Beiträge von mehl07

    Hallo!
    Man sollte unterscheiden, zwischen der Temperatur die optimal ist bezüglich der Erhaltung der Enzyme im Honig und der Temperatur, die bezüglich der Konsistenz des Honigs am günstigsten ist.


    Langnese ist für mich kein Maßstab denn bei Langnese gilt wahrscheinlich der Grenzwert von 40mg/kg HMF und nicht der DIB Wert von 15mg/kg HMF.


    Beim Honig Test der Stiftung Warentest im vergangenen Jahr war der Langnese Honig mit einem HMF von 25,8mg/kg und einer Invertasezahl von nur 17,8 nicht gerade im vorbildlichen Bereich. (Natürlich sollte man Einzelergebnisse nicht zu Hoch bewerten, aber es passte halt gerade ganz gut.)


    Nachdem ich in den vergangenen Monaten kaum Zeit hatte, im Forum zu lesen, bin ich doch froh, dass es noch existiert und wünsche allen noch alles Gute im Jahr 2005!


    Viele Grüße, Hermann

    Hallo!
    Bei einer Temperatur von 30° C kann sich im Honig innerhalb von drei Monaten 15ppm HMF bilden. Je nach Ausgangswert entspricht der Honig dann nicht mehr den Kriterien des DIB. Wenn der Kunde den Honig dann sachgerecht bei normalen Temperaturen lagert, kann er unter Umständen auch relativ bald kristallisieren.


    Eine Erwärmung des Waldhonigs im Wärmeschrank für 1-2 Tage auf 40° C schadet wesentlich weniger und der Honig bleibt für längere Zeit flüssig.
    Entscheiden kommt es darauf an, dass es sich wirklich um richtigen Waldhonig handelt, ansonsten ist es besser ihn zu rühren und streichfest zu verkaufen.
    Die Aufbewahrung des Honigs bei deutlich über 20°C ist auf keinen Fall sachgerecht sollte meiner Meinung nach grundsätzlich unterbleiben, auch wenn Franz Xaver in max. 2 Monaten bei unter 30° und bei gutem Waldhonig vermutlich noch unter dem Grenzwert für HMF bleibt.
    Viele Grüsse, Hermann

    Hallo!
    Vielen Dank für die Antwort.
    Ich hatte gerade im Bienenjournal den Vergleich der verschiedenen Beutentypen gelesen und wollte das Gewicht Honigraum Segeberger normal und Dadant vergleichen.
    Der Unterschied liegt wohl in etwa bei 5 kg.
    Während ich bei den Segebergern mit zwei bis drei Honigräumen arbeite, wäre das dann beim Dadant wohl eher ein Honigraum mehr.


    Viele Grüsse, Hermann

    Hallo!
    Seit dem Frühjahr bin ich auch Besitzer eines sehr schönen Bienenhauses.
    Eigentlich war ich nur an dem traumhaften Standplatz interessiert, habe aber, da der Imker aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr weiter machen konnte gleich den Stand mit allen Völkern übernommen.(inklusive einer Horde von Siebenschläfern die manchmal unter der Decke turnen wenn ich bei den Bienen bin).
    Besondere Vorteile bringt es mir nicht, außer der Lagermöglichkeit und dem Witterungsschutz für Holzbeute.
    Hätte ich Probleme beim Heben, könnte ich auch noch eine Entsprechende Vorrichtung nutzen, die an der Decke montiert ist.


    Bei Rainers Beitrag musste ich an eine story denken, die mir mal ein Fachberater erzählte.
    Es ging um den Bauantrag für ein größeres Bienenhaus im Außenbereich.
    Es bestand der Verdacht, die Bienenhaltung wäre nur ein Vorwand für ein ansonsten nicht genehmigungsfähiges Wochenendhaus.
    Neben einem Lagerraum und einem Schleuderraum war unter anderem auch ein „Begattungsraum“ :D:D eingeplant.


    Viele Grüsse, Hermann

    Hallo!


    Trotz gelegentlichem Einsatz von Perizin, ist mein Honig frei von nachweisbaren Rückständen, was mir erst in dieser Woche in einem Schreiben vom DIB aufgrund einer routinemäßigen Rückstandsuntersuchung bestätigt wurde.


    Vorraussetzung ist sachgerechtes und verantwortungsvolles arbeiten, welches Henry sicher auch an den Tag legt.


    Zum Glück habe ich es nicht nötig ständig mit angeblicher Rückstandsfreiheit zu werben oder zu versuchen mich auf Kosten anderer Imker zu profilieren.
    Insgesamt werden meiner Meinung nach dadurch die Kunden eher vom Honigkauf abgehalten.


    Viele Grüsse, Hermann

    Hallo Lothar,
    natürlich gibt es Bienen die relativ widerstandsfähig sind und eine geringe Faulbrutinfektion abwehren.
    Wird aber ein erkranktes Volk ausgeräubert ist der Infektionsdruck in der Regel schon zu stark.
    Im vergangenen Jahr hatte ich in etwa 300 m Entfernung eines Außenstandes einen Faulbrutfall. Von 3 Futterkranzproben in meinen Völkern enthielt eine Probe einen geringen Sporenbefall.
    In diesem Frühjahr waren dann alle Proben sporenfrei ohne dass ich irgendetwas unternehmen musste.
    Zu den Faktorenkrankheiten zählt die Faulbrut übrigens nicht und die geringe Anzahl der Fälle liegt doch gerade an dem Aufwand der betrieben wird.
    Viele Grüsse, Hermann

    Hallo Johannes,
    meiner Meinung nach hast du deine Schwärme zu stark gefüttert und damit die Brut zu sehr eingeengt. Deshalb würde ich sie erst mal nicht mehr Füttern.Mit schwärmen auf Naturbau habe keine Erfahrung aber nach meiner Einschätzung müssten deine Schwärme jetzt auf mindestens drei Waben überwiegend ein geschlossenes Brutnest haben, eigentlich eher mehr.


    Viele Grüsse, Hermann

    Hallo!
    Ich überwintere meistens auf zwei Zargen.
    Im Honigraum habe ich fast nur unbebrütete Waben, die Bebrüteten werden eingeschmolzen.
    Nach mehrfachem Schleudern haben die Meisten hellen Waben einen Knick und gefallen mir nicht mehr als Brutraumwaben.
    Wenn man mit einer Zarge heller Waben oben einwintert, bildet sich die Wintertraube immer unten und das Futter wird nur zum Teil in der unteren Hälfte der oberen Zarge eingelagert
    Die Überwinterung klappt aber problemlos.
    Für meinen Betrieb kann ich aber keinen Vorteil darin erkennen generell auf drei Zargen einzuwintern.
    Viele Grüsse, Hermann

    Hallo!
    Die Vorstellung alle Institute in Deutschland und anderen Ländern hätten sich verschworen, die Varrose nur symptomatisch zu bekämpfen um weitere Forschungsmittel zu bekommen ist meiner Meinung nach extrem lächerlich.
    Jeder Wissenschaftler würde gerne eine ultimative Lösung präsentieren und damit in die Geschichte eingehen.


    Es würde sich auch jetzt in der Imkerschaft keine Mehrheit dafür finden, flächendeckend auf Behandlung zu verzichten um dann mit den überlebenden Bienen weiterzuarbeiten.
    Der Erfolg einer solchen Maßnahme wäre auch keinesfalls sicher.
    Auf dieser Erde sind schon viele Arten ausgestorben.


    Meiner Meinung nach sollte weiterhin auf mögliche Varroaloleranz selektiert werden, natürlich nicht nur an Instituten.
    In regelmäßigen Abständen sollten dann Überlebensversuche unternommen werden, bei denen die Imker, die behaupten schon am Ziel zu sein, ebenfalls Völker zur Verfügung stellen.
    Aber wenn die Bienen dann doch eingehen liegt es natürlich an den unfähigen Prüfern die nur Ergebnisse akzeptieren, die den Zustrom an Forschungsmitteln weiterhin sichern :) .


    Viele Grüsse, Hermann

    sabi(e)ne schrieb:

    Vorletzten Winter hatten sie durchgebrütet, auf Heiligabend +12°C, bestes Flugwetterfür einen zwischendurch-Reinigungsflug, und überall auf drei Waben Brut und sogar noch/schon Drohnen im Volk...


    Ich bin gespannt, wie dieser Winter wird.....


    Hallo Sabi(e)ne,
    was die Varroas betrifft sollte im Winter aber eher eine möglichst lange brutfreie Zeit angestrebt werden.
    Viele Grüße, Hermann

    Pabe schrieb:

    Ich imkere derzeit in Zanderbeuten. Die Betriebsweise ist sehr gut im Buch "Der Wochenendimker" beschrieben. Auf Grund der vielen Hinweise auf die Vorteile der Dadant-Beuten interessiert mich die Dadant-Betriebsweise, um ggf. auf Dadant umzustellen.
    Leider habe ich bisher noch keine Literatur gefunden, die in ähnlicher Weise wie im "Wochenendimker" die Dadant-Betriebsweise beschreibt.
    Wer kann mir Tipps über Litaratur zur Dadant-Betriebsweise geben??


    Hallo!
    Ich finde das Buch von Raymond Zimmer, "Die Buckfastbiene" ebenfalls noch sehr informativ.
    Viele Grüsse, Hermann

    Hallo!


    Alfred Gliesner schrieb:

    Wer kennt sich mit der Pflege von Weißtannenhonig aus und kann mir
    dazu Tips geben.
    Ich weiß nur, das er über einen längeren Zeitraum auskristallisiert .
    Sollte der Honig genau so lange gerührt werden ? bevor er abgefüllt wird.
    Wo kann ich entsprechende Literatur zum Honig Sorten,Pflege,usw finden. :roll:


    Weißtannenhonig ist in der Regel so zu behandeln wie andere Waldhonige die länger flüssig bleiben.
    Etwa so viel Honig wie in 3-4 Monaten verkauft wird kann direkt in Gläser abgefüllt und flüssig angeboten werden. Den Rest füllt man besser erst in Lagergefäße. Wenn er im Glas kristallisiert gibt es oft starke Blütenbildung und der Honig kann auch recht fest oder grob kristallisieren.
    Später werden dann entsprechende Mengen im Wärmeschrank oder mit dem Melitherm verflüssigt und abgefüllt.


    Ich habe aber auch viele Kunden die streichfesten Waldhonig bevorzugen.
    Daher erwärme ich den Honig, nachdem er im Lagerbehälter kristallisiert ist auf etwa 35C, rühre in gut durch, lasse ihn noch etwas bei 30C im Wärmeschrank, damit ev. Luftblasen noch aufsteigen und fülle ihn dann in Gläser.
    Dieser Honig ist etwas heller als der flüssige Waldhonig.


    Durch Impfen mit feincremigem Honig und längerem Rühren bei niedrigen Temperaturen, kann man auch erreichen, dass der Waldhonig sehr fein kristallisiert.
    Da er dann aber auch sehr hell wird, wird er dann vom Kunden kaum noch als Waldhonig akzeptiert. Erfahrungsgemäß entfaltet sich auch der Geschmack bei flüssigem Waldhonig besser.


    Das beste Buch über Honig ist meiner Meinung nach „Das große Honigbuch“ erschienen im Ehrenwirt Verlag. Es ist nicht billig aber sehr informativ.
    Viele Grüße, Hermann