Beiträge von Henry

    Besser als Folie ist Acryl 2mm stark - auch zu kaufen als Hobbyglas im Baumarkt. Das Material ist glasklar und bleibt auch so. Die Bienen können es nicht hochdrücken und wenn man will kann man ein, zwei Streichhölzer am Rand unterlegen, zur Entlüftung. Das Material läßt sich mit der Kreissäge sehr präzise zuschneiden oder man läßt es direkt im Baumarkt machen. Damit paßt es auf jede Zargengröße und natürlich auch auf Ableger in Hinterbehandlung. Dann braucht man aber vorn und hinten noch ein Brett, damit es nicht durchhängt.
    Einmal im Jahr müssen die Scheiben mit warmem Wasser gereinigt werden.

    Viele Imker wählen die Behandlungsmethode nach fast schon religösen Gesichtspunkten aus. Es gibt die Besprüher, Beträufler, Verdunster, Begaser ...
    Aber sieht denn niemand mal in ein Lehrbuch der org. Chemie?
    "Hans Beyer, Lehrbuch der organischen Chemie 1966: Oxalsäure wird bei Erhitzen über ihren Schmelzpunkt vollständig in Kohlendioxid, Kohlenmonoxid und Wasser gespalten, wobei Ameisensäure als Zwischenprodukt auftritt
    HOOC-COOH ---> HCOOH ---> CO + H2O unter Abgabe von CO2 in der ersten Reaktion"
    Kann es nicht sein, daß Oxalsäureverdampfer vielleicht deshalb so gut wirken, weil sie eigentlich eine Milbenschädigung durch einen Mix aus Ameisensäure und Kohlenmonoxid erreichen?
    Wie verschwindet eigentlich die Oxalsäure aus den Völkern?
    Durch genau den selben Zerfallsprozeß! Also wieder über das Zwischenprodukt Ameisensäure. Vielleicht tritt hier sogar eine Gleichgewichtsreaktion auf.
    Vielleicht beruhigt das ein Wenig die zum Teil hart geführten Auseinandersetzungen zwischen den Vergasern von Oxalsäure und den Verdunstern von Ameisensäure.

    Lieber Michael und liebe Anderen,


    ich frage ja nicht nach Wachsteilchen und Kotspritzern. Auch kann ich Pollenpakete, Beine, Bienenhaare und Milben erkennen. Ich möchte nur wissen (und hoffe jemand weis das) was die kleinen kittharzfarbenen Klümpchen sind die an einem Schwarm abfallen der völlig sauber ja fast steril untergebracht wurde.


    Schleppen denn Schwärme Kittharz vielleicht in so kleinen Klümpchen mit? Könnte das sein? Oder sind das vielleicht kleine mitgebrachte Pollenpakete? Gibt's denn sowas?

    Ich habe gestern einen Schwarm eingeschlagen (an anderer Stelle schon erwähnt - auf dem Balkon) Die Beute (Segeberger Kunststoff) war nagelneu und unbenutzt und völlig sauber. Die Rähmchen neu nur mit Mittelwänden. Bausperre aus Holz. Am nächsten Morgen (also heute) fanden sich unter dem Gitterboden nicht nur die üblichen Wachsplättchen sondern auch kleine kittharzfarbene Klümpchen. Etwas kleiner als Pollenpakete. Da waren die Bienen aber noch nicht ausgeflogen und hatten die Tage davor in einer Schwarmkiste verbracht.


    Was könnte das denn sein? (Milben oder andere Tiere sind es nicht)

    Feuchtigkeit unter Metalldächern


    Ist zwischen der Alu-Abdeckung des Deckels und dem Holz ein Luftspalt oder ein Kapilarspalt?


    Blech direkt auf Holz zieht Nässe immer an! Besonders muß auf die Tropfkante geachtet werden sonst zieht bei Regen die Nässe regelrecht unter das Deckelblech, dort kann sie nicht weg und wird als vom Holz aufgenommen und dampft dann in den Stock hinein ab. (Der selbe Effekt wie bei falsch gebauten Fertighäusern, die schimmeln ja auch Sommer wie Winter)


    Überdeckt die Blechkante die Obere Zargenkante? Ist die Zargenkante naß? Berührt das Blech oder ein Deckelhalter die Zargenkante? Steht die Zarge über?


    In manchen Fällen zieht der Spalt die ablaufenden Regen- oder Kondenswasser-Tropfen wieder in die Beute. Innen verdunstet das Wasser dann und zieht durch den Spalt wie durch einen Docht die Nässe hinterher.


    Liegt ein Stein auf dem Dach?


    An der Stelle wo der über Nacht kalte Stein das Blech berührt bildet sich am Morgen Kondensfeuchte. Das kann wirklich sehr viel Flüssigkeit sein. Weil der Stein in der Sonne auch nicht so schnell warm wird bildet sich das Kondensat machmal bis zu späten Vormittag. Und das was aus dem Deckel abdampft schlägt sich sofort wieder nieder.

    Seit ich meiner Frau erzählt habe, daß die fleißigen Rapssammlerinnen im Feld übernachtet haben und am nächsten Tag ihr Stock und die ganzen Freundinnen und die Mutti weg waren und sie ganz verzweifelt nach Hause wollten, will sie wissen was mit ihnen passiert ist. Und ich auch.

    Ich möchte nächstes Jahr (so verrückt das klingt) probeweise eines meiner Völker auf den Balkon stellen, weil direkt davor ein riesiger Kastanienbaum steht. Der Balkon ragt in einen größeren Innenhof der allseitig mit 25m hohen Gebäuden umbaut ist. Im Innenhof gibt es Bäume und Sträucher, aber nicht mit ununterbrochener Blüte. Außerhalb des Viertels stehen Linden. Der Balkon ist in etwa 12m Höhe.
    Nun die Fragen an die erfahrene Imkerschaft:
    1. Werden die Flugbienen den Innenhof verlassen können und wieder zurück finden?
    2. Werden sie mit voller Honigblase auf meinem Balkon landen oder auf dem drunter?
    3. Hat jemand bereits (schlechte) Erfahrung mit Bienen in der Stadt?


    Danke