Beiträge von ralf_2

    Moin,

    aus meiner Sicht ein akademisches Thema.


    Warum?


    Als Kind, oder schon Jugendlicher, egal, habe ich den Efeu auf dem Grundstück eingeschleppt. Seit ca 1998 blüht der regelmäßig. Anfänglich habe ich mich drüber gefreut. Seit einiger Zeit verhungern immer wieder Völker auf Honigwaben, die in der kalten Jahreszeit fest werden und für die Bienen nur zu verwerten sind, wenn sie Wasser aufnehmen können.

    Das teuflische daran: Ich kann den später festwerdenden Honig nicht im Herbst erkennen. Da der Efeu auch von allerlei anderen Hautflüglern genutzt wird., möchte ich ihn eigentlich nicht ausrotten, wobei es ein leichtes wäre, die Ranken unten am Stamm einfach zu trennen.

    So geb ich im Spätherbst nochmal ordentlich Flüssigfutter (Sirup) um die Lücke eng zu halten.

    Das klappt leider nicht immer.


    Mein Fazit

    Auf Honig überwintern ist sicher schick, wenn der Honig auch dafür geeignet ist.


    Grüße Ralf

    Bei uns hat wahrscheinlich ein Dachs die Erdwespen vorm Kellerfenster platt gemacht. Die Losung sieht danach aus und mein Sohn hat einen auf dem Weg zur Nachtschicht in der Nähe gesehen.

    So lange der nicht an die Bienen geht, stört es nicht.

    Grüße Ralf

    Moin,

    Es fehlt die Stabilisierung - Horizontalkräfte werden weder längs noch quer sicher aufgenommen.

    Das Tragwerk balanciert so vor sich hin.

    Kann man machen, und Glück haben - empfehlen würde ich das nicht.


    Grüße Ralf

    Musst mal die Leute fragen, die sowas erzählen …andererseits: warum sieht man Imkerei immer so kommerziell?

    So lange man 5… 10 Völker hält, besteht doch weder ein wirklich wirtschaftlicher Anspruch noch ein nennenswertes wirtschaftliches Risiko.


    Und wer mehr als 50 Völker besitzt, hat sich diese Frage schon selbst beantwortet.


    Grüße Ralf

    Hat der Chef schon länger Urlaub, daß hier so wüst diskutiert werden darf?


    Zum Thema: Nicht nur in Imkerei und Landwirtschaft hat die unter dem Motto des Verbraucherschutzes eingeführte Zertifizierungspraxis zu einer … „Marktbereinigung” geführt.

    Auf deutsch: Viele Kleinproduzenten können nicht wirtschaftlich arbeiten, wenn sie für ihre Kleinproduktion die gleichen Nachweise wie der Große erbringen müssen.


    Zur ollen DDR: Ich hab die Hochkonjunktur der DDR in vollen Zügen erlebt und genossen. War ganz schick. Allerdings war auch hier der Zusammenbruch unvermeidlich.

    Wäre nicht die Milbe und die Wende gekommen, hätten sich die Imker im Streit um die gut bezahlten Wanderplätze auch spätestens ab Mitte der 90er gegenseitig erwürgt.

    Damals hat ja am Ende jeder mitgemacht, der irgendwie meinte, eine Wabenzange (Magazine gab es noch nicht so häufig) halten zu können.

    Da waren die Grenzen des Wachstums absehbar.


    Ich möchte keine Subventionen - eine faire Vertriebsgesellschaft … würde auch wieder wie alle enden. Nö lässt mal - iss schon alles gut so.


    Grüße Ralf

    Ich hab BWL nicht studiert, weiß aber, daß man Bilanzen schon so frisieren kann, daß das Finanzamt und Bank zufrieden sind.

    Das geht nur so lange genug Geld reinkommt, die Ausgaben der Firma und das „Gehalt“ der Inhaber darzustellen.

    Bei den meisten Imkern scheint es zu passen - werden immer mehr :-)


    Und gerade die Alten sind geradezu versessen drauf, daß die Bienen anschaffen.


    Die jungen Wilden neigen eher dazu, das Bienenwohl, oder was sie dafür halten, in den Vordergrund zu stellen.


    Grüße Ralf

    Muss ich mal sagen: Das war jetzt ein mindestens ein Missverständnis.


    Ich sehe aber auch nicht ein, in Ostbrandenburg Preise vom Münchner Viktualienmarkt versuchen zu erzielen - das passt einfach nicht.


    Und bitte, komm mir nicht mit so dummen Zeug, wie Wettbewerbsverzerrung … ich mach dreißig Jahre Stahlbau und weiß wie der Hase läuft.


    Grüße Ralf

    Moin,

    selbstverständlich nimmt man den Preis, den man erzielen kann, das hat nur bedingt mit den Produktionskosten zu tun. Wenn man nicht mehr rauskriegt, muss man die Gestehungskosten irgendwie runterbekommen.

    Das ist in allen Branchen so. Auf dem Bau gibt's zur Zeit mehr Arbeit als man schaffen kann - deshalb sind die Preise.... erträglich für den Anbieter.

    Das war Anfang der 2000er anders - da musste man sehen, daß man trotz der "verdorbenen" Preise über die Runden kam.


    Im übrigen sehe ich das so: Auch die Vermarktung ist ein Aufwand, der sich in Kosten ausdrückt. Wenn ich, um für 8 € Honig zu verkaufen, mir einen Marktstand anschaffen, dort Gebühren zahlen und dann auch noch bei jedem Wetter gut gelaunt rumstehen soll,

    dann verkaufe ich lieber für € 5 an Bekannte, Freunde und Verwandte und bilde mir ein, damit gar nicht so schlecht zu liegen. Übrigens führen wir seit 1955 (mit kurzen Unterbrechungen in den "wilden 90er) über die Bienen Buch - einfach um zu sehen, ob wo wir stehen. "Arbeitszeit" wird natürlich nicht gerechnet - ich mach das ja aus Spaß an der Beschäftigung mit den Bienen.


    Mach auch noch Modellbahn. Soll ich mir da auch Arbeitszeit rechnen? Wobei ich bei den einschlägigen Treffen und Stammtischen auch so einigen Honig loswerde. Wegen der blöden Seuche findet nur im Moment nix statt....


    Ja, an den Großhandel hab' ich auch schon verkauft - da hatten wir mal ein seeehr gutes Jahr und ich fürchtete, auf den 20 Zentnern sitzen zu bleiben. Wäre nicht nötig gewesen :-)


    Grüße Ralf

    Moin,

    außer das mit dem "kleinbäuerlich" trifft so ziemlich auf jede hier ansässige Firma, einschließlich VW und Daimler zu.

    Damit lockt man doch keinen Kunden hinterm Ofen vor. Besonders diejenigen, die evtl. selbst prekär bezahlt werden, schon gar nicht.

    Grüße Ralf

    Moin,

    Warum soll es dem Imker besser gehen, als anderen „unterschätzten“ Berufsgruppen?


    Da fallen mir einige ein, die evtl. sogar noch wichtiger (kaum zu glauben) für's Gemeinwesen sind.


    Grüße Ralf

    Moin,

    wenn das restliche Altwachs sowieso nur verbrannt werden soll, ist der Aufwand, das letzte Gramm zu gewinnen, nicht gerechtfertigt.

    Es gibt keinen Grund, das Altwachs nicht wieder zu verwerten, oder sind wir schon wieder im Krisenmodus?

    Waren die Bienen wegen der Altwaben krank oder zeigten sie irgendwelche Symptome, die auf das Wachs zurückzuführen wären?


    Man kann es mit der "Hygiene" auch übertreiben und schwächt durch ewige Unterforderung das Immunsystem.

    Aber wer es meint, sich leisten zu können/müssen, der möge es tun.


    Ich habe seit der "Wachskrise" vor Jahren so ca 30 kg "eigenes" Wachs hier liegen neben 50 kg "konventionellem". Da ich mir die Kleckerei mit dem Mittelwandgießen selbst nicht antun möchte, werde ich die "Trennungsorgie" wohl aufgeben, sobald sich dafür eine Notwendigkeit ergibt.


    Probleme, die sich sicher auf das Wachs zurückführen lassen, habe ich in den letzten 50 Jahren nie gehabt - habe aber auch nie irgendwelches Zeug aus diesem "Internet" bestellt und immer bei Händlern gekauft, mit denen ich auch persönlich sprechen kann.


    Wenn wir alle das gegenseitige Vertrauen verlieren - wer kauft dann (z.B.) noch Honig?


    Grüße Ralf

    Moin,

    Ich hab mir zwar alle Chemikalien und Geräte besorgt … konnte es bis jetzt noch nicht übers Herz bringen, die Winterruhe zu stören.

    Die Milbenopfer gibt’s auch schon bis Ende Oktober - was dann nicht verhungert, erlebt auch das Frühjahr.

    Und dann kann man nach meiner Ansicht immer noch bei Gefahr Brut ausräumen- und damit Ableger machen.

    Selbstverständlich wird der Profi das anders sehen (müssen) als der Amateur, der auch bei dreißig Völkern (und anhand der Aufzeichnungen) so ungefähr weiß, was für ein Volk da grade betrachtet wird…

    Grüße Ralf