Beiträge von christoph

    Liebe Freunde,


    ohne noch mehr Öl ins Feuer zu gießen, möchte ich einige Beobachtungen von meinem Stand beisteuern, ohne daß ich damit eine Vorverurteilung vornehmen möchte. Auch finde ich die Beschreibungen der Buckfastbiene im Forum interessant und sehr hilfreich, daß ich mir überlege, wenigstens versuchsweise diese Biene näher kennenzulernen.


    Von einem älteren Imkerkollegen im Flugkreis meines Standes weiß ich, daß er mit einigen Buckfastvölkern (ca 4 von 80) imkert.


    Seit einiger Zeit habe ich das Problem, daß Standbegattungen bei mir häufig zu sehr unruhigen bzw. stechlustigen Völkern führen. Der Anteil der Bienen, die 2 lederbraune Ringe tragen, beträgt bei einigen Jungvölkern augenscheinlich fast 40-50%. Eigentlich ist es mir egal, wie meinen Bienen aussehen, nur sollten sie friedlich und schwarmträge sein und natürlich auch Honig eintragen. Aber diese genannte Reihenfolge ist mir wichtig! Während das Umlarvmaterial (vornehmlich Mayen) aus "guten" Händen stammt, ist die Standbegattung mehr als Übel. Ich möchte nicht voreilig die Buckfastbiene als Einkreuzung dafür verantwortlich machen - es gibt sicher weitere mögliche Gründe. Daß ausgerechnet die Völker mit den höchsten Gelbanteilen ohne Ritterrüstung und Vermummung nicht zu bearbeiten sind, gibt mir schon zu denken. In diesem Frühjahr habe ich ein kleines Exeperiment gemacht (statistisch gesehen natürlich wertlos): Gleiches Umlarvmaterial an zwei Ständen zur Begattung geführt: Bei mir das bekannte Bild. Bei einem Freund im Garten sind 2 wunderbar liebe Völker entstanden (ca. 6 km Fluglinie von mir entfernt).


    Viele Grüße
    Christoph

    Hallo Forelle,
    nach der Schwefelbehandlung kann nichts mehr verwendet werden, besonders der Honig nicht! Wenn du wenigstens den retten willst, empfehle ich die Völker im Flugkreis an einem schönen Morgen zu verstellen und an den alten Standort eine leere Beute mit Bodenbrett und kleinem Flugloch. Wenn alles gut geht, fliegen die besonders agressiven Flugbienen an den alten Standort zurück. Die Jungbienen mit der Königin sind in der Regel weniger stechlustig. Den Honigraum mit einer Bienenflucht absperren und mindestens 24 Std warten, dann dürften fast alle Bienen unten bei der Königin sein. Honigraum runter, dann abschwefeln. Die Flugbienen am alten Standort ebenfalls behandeln. Sollte tatsächlich die verdeckelte Brut deinen Schwefelangriff überleben, würde ich sie nicht verwenden, sonst hast du bis in den nächsten April Spaß damit.


    Viele Grüße
    Christoph

    Liebe Freunde,


    gestern wollte ich bei einigen Völkern eine Futterkontrolle machen und war sehr erstaunt über die starke Verkittung der Magazine und Rähmchen. Dieses war mir in den vergangenen Jahren so nicht aufgefallen. Könnte das auf einen frühen und starken Winter hinweisen? Haben Bienen dafür eine besondere Antenne? Oder ist das alles nur jahreszeitlich und genetisch bedingt? Was sagen die alten Hasen im Forum dazu?


    Viele Grüße
    Christoph

    Hallo Freunde,


    schreibt nur weiter so, es ist eine Wonne eure Geruchsempfindungen in der eigenen Nase kitzeln zu lassen. Der Worterotiker kommt da voll auf seine Kosten. Patrik Süßkind (Das Parfum) hätte übrigens an euren Beschreibungen seine wahre Freude.


    Manchmal habe ich auch den Eindruck, daß die Völker alle einen ganz individuellen, sehr angenehmen Geruch haben. Der unangenehme Geruch bei Kunstschwärmen, die mit der Post verschickt werden, könnte allerdings auch ein Stress- oder Panikmerkmal sein.


    Viele olfaktorische Wonnestunden wünscht
    Christoph

    Die Frage nach dem Warum ist sehr wichtig! Natürlich können wir alle froh sein, ein Mittel gefunden zu haben, daß bei richtiger Anwendung einigermaßen Bienenverträglich ist, den Milben aber sehr zu Leibe rückt. Es bleibt aber dabei: Oxalsäure ist eine sehr starke Säure, das Molekulargewicht ist sehr hoch, der Anwender muß sich daher schützen und gleichzeitig achtgeben, seine Liebsten nicht zu vergiften. Persönlich habe ich sehr gute Erfahrungen mit dem Beträufeln einer schwachen mit Zuckerwasser versetzten Säurelösung im Winter gemacht. Wobei viele nicht wußten, wie die Träufelmethode wirkt. Liebig (glaube ich) hat mit Versuchen herausgefunden, daß hier die Oxalsäure nicht systemisch wirkt, sondern über den Putztrieb der Bienen zum Erfolg führt. Vieles spricht also dafür, daß Oxalsäure toxisch auf die Milben wirkt. Die Bienen aber eine höhere Toleranz diesbezüglich haben. Würde man die Säurekonzentration nur etwas erhöhen, droht den Bienen wohl das gleiche Schicksal.


    Viele Grüße
    Christoph

    Hallo Johannes,


    nach meinen Erfahrungen spielt es keine Rolle, ob es nach unten offen ist oder nicht. AS sinkt immer nach unten! Die Verdunstungsmenge wird im wesentlichen über die größe des Dochts und die Umgebungstemperatur geregelt. Um Brutschäden zu verhindern ist ein dicker Futterkranz zwischen Verdunster und Brut von großer Bedeutung - so Liebig.


    Viele Grüße
    Christoph

    Lieber Wolfgang,


    möchtest du mit einem Schwarm beginnen? Der Umgang mit einem Schwarm ist sicher leichter als mit einem normalen Volk. Es gibt aber auch Nachteile. Im schlimmsten Fall holst du dir einen echten Schwarmteufel auf den Stand. Meine persönlichen Erfahrungen dazu möchte ich hier gar nicht ausbreiten, heute würde ich jedem Anfänger empfehlen, mit zwei Junvölkern im April zu beginnen. Wichtig ist auch ein Imkerpate, den du zu jeder Zeit anrufen kannst und der dir die wichtigsten Handgriffe und Verfahrensweisen zeigt. Achte auch darauf, daß die Bienen sanftmütig sind!!!!


    Dann einen guten Start


    Christoph

    Hallo Frieda,
    kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Das Konzept "Tellerverdunster mit Medizinflasche" (Ameisensäure) nach Liebig ist einfach anzuwenden, gut zu dosieren und nach allem, was ich bisher an meinen Völkern beobachten kann, ausgesprochen bienenverträglich. Selbst bei relativ hohen Temperaturen gab es keine Probleme. Ein Imkerbedarfhandel aus dem Südschwarzwald bietet sogar komplett das gesamte Zubehör im Set (Kunststoffteller 2 gr., Holzklötzchen, Medizinflasche 200ml, dünnes Küchenpapier als Docht).


    Viele Grüße
    Christoph

    Umweiseln, und zwar sofort! Die Zeit ist jetzt günstig. Im Forum gibt es einige Kolleginnen und Kollegen, die hervorragende Königinnen züchten, die auch sanftmütige Bienen hervorbringen. Dem Volk die Königin und alle (!) Brutwaben entnehmen und einige Stunden später, nach Eintritt der Weiselunruhe unter Verschluß die Königin ohne Begleitbienen einen Tag lang im Käfig zuhängen. Dann kontrollieren, wie sich die Bienen auf dem Käfig verhalten, sind sie aufgebracht noch warten, lassen sie sich leicht herunterstreichen, den Zugang mit Futterteig zum Ausfressen verschließen. Nach 8-10 Tagen kontrollieren, ob Kö. in Eilage, läßt sich übrigens auch am Flugloch durch Polleneintrag beobachten. Ist die Kö. in Eilage, füttern nicht vergessen.


    Viel Erfolg
    Christoph

    Ich bin auf der Suche nach einem Wachsschmelzer. Die Tiefkühltruhe ist bis zum Rand voll. Selberbauen, wie in der ADIZ beschrieben, geht nicht, da ich mit zwei linken Händen und zehn Daumen auf die Welt gekommen bin. Sonnenwachsschmelzer scheidet aus - Halbschattenlage. Bleibt also nur der Fachhandel. Der bietet einen Edelstahlschmelzer mit Dampfmeister für 12 Zanderrähmchen an; Preis ca. 270 Euro. Was taugt dieses Gerät? Wie rein ist das Wachs und wie hoch ist die Ausbeute? Gibt es Erfahrungen damit?


    Bin für jeden Tipp dankbar!


    Christoph

    Hallo Effendi,


    meine ersten Kontrollen haben mich positiv überrascht. Im Verhältnis zum Vorjahr ist nur ein sehr geringer natürlicher Totenfall zu beobachten. Allerdings ist ein abschließendes Urteil natürlich noch nicht möglich. Habe mich aber auch wirklich an die Empfehlungen der Institute im letzten Jahr (Spätsommerpflege mit integrierter Behandlung) gehalten. Ebenso am 24.12.02 eine Oxalsäurebehandlung durchgeführt, frühzeitig Drohnenbaurahmen eingehängt und 4 bis 5 mal ausgeschnitten sowie Ableger mit überwiegend verdecklter Brut erstellt. Vielleicht hats ja gewirkt?


    Viele Grüße
    Christoph

    Liebe Imkerfreund(innen)e,


    nicht nur mir, auch den Nachbarn sind in den letzten Tagen stark verkotete Autos, Terrassen, Fensterscheiben usw. aufgefallen. Vieles spricht dafür, daß meine Girlies dafür verantwortlich sind. Die Menge der Verunreinigung in der Umgebung gibt mir zu denken. In den Stöcken selbst ist nichts zu erkennen. Ich muß noch anmerken, daß ich direkt am Edelkastanienwald wohne. Hat es vielleicht damit etwas zu tun? Wer hat ähnliche Beobachtungen gemacht?


    Viele Grüße
    Christoph

    Hallo Henri,


    der Wassergehalt bestimmt die Honigqualität entscheidend mit. Deshalb ist der Vorschlag von Michael zu bedenken. Je nach Menge füttere ihn an die Völker zurück und laß den Bienen genügend Zeit zur Verarbeitung. Auch ist darauf zu achten, daß die Völker über ausreichend Bienen verfügen. Halbleere Honigräume sind für die Honigqualität von Nachteil. Vielleicht ist es angebracht auf einem Außenstand mit wenig Völkern den Honig zurückzugeben, es besteht Räubereigefahr!


    Viele Grüße
    Christoph