. Er würde dann verkannten und 'fällt' zurück. Steine oder andere Sachen als Beschwernisse obenauf, sind nun überflüssig. Abtropfkanten erübrigt sich bei dieser Konstruktion. Das Regenwasser fließt durch die unterschiedlichen Höhen (vorne und hinten) der Abstandhölzchen entweder nach vorne oder hinten ab. Bei uns nach hinten.

    bin gerade hier über diese Seite 'gefallen'.


    Mein Kommentar dazu:
    nicht viel reden, austesten. Du kannst auf AS, OS, Thymol und Perizin verzichten.


    Nehme pro Volk ca. 100gr Puderzucker, bei zwei Zargen ca. 150gr und siebe ihn möglichst mit einem ganz feinen Küchensieb, über die ganzen Rähmchen. Er kann ruhig dick auf den Rähmchenoberkanten liegen bleiben. Dann diesen mit dem Besen in die Wabengassen fegen. Alle 3 Wochen gemacht, wirst Du mit hoher Wahrscheinlichkeit nie über die Schadensschwelle hinauskommen. Bei Anwendung alle 7 Tage, sinkt die Anzahl der Varroapopulation sogar.



    Das Ganze klappt auch mit einem Pulverzerstäuber, welche ich mir gerade anschaffe. Dann ist die Menge etwa 30g und genauso wirkungsvoll. Dauert dafür nur 5-10 Sekunden.
    Puderzuckersieben dauert etwa pro Beute 15 Sekunden. Fertig.


    Warum Puderzucker so bezweifelt wird, ist mir ein Rätsel. Es gibt allerdings ein 'dümmliches Video' auf welchem diese Methode gänzlich falsch dargestellt wurde, (die Menschen glauben halt eher Videobildchen als an wissenschaftliche Text oder 6-Jährige Versuchsreihen aus den USA) weshalb wohl ein Vorurteil der Machbarkeit und Glaubwürdigkeit entstand. Bei dem Video wurden die einzelnen Waben rausgenommen und einzeln bepudert. Das ist gänzlich falsch. Nur den Beutendeckel abnehmen, Sieb drüberhalten leicht schütteln, dort wo die Bienen sitze etwas mehr hinstreuen, Überstände an von den Rähmchen in die Gassen fegen. Fertig. Klappt und macht glücklich weil eine erfolgreiche Varroa-Behandlung. Keine Wartezeiten. Auch während der Tracht anwendbar.


    Schau hier nach
    http://www.scientificbeekeeping.com//index.php?option=com_content&task=view&id=31&Itemid=99999999&limit=1&limitstart=1


    Wenn Du die Übersetzung dieser Seite mit einem Tool aus dem Netz machst, ist er auch in deutsch lesbar, wenn auch etwas holprig.


    Viel Erfolg

    Hallo Jonas,
    schade das du dich aus der Diskussion ausblenden möchtest. Ich denke du wirst mit deinen Beiträgen einige zum Nachdenken angeregt haben.
    Was den Daniel betrifft, wirst du ihn wohl völlig falsch verstanden haben. Er wollte meiner Meinung nach mit seinem Beitrag dir den Rücken stärken. Das war ganz sicher ironisch gemeint. Sicherlich hast du in Eile seinen Smiley übersehen.
    Gruß Peter


    hallo Peter,
    danke für Deine Bemerkung. Diese Variante, dass Daniel sich ironisch geäußert haben sollte und ich ihn völlig falsch verstanden haben sollte, gibt mir eine etwas andere Sichtweise, seinen Text zu interpretieren. Anderseits ist sein erste Satz für mich eindeutig und klar und ohne Smiley. Trotzdem eine weitere Variante einen Text zu deuten.


    Zitat:
    ... Ihr nehmt Geld dafür ?? Das ist mein Beitrag zum Umweltschutz und damit es den armen Bauern gut geht und er eine reiche Ernte einfährt.

    Hallo Jonas,


    vor dieser Kundenaufklärung würde ich dringend abraten.
    Dein Honig ist kein Medikament!


    Natürlich bewerben wir nicht unsere Bienenprodukte als Heilmittel. Da ich seit 29 Jahre in der Biobranche arbeite, sind mir die Vorschriften bekannt. Es gibt aber Zwischentöne und diese kann man anschlagen ohne Gefahr zu laufen als Heilsbringer, Scharlatan oder Lebensmittel als Heilmittel in den Verkehr zu bringen. 'Pisa-Imker' haben aber davon - das nehmen ich mal so an - aber keine Ahnung, weshalb Dein Kommentar Kollege Radix, angebracht war. Jetzt haben sie es gelesen. Das sollte helfen. ;))

    Hartmut,
    unsere Kunden sind zu ca. 13 % ab Hofverkauf-Kunden. VK ab 5 Euro bis 9 Euro. Kommen aus dem Dorf oder Nachbardörfer. Aber auch Versand bis nach Kiel. Unsere besondere Qualität (arrogant ?) hat sich rumgesprochen. Wir machen auch besondern Honig. z.b haben wir letztes Jahr den ersten Allgäuer Phacelia Honig gehabt. Dieser stammt aus einem Saatzuchtprojekt welches ich 'angezettelt' habe. Wer kann soetwas von den Pisa-Imkern vorweisen? Der Rest geht über die Bioläden und andere Bioschiene-Wiederverkäufer. Der Abgabepreis liegt knapp unter 5 Euro inkl. Umst. Die VK dort beginnen ab 6.50 Euro bis 10 Euro.
    Die Käuferschicht ist ganz klare Mittelschicht und Bio-Esser. Was auch so geplant und vom Marketingkonzept vorgesehen war. Und... gerade im Pfronten, einem der Touristenhochburgen geht unser Honig nur schleppend, aber in einer Apotheke in der Stadt Kempten prächtig. Warum. Weil die Werbung und unser Konzpt stimmig ist. Von einem Touristen-Vorteil zu sprechen, Hartmut, wäre ein falsche Interpretation. Der gute Verkauf liegt in der zuvor gemachten Analyse des regionalen Marktes. Oder für die 'Pisa-Imker' auf gut deutsch, wir haben drüber nachgedacht, wem wir unseren PREMIUM-Honig anbieten wollen. Und wir haben hier große Konkurrenten (eine Art regionaler Supermarkt der im ganzen Allgäu vertreten ist) welcher mit Bio- Honig mit eigenen Label (Etikett, für die Pisa-Imker) auftritt. VK dort etwa 5.80 Euro, was er auch wert ist.


    Hartmut, warum sollte ich Kollegen Tipps und Ratschläge geben, wie diese Ihren Honig besser verkaufen können. Diejenigen die mit Köpfchen arbeiten, haben sich dieser, für mich nun sinnlosen Diskussion, bereits schon rausgenommen. Mein Fazit: die Billig-Jabob-Honiganbieter sind mit ihrem Preis zufrieden. Der Tellerrand über den man schauen könnte ist wohl etwas zu hoch. Ich kann sie dort stehen lassen, wo sie sind. Glücklich macht mich aber diese Einsicht nicht.


    Ich gebe es einfach auf hier mitzureden.
    Wenn ich schon so einen Beitrag lese
    Zitat von 'Wald und Wiese'
    Das wäre mal eine weitere Umfrage wert: Wer bekommt Bestäubungsprämie im Obst?


    Antwort von Drohne Daniel ... Ihr nehmt Geld dafür ?? Das ist mein Beitrag zum Umweltschutz und damit es den armen Bauern gut geht und er eine reiche Ernte einfährt.


    Halloooooo Daniel, ich bekomme es einfach nicht gebacken, was hat denn das mit Umweltschutz zu tun. Für mich ist das was Du betreibst eine Augenauswischerei und Gutmenschgehabe. Bei Raps steigt der Mehrertrag bei gezieltem Bienenbeflug um über 20%. Umweltschutz? Lächerlich! Bei Erdbeeren das Gleiche. Bei Obst kenn' ich den %-Satz nicht. Wird aber ähnlich liegen. Bei Beerenobst geht es wohl auf die 30%. Hier geht es um die Erzeugung von Lebensmitteln. Ganz einfach. Das hat mit Umweltschutz nichts zu tun. Mir kommt Deine Denkansatz schräge vor, weil dieser an der Realität vorbei geht. (also meine ist gänzlich anders) Wenn ich Gutmensch sein will, dann verschenke ich etwas offen, damit der Andere sehen kann, das er was geschenkt bekommt. Ich gebe mit 'frohem Herzen' ohne Erwartungen. Gutmenschgehabe,... 'ich tut was für den Umweltschutz' indem ich da und dort meine Bienen abstelle .... da kann ich nur schmerzverzehrt den Kopf schütteln.


    Aktiver Umweltschutz wäre z.B. Deine Bienen an einem Standort zu belassen, die vollen Zargen direkt vor Ort zu schleudern, natürlich mit der Hand geschleudert nicht mit Motor, kein Auto für den Abtransport zu benutzen und den fertigen Honig, welcher ja bei diesem Billig-Jakob-Preis wohl nicht cremig gerührt wurde, sondern bockelhart im Glas auskristallisiert ist, mit dem Leiterwagen in Deinem Wohnort an der Haustür zu verkaufen. Das wäre Umweltschutz welcher schon sehr weit gediehen ist. Dann würde ich meinen Hut vor Dir ziehen und Deinen Beitrag zum Umweltschutz anerkennen.


    Zur Frage von 'Wald und Wiese'
    ja, ich bekomme heuer eine 'Aufwandsentschädigung' für meine Bienen die in einem Streuobstgebiet (Obst, Beeren, Kräuter) zur Besteubung jetzt stehen. Bio-Anbau wohlgemerkt! Die üblichen Preise/Zeitdauer kannste Dir gerne auf der Berufsimkerseite anschauen. Ich meine die kann man dort abrufen. Ändern sich jährlich. Meine Preise gebe ich hier absichtlich nicht an.


    Solange die Imker um einen Stellplatz betteln gehen, wird's nie was werden mit einer ordentlichen Anerkenung ihrer Arbeit. Landwirte können sehr wohl rechnen, oder meinst Du die merken nicht und freuen sich über den kostenlosen Mehrertrag durch die intensive Bestäubung der Bienen. Nur die 'Pisa-Imker' sehen es etwas anders. Konkrete Mehrarbeit und ein Draufzahlgeschäft auf ihrer Seite wird mit 'Umweltschutz' betittelt. Soll ich jetzt lachen oder dieses Verhaltens jetzt weinen.


    Hartmut, ok Du hast recht. Mein letzter Kommentar war etwas überzogen. Ich entschuldige mich bei all jenen, die ich evt. mit meiner provozierenden Wortwahl beleidigt habe. War nicht beabsichtigt. Ist aber wohl doch eingetreten. Nicht zurücknehmen tue ich die Zuordnung der Preise mit meinen Kommentaren. Dazu stehe ich, weil ich meine, dass ich das ganz gut getroffen habe. Ist natürlich rein subjektiv. Hier noch einmal eingefügt.


    Meine Beurteilung der Preise
    weniger als 2,00 € = ein Imker aus der Pisastudie, ein hoffnungsloser Fall, ganz ehrlich
    2,51 - 3,00 Euro = ein ziemlich dummer Imker, für ihn gut, das ihm nicht auffällt, das er nicht rechnen kann
    3,01 - 3,50 Euro = ein dummer Imker, paßt sich wohl gerne an die anderen an
    3,51 - 4,00 Euro = ein Imker der zu denken beginnt
    4,01 - 4,50 Euro = ein Imker der bereits nachgedacht hat, auf dem richtigen Weg
    4,51 - 5,00 Euro = ein Imker mit Realitätssinn für Geld, Zahlen und Arbeit
    5,01 - 5,50 Euro = ein Imker der die Imkerei aktiv fördert und möchte das es auch weiter geht
    mehr als 5,50 Euro = ein moderner Imker und ein gute Rechner mit gutem Verkaufskonzept und in der Regel ein Bio-Imker.



    Mit diesen Zeilen nehme ich mich aus dieser Billig-Jakob-Honigpreis-Diskussion raus. Ich mach' dafür lieber an meinem Bienenständen 'rum, sprich' gehe arbeiten.

    ich verstehe Deine Frage so, dass Du meinst, dass Du den Außendeckel (Holz?)vor Nässe schützen möchtest. Wenn ja, dann gehe in eine Druckerei in Deinem Ort und bitte dort um gebrauchte Druckplatten. Diese sind aus Alu und so dünn, dass Du diese mit den Fingern biegen kannst. Schneide Deinen Deckel mit etwa 3-5cm Überstand aus biege die Seiten um und nagle dann Ganze dann an der Seite fest. Fertig.
    Kostet für 10-20 Platten 1-2 Gläser Honig und ist haltbarer als jegliche Folie. Einziger Nachteil: Alu glänzt und blendet bei Sonnenlicht. Das läßt sich aber schnell mit grüner/brauner Sprühdosenfarbe beheben. Sollte so ein Ausschauen haben wir die Tarnfarbe der Bundeswehr.

    So eine Art freiwilliges PREIS HONIG KARTELL!!!


    Hallo Micha,
    es freut mich mächtig, was ich hier für eine Diskussion angestoßen habe.
    Doch leider verlieren etliche Antworten den eigentlichen Faden. Dieser war und ist, ob Honig für ab 2.80 Euro verkauft werden soll. Meine Antwort ist nein. Auch nicht für 3 Euro, auch nicht 3.50 Euro und ab 4 Euro finde ich den Preis, den ich so lala stehen lassen kann.


    Und da kannste drauf einen lassen, dass ich keine Vereinsarbeit mehr machen (und ich mache da nicht wenig), wenn wir hier uns im Dorf nicht auf 4 Euro einigen. DIB-Empfehlungen sind mir wurscht. Die können von mir aus 8 Euro empfehlen - machen tut es ja doch keiner. Dieser Verein ist leider etwas veraltet. Brauchste ja nur das Etikett mal anschauen. Dieser Verein lebt hauptsächlich noch, weil die meisten Imker versichert sein wollen und das geht halt am einfachsten über die Mitgliedschaft im DIB. Denkt doch mal darüber nach, warum nach dem Krieg das DIB-Glas und die Banderole 'erfunden' wurde. DEUTSCHER HONIG war das Ziel. Ziel erreicht. Ja, überall kannst das gleiche Glas kaufen. Diese Marketing unterscheidet sich gänzlich vom Verkaufziel des kleinen Hobbyimkers. Gut wenn er ein großen Bruder braucht der im alles sagt, dann ist da wohl ok. Das der einzelne Imker mit dem 'grünen Etikett' für den DIB Werbung macht und nicht für sich und seinen Honig, fällt den meisten (leider) gar nicht auf. Den lächerlichen Platz für den Eindruck des Erzeugers von ca. 3cm x 4 cm... also für die Darstellung meines Qualtitätshonigs reicht mir dieser Platz nicht aus. Mein Etikett geht gänzlich ums Glas. Schon aus Lichtschutzgründen!!


    Ob ich diejenigen die ihren Honig für 2.80 Euro 3 Euro blöde halte fragst Du. Aber ja doch, wenn man es so direkt betrachten will. Zudem diese Imker mit ihren Preisen auch noch sehr viel kaputt machen. Es bedeutet nämlich, dass der Nachwuchs gänzlich ausbleibt. Oder will mir hier jemand erzählen, wenn ein Neuimker viele, viele 100te Euro da reinsteckt, das er nicht auch mal was rausholen will. Soll mir doch keiner erzählen, das er von seinem persönlichem Gutmenschgehabe (ich verschenke alle meinen Honig und wenn dann nehmen ich nur....) auf Dauer sein Ego aufrecht halten kann. Lachhaft.


    Der Vergleich mit dem Fahrrad mag hinken, doch wenn man Äpfel mit Kartoffeln vergleicht wie Erzgebirgler, dann mag es wohl rechtens sein.


    Kartell aufbauen. Hahahahah Ich pinkle mich ja fast schon ein, bei diesem Vergleich. Mensch Leute, denkt etwas großzügiger. Wenn ihr mit den billigen Preisen mithalten wollt, bitte. Ich nicht. Einmal haben wir (nochmal WIR) keine Chance gegen den Importhonig, der einmal zu gänzlich anderen Bedingungen erzeugt wird (Südamerika z.b. 10 Monate Tracht) und gänzlich anderen Umständen gewonnen wird. (Arbeitslöhne von 2-4 Euro/Tag)
    Wir mit unserem Honig sind einfach nicht vergleichbar. Wer das nicht verstanden hat, geht fehl in seiner Argumentation und ihm fehlt der wesentlicher Unterscheidungspunkt.


    Meine Ansicht nach (ok, die mag aus anderer Sicht einseitig klingen) ist es viel, viel wichtiger, den Konsumenten all jene Vorzüge zu schildern die unser einheimischer Honig hat. Z.b. all den Pollen der für Allergiker so schlimm ist. Die Kehrseite ist nämlich, da er auch helfen kann, diese Probleme zu lindern - zur rechten Zeit genommen.
    Oder die 'Energie' die hier aus dem heimischen Honig kommt. Und diese ist gänzlich eine andere als jene aus einem Honig aus Mexico.
    Oder dass wir (nochmals WIR) mit unseren Bienen die heimische Flora unterstützen. machen das die Honig aus dem Ausland auch?
    Na ja. ihr kennt sicherlich etliche andere gute Gründe, das Honig von hier gekauft werden sollte.


    .... und lieber Erzgebirgler.... aus Deinem Zahlenbeispiel interpretiere ich, dass Du sehr gut rechnen kannst. Mein Vorschlag an Dich.
    Erhöhe Deinen Honigpreis auf 5-5.50 Euro. Ziehe davon den Preis ab den Du an sich nehmen wolltest und überweise den Differnezbetrag einfach an eine hilfsbedürftige Instituion in Deiner Nähe. Oder einem Bettler in der Fußgängerzone. Blöder Vorschlag? Einem gerechteren Honigpreis wäre damit geholfen und vielleicht ziehen da etliche mit. Wäre ja eine tolle Sache oder? Man könnte trotzdem darüber einmal nachdenken.

    Die andere Seite wäre: Wenn ein Imker Gutes der Menschheit tun will, ist das ok. Soll er seinen Honig auch für nur 2.80 Euro verkaufen. Auch ok. Aber warum sagt er dann nicht den Käufern, he Du, ich verzichte auf die 2 Euro, ich nehme nur 2.80 Euro statt 4.80 Euro, weil ich so ein Gutmensch bin. Blöder Vorschlag? Na ja, ist ja in unserer Kultur nicht so angesagt Geschenke so offen anzubieten. Warum aber dann versteckt und heimlich.
    Was meinst Du, wenn Du das jedem Deiner Honigkäufern erzählen tust, Du bist dann der Held oder die halten Dich für völlig bekloppt. So aber wissen sie es nicht und halten den Preis für gerecht. Ist er aber nicht.
    Sehe ich alles einseitig. Macht mir nichts aus.


    ...schönen Tag noch


    von mir aus können hier die Fetzen fliegen. Auch mal etwas weniger sachlich und überspitzt, dafür aber möglichst am Thema. Und das sind die billigen (Jakob)-Honigpreise.

    Mein Gott, was werden hier für Ansichten vertreten. Da kann ich mir nur an den Kopf greifen. Ehrlich. Ein Hobby ist ein Hobby, ist ein Hobby. Wer letztendlich verleugnet und sich weigert zuzugeben, dass ihn jedes verkaufte Glas Honig 'stolz' (hier im Sinne von Freude bereitet) macht, bei dem muß was nicht stimmen. Das er sich bei einem Verkaufspreis von unter 4 Euro selbst beschei... und ganz einfach Geld verschenkt, sollte ihm endlich klar werden. Diese Billiganbieter haben oft keinen Realitätsinn und ich vermute, dass sie ganz schnell sehr knauserig sind, wenn es um den normalen Lebensmitteleinkauf geht. Supermärkte und Billiganbieter wie ....möchte jetzt keine Namen hier nennen.


    Wer es noch nicht mitbekommen hat. Bienen sind Tiere, welche die Hilfe der Menschen brauchen. (Früher vielleicht nicht, jetzt aber mit der Varroa, stimmt dieser Satz). Und so ein bekloppts Argument....wenn ich mir ein Fahrrad kaufe, dann schaue ich ja auch nicht auf die Kosten..........da werde ich sprachlos, da fehlen mir die Worte.


    Ich möchte mal klarstellen:
    Wer seinen Honig verschleudert, viel zu billig, billig oder gar 'nur' preiswert anbietet und verkauft, der fördert im Grund, wenn auch mittel und langfristig, dass es immer weniger Imker geben wird. Denn damit wird den Kollegen die rechnen können und müssen, langsam aber sicher die Grundlage entzogen.
    Sehr stark verkürzt: Billighonigpreis-Hobby-Imker schädigt auf Dauer Hobby(Berufs)-Imker.


    Meine Beurteilung der Preise
    weniger als 2,00 € = ein Imker aus der Pisastudie, ein hoffnungsloser Fall, ganz ehrlich
    2,51 - 3,00 Euro = ein ziemlich dummer Imker, für ihn gut, das ihm nicht auffällt, das er nicht rechnen kann
    3,01 - 3,50 Euro = ein dummer Imker, paßt sich wohl gerne an die anderen an
    3,51 - 4,00 Euro = ein Imker der zu denken beginnt
    4,01 - 4,50 Euro = ein Imker der bereits nachgedacht hat, auf dem richtigen Weg
    4,51 - 5,00 Euro = ein Imker mit Realitätssinn für Geld, Zahlen und Arbeit
    5,01 - 5,50 Euro = ein Imker der die Imkerei aktiv fördert und möchte das es auch weiter geht
    mehr als 5,50 Euro = ein moderner Imker und ein gute Rechner mit gutem Verkaufskonzept und in der Regel ein Bio-Imker,


    Ich verkaufe meinen Honig ab 5 Euro. Da ich diesen Einheitsbrei von grünen Etiketten nicht mag, nicht im DIB.-Einheitsglas (bin doch nicht blöd), mit eigenen Etikett und natürlich als Bio-Honig, weil zertifizierter Bio-Betrieb. Etwas mehr Aufwand zugegeben, habe aber nie mit dem Verkauf Probleme. Ich muß noch nicht davon leben, will es aber im Zukunft.


    Wenn meine provokativen Bemerkungen oben zur lebhaften Diskussion anregen - gerne. Ich mach' da gerne mit und halte dagegen.. Was ich aber nicht mir anhören möchte und mir einen dicken Hals verursacht, ist das Gejammere im Forum über die Kollegen im eigenen Ort, die ebenfalls ihren Honig so billig anbieten und man selbst deshalb nicht anders kann. Bei uns hier gibt es Kollegen (nette Menschen wirklich) die bieten ihren Honig ab 2.80 Euro an. Ab sofort ist mir das aber nicht mehr egal. Beim nächsten Imkerstammtisch steht diese Thema auf dem Tisch. Und wenn sich die Mehrheit der Imker im Dorf nicht auf einen Mindestpreis von 4 Euro einigt, werde ich meine Vorsitz als 2. Vorturner einfach abgeben. Fertig. Es kann ja nicht angehen, das ich mir den Mund fusselig rede und Vorträge/Infos zu alle möglichen Imkerthemen mache, die Kollegen alles schön 'mitnehmen' und dann den Jungimkern das Leben mit ihrem Billighonigpreis so eckelhaft schwer machen.


    Sorry für den langen Text, aber ich wollte das einfach mal loswerden.


    Jonas

    Vor 2 Jahren ist mir der Artikel der Schweizer Bienenzeitung 12/2004 in die Hände gefallen. Es geht über das Thema Varroabekämpfung.
    Pilz gegen die Varroa: Metharhizium Anisophiae.
    Den Artikel kann ich als PDF gerne Interessierten zusenden.


    Weiß jemand etwas über den aktuellen Stand der Forschung?
    ...schönen Tag noch
    Jonas

    habe aber leider noch wenig Ahnung und Wissen auf was es da ankommt. Zudem möchte ich mir meine eigenen Pollenfallen bauen. Zuviel vorgenommen? Ich will's trotzdem versuchen. Der Pollen ist nur für den Hausgebrauch gedacht.
    Mit dem Verzehr möchten wir einen immer wiederkehrenden Heuschnupfen mildern.


    Frage 1:
    Sind Kunststoff-Tafelplatten mit runden Löchern 5mm besser geeignet als
    Drahtgewebe mit ebenfalls 5mm Durchlass?


    Frage 2:
    Was passiert in der Zeit wo die Pollenfalle eingebaut ist mit den Drohnen. Können die durch die 5mm Durchlässe überhaupt durch. Nebenauslass erforderlich???


    Frage 3
    wieviel Tage darf man hintereinander die Pollenfalle einsetzten ohne dass es schadet?


    Wer mir Literatur und Anbauanleitungen nennen kann noch besser. Alles 'anbieten' Bin wissenshungrig! Bin aber für auch für j e d e n praktisch erprobten Tipp dankbar.


    Jonas