Beiträge von ralf_2

    Moin,

    der "wehrahfte" ist wahrscheinlich das einzige brauchbare Volk - den Anderen ist mangels Masse so kalt, daß sie sich (noch?) nicht wehren können.

    Warum muss man schon beim ersten Sonnenstrahl den Bienen auf den Wecker gehen?


    Grüße Ralf

    Zitat „Sorry Ralf, aber du hast nicht ansatzweise verstanden was Zucht bedeuten kann.

    Wenn ich züchten könnte, würde ich an einer Biene arbeiten, die uns Imker in die Lage versetzt unabhängig vom Standort oder Einsatzgebiet im Raps, bei der Linde, im Wald , in der Heide ein“


    Du hast offenbar auch nicht verstanden, was ich meinte.


    Eine Auswahl betreibe ich hier auch. Letztlich sind die Ergebnisse für mich entscheidend.

    Und die hängen leider nicht nur von der Biene, sondern auch, und ich würde behaupten, vor allem von Trachtangebot und Wetter ab.

    Wenn beides günstig schaffen meine Bienen so'n Zentner pro Volk rein (2016). Wenn das nicht so ist, dann eben weniger.

    Schwärme hatte ich (leider) länger nicht.


    Kurz und gut, meine „Zucht” ist eher drauf gerichtet, daß die Bienen mit den Milben klarkommen, friedlich und fleißig sind. Mir reicht das so.


    Übrigens wüsste ich jetzt beim besten Willen nicht, wen ich hier „diffamiert” haben sollte. Das ist nur meine ganz persönliche Sicht.

    Wer nun unbedingt noch par Prozente mehr aus der Biene rausholen möchte, der soll das doch machen. In meiner Praxis komme ich auch ohne Abstammungsnachweis ganz gut aus.


    Im Übrigen ging es hier im Thema um die Kosten einer Königin.


    Und was ich vor allem darstellen wollte: Der Aufwand, der zu betreiben ist, hängt, abgesehen von Belegstellenkosten, nicht von der Abstammung der Königin ab.


    Und keine Angst: Ich verkaufe keine Königinnen. Käme wirklich mal jemand in Not, würde ich eine verschenken.


    Ich weiß, sowas wird in gewissen Kreisen noch schlimmer gewertet.


    Grüße Ralf

    Moin,

    wenn man die Kosten der Vermehrung von Königinnen betrachtet, hat die Abstammung fast gar keinen Einfluss.

    Das ganze Theater muss man ja sowieso machen. Interessant wird es nur, wenn ich Königinnen verkaufen möchte.


    Schon klar, daß eine Königin „mit allen Papieren” nicht ganz billig ist. Wenn ich mit meinen Bienen ein Problem hätte, würde ich auch Königinnen kaufen.


    Hab ich aber zur Zeit nicht, im Gegenteil. Die Ernte hängt nach meiner Erfahrung vor allem von Standort und Wetterlage bei Blüte der erwarteten Tracht ab.


    Da kann man noch so tolle Bienen haben - wenn die Robinie erfroren, der Raps trocknet oder die Linde… so genau weiß das keiner, nicht mag, dann nutzt die ganze Zucht nix.


    Es sei denn, man mag sich an Filzbindenbreite und Flügelindex ergötzen.


    Grüße Ralf

    aha,

    nö, meine Königinnen mögen ja keine eierlegenden Wollmilchsäue sein, aber bissel Arbeit macht das schon - selbst ohne Körschein.


    Weiselzucht ist was für Leute ohne Schmerzempfinden.


    B in ja kein Profi, wie fas talle hier, aber so mach ich das.


    -Zuchtvolk finden - das sollt eines sein, was ein, zwei Jahre vorher "gut mitgespielt" hat.


    -dann braucht man einen Sammelbrutableger, der rechtzeitig nicht nur Nachschaffung will.

    Früher habe ich gern umgelarvt, aber in den letzten Jahren haben Wetter und Volksentwicklung nur die Notvariante Bogenschnitt zugelassen.

    Dann hat man so 20... 25 Zellen. Manche sind eng zusammen - Käfigen - dann waren es nur noch 15.


    Es schlüpfen 14 Jungköniginnen.


    Eine davon mögen die Bienen im EWK (ich verwende imer noch die alten Sachen, weil, davon hab ich endlos viele...) nicht.

    Also nur noch 12.


    Dann werden die EWK unter Berücksichtigung von Wetterentwicklung verbrachter Zeit als eine Art "Kunstschwarm" freigelassen.

    Wenn's gut geht, beträgt die Erfolgsquote 80% - davon sortiere ich dann noch mal nach Vitalität und Brutnest - es bleiben dann von den anfangs 20 Zellen etwa 10 Weiseln.


    Was kosten die jetzt?

    Will niemand bezahlen. Bei einem Handwerker-Stundenlohn von € 60 würde ich dann so ungefähr auf 80 Euro kommen.


    Ich weiß, daß das zu langsam ist, aber schneller geht's bei mir nicht. Wird auch nicht mehr besser.

    Die EWK müssen vorbereitet werden. Futterteig mach ich/wir, also meine Frau selber....


    OK - dafür brauche ich keine fremden Weiseln kaufen - die Inzucht sollten die Drohnen vermeiden und früher kriegte man ja auch noch einen Schwarm angeboten, der nicht in der Kirchsturmspitze hängt.


    Grüße Ralf

    Moin,

    wie fängt man eigentlich mehrere Tausend lebende Milben?

    Ich hoffe ja, daß ich gar nicht soo viele im Bestand habe - nur für den Fall, daß...


    Bisher hab' ich keine Gefangenen gemacht - die lagen meist tot unten auf der Windel, wenn ich mit denen fertig war.

    Bei Hinterbehandlung gern auch hinter dem Fenster - man staunt schon, wie die dahin kommen.


    Grüße Ralf

    Moin,

    aus meiner Sicht ein akademisches Thema.


    Warum?


    Als Kind, oder schon Jugendlicher, egal, habe ich den Efeu auf dem Grundstück eingeschleppt. Seit ca 1998 blüht der regelmäßig. Anfänglich habe ich mich drüber gefreut. Seit einiger Zeit verhungern immer wieder Völker auf Honigwaben, die in der kalten Jahreszeit fest werden und für die Bienen nur zu verwerten sind, wenn sie Wasser aufnehmen können.

    Das teuflische daran: Ich kann den später festwerdenden Honig nicht im Herbst erkennen. Da der Efeu auch von allerlei anderen Hautflüglern genutzt wird., möchte ich ihn eigentlich nicht ausrotten, wobei es ein leichtes wäre, die Ranken unten am Stamm einfach zu trennen.

    So geb ich im Spätherbst nochmal ordentlich Flüssigfutter (Sirup) um die Lücke eng zu halten.

    Das klappt leider nicht immer.


    Mein Fazit

    Auf Honig überwintern ist sicher schick, wenn der Honig auch dafür geeignet ist.


    Grüße Ralf

    Bei uns hat wahrscheinlich ein Dachs die Erdwespen vorm Kellerfenster platt gemacht. Die Losung sieht danach aus und mein Sohn hat einen auf dem Weg zur Nachtschicht in der Nähe gesehen.

    So lange der nicht an die Bienen geht, stört es nicht.

    Grüße Ralf

    Moin,

    Es fehlt die Stabilisierung - Horizontalkräfte werden weder längs noch quer sicher aufgenommen.

    Das Tragwerk balanciert so vor sich hin.

    Kann man machen, und Glück haben - empfehlen würde ich das nicht.


    Grüße Ralf

    Musst mal die Leute fragen, die sowas erzählen …andererseits: warum sieht man Imkerei immer so kommerziell?

    So lange man 5… 10 Völker hält, besteht doch weder ein wirklich wirtschaftlicher Anspruch noch ein nennenswertes wirtschaftliches Risiko.


    Und wer mehr als 50 Völker besitzt, hat sich diese Frage schon selbst beantwortet.


    Grüße Ralf

    Hat der Chef schon länger Urlaub, daß hier so wüst diskutiert werden darf?


    Zum Thema: Nicht nur in Imkerei und Landwirtschaft hat die unter dem Motto des Verbraucherschutzes eingeführte Zertifizierungspraxis zu einer … „Marktbereinigung” geführt.

    Auf deutsch: Viele Kleinproduzenten können nicht wirtschaftlich arbeiten, wenn sie für ihre Kleinproduktion die gleichen Nachweise wie der Große erbringen müssen.


    Zur ollen DDR: Ich hab die Hochkonjunktur der DDR in vollen Zügen erlebt und genossen. War ganz schick. Allerdings war auch hier der Zusammenbruch unvermeidlich.

    Wäre nicht die Milbe und die Wende gekommen, hätten sich die Imker im Streit um die gut bezahlten Wanderplätze auch spätestens ab Mitte der 90er gegenseitig erwürgt.

    Damals hat ja am Ende jeder mitgemacht, der irgendwie meinte, eine Wabenzange (Magazine gab es noch nicht so häufig) halten zu können.

    Da waren die Grenzen des Wachstums absehbar.


    Ich möchte keine Subventionen - eine faire Vertriebsgesellschaft … würde auch wieder wie alle enden. Nö lässt mal - iss schon alles gut so.


    Grüße Ralf

    Ich hab BWL nicht studiert, weiß aber, daß man Bilanzen schon so frisieren kann, daß das Finanzamt und Bank zufrieden sind.

    Das geht nur so lange genug Geld reinkommt, die Ausgaben der Firma und das „Gehalt“ der Inhaber darzustellen.

    Bei den meisten Imkern scheint es zu passen - werden immer mehr :-)


    Und gerade die Alten sind geradezu versessen drauf, daß die Bienen anschaffen.


    Die jungen Wilden neigen eher dazu, das Bienenwohl, oder was sie dafür halten, in den Vordergrund zu stellen.


    Grüße Ralf