Beiträge von Henry

    Eine eben geschlüpfte Wachsmottenlarve paßte gerade noch in ein Wachsmottenei. Eine Eben geschlüpfte Käferlarve entstammt einem Käferei. Das Käferei ist kleiner als das einer Honigbiene. Ich kann bei einer klinischen Untersuchung nie und nimmer ausschließen und ein "frei von" unterschreiben, weil ich so kleine Tiere womöglich nicht mal sehen, geschweige denn differenzieren kann. Weil andere das auch nicht können, macht die abschließende Aussage nur das Referenzlabor: alles nachzulesen in der Leitlinie Hier


    wörtlich darin:

    Adulte Kleine Beutenkäfer verstecken sich im Bienenvolk bevorzugt in engen Ritzen und Spalten und zeigen ein sehr lichtscheues Verhalten. Aufgrund dieser Eigenschaften wird ein Anfangsbefall in normal starken Bienenvölkern sehr leicht übersehen.


    Der Verdacht eines Befalls liegt vor, sobald Larven oder adulte Käfer, die den morphologischen Bestimmungsmerkmalen von Kleinen Beutenkäfern nahe oder gleichkommen, im Bienenstock, am Bienenstand oder im imkerlichen Betrieb (z.B. Lagerraum, Schleuderraum) aufgefunden werden.


    Der Befall mit dem Kleinen Beutenkäfer (Aethina tumida) ist dann amtlich festzustellen, wenn die entnommenen Proben durch das Nationale Referenzlabor als Aethina tumida identifiziert wurden


    Und noch verrückter wäre es bei der Tropilaelaps.


    Auch nach dem Beschluß der Vertreter des Landesverbandes hat der Spuk noch kein Ende. Ich kenne bislang keinen Imker im LK-L der dieses Jahr bereits eine Seuchenfreiheitsbescheinigung erhalten hätte. Wenn es den gibt, möge er bitte aufzeigen.



    Weil Du weißt, daß Du nichts finden kannst, wo nichts ist, mit einer Methode, die nichts finden würde, selbst wenn da was wäre (beide Parasiten sind daher immer ans Referenzlabor zu schicken, zur Bestimmung) fällt es Dir leicht, zu bestätigen, daß Du nichts gefunden hast.


    Mir fällt das schwer.


    Ich kann eine eben geschlüpfte Wachsmottenlarve nicht von einer gerade geschlüpften Beutenkäferlarve unterscheiden. Auch keine Tropilelaps geschädigte Biene von einem Varroaopfer. Sollte ich sie bewußt übersehen ist die Kontrolle sinnlos, übersehe ich sie nicht, bricht der Wahnsinn aus. Siehe Leitlinie.

    Ich kann mich an kein konkretes Ereignis erinnern. Das Amt hat vor zwei Jahren angefangen Sanierungen und Völkerkontrollen selbst durchzuführen und dabei einen Eindruck bei den Imkern hinterlassen, der mit "Gewißheit über Ahnungslosigkeit" zu beschreiben ist. Die Imker ignorieren den Amtsveterinär und vermeiden den Kontakt, denn es kam vor, daß bei "Besuchen" der Imkerei, Fragen zu den Hühnern und Pferden gestellt wurden. Das Amt verhängte Bußgelder und erteilte Auflagen, die im Einzelfall nur Unverständnis auslösten und erhob für jeden Chays Gebühren, wie für die Rückgabe eines Seuchenfreiheitsscheines.


    Auch durfte ein Wanderimker, der mit seinen Völkern neben einen Sperrbezirk gewandert war dort erst nicht und später erst nach einer manuellen Durchsicht aller Waben abwandern. Oder bei einem Imker wurde die Vernichtung von Wachs angeordnet, weil es im Veterinärbezirk keine Seuchenwachsverarbeiter gäbe. Leider weicht das Amt nie von einer Position zurück, wie fachlich oder juristisch falsch sie auch sein sollte. Selbst wenn das Friedrich-Löffler-Institut bestätigt, daß eine Negativkontrolle auf Tropilealaps unmöglich ist, ist eine Untersuchung darauf jetzt max. 10 Tage vorm Abwandern im Landkreis vorgeschrieben. Es soll nach einer Milbe gesucht werden, die hier nicht ist und die dort wo sie ist, neben der Varroa nur in der Behandlung gefunden wetden kann. Dennoch ist das jetzt Vorschrift hier.


    Statt im Landkreis AFB-Monitoring zu fördern, werden jetzt Belegstellen und Wanderimker gegängelt und behindert, die nun wirklich das größte Eigeninteresse an gesunden Völkern und gesunder Wanderumgenung haben.


    Überleg nur mal, der Wanderimker aus dem Nachbarkreis wird bis zum Untersuchungsende festgehalten, obwohl er am selben Rapsfeld steht, wie der innerkreislichen Wanderimker und die Standimker. Der innerkreisliche Wanderimker wandert anschließen 40 km im Kreis ab und der Imker aus der Stadt Leipzig kein 10km aber über die Kreisgrenze und der Standimker - der noch nie untersucht - wurde, bleibt wo er ist. Solchen Unsinn, kann auch der weniger im Stoff stehende Imker als Unsinn erkennen. Und das belastet dann die Kommunikation, weil eine Seite mit Macht Unsinn durchsetzt und keinen Schritt zurück geht - aus Gründen der Gesichts- und Authoritätswahrung.

    Hallo Michael,


    die Suppe wird heißer von Tag zu Tag und das ganz grundlos. Ich füge hier hinten die Sperrbezirke Sachsens ein.


    Wie Du unschwer erkennen kannst, gibt es seit längerem schon keine Sperrbezirke im Landkreis Leipzig mehr.

    Die letzte Allgemeinverfügung stammt aus dem Jahr 2014. Nachzulesen auf der Web-Seite des Landkreises: "Faulbrut" in Suche eingeben

    Ich kann mich an keinen Fall erinnern, bei dem ein Wanderimker aus einem Nachbarkreis mit Faulbrutvölkern in den Landkreis eingewandert wäre und so zur Verbreitung der Seuche beigetragen hätte. Auch an keinen, bei dem ein "Schwarzimker" untersuchungspflichtig geworden wäre und einen Sperrbezirk ausgelöst hätte. Im LK-L werden Völker bereits dann saniert, wenn sie nur Sporen in der Futterkranzprobe haben. Das finde ich sinnvoll. Bienenvölker von Standimkern - egal ob schwarz oder mehrfach gemeldet - werden überhaupt nicht untersucht. Gleiches gilt für Wanderimker innerhalb des Kreises. Es besteht keine Pflicht. Auch für eine Schwarzimker, der sich meldet oder entdeckt wird gibt es keine Untersuchungspflicht. Die Probleme liegen also nicht da, wo sie - guten Willen unterstellt - bekämpft werden sollen.


    Bitte beachte, daß Du mir in Zukunft nur noch Königinnen in den Landkreis Leipzig verkaufen kannst, wenn Deine Seuchenfreiheitsbescheinigung, den Vermerk enthält, daß Deine Völker auch auf den Befall mit dem kleinen Beutenkäfer (kein Auftreten in Deutschland) und Tropilaelaps Milben (kein Fall in Europa) untersucht worden sind. (Wobei anzumerken ist, daß das Friedrich Löffler Institut als Referenzlabor mitteilt, daß eine ausschließende Untersuchung auf beide Parasiten derzeit nicht möglich und damit sinnlos ist.) Sonst steht hier eine Nachuntersuchung an.


    Bitte lies Dir das Dokument Bienenseuchenbekämpfung 2017.1 durch. Das rechtfertigt das Vorgehen des Amtes. Du kannst dann selbst Deine Schlüsse ziehen und mußt Dich nicht aufgehetzt fühlen. :/



    Die Daten werden bereitgestellt von: TSIS - Tierseucheninformationssystem.

    Betroffene Tierart Bundesland Kreis Datum der
    Feststellung
    Aufgehoben ²
    Bienen (Völker) Sachsen Sächsische Schweiz-Osterzgebirge 27.10.16 -
    Bienen (Völker) Sachsen Dresden (Stadt) 21.10.16 -
    Bienen (Völker) Sachsen Dresden (Stadt) 06.10.16 -
    Bienen (Völker) Sachsen Dresden (Stadt) 05.10.16 -
    Bienen (Völker) Sachsen Dresden (Stadt) 14.09.16 -
    Bienen (Völker) Sachsen Dresden (Stadt) 14.09.16 -
    Bienen (Völker) Sachsen Mittelsachsen 12.08.16 -
    Bienen (Völker) Sachsen Görlitz 05.08.16 -
    Bienen (Völker) Sachsen Mittelsachsen 20.07.16 -
    Bienen (Völker) Sachsen Mittelsachsen 13.07.16 -
    Bienen (Völker) Sachsen Nordsachsen 12.07.16 -
    Bienen (Völker) Sachsen Dresden (Stadt) 06.07.16 -
    Bienen (Völker) Sachsen Görlitz 05.07.16 -
    Bienen (Völker) Sachsen Nordsachsen 24.06.16 -
    Bienen (Völker) Sachsen Zwickau 15.06.16 -
    Bienen (Völker) Sachsen Zwickau 15.06.16 -
    Bienen (Völker) Sachsen Nordsachsen 10.06.16 -
    Bienen (Völker) Sachsen Nordsachsen 02.06.16 -
    Bienen (Völker) Sachsen Nordsachsen 20.05.16 -
    Bienen (Völker) Sachsen Görlitz 20.05.16 -
    Bienen (Völker) Sachsen Mittelsachsen 20.05.16 -
    Bienen (Völker) Sachsen Görlitz 20.05.16 -
    Bienen (Völker) Sachsen Görlitz 18.05.16 -
    Bienen (Völker) Sachsen Görlitz 09.05.16 -
    Bienen (Völker) Sachsen Sächsische Schweiz-Osterzgebirge 23.06.15 -
    Bienen (Völker) Sachsen Zwickau 15.04.15 -

    Stand: 01.03.2017


    Vernüpftige Menschen, die eine Fehler machen, diesen erkennen und beseitigen verdienen Achtung. Hier jedoch geht es ums Gesichtwahren und da ist sich das Amt nicht zu schade, eine 10 Tage gültige Rückwanderbescheinigung zu erfinden und bei einer Klinischen Untersuchung auf Faulbrut neuerdings auch nach Beutenkäfern suchen zu lassen.


    Ich finde gut, daß der LVSI sich der Sache annimmt, auch wenn einzelnen Wanderimkern Kompromisse angeboten werden, die diese annehmen, um überhaupt ein- und wieder abwandern zu können.

    Es gibt ein neues Dokument. Es ist auf der Homepage des Landkreises Leipzig zu finden, bei Suche nach "Biienen". Es trägt die Bezeichnung "2017.1" und jetzt bekommt eine Rückwandergenehmigung" eine Gültigkeit von 10 Tagen und es soll nach dem Beutenkäfer und Topilehlaps gesucht werden.

    In dem Fall sollte man evtl. die Tierseuchenkasse auf diese geplante Maßnahme aufmerksam machen?

    Das ist bereits geschehen. Dort jedoch wird das Beitrags-Geld der Imker an die BSV weitergeleitet. Wird viel bezahlt steigen im Folgejahr einfach die Gebühren pro Volk. Das ist Automatismus. Da gibt es seitens der TSK überhaupt keine Initiative.

    Am 24.01. sagt man uns aus dem Vet.Amt zu unserer Einladung zu und will mit allen Kräften erscheinen: (Auszug)


    >>> Staender Norman ... 24.01.2017 08:04:46 >>>
    vielen Dank für die Einladung zum Monatstreffen und die Gelegenheit, direkt ins Gespräch zu kommen zu den Bienenfragen.
    Gern nehmen wir diese an und wahr und werden zu dritt kommen:
    Frau Dr. Möller,
    Herr Dr. Ständer,
    Frau Gottschling.



    Am 09.02. kreist dann diese eMail aus dem Vet.-Amt: (Auszug)
    Sehr geehrte Vorsitzende, sehr geehrter Vorsitzender und sehr geehrte Bienensachverständigen,
    wie angekündigt sende ich Ihnen im Auftrag von Herrn Dr. Ständer (Sachgebietsleiter SG Tierseuchenbekämpfung und Tiergesundheitsschutz) die Änderung zur Bienenseuchenvorsorge zu.
    Die Änderung werden auf der Homepage des Landkreis Leipzig sowie im Amtsblatt veröffentlicht.


    Es geht um diesen Satz darin:
    Für die Wanderbescheinigung, sowohl für Hin-, als auch Rückwanderung, sind Futterkranzproben und eine
    klinische Untersuchung durch den amtlich beauftragten Bienensachverständigen oder einen Mitarbeiter des
    Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramts Landkreis Leipzig notwendig.


    Am 15.02. antwortet Dr. Ständer auf Anmerkungen und Kritik und unterstreicht, daß tatsächlich gemeint ist, was wir lesen: (Auszug)
    Für die Rückwanderbescheinigung, die, wenn sie im Landkreis Leipzig notwendig werden würde, auch hier erstellt wird, sind ebenfalls eine klinische Untersuchung nach dem genannten Schema sowie Futterkranzproben notwendig. Da eine Wanderbescheinigung, mit der die Freiheit von Amerikanischer Faulbrut attestiert wird ... Der Mehraufwand für Wanderimker fällt somit in der Regel lediglich für die klinische Untersuchung vor Ort an, die Kosten dafür sind in den Bescheinigungskosten bereits enthalten. ... Darüber hinaus haben wir Ihre Einladung zum IV Grimma am 16.03. dankend angenommen, wo sich sicherlich ebenfalls Raum für Fragen und ggf. Diskussionen bietet.


    Am 23.02.: Die Amtsleiterin meldet die Veranstaltung ab: (Auszug)
    Wie es scheint, gibt es trotz der ausführlichen Erläuterungen weiteren Diskussionsbedarf. Ein solcher E-Mailverteiler ist dabei jedoch nicht die geeignete Plattform. Gleiches gilt für die von Ihnen angesprochene Imkerversammlung. Wir sehen daher von weiteren Äußerungen auf diesem Weg ab und müssen unsere Zusage zu Ihrer Veranstaltung leider zurückziehen.
    Wir sind aber sehr gern bereit, gern auch persönlich hier im LÜVA, mit Ihnen oder anderen Interessenten persönlich und direkt die ggf. noch offenen Fragen zu besprechen.


    Ist das Dialogbereitschaft mit Bedingungen? Kommt einzeln und nacheinander! Divide et impera?


    Wir wissen nun nicht, ob wir am 16.03. 18:00 in der Göschenscheune nun über das Veterinäramt reden sollen. Mit dem Veterinäramt geht ja nicht, obwohl der Diskussionsbedarf dort erkannt wurde.

    Offensichtlich ist tatsächlich Einiges los. Allerdings ist durchaus nicht klar wann und wie das ausgeht. Aktuell entbindet der Landkreis kritische BSV indem er sie - vorgeblich mangels Einladungskapazität - nicht zum BSV-Lehrgang schickt und dann wegen Nichtbesuch des Lehrganges auslistet. Alle BSV die sich die sinnlosen Besohlungen zum Thema: Behandlungsbuchaufbewahrungsfristnachletztereintragung und Wasdietierseuchenkassealsmedikamenteinnichtteilbarenmehrfachpackungenabgibt nicht geben wollten und einen andern im Verein als BSV-Nachwuchs fanden, sind raus. Unter Blinden ist der Einäugige König. Ein normaler Amtstierarzt wird schon mal als Fürst bezeichnet. Umgeben mit Blinden wär das ein Aufstieg.


    Wehe uns, wenn wir einen ernsten Ausbruch kriegen, durch in die Illegalität getriebene Wanderimker. Selbst wenn dann jemand den Doktor notgebremst in den Ruhestand schickt, so bleibt uns doch die Seuche.

    Ich habe da so eine Idee:
    Für die Erstellung der Seuchenfreiheitsbescheinigung wird wie üblich eine Futterkranzprobe genommen, deren Auswertung und Befundung etwa 3 Wochen dauert. Entgegen der gedachten aber nicht formulierten Gleichzeitigkeit: Die Völker werden (noch) nicht durchgesehen. Liegt nach 3 Wochen ein negativer Befund vor - normalerweise würde jetzt die Seuchenfreiheit vom Amt bescheinigt - geht dieser Befund ohnehin ans Vet.-Amt. Für den im Thema Stehenden steht jetzt fest, daß keine klinischen Anzeichen gefunden werden können weil keine da sein können. Dann möge unser Veterinäramt den Seuchenfreiheitsschein ausfertigen und zur manuellen Kontrolle dem Amtstierarzt oder seinem Mitarbeiter gleich mitgeben. Der kann dann in Völkern, die frei von Sporen sind, nach klinischen Anzeichen suchen. Also die Einladung zur Schnitzeljagd ohne Schnitzel. Eiersuche ohne Eier. Stochern im Nebel.


    Das hat mehrere Vorteile:
    1. Die Arbeit des BSV kann nicht dadurch diskreditiert werden, daß nach seiner Durchsicht ohne Befund das Labor dann doch positiv ist.
    2. Im Falle einer positiven Sammelprobe übernimmt ab diesem Punkt das Vet.-Amt ohnehin und zwar zu seinen Kosten, denn Verdachtsverfolgung ist Tierseuchenbekämpfungsauftrag und für den Imker kostenfrei.
    3. Für den Fall, daß die Völkerdurchsicht nach einer negativen Futterkranzprobe irgendwelchen Aufwand verursacht (was zwingend ist) ist mit der vorliegenden negativen Laborprobe der Kostenbescheid wegen §22 Verwaltungskostengesetz des FS Sachsen anzufechten und nach Feststellung Schaden geltend zu machen.