Beiträge von Wespenkönig

    Ich bin inzwischen auch zu der von Dieter beschriebenen Methode übergegangen um im Sommer den Varroadruck in den Völkern zu beurteilen.
    Der natürliche Milbenfall ist im Sommer viel zu ungenau, weil er ja durch Ameisen und Ohrenzwicker verfälscht wird. Wer sich darauf verläßt muß leider oft erleben, wie sich scheinbar aus dem Nichts ein lethaler Befall aufbaut.
    Als Wanderimker kannst du eh nicht hinfahren, Schubladen rein und später nochmal hin und zählen.
    Ich zieh eben 1-2 Brutwaben und schau mir die schlüpfenden Bienen und die rumlaufenden (pelzigen) Jungbienen an, ob sie gesunde Flügel haben. Falls mehr als 1-2 DWS Bienen rumlaufen kommt das Volk auf den Anhänger und geht mit heim. Dort beginnt die Spätsommerpflege.
    In Winter nutze ich den natürlichen Milbenfall allerdings doch noch um die Völker zu beurteilen. Also doch nicht ganz wie Dieter.
    Gruß
    Wolfgang

    Hallo,
    für Lebensmittel geeignet ist z.B. Kelterlack. Ich habe den zum abdichten von Fütterern verwendet. Bei der Schleuder ist er aber auch nicht optimal, weil er nicht dauerhaft auf der Oberfläche hält, sondern mit der Zeit abblättert.
    Das beste wäre du sparst auf eine Edelstahlschleuder. Das ist eben eine Dauerlösung die höchste Qualität für deinen Honig garantiert.
    Wolfgang

    Hallo zusammen
    Tiger
    hast du tatsächlich Erfahrung mit Osverdampfen im Sommer und kennst Wirkungsgrad und Aufwandmenge oder ist das nur eine Vermutung?
    @Frauke
    Was ich letztes Jahr ausprobiert habe ist nur im Sommer Chemiefrei und das auch nur wenn die Varroavermehrung relativ normal ist und nicht so extrem wie letzten Sommer im Süden. Daher halte ich die Substitution von AS durch OS nicht für anstrebenswert.
    Off Topic: Wenn ich mich richtig erinnere wurde ich bei der Totalen Brutentnahme von 6 Völkern nicht gestochen. Es ist vor allem wichtig wie man es macht. Generell nur l_a_n_g_s_a_m bewegen. Jede schnelle Bewegung provoziert die Bienen zum Angriffsflug. Nie ohne Rauch ans Volk. Ich immer ohne Schleier an die Völker und im heißen Sommer schon auch mal oben ohne und in kurzen Hosen aber nie ohne Rauch. Wie Friedlich deine Bienen sind hängt auch von Deinem Verhalten ab. Und Regina hat Recht. Angst riechen die Bienen.
    Gruß
    Wolfgang

    Hallo Piper


    Das Konzept wurde hier schon mal besprochen, allerdings funktionieren die im Thread angegeben Links wohl nicht mehr. Ich erinnere mich aber von ähnlichen Mengen in einer Bienenzeitung gelesen zu haben.


    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=14712&highlight=teilen+behandeln


    Bei der Sommerbehandlung werden 150-200ml OS verwendet um eine aureichende Wirkung zu erzielen, bei der Winterbehandlung nur 50ml. Und selbst mit der großem Menge OS werden nicht die 98-99% Wirkungsgrad wie bei der Winterbehandlung erzielt. Ich habe es selbst noch nicht gemacht, aber Liebig hat bei der letzten Versammlung der Freunde der Landesanstalt aufgerufen sich an einem Feldversuch zur Optimierung des Konzepts zu beteiligen.


    Viele Grüße


    Wolfgang

    Hallo Piper
    Das mit der Fangwabe in der Brutscheune war mir schon klar. Ich habe die erst nach auslaufen der Brut reingegeben und hatte auch nie die Illusion allein damit bis zur Winterbehandlung durchzukommen.
    Das Ersetzen von AS durch OS ist allerdings nicht mein Ziel. Liebig experimentiert damit ja auch rum und die Aufwandsmengen für OS sind im Sommer schon recht hoch.
    Ich werde es nächstes Jahr wieder mit ein paar Völkern probieren.
    Gruß
    Wolfgang

    Hallo Holmi,
    ich habe letztes Jahr die totale Brutentnahme wie in der ADIZ beschrieben im Juli bei 6 Völkern durchgeführt.
    Das Jahr war dafür gut geeignet, weil früh klar war, daß es bei uns keine Spättracht (Wald) geben wird. Die Brut aus drei Völkern wurde in einer Minibrutscheune gesammelt und mit einer Wabe offener Brut als Fangwabe abgefangen. Ich schätze die Wirkung ist ähnlich wie bei der Ameisensäurebehandlung im Sommer. Darum geht es mir eigentlich auch, weil ich kein Freund der Ameisensäurebehandlung bin und die lieber durch etwas anderes ersetzen würde.
    Die Brutscheune kommt nicht ohne Ameisensäure aus, trotz einer Fangwabe nach dem Schlupf der entnommenen Brut. In einem normalen Jahr denke ich, dass die so behandelten Völker nach der Entnahme der Fangwabe es bis zur Winterbehandlung durchhalten.
    Weil im Späsommer letzten Jahres der Varroabefall stark anstieg habe ich doch nochmal Ameisensäure eingesetzt, also noch nicht ganz das Ziel erreicht. Gut find ich auch, daß man damit auf einfache Art frische Waben ins Brutnest bringt.
    Man merkt deutlich, daß die Völker in den Wochen nach der Brutentnahme schwächer werden, aber da es ja bei der letzten Schleuderung gemacht wird, hat es keine Auswirkung auf die Honigernte. Bei der Einwinterung sind alle wieder gleich stark wie die normalen Völker gewesen.
    Gruß
    Wolfgang

    wegen dem das sich bestandteile des metalls lössen könnten oder warum ???



    wie weißt du an welchem pc ich sitze ??:confused::confused::confused::confused:


    genau, Honig hat einen sehr niedrigen ph-Wert und "ätzt" daher das Weissblech an. Ich kenn die Schleudern noch aus meiner Anfangszeit, als Edelstahl noch die Ausnahme war. Falls Honigreste in der Schleuder blieben wurden sie rabenschwarz. Du musstest die Schleuder nach jedem Schleudertag gründlichst auswaschen und sofort troknen, sonst gieng es mit dem Rosten los.


    Ich verstehe schon, dass du als Jugendlicher nur begrenzte Geldmittel hast. Aber Edelstahlschleudern sind heute Stand der Technik und kleinere kriegt man schon für 200 - 300 Euro neu. Holtermann bietet sogar eine 2Waben Tischschleuder aus Edelstahl für Kleinimker für 174Euro an.
    Da muss ich gar nicht wissen was für einen PC du hast, weil der auf jeden Fall teurer war. Im Ernst, stecke lieber kein Geld in eine Uralt Schleuder.


    Viele Grüße
    Wolfgang

    nein, 1500 Umdrehungen/min ist sicher zu viel.
    Das sind ja 25 Umdrehungen/sek. Sowas hält keine Wabe aus und ich hätte das sogar Zweifel ob das der Imker überlebt. ;-)
    Aber Reiner hat wirklich recht. Wenn das eine alte Weissblech Schleuder ist soltest du nichts mehr da reinstecken, sonder lieber auf eine Edelstahlschleuder sparen. Die kostet viel weniger als der Computer an dem du gerade sitzt.
    Honig aus einer Weissblechschleuder sollte nicht in Umlauf gebracht werden, das könnte Ärger geben.
    Gruß
    Wolfgang

    ich habe eine 4 Waben Selbstwendeschleuder mit der Schleuderhexe. Die wird mit 80 Watt angegeben und das hat bisher immer gereicht.
    Elektrische Leistungsaufnahme und mexchanische Leistungsabgabe ist allerdings nicht das gleiche.
    Grüßle
    Wolfgang

    22 von 23 noch da. Einen Mickerling, der es kaum bis zum Frühjahr geschafft hätte habe ich mit einem anderen kleinen Volk vereinigt. Ich hatte mit schlimmerem gerechnet nachdem im Spätsommer bei einigen Völkern Tausende vom Milben fielen. Aber es ist ja noch nicht Frühjahr!
    Letztes Wochenende habe ich eine grobe Durchschau gemacht, in der Regel nur durch die Folie gucken um die Stärke zu beurteilen und hinten anlupfen um das Gewicht abzuschätzen.
    Mein Eindruchk ist, dass die Zehrung im allgemeinen bisher sehr gering war.
    Gruß
    Wolfgang

    Hallo Andreas,
    Ich empfehle dir das Buch "Bienenprodukte in der Medizin Apitherapie" von Dr. Potschinkowa zu lesen. Sollte es in Berlin doch in einer Bücherei geben.
    Sie empfiehlt zur prophylaktischen Anwendung von Honig eine normale Dosis von 1-2gr/Kg Körpergewicht und Tag.
    Therapeutische Anwendungen liegen zum Teil deutlich über diesem Wert, aber damit soll ja auch im Körper etwas bewirkt werden. Daher denke ich, wenn du dich im Bereich dieser 1-2g/Kg Körpergewicht bewegst und ansonsten gesund bist ist das ganz in Ordnung (für mein Gewicht wären da 100gr/Tag gar kein Problem).
    Aber lies das Buch mal, wirklich sehr empfehlenswert.
    Gruß
    Wolfgang

    Hallo Radix
    Wenn es Dir um gerade Naturbauwaben geht, kann ich Dir einen Tipp geben. Wenn Du einige Rähmchen zum Ausbauen in den Brut oder Honigraum hängst, wirst du Beobachten, daß die Bienen am Übergang von den Naturbauwaben zu vorhandenen Waben erst mal den Abstand relativ kreativ zwischen vorhandener Wabe und leerem Naturbaurähmchen füllen. Aber Sie werden immer soweit bauen, bis am Ende ein Beespace zwischen den Waben ist. Wenn Sie so eine Welle eingebaut haben wird die sich auf den nächten Waben fortsetzen, den Beespace muss man ja einhalten.
    Ich schaue also einige Tage nach dem Einhängen der Naturbaurähmchen wieder ins Volk und wenn es eines ist das krumm baut drehe ich einfach die Wabe um 180 grad. Wo vorher zuviel space war ist jetzt zu wenig und wo zuwenig war ist jetzt zu viel. Die Bienen korrigieren den Fehler indem sie an einer Stelle abtragen und der anderen Stelle die Zellen weiter Ausziehen.
    Manche Völker brauchen mehr und manche weniger von dier Unterstützung.
    Funktioniert astrein.
    Gruß
    Wolfgang

    Ausserdem hat der Michael recht, wenn er sagt, das eine Königin im Überfluss geboren werden muss



    Ja, das denke ich inzwischen auch. Daher gibt eine Zucht nach den Nachschaffungstrieb in kleinen Einheiten zwar Königinnen, aber sicher keine super fetten verhätschelten Volksmütter.
    Gruß
    Wolfgang