Beiträge von ralf_2

    Moin,

    wenn das restliche Altwachs sowieso nur verbrannt werden soll, ist der Aufwand, das letzte Gramm zu gewinnen, nicht gerechtfertigt.

    Es gibt keinen Grund, das Altwachs nicht wieder zu verwerten, oder sind wir schon wieder im Krisenmodus?

    Waren die Bienen wegen der Altwaben krank oder zeigten sie irgendwelche Symptome, die auf das Wachs zurückzuführen wären?


    Man kann es mit der "Hygiene" auch übertreiben und schwächt durch ewige Unterforderung das Immunsystem.

    Aber wer es meint, sich leisten zu können/müssen, der möge es tun.


    Ich habe seit der "Wachskrise" vor Jahren so ca 30 kg "eigenes" Wachs hier liegen neben 50 kg "konventionellem". Da ich mir die Kleckerei mit dem Mittelwandgießen selbst nicht antun möchte, werde ich die "Trennungsorgie" wohl aufgeben, sobald sich dafür eine Notwendigkeit ergibt.


    Probleme, die sich sicher auf das Wachs zurückführen lassen, habe ich in den letzten 50 Jahren nie gehabt - habe aber auch nie irgendwelches Zeug aus diesem "Internet" bestellt und immer bei Händlern gekauft, mit denen ich auch persönlich sprechen kann.


    Wenn wir alle das gegenseitige Vertrauen verlieren - wer kauft dann (z.B.) noch Honig?


    Grüße Ralf

    Moin,

    Ich hab mir zwar alle Chemikalien und Geräte besorgt … konnte es bis jetzt noch nicht übers Herz bringen, die Winterruhe zu stören.

    Die Milbenopfer gibt’s auch schon bis Ende Oktober - was dann nicht verhungert, erlebt auch das Frühjahr.

    Und dann kann man nach meiner Ansicht immer noch bei Gefahr Brut ausräumen- und damit Ableger machen.

    Selbstverständlich wird der Profi das anders sehen (müssen) als der Amateur, der auch bei dreißig Völkern (und anhand der Aufzeichnungen) so ungefähr weiß, was für ein Volk da grade betrachtet wird…

    Grüße Ralf

    ja, Modellbahn ist nicht ganz billig - bin zwar eine Größe unter H0 unterwegs - aber grundsätzlich unterscheidet sich der Modellbahner vom Imker dadurch, dass es für die kleine Bahn nicht teuer genug sein kann, obwohl klar ist, daß es keinen Gewinn, nicht mal einen Ausgleich für die Ausgaben, von der immateriellen Freude abgesehen, geben wird.

    Beim Imker darf es oft nix kosten, dafür möchte man aber tonnenweise Honig verkaufen.


    Für den Anfang würde ich nur zwei Völker raten - wachsen kann man immer noch. Sinnvoll sind am Ende wenigsten 20...30 Völker. Die Investitionen in die Infrastruktur muss ja auch irgendwie lohnen - oder wie ich sage: Wegen eines Volkes zieh ich mich doch nicht extra um.

    Sollten es wirklich viel mehr Bienen werden, muss man dann überlegen, ob man nicht doch Profi werden sollte - mit allen Konsequenzen.


    Grüße Ralf

    Deswegen haben sie ja auch 80 Millionen Jahre überlebt …


    Die Umwelt hat sich in den letzten 100… 50 Jahren recht für so eine alte Art sprunghaft geändert - da kommt’s drauf an, ob die Biene das tolerieren kann. Sehr spezialisierte Arten haben es da schwer…

    Grüße Ralf

    Da brauch ich weder Wissenschaft noch Test: Eine vernünftige Bauerneuerung ist angebracht.

    Früher galt die Regel: Wenn man gegen die Sonne die Hand hinter der Wabe nicht sehen kann, wird die eingeschmolzen.

    Soweit lasse ich das heute nicht mehr kommen, die Wachsausbeute ist mit herkömmlicher Technik bei ganz schwarzen Waben eh nicht mehr so gut.

    Grüße Ralf

    Moin.

    Warum soll man einen Ableger schon total erneuern?


    Sicher hängt das alles auch von der Tracht ab. Hier ist eben nach der Linde Feierabend. Dann geht’s auf den Herbst zu.

    Dann schaffen nicht alle, Volk und Wabenbau noch einmal zu erneuern.


    Grüße Ralf

    Leute, schaut Euch die Völker nach der TBE doch an. Da braucht man dann garnicht mehr viel zu zu schreiben ;)

    Ja,

    Nicht jedes Volk verträgt das. Meist kommt der „gierige“ Imker damit auch zu spät um die Ecke.

    Bei einem zweizargig voll besetzten Volk Anfang Mai, das gerade schwärmen will, klappt das prima.

    Den Honig kann man aber auch suchen - der ist zum großen Teil verbrühtet.


    Kommt man Ende Juni, ist’s meist nur noch eine Notvariante - vor allem für die Bienen.

    Allein Brut raus ist ja auch schon brutal genug.


    Grüße Ralf

    Das Allertraurigste ist, daß das, was man als Verbraucher erhält, in der Qualität, zumindest gefühlt, immer minderwertiger wird.


    Alles nur noch auf schnellen Gewinn gemacht - raus und weg.

    Reparatur? Unmöglich - Kauf neu, Reparatur lohnt nicht. Gehäuse ist nicht zu öffnen, warum auch, Ersatzteile? Was soll das sein - dafür nennt sich das Zeug dann „wartungsfrei“.


    Manchmal stimmt das sogar. Trotzdem:


    Nachhaltig geht anders - vielleicht lernen wir das irgendwann (wieder.)


    Grüße Ralf

    Moin,

    Ich hab als Stahlbauer auch beruflich mit dem „Zertifzierungswahn“ zu tun.


    Es gibt da zwei (oder drei) Punkte, die mich stören:


    1) Die Anforderungen sind nur von Industrie oder Grossanbietern umsetzbar.

    Kein Hobbyimker wird sich einen Schleuderraum für € 20 000 einrichten wollen. Das allein genügte sowieso nicht, oft wird ja noch Dokumentation (evtl. jahrelang zurück) gefordert- das ist dann am Ende insgesamt ein zweiter Beruf.


    2) Die Kosten für die Überwachung sind vom Umsatz unabhängig: wer 10 Tonnen Honig verkaufen will, zahlt auch so viel, wie der 10 Zentner Imker.


    Für mich steht fest: Krieg ich da Ärger, dann bleibt der Honig bei den Bienen.


    Grüße Ralf


    Übrigens wird’s nichts nützen, an den Großhandel zu verkaufen, um das Problem zu umgehen, denn auch der Händler muss nachweisen, wo die Ware herkommt. Damit: geh auf Anfang …