Beiträge von mehl07

    Hallo Drohne,
    (erstaunlich, dass du von deinen Bienen noch nicht entfernt worden bist.. :) )
    Dr. Liebig empfiehlt ab Mitte August einzufüttern.
    Ich mache den Zeitpunkt von der Tracht abhängig.
    An den meiste Plätzen endet sie im Juli und dann gebe ich sofort nach der Ernte etwa 6-8 kg Apiinvert.
    Wenn der Brutraum stark verhonigt ist, was bei mir in diesem Jahr oft der Fall war, füttere ich etwas weniger.
    Ungefähr nach zwei Wochen bekommen alle Völker noch einmal die gleiche Menge.
    Im September werden die Völker dann gewogen und bei Bedarf noch einmal gefüttert.


    Wenn Völker so behandelt werden gehen sie bei Trachtlosigkeit früher aus der Brut, haben aber gut versorgte Winterbiene und die Varroas lassen sich gut bekämpfen.
    Die Aussage, Winterbienen würden hauptsächlich in den Monaten September und Oktober entstehen, ist meiner nach nicht überall zutreffend.
    Nach meiner Erfahrung entstehen sie oft schon zu einem großen Teil im Juli und August.


    Völker mit jungen Königinnen bleiben länger in Brut und sollten natürlich nicht durch zu große Futtermassen eingeengt werden.
    Winterbienen entstehen nur bei ausreichender Pollenversorgung.


    Eine größere Anzahl meiner Völker steht noch in der Tannentracht.
    Bei diesen Völkern muss ich mit höheren Winterverlusten rechnen.
    Die Brutflächen sind zu klein, es gibt zu wenig Pollen und die Varroabelastung steigt stark an.


    Viele Grüsse, Hermann

    Hallo!
    Ich hatte am Ende des Beitrags vergessen zu erwähnen, dass der Honig vor dem Abfüllen natürlich noch mal gründlich gerührt wird.
    Hermann

    Hallo Johannes,
    dein ansonsten sehr gutes Honigbuch ist in dieser Beziehung nicht aktuell.
    Der Wert von 20% galt bei Messung nach Brix.
    Seit einigen Jahren gilt jetzt 18% gemessen nach einem anderen Verfahren welches auch international üblich ist.
    Bei der Umstellung wurde der zulässige Wassergehalt etwas gesenkt.
    20% nach Brix entsprechen etwa 18,3 nach der jetzt gültigen DIN/AOAC Einheit.
    Ich verwende noch mein altes Handrefraktometer mit Brix Skala und ziehe von den Werten 1,5% ab.
    Angestrebt wird immer ein Wassergehalt von unter17% weil der Honig dann fast nicht mehr in Gärung geraten kann.
    Sollte eine Schleuderung etwas höher als 17% liegen, ist es am besten, ihn mit einem sehr trockenen Honig zu mischen. Dann besteht nicht mehr das Risiko, dass der Honig „überkocht“, wenn er beispielsweise beim Kunden längere Zeit zu warm gelagert wird.
    Dieses Jahr waren die Honige bei mir fast alle deutlich unter 17 %.
    Deshalb habe ich viele Honige auch nach gutem Rühren nicht direkt in Gläser gefüllt, um eine zu harte Kristallisation zu vermeiden.
    Diese Honige erwärme ich später auf 35 Grad und fülle sie erst dann in Gläser.


    Viele Grüsse, Hermann

    Lothar schrieb:

    schön, das es schon diese Ökotypen bei der Carnica gibt.
    Leider finde ich im Handel aber keine "Weserbergland" oder "Westfalen".
    Bisher finde ich nur nach ihren Urzüchter oder-orten benannte Linien.
    Viele Grüße
    Lothar


    Hallo Lothar,
    eine Biene zu züchten die an einen speziellen Standplatz angepasst ist, ist meiner Meinung nach nicht entscheidend.
    Eine viel größere Herausforderung ist es meiner Meinung nach für die Bienen mit den sehr unterschiedlichen Wetterverläufen fertig zu werden.
    Außerdem verläuft die Tracht auch am gleichen Standort oft absolut unterschiedlich.
    Ich hatte dieses Jahr beispielsweise an vielen Ständen ab Ende Mai eine sehr starke Waldtracht, wie sie bei uns zu diesem Zeitpunkt etwa alle 10- 15 Jahre vorkommt.


    Entscheidend ist es eine Biene zu haben, die flexibel reagiert, also genetisch gerade nicht auf eine ganz bestimmte Tracht und Klima- Situation festgelegt ist.


    Viele Grüsse, Hermann

    Hallo Dennis,
    es gibt von Mathias Thun das Buch „ Die Biene –Haltung und Pflege“, erschienen im Selbstverlag. Darin ist der Bau von Strohmagazinen beschrieben.
    Der Aufwand der Herstellung ist ziemlich groß.
    Die Nachteile der Beuten sehe ich ähnlich wie Lothar. Ich hatte mal eine Zeit lang etwa 20 Völker in solchen Beuten, konnte mich aber nicht damit anfreunden, was zum Teil aber auch daran lag, dass sie ungenau gebaut waren.
    Das Buch von Thun habe ich zufällig doppelt, bei Interesse kann ich es dir schicken.
    Viele Grüsse, Hermann

    [quote='Thomas Hädrich
    Warum nicht direkt in's Volk fegen? Wo fegts Du sie dann hin? So einfach in die Gegend gefegt, sind sie noch eher ärgerlich als wenn sie in's Volk plumpsen.


    Meine Flachzargen werden nicht absolut bienenfrei, ich lege aber auch keinen Wert auf Absolutes. Warum sollten kleinere Zargen in dieser Hinsicht anders sein als normale?


    [/quote]


    Hallo Thomas!
    Ich Ernte am Tag oft 30 bis 50 Honigräume ab. Wenn in jedem noch beispielsweise 30 Bienen übrig bleiben, kann man sich leicht ausrechnen, wie viele Bienen im Schleuderraum Kotflecken verteilen, im Honig paddeln oder auf dem Boden krabbeln.
    Fluchten an den Fenstern führen dazu, dass die Bienen planlos ums Haus fliegen und krabbeln da sie ja von Außenständen kommen.
    Ob ein Streifen Bee Boost am Fenster viel bringt habe ich noch nicht ausprobiert.


    Ob man die Bienen ins Volk oder davor abkehrt ist relativ egal.
    Wenn ich mit Fluchten arbeite ernte ich die Völker erst ohne Rauch ab und entferne als letztes alle Fluchten.
    Das Abfegen erfolgt nur wenn nötig am Fahrzeug in einen Kübel, der zwischendurch vor ein Flugloch gekippt wird..
    Da ich mit Segebergern arbeite und unter die Flucht schon direkt eine Lehrzarge setze, müßte ich die Waben zum Abfegen auch zu hoch heben was zu einem Tennisarm führen kann.( bei wenigen Waben fällt das natürlich nicht ins Gewicht)
    Wenn ich eine größere Anzahl von Völkern direkt abernten möchte, arbeite ich manchmal mit dem Kehrfix.


    Ich dachte weil bei kleineren Zargen der Weg kürzer ist.
    Viele Grüsse,
    Hermann

    Hallo!
    Ich arbeite meistens mit Bienenfluchten. Allerdings bleiben immer einige Bienen oben.
    Da ich im Schleuderaum keine Bienen toleriere, fege ich die Waben schnell noch mal ab.
    (nicht direkt ins Volk)


    Kleine Frage am Rande.
    Werden die Honigräume bei Halbzargen eigentlich absolut bienenfrei mit der Flucht?


    Ich habe bei Regen wenn es unbedingt sein musste schon oft mit einem großen Marktschirm gearbeitet, Gartenschirme sind ja meistens nicht wasserdicht.
    Vor allem wenn man Bienenfluchten über Tag einsetzt muss man sicher sein, dass der Honigraum absolut dicht ist.
    Wenn der Deckel an den Ecken undicht ist, was bei älteren Kästen schon mal vorkommt, gibt es leicht Räuberei und der Honig ist schneller weg als man denkt. :evil:
    Viele Grüsse, Hermann

    Hallo Christoph,
    solche freie Flächen kommen öfters vor, wenn die Bienen nach Trachtende den Honig eingedickt haben und alles nach Ihrer Ordnung sortieren.
    Sie berücksichtigen dabei nicht, dass ihre Königin nicht durch das Absperrgitter nach oben kommt.
    Viele Grüsse, Hermann

    Hallo!
    Wenn ein Schwarm im Keller braust, sollte man ihn durch das Lüftungsgitter mit etwas Wasser besprühen.
    Dann beruhigen sie sich meist sofort.
    Entweder sie hatte Durst oder sie brauchen Wasser zum Kühlen.
    Viele Grüsse, Hermann

    Johannes Haller schrieb:


    sind das diese weiß-wolligen Läuse an den Buchen, die man erst auf den 2. Blick als solche erkennt? Die gibt es hier nämlich gerade reichlich.


    Wie stark ist diese Tracht und wie beeinflußt sie den Honig?


    Hallo Johannes,
    genau die Tierchen meine ich.
    Ich habe an zwei Waldständen die Völker unter Buchen stehen und alles klebt. Auf den Blättern dicke Tautropfen. Wie die Tracht einzuordnen ist kann ich nicht mit Sicherheit sagen.
    Noch scheinen die Bienen den Ahorn und andere Blüten zu bevorzugen, obwohl ich ihnen schon gesagt habe das sie es an den Buchen einfacher hätten :wink: .
    Ich gehe davon aus, dass der Honig den ich an diesen Standorten ernte etwas dunkler und würziger werden könnte.
    Der reine Sortenhonig soll hellbraun und zähflüssig sein.
    Viele Grüsse, Hermann

    Hallo Johannes,
    du hast deine Frage schon selber beantwortet.
    Es hört sich wohl etwas bekloppt an, dass ich mir kühleres Wetter zum schleudern wünsche aber viele Völker verhonigen auf vier bis fünf Zargen obwohl ich einen Teil schon Anfang Mai abschleudern konnte.
    Ich habe einfach keine Waben mehr zum erweitern.
    Ich entnehme zwar wenn möglich schon vollständig verdeckelte Waben aber wenn nur einige Zellen offen sind spritzt der Honig noch zu sehr.


    Neben den Robinien, die wegen der Frostschäden im vergangenen Jahr jetzt besonders viel Blütenansatz haben, hat an manchen Ständen eine Tracht von Buchenzierläusen eingesetzt, was eher selten vorkommt.
    Eine zumindest grobe Sortentrennung wäre mir ganz lieb.
    Viele Grüsse,
    Hermann

    Hallo !
    Nachdem zwischenzeitlich viele Völker Schwarmzellen gepflegt hatten, sind bei mir jetzt kaum noch Schwarmzellen zu finden.
    Da ich sämtliche Beuten mit Bienen besetzt habe, lasse ich die Völker überwiegen ungeschröpft.
    Öfters erlebte ich auch Völker mit gedeckelten, schlüpfreifen Schwarmzellen, bei denen die Königin weiter Eier legte.
    Entweder sie „wollte“ Schwärmen und ist aufgrund des beschnittenen Flügels wieder zurück spaziert, was ich aber nicht glaube, oder die enorme Tracht hat den Vermehrungstrieb ruhen lassen.
    Auf jeden Fall bin ich immer noch rechtzeitig gekommen bevor sich Völker verabschiedet haben.
    Optimal wäre für mich, wenn es jetzt ein paar Tage kalt wird, damit ich die Völker vor der Robinienblüte noch abernten kann.
    Viele Grüße, Hermann

    Hallo Henry,
    Bei den Drohnen kommt es weniger auf die Masse als auf die Klasse an.
    Sie machen schließlich ein Wettfliegen um die Königin.
    Vielleicht solltest du etwas mit den Jungs trainieren? :)
    Viele Grüsse, Hermann

    Hallo!
    @ Guido, schön geschrieben, so sollte es sein.
    @ Franz Xaver: Gespritzte Kulturen sind für die Bienen fast überall zu erreichen .Obst, Raps Ackerbohnen, Mais und wie im vergangenen Jahr Kartoffeln.
    Wenn ich bei einer Wanderung mit einem Bauern eine klare Vereinbarung treffen kann und wandere, ist das Risiko eher geringer als ohne Wanderung.
    Viele Grüsse, Hermann