Beiträge von jonas

    Nun was macht es?

    ....2-3 Tropfen Neemöl reichen aus, um vom Geruch, einen kompletten Brutraum mit seinem Eigengeruch für längere Zeit derart zu 'versauen', dass Du das komplette Futter schlicht und einfach vergessen kannst. Wenn dann noch einen HR oben auf ist, auch diesen.

    Ich hatte schon vor 12 Jahren diese Idee unserer .bienenhilfe@ etwas Neemöl beizufügen... der Geruch ist nicht vertretbar. Die Stockluft der Bienen wird länger überdeckt, was ich nicht für sinnvoll halte.


    Jonas

    ...ich möchte hier kurz eingefügt, auch wenn es das Gerät des Mitbewerber betrifft:

    - bitte keine Spülmittel als Trennmittel verwenden - grundsätzlich nicht

    - ob man vergällten Spiritus als Kühlmittel einsetzten sollte halte ich für hinterfragbar, es sollte auch ohne gehen, nur mit kaltem Wasser

    - die Klammer vorne zum Niederhalten des Deckels, halte ich für keine gute Idee

    - 8-10 Sek. kurzer Druck auf denn Deckel reichen aus

    - das die Form von Erich Alfranseder sich von alleine öffnet, ist vom Hersteller gewollt und das ist auch gut so

    - die Wachstemperatur kannst Du bei Deiner Art und Weise des Wachseinschmelzens nicht gleichmäßig halten, weshalb Deine MW auch so unregelmäßig sind


    Jonas

    Hallo,

    hat zufällig einer von Euch einen großen (größer 20 Waben) Edelstahl Sonnenwachsschmelzer

    im Einsatz ? Wie sind die Erfahrungen damit ?

    wir haben uns vor 15 Jahren einen selbst gebaut. Der konnte bis zu 24 Rähmchen fassen. Er war allseitig sehr gut isiloiert und mit einem Panzerglas oben versehen. (Nachtrag: innen war alles mit Kupferblech ausgekleidet, welches schwarz gebeizt wurde) Das Teil stand all die Jahre draußen im Freien. Das Teil hatte einen Holzständerkontruktion mit Rädern und war außen mit Alu-Druckerplatten gegen das Wetter rundum geschützt. Das schwere Fenster wurde links und rechts mittes Druckdämper (aus alten Autotüren) so abgestützt, das diese sehr leicht zu öffen/schlißen war.

    Bei Sonne wurde dort bis 120 Grad gemessen - Saua-Termometer.

    Vorteil:

    - die Ausbeute war wirklich sehr gut, der Trester furztrocken und federleicht

    - wenn es warm war, ging das Schmelzen i.d.R. innerhalb eines Tages


    Nachteil:

    - die Rähmchen werden auf Dauer braun bis hellschwarz, weil die Hitze so groß ist

    - das Säubern der Rähmchen macht Arbeit, weil das noch Anhängende echt abgekratzt werden muß und teilweise hart ist

    Ich habe mir vor dem Eigenbau viele Sonnenwachsschmelzer angeschaut. Ich halte von den meisten schlicht und einfach nichts. Selbst die großen und teuren die allesamt wirklich gut ausschauen, haben aus meinemm Blickwinkel einen einfachen aber großen techn. Fehler. Es passen zwar viele Rähmchen rein, aber das Ausschmelzen dauert viel zu lange, weil es innen keine Flächen gibt - außer die Rähmchen selbst - die die Sonnenwärme einfangen und halten. Aus unseren Erfahrungen sollte die gesamte Bodenfläche, mind. dopplet so groß sein, wie die Fläche die durch die Rähmchen bedeckt sind. Und sie darf NICHT aus hellem Edelstahl sein, da die Sonnenwärme von dort einfach zurückgeworfen wird. Man sollte Kupferbleche nehmen, dieses schwarz anbeizen und die Rähmchen selbst auf eine Edelstahlblech stellen inkl. der Ablaufrinne und Auffangbehälter.


    Was Du weiter beachten solltest ist, dass bei den großen und wunderschön ausschauenden SoWa-Schmelzern, meist der Trester auf die untere Reihe der Rähmchen fällt. Dort verdreckt dieser Trester die untere Reihe und bei Hitze (wenn Du z.B. auch Futterreste mit in den Altwaben drin haben solltest) kann sich dort eine harte Zucker/Honigkruste festsetzen. Das abzukratze macht echt kein Spaß.


    Wir haben uns von der Arbeitsweise die Rähmchen über den SoWa-Schmelzer auszuschmelzen verabschiedet. Wir arbeiten seit 3 Jahren nur noch mit unseren umgebauten Spülmaschinen und Wasserdampf. Dort kommen die Rähmchen viel sauberer raus und die geringen anhaftenden Tresterreste gehen auch gut weg. Was den Strombedarf betrifft, so können wir auch auf eine große Photovoltaik-Anlage zurückgreifen.


    Jonas


    PS.

    Habe gerade das Gerät des franz. Imkers gesehen. Tolle Idee und tolles Gerät. Was auffällt, das er ausdrücklich betont, das es innen schwarz sein soll/muß. Durch eine Isolierung (seine Gerät ist leider nicht isoliert), würde er locker statt auf nur 70 Grad auf 100-120 Grad kommen, da die dunkle Innwenflächen/-Seiten sehr groß sind. Allerdings habe ich persönlich Bedenken derartige Mehrschicht-Holzplatten zu verwenden. Das Ausgasverhalten der Klebestoffe bei dieser Wärmeentwicklung ist nicht vorhersehbar.

    Hallo,

    gesucht wird ein ökonomisches Verfahren zur Wachsgewinnung aus ausgeschnittener Drohnenbrut. Hierbei geht es um größere Mengen.

    ....stellt sich mir die Frage:

    frische Drohnenbrutwabe => großer Waschbottich (100 L) mit heißem Wasser und die Wachswaben dort einschmelzen. Drohnenpuppen abseihen, Wasser mit dem Wachs in Kübeln laufen lassen, auskühlen lassen, fertig für die MW-Herstellung oder anderweitiger Verwendung.

    Es geht auch wir unten beschrieben


    oder

    alte Drohnenbrutwaben mit Häutchen => das wirds etwas schwieriger, weil die Häutchen sich mit Wasser und Wachs vollsaugen. Wir haben dies insofern gelöst, als dass wir mehrere alte Spülmaschinen umgebaut haben, die Rähmchen dort eingehängt haben und das Ganze per Dampf eingeschmolzen habe. Das Wachs/Wassergemisch was unten durch das Sieb rauskam, wurde in Kübeln aufgefangen, auskühlenn lassen, ein wenig den Wachsblock unten abkratzen, fertig für die MW-Herstellung. Die Sauerrei mit dem Trester haben wir so gelöst, indem wir diesen einfach mittel Sieb in der Spülmaschine aufgefangen haben. Zuvor wurde dieser aber noch etwas ausgepressen um die Wachsausbeute etwas zu erhöhen. Es ist aber auf jeden Fall keine schöne Arbeit.

    Den trockenen Trester verwenden wir zum Anheizen des Kachelofens. Brennt super.


    Sicherlich geht es einfach und schneller mit dem Wachseinschmelzer von Hamag. Den kenne ich von einer Firma hier in der Nähe, welche in dieser Weise Altwaben aufarbeitet (bringen die Kunden) und mit dem Wachs dann MW für den Verkauf herstellt. Das Gerät kostet aber und der Stromverbrauch liegt bei 4-5KW. Dazu brauchst Du einen Starkstromanschluss. Aber es geht schnell.


    Jonas

    Gerade für das Marketing sind die kleinen Gläser eine schöne Sache. Ich verschenke sie dann bei bestimmten Anlässen und steigert seinen Bekanntheitsgrad.

    Das werde ich auf jeden Fall ausprobieren.:thumbup::thumbup::thumbup:

    Kleiner Einwand zu Eurer Diskussion:

    Ist es wirklich sinnvoll etwas auf den Markt zu bringen, wo die Verpackung mehr wert ist als der Inhalt? Ich meine es ist nicht sinnvoll.

    Hier im Forum wird für 'Rettet die Bienen' geworben und mächtig dafür Werbung gemacht - was ich auch für gut halte. Die junge Greta schwänzt die Schule für 'Skolstrejk För Klimatet' und kommt mit ihrer Aktion in die Öffentlichkeit, was ich auch für gut halt.

    Auch wenn das meiste Industrieglas aus wiederverwendetem Altglas sein wird, bleibt die Frage nach der Energie die bereitgestellt werden muß um so eine Miniglas herzustellen. Ich halte das Bereitstellen von Honig in 20 g Gläschen für kontraproduktiv in Bezug auf den Umweltschutz.


    Wir Imker sollten uns nicht nach dem Ausrichten, was andere Nahrungsmittel-Hersteller/Erzeuger uns vormachen. Da bleibt unsere Umwelt schlicht auf der Strecke, weil das denen schlicht egal ist... vielen Verbrauchern/Konsumenten allerdings auch.


    Jonas

    Sagst du das weil du gehört hast, dass es geht, oder hast du selber eine Radialschleuder ?

    42 Rähmchen / Radialschleuder / digitale Steuerung / Bodenheizung nachträglich / 20 Jahre Erfahrung /


    Geh' doch einfach mal zu einem Imkerkollegen in Deiner Stadt/Dorf und schau dem bei der Arbeit zu. Dann werden viele Fragen sich von selbst erledigen.


    Jonas

    Gobts hier keinen mit Zander und Radialschleuder ? :/

    Was soll diese Frage denn bringen?

    Was machst Du denn, wenn jetzt 27 Leute hier 'ich' antworten?


    Du kannst alle Rähmchen mit einer Radialschleuder schleudern.

    Du kannst auch alle Rähmchen mit einer Tangialschleuder schleudern.

    Frag' Dich doch einfach mal selbst, was das Für und Wider dieser beiden Techniken ist, dann kommst Du schon selbst drauf, was für Dich in Frage kommt.


    Im übrigen wäre es dienlich, wenn Du etwas in Dein Profil eintragen könntest.


    Jonas

    Das Problem ist, das die großen Waben innen einen zu niedrigen Radius haben und da wenig Fliehkräfte sind. Du bräuchtest schon eine sehr breite Radialschleuder, die du daheim kaum durch die Tür bringen wirst.

    ...der Frager hat Zander. Das sind keine großen Waben und entsprechend muß auch der Durchmesser der Schleuder nicht so groß sein. Außerdem lassen sich auch bei großen Schleudern die Beine demontieren und da die Schleudern i.d.R. nicht höher wie 80-85 cm sind, gehen diese locker hochkant durch eine normale Tür. Unsere hat 110 cm Durchmesser und ohne Beine, ging die sehr einfach durch unsere Tür.

    Und Wabenbruch hat wenig damit zu tun, wie weit der Durchmesser einer Schleuder ist, sondern wie man seine Schleuder beschickt und bedient.


    Jonas

    Kirchhain sagt, für die Puderzuckermethode soll man eine Randwabe ohne Brut nehmen.

    ...falsch.

    Die PZM wird über alle Rähmchen angewendet. KEINE Entnahme irgend einer Wabe. Deckel auf > bestäuben nach Anleitung > Deckel auflegen > fertig. Nach ca. 15 Minuten kannst Du die runter gefallenen Milben zählen bzw. auf dem Bodenbrettchen zappeln sehen.


    Das Gleiche gilt ja demnach auch für die CO2 Testung.

    ebenfalls falsch.

    Die Becher-Methode hat mit der PZM nichts zu tun. Die Leute die die Bestäubung oder Begasung der Bienen im Becher propagieren, haben sich leider an das Wort Puderzucker-Methode drangehängt.


    Bei der Originalen Puderzucker-Methode wird immer der komplette Brutraum - OHNE Entnahme oder das Ziehen von Rähmchen - von oben bestäubt.


    Jonas

    Moin Axel,

    hattest du Flugbetrieb?

    Kann es sein, dass die was eingesammelt haben?

    Wenn die Theorie stimmt müsste ich dann bei längerer Trockenheit und nach Möglichkeit wieder etwas höheren Temperaturen eine überraschend deutliche Gewichtsabnahme feststellen.

    ...muß nicht zwingend. Wenn Deine Bienen in Brut gehen, kann das Gewicht auch steigen bzw. es bleibt auffällig gleich und es kommt vielfach zu einer Fehlenschätzung. Die Folge ist dann, dass die Bienen das Futter verbraucht haben, die Kisten sind nicht leichter geworden und die Bienen verhungern, weil der Imker nicht erkannt hat, dass das Gewicht durch die Masse an Brut kommt.


    Jonas

    Moin liebe Leut,

    wie sind die Milben im Volk verteilt?

    Wo würdet ihr die suchen, von welcher Wabe würdet ihr Bienen für zb. den co2 Test nehmen?

    WO ??

    ...um das festzustellen, wurde die aus den USA kommende Puderzucker-Methode (PZM), von mir verbessert. Die Anwendung ist sehr einfach und wird ausführlich auf der Homepage beschrieben. Wenn Du nach ca. 15 Minuten nach der Behandlung das Bodenbrettchen Dir anschaust, kannst Du sehr genau sehen, WO die Mehrzahl der Milben sich befand. Bitte beachte 'sich befand'; denn über 90% der Milben die gerade unterwegs waren, liegen nun auf dem Bodenbrettchen in Reih' und Glied der Wabengassen entsprechend. Diese Methode kannst Du im Brutraum und im Honigraum anwenden. Solle mal keiner behaupten, dass keine Bienen mit aufsitzenden Milben sich im HR aufhalten.


    Mit dieser Methode mußt Du nicht von irgendwelchen Waben Bienen abnehmen um einen (sehr ungenauen) Eindruck zubekommen, wie hoch der Befall sein könnte! Mit der PZM hast Du beides: Du holst die Milben von den Bienen und den Waben und kannst sehen, wie hoch der Befall zu Behandlungszeitpunkt real ist. Das Einschätzen des Abfalls muß man allerdings im Vergleich zu anderen Völkern sich erst aneignen.


    Die PZM ist eine rein mechanische Methode, die durch den Kontak des Bestäubungsmittel > Bienen > Milbe wirkt. Wie einige andere Behandlungsmittel auch, wirkt die PZM nicht auf die Milben die sich in den Brutzellen befinden. Wer das möchte, muß zu AS greifen.


    Jonas