Beiträge von Wespenkönig

    Die urspruengliche Frage war ob sich die Biozertifizierung lohnt.


    Fuer mich lohnt sie sich nicht, weil ich mir langsam einen Kundenkreis mit Einzelhandel und Belieferung von Hoflaeden im engen Umkreis aufgebaut habe. Die meissten Honigendkunden kennen mich selbst und meine Vertrauenswuerdigkeit bestimmt ihre Verkaufsentscheidung. Ich habe mich mal bei Bioland dafuer interessiert und vieles daraus in meine Imkerei uebernommen (Holzzargen, Leinoelanstriche, Naturwabenbau…) aber die Zertifizierung war mir fuer meine Situation zu teuer.


    Bei dir sieht es anders aus. Die meissten deiner Endkunden kennen dich nicht und da kann ein Biolabel schon wichtig sein ob ein Produkt gekauft wird oder nicht. Aber selbst wenn du dich dafuer entscheiden solltest dauert die Umstellung einige Jahre und kostet eventuell viel Geld fuer neue Kaesten, Wachs ….

    Ich bin zwar nicht angesprochen, aber ich heisse auch Wolfgang, deshalb versuch ichs mal. Mich nervt das leider auch oft bei vielen posts. Nur als Beispiel und nicht persoenlich gemeint.


    A. sagt: Einzarger im Zandermass schwaermen.


    Vielleicht hat er das mal gehoert oder gelesen. Vielleicht hat er es ausprobiert bei 100 Voelkern im Jahr von denen die Haelfte Einzarger und die Haelfte Zweizarger sind.

    Das macht einen Riesenunterschied.


    B. sagt: Nach meiner Erfahrung schwaermen Zander einzarger nicht mehr als zweizarger. Bei meiner Imkerei habe ich es mit 100 Voelker und 50% einzargig ausprobiert. Manchmal habe ich Pollenwaben entnommen wenn ich es zu viel fand.


    Er hat es ausprobiert und teilt seine Erfahrungen. Wenn ausserdem der Ort angegeben ist kann der Leser ungefaehr einschaetzen was das fuer seine imkerliche Situation und Betriebsweise bedeutet.


    oder B sagt halt: Ich hab mal gehoert, dass Einzarger schwaermen sollen.


    Die Aussage von A. ist Eine Behauptung und bringt niemand weiter.

    Die Aussage von B ermoeglicht jedem abzuschaetzen was das fur seine Situation bedeutet.


    so ungefaehr jedenfalls :*

    Meine Zargen mach ich seit 20 Jahren selber (Hohenheimer, wie du) aus Brettern vom Saegewerk. Wenn jemand schreibt, dass er gegen Selbstbau ist, dann hat das fuer denjenigen sicher Gruende. Ich muss aber sagen, die schlimmsten Zargen und Boeden die ich gesehen habe waren gekaufte, billige Neuware. Durch den Selbstbau lernt man natuerlich auch und kann das was fuer die eigene Imkerei besser ist einbauen. Vor allem mein Boden sieht inzwischen anders aus. Niedrig und mit einer hinteren unteren Querleiste die das offene U in ein geschlossenes O verwandelt fuer mehr Stabilitaet beim Wandern.

    Bei den Brettern fuer die Zargenseite (227mm hoch) sollte man aber sorgfaeltig vorgehen. Ich kaufe mein Holz meist im Herbst und baue im Winter. Ich kaufe 25cm breite Bretter (Nennmass, Einstellung der Saege im Saegewerk beim Aufschnitt), die sind aber beim Kauf in der Regel schon um die 24cm breit. Die lass ich mir im Saegewerk gleich auf 20mm Dicke hobeln. Vor dem Zuschnitt lagere ich die dann aber. In der Regel kaufe ich Fichte (habe auch schon Weymouth Kiefer verarbeitet). Beim Saegewerk kriegst du in der Regel die heimische Fichte, die recht hoch wird und wenig Aeste hat. Mit Nordischer Fichte vom Baumarkt wird das nicht gut gehen. Die Bretter fuer die Seiten sollten sich moeglichst wenig verziehen, daher bevorzugt stehende Jahresringe. Bretter mit liegenden Jahresringen besser fuer Griffleisten oder Boeden nehmen. Wenn du Flach oder Halbzargen baust ist das nicht ganz so wichtig. Aeste die ausfallen koennten (nicht verwachsen) werden ausgebohrt und mit einem eingeleimten Querholzduebel wieder gefuellt, wenn sie nicht beim Zuschnitt im Abfall landen.


    https://www.befestigungsfuchs.…den-und-quellen-von-holz/


    Wenn du Spass am Selberbauen hast und auch gutes Werkzeug (Ich habe Eine Tischkreisaege mit Anschlag) dann kann das auch ganz gut werden.

    Ich nutze im Honigraum ausschlieslich Flachzargen. Meiner Meinung nach ist der wichtigste Schritt im Honigraum von der Ganzzarge wegzukommen. Zu hohes Gewicht, zu lange bis eine Wabe voll gedeckelt ist, weniger Mischtracht …

    Ob Halb oder Flachzargen ist ein bischen weniger wichtig.

    2 Flachzargen koennen auch eine angemessene Brutraumgroesse sein. Ich steige schrittweise darauf um. Damit gibt es dann keinen Raehmchen Mischmasch mehr.

    Ich habe zu meiner Anfangszeit vor etwa 20 Jahren eine Betongussform verwendet mit einem Spritzer Spüli pro Liter als Trennmittel. Hat immer gut funktioniert und an ein löcheriges Brutbild kann ich mich nicht erinnern. Gibt es seriöse Unteruchungen zu Brutschäden durch so eine niedrige Konzentration Spüli oder sind das nur Vermutungen?

    Hier wir ja viel über die Gestaltung, den Kleber und andere Äuserlichkeiten des DIB Etiketts argumentiert. Da gibt es sicher berechtigte Kritikpunkte, meines Erachtens ist es aber wichtiger, daß sich der Imker, der das DIB Glas nutzt zu einer höheren Qualität verpflichtet als der Imker der im Neutralglas ohne Verbandsmitgliedschaft verkauft. Bei Wassergehalt, HMF und Diastase, Invertase sind die Anforderungen deutlich über der Honigverordnung, dem Mindeststandard für jeden Honig der in D in Verkehr gebracht wird. Wenn mein Honig diesen Kriterien nicht genügen würde könnte ich ihn immer noch im Neutralglas vermarkten, solange er wenigstens die Honigverordnung einhält. Das sage ich auch meinen Kunden. Ich hatte etwa alle 4-5 Jahre eine Kontrolle vom DIB. Bioverbände, wie z.B. Bioland haben bei HMF und Diastase noch etwas höhere Anforderungen und verlangen jährliche Kontrollen. Für meine Imkerei würde das allerdings etwa 10 mal höhere Kosten als im DIB bedeuten. Das würde natürlich dann auch einen höheren Preis bedeuten. Damit ist für mich die Vermarktung mit dem DIB ein guter Kompromiss.

    Ich verwende die Imkerpfeife, weil ich 2 Hände frei habe und trotzdem noch gezielt Rach an bestimmte Stellen pusten kann.
    Morsches Holz tu ich unten ein Stückle rein und fülle dann mit trokenem Gehäcksel vom Heckenschnitt auf. Angezündet wird mit einem abgerissenen Stück von einem Zeitungsblatt. Gibt ne gute Flamme und damit ist das Teil 0,nix angezündet. Wenn ich so etwa nach ner halben Stunde merke, daß es weniger wird schütte ich halt vom Heckenhäcksel nach.
    Alle paar Monate schmeiss ich die versiffte Pfeife in ein Glas mit etwa 2 Esslöffeln Wachmittel (Persil ...), fülle mit Wasser auf, dass die Pfeife unter Wasser ist und lasse alles 1 -2 Tage stehen. Das löst alles schön an und wenn ich es rausnehme bürste ich kurz drüber und das Ding sieht aus wie neu. Wenn sich in der Brennkammer eine dicke Teerschickt abgelagert hat, lässt die sich mit nem Schraubenzieher leicht ablösen

    Hallo Peter,
    kannst du was zu den Heizpatronen sagen. Wo kriegst du die und wie befestigst du die?
    Sieht alles sehr durchdacht aus. Klasse.
    Wolfgang

    Hallo Jörg,
    bei regelmäßigem Nachtfrost (wie du schreibst) besteht auch das Risiko die Maus gleich mit einzusperren. Also lieber jetzt so einbauen, dass die Bienchen gut durchkommen.
    Gruß
    Wolfgang