Beiträge von ApiGerm

    Die Viereraufstellung bei Mini-Plus hat sich gut bewährt (Fluglöcher in 4 Richtungen). Arbeitshöhe vom Boden etwa 50 cm. Die Völker schützen sich dabei gegenseitig bei Wind. Ein Stein je Deckel reicht aus, damit sie nicht wegfliegen können. Habe bisher kein Umfallen erlebt, selbst bei einer Höhe von 7 Etagen.

    Das Gestell ist aus Winkeleisen 3x3 cm geschweißt, jedes Volk steht in einem Fach aus Winkeln.

    Es ist günstig, die 2-3%ige Natronlauge zu erhitzen. Vor allem löst dann das Propolis schneller. Ein weiterer Vorteil ist, dass weniger Lauge ins Holz eindringt, als bei dem Einlegen der Rähmchen über Nacht. Liegen die Rähmchen mehrere Stunden oder gar Tage in der Natronlauge, könnten die Salze später aus dem Holz heraus ausblühen. Wenn die Lauge leicht vor sich hin köchelt, dauert der Waschvorgang für einen Stapel mit Rähmchen etwa 4 Minuten. Bei mir passen 16 Rähmchen in den Waschbehälter. Es muss kein Edelstahl sein, ein Wurstkessel (ab 90 EUR. ebay) hält einige Jahre.

    Hallo Jessi8879,

    der Futterbedarf nimmt jetzt stetig zu. Wenn man davon ausgeht, dass die Weidenblüte bei Dir im Ruhrgebiet den ersten Nektar bringt, sollten Mitte März noch 4-5 kg Futter vorhanden sein, also etwa 3 verdeckelte Futterwaben.

    In dem EasyCheck werden die abgetöteten Bienen in Wasser (mit fettlösendem Zusatz) geschüttelt. Der fettlösene Zusatz löst dabei die tierischen Fette und die Milben werden damit besser aus den Sterniten des Hinterleibs der Bienen gerausgewaschen.


    Verantwortlich für den Seifenschaum sind die Tenside in fettlösenden Mitteln. Tenside aus synthetisch produzierten Fettsäuren schäumen stärker (Flüssigseifen, Shampoos). Tensidfreie Reiniger schäumen zwar nicht, lösen aber auch keine Fettschichten.


    Verwende am besten sehr wenig fettlösende Zusätze zum Schütteln, 1-2 Tropfen Spülmittel reichen für eine Bienenprobe aus. Danach etwas stehen lassen und ein Teil des Schaums verschwindet. Nach meiner Erfahrung sind die Milben aber eher im mittleren und unteren Teil des Bechers, nicht im Schaum.

    Habe gute Erfahrungen mit einen Wärmeschrank von Memmert gemacht, mit einer Kapazität von 21 Eimern (á 15 kg). Der Wärmeschrank hat 3 Etagen, also je 7 Eimer.

    Wenn 40°C eingestellt werden, ist der Honig nach 24 h breiig und gerade so fließfähig, aber noch sehr kristallin. Bei 42°C ist der Honig besser angelöst und fließt besser aus dem Eimer.


    Der nächste Schritt ist dann die Verflüssigung im Melitherm. Der 40°C warme Honig braucht im Melitherm fast doppel so lang um hindurch zu laufen, als der 42°C warme Honig (bei Blütenhonig mit hohem Glukoseanteil). Bei Waldhonig geht´s schneller.


    Zu beachten ist die Qualitätssicherung des Honigs. Die Halbwertszeit der Inaktivität der Diastase im Honig beträgt (bei 40°C) etwa 31 Tage. Die Halbwertszeit der Invertase beträgt (bei 40°C) etwa 10 Tage.

    30 ppm HMF werden bei dieser Temperatur in etwa 40-50 Tagen gebildet.

    Das obere Ende im Bild ist die Kotblase (leer), das anschließende schmale Stück ist der Dünndarm. Das längere Stück weiter unten ist der Mitteldarm (auch leer).

    Es gibt keine Krankheit bei den Bienen, die den Darm nach außen bringen würde.

    Hier liegt eine mechanische Einwirkung vor. Den Darm kann man herausziehen, um eine Prüfung auf Nosemose (Erreger ist Nosema, wird heute den Pilzen zugeordnet) durchzuführen.

    Hallo Gast,


    bei diesen Maßangaben fällt mir spontan die Apis Cerana ein, welche 1mm kleinere Zellen baut als Apis Mellifera.
    In Erlangen gibt es einen Hobbyimker, der sich mit Mittelwandgußformen aus Silikonkautschuk beschäftigt.
    Eine dieser Formen habe ich bereits erfolgreich in Asien eingesetzt, wo Cerana beheimatet ist.


    Bei Fragen dazu:
    R-Dorf@t-online.de

    Hallo Keilerstein,


    ein Volk welches an Ruhr erkrankt oder sogar eingegangen ist hat in der Regel auch Nosemasporen oder Amöbenzysten hinterlassen. Sie sind als Ruhrschorf (auch unsichtbare Kotspritzer) auf den Waben zu finden und durchaus lange ansteckungsfähig wenn die Waben in andere Völker gegeben werden.
    Je nach Grad der Kotspritzer und der Qualität/Alter der Wabe ist eine Begasung mit Essigsäure sinnvoll. Ein mehrtägiges Auslüften vor dem Wiedereinsatz ist dann ausreichend.


    Wenn jedoch Futter- oder Pollenreste auf der Wabe sind, kann die Säure nicht dort hineinwirken und die Wabe mit ihrem Inhalt ist nach wie vor ein Infektionsherd.


    Um einen Überblick über die Infektion durch Nosema zu bekommen, können Futterreste und auch Bienen bei 300 facher Vergrößerung kontrolliert werden. Bienen mit etwa der gleichen Menge Wasser verquirlen. Sind in einem Viertel des Mikroskopausschnittes etwa 100 Sporen zu finden, ist dies ein starker Befall.


    Tipp:
    Waben mit sichtbaren Kotspritzern einschmelzen. Das gewonnene Wachs ist tadellos sauber. Rähmchen in heißem Ätznatron (1%ig) waschen.


    http://www.landwirtschaft.baye…en/bienenkrankheiten.html

    Hallo Christian Peters,


    auf der einen Seite macht es sicherlich Sinn das in Waben gelagerte Futter wieder zu verwenden. Ob man es aufkratzt, für Ableger verwendet, als Reservefutter einsetzt, ausschleudert oder währed der Herbstfütterung dazuhängt bleibt jedem selbst überlassen und ist denkbar.


    Auf der anderen Seite birgen solche Waben aber auch Probleme wie kandiertes Futter, welches viel Kraft von den Bienen erfordert; sie müssen schließlich Wasser eintragen, ihr Mandibulardrüsensekret bereitstellen und auch genügend Jungbienen (Stockbienen) zur Verfügung haben, die die Kristalle verflüssigen können.


    Weiterhin sind Krankheiten zu nennen die, besonders im Frühjahr, in Form von Ruhr, Nosemasporen, Amöbenzysten für schwache Völker ein ernst zu nehmendes Problem darstellen können und lange Zeit auf den Waben (evtl. unsichtbare Kotspritzer, infiziertes Futter) überdauern können.


    Begasen der Waben mit Essigsäure ist eine gute Form zur Unterstützung der Hygiene. Schwefeln bildet in Verbindung mit der Luftfeuchtigkeit Schweflige Säure (H2SO3) auf der Oberfläche der Waben und unterstützt die Konservierung von Futter- und Pollenvorräten.


    Erhitzte Ätznatronlauge 1-3%ig (Kaustik Soda) tötet sicher alle Arten von Keimen, Sporen, Bakterien und hilft sogar zuverlässig bei der Faulbrutsanierung (3%ig), wobei Rähmchen von ausgeschmolzenen Waben, Kästen und Arbeitswerkzeuge damit zu waschen sind.


    Betreffend der Verwendung von Futterwaben vertrete ich die Ansicht, solange sie von gesunden Völkern stammen, sie im Frühjahr in die unteren Bruträume durchschnittlicher Völker zu geben (1-2 Waben pro Volk). Das Umtragen durch die Bienen bringt Aktivität, fördert den Putztrieb und die Eiablage der Königin. Am besten sollten die Futterwaben aber erst im Rahmen der Weidenblüte dazu gehängt werden, da kaltes Wetter ohne Flugtätigkeit die Bienen heraustreibt (Wasserholen).
    Ableger allerdings sollten ihre Qualität unter Beweis stellen können und aus eigener Kraft Waben bauen, Brut anlegen und Pollen / Futter einlagern können. Dies gibt schon in der aktuellen Saison einen Eindruck von der Leistungsfähigkeit der Königin, und hilft die Qualität für die Überwinterung einzuschätzen.

    Hallo Andi,


    erstmal stellt sich mir die Frage, welche Drahtrichtung du verwendest. Parallel oder 90 Grad zum Oberträger (Auch Quer- oder Längsdrahtung genannt)? Dies hat folgenden Hintergrund: Beim Einhängen der neu eingelöteten Mittelwand ins Bienenvolk wird die MTW höheren Temperaturen ausgesetzt als beim Einlöten. D.h. die Mittelwand kann sich bei nicht exakter Beachtung der Drahtrichtung werfen wobei Buckel entstehen können, die für ein Anlegen der Brut, zumindest auf einer Seite der entstehenden Wabe, ungeeignete (zu kurze) Wabenzellen hervorbringen können.
    Tipp:


    Ist die Drahtung 90 Grad zum Oberträger, kann die MTW direkt am Unterträger angesetzt werden. Ein Abstand zu den Seitenträgern ist nun wichtig (ca. 6-8mm), da sich die MTW seitlich mehr ausdehnt. Die Drähte verhintern die Ausdehnung in Drahtrichtung.



    Ist die Drahtung parallel zum Oberträger, wird sich die MTW in Richtung Unterträger ausdehnen. Die seitliche Ausdehnung (Drahtrichtung) wird wiederum durch die Drähte verhindert. Jetzt sollte die MTW zum Unterträger ein Abstand von ca. 8-10mm haben. Der etwas größere Abstand ist hier notwendig, da zu der Ausdehnung zusätzlich das Gewicht der Baubienen dazu kommt, die den Druck Richtung Unterträger erhöhen. Der Abstand zu den Seitenträgern ist nun weniger wichtig.

    Hallo KLanes,


    erstmal freue ich mich, das jemand zu seinem Anfängerwissen steht. Immerhin können 10 Unwissende mehr Fragen stellen, als 1 Kluger beantworten kann. Aber Spass beiseite.
    Die Kandierung eines Honigs ist von mehreren Faktoren abhängig. Wie schon beantwortet wurde, liegt dies zum Teil an der Honigsorte (Nektarsorte und Pflanzenzuckerzusammensetztung). In der Regel kandieren Honige, die einen sehr hohen Traubenzuckeranteil haben schneller. Ein gutes Beispiel ist Rapshonig, der schon nach wenigen Tagen fest werden kann. Aber es gibt auch Beispiele wie den hellen Akazien-Blütenhonig, der sehr lange flüssig bleibt. Große Honigabfüller und Vermarkter brauchen eine gleichbleibende Qualität, die mitunter besser sein kann als Honige aus Deutschland und errreichen dies durch ständige Kontrollen der Fermentaktivitäten (Invertase, Diastase, Glukoseoxidase), der Hydroximethylfurfural-Entwicklung, Sorten-Mischungen und Filterungen.
    Damit ein Honig erstmal kandieren kann, brauchen die ersten Kristalle eine Möglichkeit, sich festzusetzen um weitere Kristalle zu bilden. Dies tun sie zum einen am Boden und am Rand des Honiggefäßes, aber sie setzen sich auch gern an Verunreinigungen (Bienenhaare) oder Pollenkörner fest. Wird ein Honig gefiltert, brauchen die ersten Kristalle länger um zu wachsen und zur Vermehrung, wobei zudem der Wassergehalt, die Lagertemperatur und die Luftfeuchtigkeit eine große Rolle spielen.


    Auf der anderen Seite bleibt zu untersuchen, wie groß der Honigabsatz in den Kaufhäusern ist, d.h. dass er mitunter auch schnell verkauft wird und daher den Eindruck macht, dass er "immer" flüssig bleibt, weil neue Lieferungen nachkommen. Immerhin sind wir Mitteleuropäer führend im Honigverzehr (1,4 kg pro Person und Jahr). Vergleichende Zahlen z.B. aus Skandinavien zeigen einen Verbrauch von etwa 300 gr. per Person und Jahr.