Beiträge von BernhardHeuvel

    Wenn wir weiter die Gründe rausschmeißen, wird das Schieden irgendwann unsinnig...:/

    Wenn wir weiter mit sachlich falschen Begriffen (Stichworte: angepasster Brutraum, Großraumbeute,...) arbeiten und weiter die Effekte/Symptome mit den Gründen verwechseln, wird es wahrscheinlich nochmal 100 Jahre dauern, bis der Legegang der Königin und dessen Bedeutung verstanden und in der innerlichen Praxis angewandt wird.


    Alles Wissen von 1900.


    Zugegebenermaßen hat es auch bei mir relativ lange gedauert, bis es bei mir Klick gemacht hat. Mir hat Gerstung geholfen.

    Mit dem Schied wird das Brutnest an das Potential der Königin angepasst. Das Setzen des Schieds dient dazu, die Brutnestgröße und den Legegang der Königin aufeinander abzustimmen.


    Siehe zum Legegang: Ferdinand Gerstung, Der Bien und seine Zucht 1910. Gerstung hat dort schon 1900 die positiven Effekte des angepassten Brutnestes (nicht angepasster Brutraum) beschrieben.


    Das individuelle(!) Anpassen des Brutnestes an die Königin hat eine ganze Fülle von positiven Effekten auf das Bienenvolk.


    Die Thermoschiede erhöhen die Temperatur der Beute nicht. Aber: das Zurückwerfen der langwelligen Wärmestrahlen erzeugt eine wohliges Wärmegefühl auf der Wabenoberfläche der gegenüberliegenden Wabenfläche. Wie wenn wir an einem Kachelofen sitzen.


    Der sichtbare Effekt des Thermoschiedes ist, dass die dem Wärmeschied gegenüberliegende Wabe deutlich großflächiger mit Brut belegt wird. Das macht vor allem im Winter und im Frühjahr einen Unterschied.

    http://www.sciencedirect.com/s…cle/pii/S0048357517301633


    M. Coulon, F. Schurr, A.-C. Martel, N. Cougoule, A. Bégaud, P. Mangoni, A. Dalmon, C. Alaux, Y. Le Conte, R. Thiéry, M. Ribière-Chabert, E. Dubois,


    Metabolisation of thiamethoxam (a neonicotinoid pesticide) and interaction with the chronic bee paralysis virus in honeybees


    In Pesticide Biochemistry and Physiology, 2017, , ISSN 0048-3575, https://doi.org/10.1016/j.pestbp.2017.10.009.

    (http://www.sciencedirect.com/s…cle/pii/S0048357517301633)

    Keywords: Thiamethoxam; Pathogen; Synergistic interaction; Co-exposure; Survival; Tolerance


    Abstract

    Pathogens and pesticides are likely to co-occur in honeybee hives, but much remains to be investigated regarding their potential interactions. Here, we first investigated the metabolisation kinetics of thiamethoxam in chronically fed honeybees. We show that thiamethoxam, at a dose of 0.25 ng/bee/day, is quickly and effectively metabolised into clothianidin, throughout a 20 day exposure period. Using a similar chronic exposure to pesticide, we then studied, in a separate experiment, the impact of thiamethoxam and Chronic bee paralysis virus (CBPV) co-exposure in honeybees. The honeybees were exposed to the virus by contact, mimicking the natural transmission route in the hive. We demonstrate that a high dose of thiamethoxam (5.0 ng/bee/day) can cause a synergistic increase in mortality in co-exposed honeybees after 8 to 10 days of exposure, with no increase in viral loads. At a lower dose (2.5 ng/bee/day), there was no synergistic increase of mortality, but viral loads were significantly higher in naturally dead honeybees, compared with sacrificed honeybees exposed to the same conditions. These results show that the interactions between pathogens and pesticides in honeybees can be complex: increasing pesticide doses may not necessarily be linked to a rise in viral loads, suggesting that honeybee tolerance to the viral infection might change with pesticide exposure.

    Bayer sitzt in NRW. Monsato braut Glyphosat. Bayer hat die Mehrheit an Monsato übernommen.

    Und die unendliche Geschichte geht noch weiter.


    Bayer braut Glufosinat unter dem Markennamen Liberty (oder auch in Basta vorhanden). Das passende Gen-Saatgut dazu heißt LibertyLink.


    Bayer hat Monsanto übernommen. Jetzt wird Glyphosat (Roundup) verboten. Ob kurz oder langfristig ist doch egal.


    Das Geschäftsmodell Roundup wird mit dem neuen Geschäftsmodell Liberty ersetzt. RoundupReady mit LibertyLink. Die Politik und die Verwaltung dürfen sich kurze Zeit als Bienenretter aufspielen, die menschliche Gesundheit ist ja nicht so wichtig wie der Tierschutz. (Vergleiche Mitgliederzahlen von Kinderschutzbund und Tierschutzbund.) Die Landwirtschaft empört sich ein wenig und füllt schon mal weitere Formulare zur Subvention der neuen alten Wundermittel auf.


    Alle profitieren. Chemie, Politik, Landwirte, Banken und die Naturschützer (die an der gespielten! Empörung erst groß werden.) Alle profitieren. Außer Bienen und „Verbraucher“.

    Meine Einschätzung ist, dass Roundup (Wirkstoff: Glyphosat) mit einer kurzen Frist verboten werden wird. Und somit wird auch das RoundupReady-Saatgut das Geschäftsmodell von gestern.


    Wozu sonst hat Bayer das neue Geschäft mit Liberty (Wirkstoff: Glufosinat) mit dem LibertyLink-Saatgut in Stellung gebracht? Wozu sonst Monsanto übernommen?


    Es wird immer das verboten, was sowieso als Geschäft ausläuft.


    Als Imker werden wir noch von der neuen „Freiheit“ zu hören bekommen. Oder dann wieder an unseren armen Bienen zu sehen.


    Wer sich das hier durchliest, wird die Nachtigall trapsen hören.


    http://www.monheim.bayer.de/de…A7-4B45-8120-C8649BC9D91B


    Zitat

    Es ist davon auszugehen, dass die prognostizierte Nachfrage der Landwirte nach diesem Produkt die aktuell bestehenden Produktionskapazitäten übersteigen wird.


    Und wenn man etwas nachhilft....


    Außerdem:

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Glufosinat

    ...als einziger "Chemieverweigerer" ...Alle anderen schwadronieren nur

    Als neues Mitglied im Forum hast Du nicht mitbekommen, daß die Diskutierenden hier schon lange nicht behandeln. Jeder auf seine Weise. Jedenfalls sprechen hier Imker mit sehr viel Erfahrung in diesem Thema.


    Daß diese erfahrenen Imker keine Zusammenfassung schreiben oder irgendwelche Punkte auflisten, zeichnet sie als in der Nichtbehandlung erfahren aus. Das versteht jeder, der es einmal selbst erlebt hat.


    Die Botschaft ist einfach und klar. Nur gefällt sie eben nicht allen. Es ist eben schwer, loszulassen und mal eben nicht alles kontrollieren (messen, zählen) und bestimmen zu können. Kontrolle abgeben, das fällt nicht leicht.

    Wir wohnen halt neben dem Ruhrgebiet mit 5 Millionen Menschen als Nachbarn. Jeder, der es sich leisten kann, "zieht auf's Land". In Neubaugebiete, die dann "Neubaugebiet Obstwiese" heißen. Weil da vorher eine Obstwiese war. Jetzt stehen da dick isolierte Papphäuser, mit einem Handtuchgarten und einer schön geschnittenen Lorbeerhecke drum herum. Und eben in jedem Haus mindestens eine Katze. Wenn keine Kinder im Haus sind, dann vier Katzen oder wahlweise Hunde.


    Als ich noch ein kleiner Junge war, kam maximal ein Auto am Tag hier durch das Dorf. Heute ungefähr jede Minute. Alles Pendler! Früher hatten wir fünf Landwirte hier im Dorf, heute keinen mehr. Nur eine riesige Biogasanlage. Nur noch Mais und Grünroggen im Wechsel auf den Feldern hier. Was sich hier so in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat, ist höchst bedenklich für die Landschaft und die Natur.


    Ich könnte natürlich wegziehen, aber wenn wir Alteingesessene wegziehen, dann bleibt gar nichts mehr übrig von dieser Landschaft.