Beiträge von gerhard eissner

    Hallo zusammen,


    ich hab vor Weihnachten als kleines Geschenkle für meine Kunden mehrmals selber Honigpralinen gemacht und dreingegeben (das was meine Liebsten davon übriggelassen haben). Das kam so gut an, wie nichts vorher. Viele wollten auch die Rezepte haben. Hab ich natürlich gerne hergegeben, weil zum Nachmachen brauchen die lieben Kunden ja dann wieder jede Menge Honig. Kann ich wirklich allen Imkern bestens empfehlen.


    Die Pralinen hab ich gemischt (verschiedene Sorten) in eine kleine, mit Bienen bedruckte Knistertüte gegeben und mit Bast zugebunden.


    Die Basis für die Pralinen war immer Marzipan.
    Vor allem mit Kindern kann man diese Pralinen gut herstellen.
    Geht wirklich schnell und einfach.


    Rezept für eine "Portion":


    500 g Waldhonig
    500 g blanchierte und sehr fein gemahlene Mandeln (fertig so gekauft)
    zusammen in Mixi und ca. 10 Min. rühren,
    kurz vor Ende der Rührzeit je nach geplanter Weiterverwendung (Füllung) Aroma zugeben, z.B: Rumaroma, Bittermandel, Orangenaroma, Kirschwasser usw. Evtl. die Masse in kleinere Einheiten teilen und verschieden aromatisieren.


    Das Marzipan dann noch kurz kneten und als Laib etwa 1/2 Std. kühl ruhen lassen.
    Währenddessen Füllung vorbereiten (getrocknete Aprikosen in Stücke schneiden, eingeweckte Sauerkirschen abtropfen lassen, Cranberries in Rum einweichen, ganze Haselnüsse oder Mandeln, Haselnusshonig mit Krokantstücken usw.), helle oder dunkle Kouvertüre auflösen und "Garnitur" (Krokant, Schokoflocken, Schokostreusel, Kokosraspel, Kakao-Puderzucker, Mandelstifte oder -blättchen usw.) in Schüsselchen bereitstellen.


    Vor Weiterverwendung Marzipan nochmal eine Minute kneten.
    Dann kleine Kugeln (wie große Murmeln) formen, in diese dann je nach Füllung ein Loch drücken oder zu einem kleinen Fladen ausdrücken, Füllung reinlegen und wieder zu einer Kugel formen daß außen nur noch Marzipan ist. Die Kugeln dann in die Kouvertüre legen, gleich wieder rausnehmen und in "Garnitur" rollen oder damit bestreuen. Auf Backblech mit Backpapier legen und abkühlen lassen.
    Fertig.


    Am besten geht das, wenn man zu zweit dabei ist.
    Als Füllung und "Garnitur" kann man eigentlich alles nehmen, was einem geeignet scheint. Man sollte aber darauf achten, daß Füllung und "Garnitur" zusammenpasst.
    Wenn man Honigcreme als Füllung verwendet, sollte die vorher im Kühlschrank stehen, lässt sich dann besser einformen.


    Die fertigen Pralinen sollte man kühl aufbewahren. Wie lang die haltbar sind, weiß ich nicht, hat auch niemand danach gefragt und vermutlich sind auch keine wirklich alt geworden.


    Wenn die Pralinen dann gemischt in einer Schale oder in Klarsichttüte liegen, sieht das echt toll aus. Wenn man dann noch zum Kunden sagen kann, das hab ich selber gemacht, extra für dich, dann ist der begeistert und da die Pralinen auch noch sehr fein schmecken kriegt man absolut überzeugende Rückmeldungen.


    Wahrscheinlich gibts mindestens zig Gesetze, die genau das verbieten, das Inverkehrbringen von selbergemachten Honigpralinen. Sicher mit Androhung von ganz schrecklichen Strafen.
    Wenn Ihr Euch davor fürchtet, dann esst die Pralinen einfach selber. Begeistert werdet Ihr trotzdem sein.


    Viel Spass beim Nachmachen


    mit Gruß
    Gerhard Eißner

    Hallo Arnix, hallo zusammen,
    der Nachbarimker soll sich einen anderen Standplatz für seine Bienen suchen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß es Plätze gibt, an denen alle Bedingungen ganz prima sind, trotzdem die Bienen nicht gedeihen und vor allem nicht gut über den Winter kommen. Ob Erdstrahlen oder sonstwas die Ursache sind weiß ich auch nicht, können vielleicht andere besser beantworten, aber es ist einfach so. Ich hatte vor einigen Jahren einige Beuten an einem derartigen Platz stehen und bin schier verzweifelt. Auf den Rat meines Vaters hin hab ich die Bienen mit welchen von einem anderen Stand ausgetauscht und den Stellplatz um etwa 30 Meter versetzt. Ich hab seitdem keine Probleme mehr und hab nach wie vor hier neun Völker stehen.
    Gruß
    Gerhard Eißner

    Hallo Detlev, hallo zusammen,
    ich will keine "allzeit gefüllten Honigtöpfe"!!!!
    Schon die Vorstellung ist grauenhaft! Wohin mit dem ganzen Honig?
    Ich will, daß die Honigtöpfe spätestens Mitte Mai möglichst alle leer sind! Weil dann kommt (hoffentlich) ja schon bald die nächste Ernte! Und ein paar Tage brauch ich ja auch noch, die leeren Honigtöpfe zum neu befüllen wieder herzurichten.
    Gruß
    Gerhard Eißner

    Hallo zusammen,
    ich wünsch Euch allen schöne, ruhige Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Vor allem wünsch ich Allen, daß im es im März richtig summt und brummt, daß niemand schlimme Verluste hat.
    Vor allem auch dem "Forum" wünsch ich alles Gute. Trotz 30 Jahren Imkererfahrung und vieler gelesener Bücher, vieler Methoden und Dinge die ich ausprobiert und oft auch wieder gelassen habe, find ich hier soviel Anregungen wie nirgends sonst.
    Gruß
    Gerhard Eißner

    Hallo zusammen,
    also wenn der Honig nach Terpentin riecht oder schmeckt ist´s wohl noch besser, es gibt gar keinen.


    Ob Douglasien als Beutenholz taugen, weiß ich nicht. Ich hab bisher Weymouthkiefer verwendet und finde diese sehr gut zum Beutenbau geeignet. Weyhmouthkiefern wachsen vereinzelt hier bei uns im Wald, wurden früher auch mal angepflanzt.


    Die Douglasien werden im großen Stil erst so seit gut 15 Jahren gepflanzt, sind also noch einige Jahre hin, bis da die ersten als Schnittholz taugen.
    Aber vielleicht hast Du ja so lange Zeit. Ich wohne in Bayerns Armenhaus, im Grenzgebiet von Mittelfranken, Schwaben, Ostalb, mitten im Oettinger Forst. Viel Wald und Feld, Weiher, Teiche, Bäche und schöne Aussicht, aber weit, weit weg von der nächsten größeren Menschensiedlung.
    Gruß
    Gerhard Eißner

    Hallo,
    tja, das war dann heuer wohl so, wie Reiner schreibt. Viele Läuse und Tautropfen aber die Bienen nehmen das nicht an.
    Das wär dann wohl für mich der "worst-case" und schon sehr, sehr ärgerlich, wenn rund um meine Bienenstände irgendwann 5000 ha Douglasien stehen würden.
    Da kann ich dann wohl nur hoffen, daß möglichst viel Naturanflug von Fichten, Eichen usw. sich gegen die gepflanzten Douglasien und gegen die "Durchforstungen" der Holzmacher durchsetzen.
    Gruß
    Gerhard Eißner

    Hallo Ihr in allen imkerlichen Belangen so versierten Forumsteilnehmer,
    hat denn tatsächlich keiner von Euch eine Ahnung, ob Douglasien als Trachtpflanzen taugen?
    In einem längeren Gespräch hat mir ein Förster gesagt, daß die großflächige (und in manchen Gegenden ausschließliche) Pflanzung von Douglasien derzeit in ganz Deutschland üblich sei. Sowohl in Privatwäldern als auch im Staatsforst.
    Dadurch wird wohl die Fichte nicht gleich aussterben, aber die Zusammensetzung unserer Wälder wird sich möglicherweise deutlich ändern.
    Gruß
    Gerhard Eißner

    Hallo Moritz,
    kleine Bast- oder Reisstrohkörbchen gibts auch bei Union usw. Als Unterlage eignet sich gut beige oder gelbe Holzwolle. Als Deko macht sich gut Efeu, evtl. auch Bux oder getrocknete Hagebuttenzweige.
    Zum Einwickeln nehm ich durchsichtigen Geschenkfolie, die ich oben mit einem Büschel beigem Bast zusammenbinde, so daß der Bast locker herunterhängt.
    Musst halt mal überlegen, was Du für Material zur Verfügung hast oder preiswert kaufen kannst. Einfach mal mit Phantasie ein paar Muster machen und von Familie, Freunden beurteilen lassen.
    Wenn Du die Geschenkpackungen individuell nach Kundenwunsch zusammenstellen willst, mußt Du Material und Methode haben, die einigermaßen schnell zu fertigen sind. Auch auf dem Markt wollen Kunden nicht lange warten.
    Für Geschenkpackungen gehen kleine Gläser (250 g) bei mir besser.
    Gruß
    Gerhard Eißner

    Hallo Imker,
    ja wie macht Ihr das denn nun mit den neuen Gläsern?
    Ein paar mehr Antworten auf dieses Thema, das wohl jeden betrifft, hätte ich schon erwartet.
    Das ausspülen mit heißem Wasser gefällt mir nicht wirklich und das abtrocknen dauert bei 6 Kartons immer ziemlich lang.
    Hat keiner eine Methode, mit der das auch sauber ist und schneller geht.
    Oder befüllt Ihr alle die Gläser direkt aus dem Karton?
    Gruß
    Gerhard Eißner

    Hallo Henry,
    also da muß ich mich als ehemaliger Braumeister und Getränketechniker doch mal zu äußern.
    In Deutschland ist es nicht üblich, Bier mit normalem Alkoholgehalt zu pasteurisieren. Wenn dies gemacht wird, dann ist´s die große Ausnahme und meist Bier, das für den Export weit, weit weg bestimmt ist.
    Pasteurisiert wird nur alkohlfreies Bier, Malztrunk usw.
    Normales Bier ist durch die Filtration, den Alkohol und das enthaltene CO2 ohne weitere Aktionen mindestens ein halbes Jahr haltbar. Bei entsprechend guter Filtration auch viel, viel länger. Wozu also Geld ausgeben und pasteurisieren, da ja doch keiner von uns ein Bier im Keller stehen sehen kann, ohne durstig zu werden?
    Wenn Bier pasteurisiert wird, dann erfolgt dies im Tunnelpasteur in der verschlossenen Flasche. Da kann dann, selbst wenn er wollte, der allseits beliebte Allohol net raus!
    Beim offenen Kochen, wie oben überlegt, von vergorenem Met wird wohl schon nach sehr kurzer Kochzeit nur noch sehr wenig Alkohol enthalten sein, da Alkohol schon unter 80° (je nach Höhe über Meersspiegel etwas unterschiedlich) verdunstet und sehr leicht flüchtig ist.
    So, genug dazu erstmal!
    Gruß
    Gerhard Eißnr

    Hallo,
    Probierlöffelchen bekommst Du am preiswertesten bei C&C, Union oder ähnlichen Großverbrauchermärkten. 100 St. kosten hier ca. 65 ct. plus Steuer. Hier gibts auch günstig Tragetaschen, Einmaltischdecken für Verkaufsstand, kleine Probierbecher, Dekomaterial usw.
    Wenn Du selber keinen Ausweis für derartige Geschäfte hast, kannst Du hier trotzdem problemlos mit Kundennummer oder Ausweis eines Bekannten mit einem Geschäft einkaufen (Wirt von Deiner Stammkneipe, Bäcker oder Metzger, Tankstelle, Ladenbesitzer, Dein Chef oder Deine Firma usw.).
    Hier gibts auch viele andere Sachen manchmal recht preiswert, die man in Imkerei, Honigbearbeitung oder Haushalt gut brauchen kann.
    Gruß
    Gerhard Eißner

    Hallo Friedhelm,
    ich spüle neue Gläser unter fließendem, ca. 50 ° heißem Wasser innen und außen einmal ab und trockne dann mit einem frischen, trockenen, fusselfreien Geschirrtuch nach. Genauso mit neuen Deckeln.
    Vor dem befüllen schau ich jedes Glas gegen das Licht an, obs wirklich sauber ist.
    Gebrauchte Gläser kommen immer, auch wenn sie von Kunden schon gespült sínd, immer in die Spülmaschine und werden nach Ablauf gleich nachgetrocknet, damit die Trockenflecken von Wassertropfen weg sind.
    Gruß
    Gerhard Eißner