Beiträge von jonas

    Wer das Volk bergen will, kann sich bei mir melden. ~5,2m hoch, 'ne Leiter gibt's irgendwo.

    ...ich würde den Schwarm sofort holen, mitsamt dem bereits vorhandenem Wabenwerk.

    Ich liebe Schwärme, es wäre mir eine Freude. Doch Kölle ist mir zu weit.


    Jonas

    Ich ziehe es vor, Honiggläser samt zugehörigen Deckeln für Honig wiederzuverwenden. Ich wüsste auch nicht, was ich alles bei all diesen Einweckaktionen da reintun soll...

    Wir haben keine 'Honiggläser'. Wir verwenden TO-Industrieware, in welches alles eingefüllt werden kann. Wir verkaufen unseren Honig zu 99% an Wiederverkäufer. Die Rückläufer an Gläsern sind minimal, weil unsere Kunden die Gläser mit unserem besonderem Deckelmotiv für Ihre häusliche Einweck- und Einkochvorhaben verwenden. Zudem wissen sie, dass unsere Deckel für die Heißfüllgut-Abfüllung geeignet sind.

    Gebrauchte Deckel werden bei uns im Honigbereich nicht wiederverwendet.

    Jonas

    Genau so funktioniert es. Man darf nur die Deckel vor der Vakuumierung nicht zuknallen, so dass die Luft auch eine Chance hat nach außen zu entweichen. Der Normaldruck schließt dann das Glas.

    ..ergänzend dazu.

    Die Deckel werden locker zugedreht, in das spezielle Unterdrucktgehäuse gestellt, der Abschlussdeckel wird händisch nun auf die obere Dichtung gelegt, die Vakuumpumpe benötigt nur sehr kurz Zeit ca. 10 Sekunden, um einen - einstellbaren - Unterdruck zu erzeugen. Mein Unterdruckgehäuse ist zu 80% mit Gläsern ausgefüllt, weshalb es nur so eine kurze Zeit benötigt. Nach erreichen des gewünschten Unterdruckes wird die Pumpe abgesteltt, das Ventil geöffnet, die Luft von außen dringt ein und drückt den Deckel fest, er beult sich nach innen ein. Fertig.

    Braucht der Honig sowas? ;)

    Und Imker?

    ..ob ein Imker das braucht oder nicht, muß jeder für sich beantwortet.

    Der Großteil der Imkergläser ist leider eben NICHT dicht. Da lockern sich die DIB-Deckel beim Transport, weil das Kunststoffgewinde dafür nicht ausgelegt ist. Wer kennt das nicht: das Verschlussetikett sitzt auf einmal schief, eine Folge des sich leicht gelösten Kunststoffdeckels. Selbiges kommt auch bei den TO-Deckel vor, da der händische Verschluss ohne Vakuum sich lösen kann, weil die Dichtlippe einfach zu 'hart' ist bzw. für die Heißgutabfüllung gedacht ist.


    Einen dichten Deckel drauf, adäquat Lagern oder Essen (lassen). Hält die Qualität, reicht völlig aus für alle Kontrollämter und -instanzen.

    Da möchte ich mal entschieden dagegen halten.

    Beim Lagern fängt es schon an, das Honige bei schlecht verschlossenem Deckel Wasser ziehen.

    Wenn Du Deinen Honig an der Haustüre verkaufst ist das sicherlich kein Problem. Wenn Dein Honig in den Handel kommt, kann es Dir etliche Probleme bringen, wenn der Verschluss nicht den gesetzlichen Vorgaben entspricht bzw. wenn das Deckelverschlussetikett fehlt. Wie willst Du als Inverkehrbringer mal nachweisen (müssen), dass Dein Glas originalverschlossen ist ist, falls mal da was reingekommen sein sollte, was da nicht reingehört. Das kommt sicherlich wirklich nicht oft vor, aber wenn das mal vorkommen sollte - ein Bösewicht hat da was reingesteckt - kann es für den Inverkehrbringer bedrohlich werde.


    Ich halte ein Vakuum das für das Beste (wenn man TO-Deckel verwendet) um:

    - einen Honig geruchsneutral und umgebungsunabhängig abgefüllt zu lagern

    - um den gesetzlichen Originalverschlusses zu garantieren, welcher nun mit einem Plopp beim Öffen gegeben wird. Das meist umständliche anbringen eines Verschluss-/Versiegelungsetikettes enfällt hiermit

    - weil man sofort sehen kann, falls der Honig mal 'hochgehen' sollte.

    Es gibt sicherlich noch andere Vorteile, wie z.B. Wiederverwendung der Gläser und TO-Deckel für die häuslichen Einweckaktionen und und und.


    Zurück zur Überschrift und zum Frisörsalon:

    Abgesehen davon, ob es sinnvoll ist in einem Frisörsalon Honig zu verkaufen, würde ich dort kein Glas hinstellen, welches nicht mit einem Vakuum gegen ein unbeabsichties Öffnen gesichert wäre.


    Jonas


    PS.

    Nachdem ich hier die Beiträge gelesen habe, kam mir die Idee, ob ich so ein Vakuumgerät nicht anbieten sollte. Wer Interesse hat, möge sich per Mail melden.

    Mit TO-Gläsern kann man einkochen, d.h. der Verschluss ist luftdicht, auch wenn ein Unterdruck im Glas besteht.

    Das ist nicht ganz richtig. TO-Deckel haben zwar eine Kunststoff-Dichtung. Das Material unterscheidet sich aber von dem Dichtungsmaterial, welches für Einkoch-TO-Deckel verwendet wird.

    Die meisten TO-Deckel haben eine Dichtung die für Heißfüllgut vorgesehen ist. Dieser ist von Haus aus 'hart', dieser gibt beim Heißeinfüllen nach und drückt sich beim Vauumziehen dann fest ein. Dicht.


    In meiner imkerlichen Praxis muß ich TO-Deckel einige Zeit nach dem Abfüllen alle nochmal überprüfen und ggf. nachschrauben. Die lockern sich nach meinem Eindruck gerne...

    ...bestätige dies auch aus meiner Praxis, weshalb ich nun bei allen Gläsern jetzt ein Vauum ziehe. Dies entbindet dann auch von der Pflicht einen 'Gewährleistungsverschluß' anbringen zu müssen. 22 x 250g Gläser dauern bei meiner Konstruktion knappe 10 Sekunden. Dicht. Falls mal ein Deckel nicht richtig hält, sieht man diese sofort und macht dann diese Glas noch einmal.


    TO-Deckel für das händische Verschließen von Honiggläsern sollten einen weichen Dichtungsgummi haben. Aus meiner beruflichen Praxis ist mir niemand bekannt, der so eine kleine Menge an Deckeln für die Imkerschaft (im Vergleich zur Industrieware für das Heißeinfüllverfahren) anbietet. Vielleicht gibt es Deckel in weiß oder gold, aber nicht die bedruckten mit Motiven drauf.


    Jonas

    Nun was macht es?

    ....2-3 Tropfen Neemöl reichen aus, um vom Geruch, einen kompletten Brutraum mit seinem Eigengeruch für längere Zeit derart zu 'versauen', dass Du das komplette Futter schlicht und einfach vergessen kannst. Wenn dann noch einen HR oben auf ist, auch diesen.

    Ich hatte schon vor 12 Jahren diese Idee unserer .bienenhilfe@ etwas Neemöl beizufügen... der Geruch ist nicht vertretbar. Die Stockluft der Bienen wird länger überdeckt, was ich nicht für sinnvoll halte.


    Jonas

    ...ich möchte hier kurz eingefügt, auch wenn es das Gerät des Mitbewerber betrifft:

    - bitte keine Spülmittel als Trennmittel verwenden - grundsätzlich nicht

    - ob man vergällten Spiritus als Kühlmittel einsetzten sollte halte ich für hinterfragbar, es sollte auch ohne gehen, nur mit kaltem Wasser

    - die Klammer vorne zum Niederhalten des Deckels, halte ich für keine gute Idee

    - 8-10 Sek. kurzer Druck auf denn Deckel reichen aus

    - das die Form von Erich Alfranseder sich von alleine öffnet, ist vom Hersteller gewollt und das ist auch gut so

    - die Wachstemperatur kannst Du bei Deiner Art und Weise des Wachseinschmelzens nicht gleichmäßig halten, weshalb Deine MW auch so unregelmäßig sind


    Jonas

    Hallo,

    hat zufällig einer von Euch einen großen (größer 20 Waben) Edelstahl Sonnenwachsschmelzer

    im Einsatz ? Wie sind die Erfahrungen damit ?

    wir haben uns vor 15 Jahren einen selbst gebaut. Der konnte bis zu 24 Rähmchen fassen. Er war allseitig sehr gut isiloiert und mit einem Panzerglas oben versehen. (Nachtrag: innen war alles mit Kupferblech ausgekleidet, welches schwarz gebeizt wurde) Das Teil stand all die Jahre draußen im Freien. Das Teil hatte einen Holzständerkontruktion mit Rädern und war außen mit Alu-Druckerplatten gegen das Wetter rundum geschützt. Das schwere Fenster wurde links und rechts mittes Druckdämper (aus alten Autotüren) so abgestützt, das diese sehr leicht zu öffen/schlißen war.

    Bei Sonne wurde dort bis 120 Grad gemessen - Saua-Termometer.

    Vorteil:

    - die Ausbeute war wirklich sehr gut, der Trester furztrocken und federleicht

    - wenn es warm war, ging das Schmelzen i.d.R. innerhalb eines Tages


    Nachteil:

    - die Rähmchen werden auf Dauer braun bis hellschwarz, weil die Hitze so groß ist

    - das Säubern der Rähmchen macht Arbeit, weil das noch Anhängende echt abgekratzt werden muß und teilweise hart ist

    Ich habe mir vor dem Eigenbau viele Sonnenwachsschmelzer angeschaut. Ich halte von den meisten schlicht und einfach nichts. Selbst die großen und teuren die allesamt wirklich gut ausschauen, haben aus meinemm Blickwinkel einen einfachen aber großen techn. Fehler. Es passen zwar viele Rähmchen rein, aber das Ausschmelzen dauert viel zu lange, weil es innen keine Flächen gibt - außer die Rähmchen selbst - die die Sonnenwärme einfangen und halten. Aus unseren Erfahrungen sollte die gesamte Bodenfläche, mind. dopplet so groß sein, wie die Fläche die durch die Rähmchen bedeckt sind. Und sie darf NICHT aus hellem Edelstahl sein, da die Sonnenwärme von dort einfach zurückgeworfen wird. Man sollte Kupferbleche nehmen, dieses schwarz anbeizen und die Rähmchen selbst auf eine Edelstahlblech stellen inkl. der Ablaufrinne und Auffangbehälter.


    Was Du weiter beachten solltest ist, dass bei den großen und wunderschön ausschauenden SoWa-Schmelzern, meist der Trester auf die untere Reihe der Rähmchen fällt. Dort verdreckt dieser Trester die untere Reihe und bei Hitze (wenn Du z.B. auch Futterreste mit in den Altwaben drin haben solltest) kann sich dort eine harte Zucker/Honigkruste festsetzen. Das abzukratze macht echt kein Spaß.


    Wir haben uns von der Arbeitsweise die Rähmchen über den SoWa-Schmelzer auszuschmelzen verabschiedet. Wir arbeiten seit 3 Jahren nur noch mit unseren umgebauten Spülmaschinen und Wasserdampf. Dort kommen die Rähmchen viel sauberer raus und die geringen anhaftenden Tresterreste gehen auch gut weg. Was den Strombedarf betrifft, so können wir auch auf eine große Photovoltaik-Anlage zurückgreifen.


    Jonas


    PS.

    Habe gerade das Gerät des franz. Imkers gesehen. Tolle Idee und tolles Gerät. Was auffällt, das er ausdrücklich betont, das es innen schwarz sein soll/muß. Durch eine Isolierung (seine Gerät ist leider nicht isoliert), würde er locker statt auf nur 70 Grad auf 100-120 Grad kommen, da die dunkle Innwenflächen/-Seiten sehr groß sind. Allerdings habe ich persönlich Bedenken derartige Mehrschicht-Holzplatten zu verwenden. Das Ausgasverhalten der Klebestoffe bei dieser Wärmeentwicklung ist nicht vorhersehbar.

    Hallo,

    gesucht wird ein ökonomisches Verfahren zur Wachsgewinnung aus ausgeschnittener Drohnenbrut. Hierbei geht es um größere Mengen.

    ....stellt sich mir die Frage:

    frische Drohnenbrutwabe => großer Waschbottich (100 L) mit heißem Wasser und die Wachswaben dort einschmelzen. Drohnenpuppen abseihen, Wasser mit dem Wachs in Kübeln laufen lassen, auskühlen lassen, fertig für die MW-Herstellung oder anderweitiger Verwendung.

    Es geht auch wir unten beschrieben


    oder

    alte Drohnenbrutwaben mit Häutchen => das wirds etwas schwieriger, weil die Häutchen sich mit Wasser und Wachs vollsaugen. Wir haben dies insofern gelöst, als dass wir mehrere alte Spülmaschinen umgebaut haben, die Rähmchen dort eingehängt haben und das Ganze per Dampf eingeschmolzen habe. Das Wachs/Wassergemisch was unten durch das Sieb rauskam, wurde in Kübeln aufgefangen, auskühlenn lassen, ein wenig den Wachsblock unten abkratzen, fertig für die MW-Herstellung. Die Sauerrei mit dem Trester haben wir so gelöst, indem wir diesen einfach mittel Sieb in der Spülmaschine aufgefangen haben. Zuvor wurde dieser aber noch etwas ausgepressen um die Wachsausbeute etwas zu erhöhen. Es ist aber auf jeden Fall keine schöne Arbeit.

    Den trockenen Trester verwenden wir zum Anheizen des Kachelofens. Brennt super.


    Sicherlich geht es einfach und schneller mit dem Wachseinschmelzer von Hamag. Den kenne ich von einer Firma hier in der Nähe, welche in dieser Weise Altwaben aufarbeitet (bringen die Kunden) und mit dem Wachs dann MW für den Verkauf herstellt. Das Gerät kostet aber und der Stromverbrauch liegt bei 4-5KW. Dazu brauchst Du einen Starkstromanschluss. Aber es geht schnell.


    Jonas

    Gerade für das Marketing sind die kleinen Gläser eine schöne Sache. Ich verschenke sie dann bei bestimmten Anlässen und steigert seinen Bekanntheitsgrad.

    Das werde ich auf jeden Fall ausprobieren.:thumbup::thumbup::thumbup:

    Kleiner Einwand zu Eurer Diskussion:

    Ist es wirklich sinnvoll etwas auf den Markt zu bringen, wo die Verpackung mehr wert ist als der Inhalt? Ich meine es ist nicht sinnvoll.

    Hier im Forum wird für 'Rettet die Bienen' geworben und mächtig dafür Werbung gemacht - was ich auch für gut halte. Die junge Greta schwänzt die Schule für 'Skolstrejk För Klimatet' und kommt mit ihrer Aktion in die Öffentlichkeit, was ich auch für gut halt.

    Auch wenn das meiste Industrieglas aus wiederverwendetem Altglas sein wird, bleibt die Frage nach der Energie die bereitgestellt werden muß um so eine Miniglas herzustellen. Ich halte das Bereitstellen von Honig in 20 g Gläschen für kontraproduktiv in Bezug auf den Umweltschutz.


    Wir Imker sollten uns nicht nach dem Ausrichten, was andere Nahrungsmittel-Hersteller/Erzeuger uns vormachen. Da bleibt unsere Umwelt schlicht auf der Strecke, weil das denen schlicht egal ist... vielen Verbrauchern/Konsumenten allerdings auch.


    Jonas

    Sagst du das weil du gehört hast, dass es geht, oder hast du selber eine Radialschleuder ?

    42 Rähmchen / Radialschleuder / digitale Steuerung / Bodenheizung nachträglich / 20 Jahre Erfahrung /


    Geh' doch einfach mal zu einem Imkerkollegen in Deiner Stadt/Dorf und schau dem bei der Arbeit zu. Dann werden viele Fragen sich von selbst erledigen.


    Jonas