Beiträge von Andreas A.

    Hallo Bernhard,
    super Beschreibung. Ich habe dieses Jahr mit einem Freund zusammen auch Met angesetzt nach einem Rezept, dass er hatte. Wir haben Portweinhefe genommen. Das Endprodukt war nicht besonders lecker aber sehr alkohollastig. Aber wir hatten ja auch Deine Tips noch nicht. Wenn wieder mal Honig übrig ist, werde ich Deine Ratschläge beherzigen.


    Gruß Andreas



    Es gibt doch dieses schöne neue Umweltschadensgesetz.


    Umweltschäden sind nach diesem Gesetz z.B. Schädigungen von Arten und natürlichen Lebensräumen. Treten Umweltschäden auf sind diese zu sanieren wobei die Verantwortlichen die Kosten tragen müssen. Wenn Umweltgifte zum Rückgang von Honigbienen, Wildinsekten und anderen Tierarten in einer ganzen Region führt, dann ist das (um hier den gesetzlichen Begriff aufzugreifen und nicht ausfallend zu werden) ein Umweltschaden. Verhindern kann man sowas, wenn die Verantwortlichen wirklich für die Sanierung des Schadens aufkommen müssten.
    An Sich ist das doch ne tolle Sache. Wer würde schon das Risiko eingehen ganze Landstriche zu vergiften, wenn er hinterher die Sanierung bezahlen muss.

    In dem Gesetz finden sich aber auch Ausnahmeregelungen. So steht in § 9: „…dabei können die Länder insbesondere vorsehen, dass der Verantwortliche unter den Voraussetzungen des Artikels 8 Abs. 4 der Richtlinie 2004/35/EG die Kosten der durchgeführten Sanierungsmaßnahmen nicht zu tragen hat. Dabei berücksichtigen die Länder die besondere Situation der Landwirtschaft bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln.“

    Dem „Pflanzenschutz“ wird hier ein Freibrief erteilt. Mit Sicherheit gibt es in diesem Gesetz und der europäischen Richtlinie 2004/35/EG weitere „Gummi-Paragraphen“ die nicht hinnehmbar sind und verhindern, dass große Konzerne in die Pflicht genommen werden.

    Dann mal los mit den Petitionen!

    Starke Milbentransfers hast du immer, wenn die Bienendichte sehr hoch ist, ...



    Wenn die Angaben unter http://www.deutscherimkerbund.…ms_ftp/aktuell2007-02.pdf stimmen, dann ist das von Seeley untersuchte Gebiet etwa 16 qkm groß und beherbergte 8 Völker. Vorausgesetzt alle Völker wurden erfasst, macht das 0,5 Völker pro qkm. Das ist nur ein Bruchteil der Dichte, die wir aus Mitteleuropa kennen. Zum Vergleich, würden bei 0,5 Völkern pro qkm nur etwa 180.000 Völker in Deutschland gehalten werden.
    Bei derartig geringer Dichte kann ich mir schon vorstellen, dass der horizontale Transfer sehr niedrig ist.
    Mich würde mal interessieren, auf was für eine Dichte sich der Bestand des Gotland-Versuchs einpendelt.

    Gruß Andreas

    Hallo Bernhard,
    ich glaube Du hast den Kern der Veröffentlichungen von Seeley jetzt wirklich sehr gut zusammengefasst:u_idea_bulb02::

    Hallo,

    also ich habe das so verstanden:

    Unter natürlichen Umständen sterben die Milben aus, wenn sie ihren Wirt umbringen, weil sie keine Möglichkeit haben, auf einen anderen Wirt aufzuspringen. Das liegt daran, daß die Milben nur durch Schwärme in neue Wirte gelangen. (Vertikale Bewegung) Natürlicherweise werden unter diesen Umständen nur solche Milben langfristig überleben, die ihre Wirte nicht umbringen. Die also nicht so virulent sind.



    Vor etwa einem Jahr schrieb ich in diesem Forum folgendes über den Gotland-Versuch:

    Andreas A. schrieb:

    Ich halte es für sehr viel wahrscheinlicher, dass die Anpassung der Milbe in diesem fall viel entscheidender war. ... Geringe Völkerdichte heißt dann im Umkehrschluß, die Wahrscheinlichkeit für die Milbe andere Völker zu erreichen strebt irgendwann gegen Null.

    Andreas A. schrieb:


    Das führt aber dazu, das nur die Milben überleben, die nicht den Wirt umbringen. …



    Da war ich ein ganzes Jahr schneller als Seely und keiner erkannte es als bahnbrechend. :cry:

    Lag fielleicht an den rechtschreibfehlern.


    Gruß Andreas A.

    Hallo Bernhard,
    das sind interessante Links :daumen:. Aber die folgende Aussage von Dir kann ich da nicht finden:

    Da die Milben von Muttervolk zu Tochtervolk weitergegeben werden, können sich die Milben aufgrund der Abstammungsverhältnisse gut und schnell genug an die Bienen anpassen.



    Ist das deine Interprätation der Aussagen, aus den von Dir verlinkten Arbeiten oder kann man das irgendwo sinngemäß bei Seeley nachlesen, dass die Verwandschaft der Bienen von Muttervolk und Schwarm eine Bedeutung für das Überleben hat?

    Gruß Andreas

    Hallo Imkers,
    @ Jon Godly: Ich glaube nicht, dass man die Milbenreduktion während einer Brutpause von 3 bis 4 Wochen alleine mit natürlichen Totenfall bei Fehlender Reproduktion der Milben erklären kann. Und zur Schwarmzeit, bei der ja eine natürliche Brutpause im abgeschwärmten Volk vorhanden ist, sind die Trachtbedingungen meist so gut, dass Räuberei meines Erachtens keine wesentliche Rolle bei der Abwanderung von Milben spielen kann.
    @ Sabi(e)ne: Davon bin ich auch überzeugt, dass die Milbe über den Geruchssinn immer über den Zustand des Volks informiert ist.

    Dass ich nicht vollständig davon überzeugt bin, dass die Milben in großer Anzahl auf Blüten von einer Biene auf die nächste umsteigen habe ich ja Eingangs bereits geschrieben. Die verlinkte Doktorarbeit (vielen Dank dafür @jjsxsjj) ist ja relativ aktuell (2004) und der Autor schreibt, dass es keine Beweise dafür gibt, dass Milben tatsächlich auf Blüten „umsteigen“, zumal die Wahrscheinlichkeit über so einen Vorgang tatsächlich in ein anderes Volk zu gelangen als relativ gering eingeschätzt wird. Dass Varroen einerseits durch Verflug der Sammelbienen und andererseits durch Räuberei auf andere Völker übertragen werden, ist hingegen bekannt.

    Trotzdem sprechen viele Berichte und Beobachtungen dafür, dass eine sehr starke Abnahme über der zu erwartenden natürlichen Mortalität in einer Brutpause statt findet. Wenn es sich dabei um eine tatsächliche Abwanderung (in andere Völker) handelt, muss man sich doch fragen, warum sollte die Milbe z. B. aus einem abgeschwärmten Volk dieses überhaupt machen. Immerhin schreibt Tautz, dass der Begattungserfolg in normalen Völkern fast 100 % erreicht und nur in kleinen Begattungseinheiten deutlich geringer wird. Also könnten die Varroa-Milbe sich auch bei Brutpausen mit hoher Überlebenschance weiterhin dort aufhalten, immerhin schafft die Milbe dass auch im Winter.

    Gibt es also konkrete Beweise für die „Blütenumsteige-Theorie“, gibt es andere Mechanismen zum verlassen des Volkes oder ist es doch nur die natürliche Mortalität? Irgendeine Idee?

    Gruß Andreas

    Hallo Imkers,
    mich interessiert was die Varroa macht, wenn während der Fortpflanzungszeit der Bienen keine legende Königin im Volk ist. Es wird ja immer wieder gesagt, dass dann viele Milben das Volk verlassen. Gibt es Untersuchungen dazu, wie das genau geschieht? Springen dann wirklich Milben von den Sammelbienen des weisellosen Volkes auf zufällig vorbeikommende Sammelbienen anderer Völker auf? Diese Methode scheint mir nicht sehr effektiv zu sein, aber ich mag mich täuschen. Sind andere Wege aus dem brutlosen Volk nachgewiesen. Wie hoch ist der Anteil an Milben die ggf. aktiv die Völker verlassen?
    Ich habe darüber bisher nichts konkretes gefunden.

    Gruß Andreas

    Nur zur Sicherheit, ob es das heißt, was ich denke und vermute, was es heißen soll/könnte?:confused:


    Hallo Sabi(e)ne, ich verstehe auch nur die ersten 5 Absätze weitestgehend (was ich mit Einführung meinte). Fallst Du vermutest, dass die Ozellen für den Stich ins Augenlied verantwortlich sind, könntest Du recht haben. Aber vielleicht gibt es hier ja einen mitlesenden Neurobiologen?


    Gruß Andreas