Beiträge von Johannes

    ... und die Rähmchen von Weber sind - und das wirklich mit Abstand - besser. 5-fache Drahtung und vor allem: der geteilte Unterträger. Die Mittelwand läßt man einfach hineinrutschen, sie hat nach unten beliebig Spiel zur Ausdehnung und wellt sich so gut wie nie.

    In wie weit unterscheiden sich denn die Dadantbeuten der einzelnen Vertreiber ?

    Insb. die von Wagner, Weber und H*ltermann sehen ja fast 100% identisch aus, passen die aufeinander ? Außenmaße sind immer 509x509mm


    Hallo Alex,


    Wagner scheint Holtermann zu beliefern.


    Die Zargen, Fütterer, Absperrgitter, Fluchten von Wagner und Weber passen exakt übereinander.


    Die Fluglochkeile sind nicht kompatibel.


    Gruß, J.

    Hucho : Ja, auf jeden Fall. Mein gewünschter Wassergehalt für die Frühtracht ist knapp unter 18%. Um den zu erreichen, ist der Verzicht auf die Dickwaben eine der wichtigsten Maßnahmen.


    Olli : Ja, auch Anfangsstreifen werden ebenso zu Dickwaben ausgebaut, wenn Tracht herrscht.

    Hallo beehead,


    Auch bei Läppertracht habe ich mit Dickwaben Wassergehälter im mittleren 18er-Bereich gehabt - starke Buckfastvölker in Dadantbeuten. Umstellung auf Normalwaben brachte mindestens 0,6% Reduktion.


    Gruß, J.

    Hallo Toddy,


    siehe diesen Thread. Dazu ein kleines Update:


    1. Die Bruträume sind von Weber lt. eigener Aussage wegen der Verzugproblems verbessert worden; das soll jetzt kein wesentliches Problem mehr sein. In der Hand hatte ich die neuen Bruträume noch nicht.


    2. Die Böden von Weber ("neue" Generation seit ca. 2003) haben sich auch in der weiteren Benutzung seit meinem Beitrag als sehr robust herausgestellt. Das Stabilitätsproblem ist also gut gelöst. Inzwischen gibt es von Wagner möglicherweise einen Boden mit Gitter statt mit Lochblech, den man über Holtermann beziehen kann (die haben die Wagner-Beute im Programm - zumindest sehen die frappierend nach Wagner aus) - da kann man mal nachfragen.


    3. Honigräume gibt es inzwischen auch von Wagner mit Aluschiene statt Rechen.


    4. Bienenfluchten: Da bleibt das Problem: Weber zu flach weil ohne Trommelraum; Wagners Beute hat dagegen bei liegender Flucht keinen Innendeckel mehr. Eine sehr gute, selbstgemachte Lösung: Statt fertigem Bienenfluchtschied einen weiteren Innendeckel pro Beute kaufen, mit der Lochsäge mittig ein Loch schneiden und eine Nicot-Rautenflucht für 2-3 Euro aufnageln. Funktioniert im Gegensatz zu den beiden anderen Lösungen hocheffektiv und ohne Räubereiangst.


    5. Außendeckel: Webers neigt bei Belastung von innen (z. B. Stapeln) zum Reißen der Lötnaht am Rand. Ist mehr ein ästhetisches als ein funktionelles Problem; kann man durch Zwischenlegen z. B. der Innendeckel bei der Lagerung vermeiden.


    6. Absperrgitter: Da muß ich mich korrigieren. Wagners wird zwar etwas weniger verbaut, ist dafür aber deutlich weniger stabil als das Webersche. Ich würde hier unbedingt Weber wählen.

    Hallo Eismann,


    im Frühjahr Honigräume mit trockenen Waben aufsetzen,


    nach der Frühtrachternte die honigfeuchten Waben gleich wieder auf die Völker,


    nach der Sommertrachternte die honigfeuchten Waben von den Völkern trockenputzen und reparieren lassen (durch Aufsetzen über Futterzarge oder Untersetzen unter den Brutraum - mache ich mit Absperrgitter),


    die dann trockenen Waben für die nächste Saison einlagern.


    Viele Grüße, Johannes

    Hallo Eismann,


    ob ein Honig zu gären beginnt, hängt nicht nur am Wassergehalt, sondern auch an der Hefenbelastung, der Temperatur und der Frage, ob der Honig kristallisiert ist oder nicht. Auch ein Honig unter 18% kann gären, wenn die anderen Faktoren ungünstig liegen.


    Kandierter Honig gärt leichter, weil durch die Kristallisation der Wassergehalt in der verbleibenden Sirupphase, die die Kristalle umgibt, steigt.


    Hefeneintrag kann man vermeiden, indem man ausschließlich honigtrockene Waben aufsetzt (bzw. geschleuderte Waben sofort zurück auf die Völker gibt), außerdem durch penible Sauberkeit und Hygiene beim Schleudern und Abfüllen, einschließlich im heißen Spülgang gespülter Gläser. Kochfeste Baumwollschürze aus dem Gastronomiebereich, frisch heiß gewaschene Hose und zugegebenermaßen lustig aussehendes Haarschutzhäubchen verhindern Hefeneintrag mit Staub oder Schmutzpartikeln aus der Kleidung oder von den Haaren, die irgendwann doch mal vereinzelt in den Honigkübel fallen.


    Viele Grüße und trockenen Honig,


    Johannes

    Rudi meint folgendes:


    Der Honig wird zunächst in den Kern mit intakten Waben eingetragen (WWWW), der wie ein schmaler Honigraum wirkt. Ist er voll, beginnen die Bienen ihn zu erweitern, indem sie die Leerrrähmchen links und rechts davon ausbauen; die daneben stehenden einzelnen intakten Waben wirken wie eine Leitstruktur, die auch einigermaßen verhindert, daß die Naturwaben in den Leerrähmchen zu Dickwaben ausgezogen werden. Sind schließlich auch diese und die Leitwaben voll, gibt es immer noch eine Zone in den leeren Randrähmchen, in die die Bienen bauen und eintragen können.


    In einem Honigraum, der komplett mit Leerwaben bestückt ist, wird der Honig früher über mehr oder alle Waben verteilt. Das kann unter Umständen zu höheren Wassergehältern führen als bei der eben beschriebenen kompakten, dynamischen Honigstapelung.

    Ich sehe das anders.


    Kunstschwärme beträufle ich mit Oxalsäure; allerdings inzwischen nicht mehr in der Kellerhaft, sondern ein paar Tage nach dem Einschlagen in die Beute, weil sie dann schon schön flächig verteilt auf den Waben bzw. Mittelwänden sitzen und man so den Wirkstoff wabengassenweise leicht ins Volk bekommt. (Natürlich darf noch keine Brut verdeckelt sein.) Es fällt dann meist einiges an Milben. Ameisensäure wende ich danach nicht mehr an. Sie bekommt ein Kuntschwarm bei mir erst im Jahr nach seiner Bildung im ersten Wirtschaftsjahr zu riechen. Trotzdem sind die gezählten spontan gefallenen Milben im Dezember immer erfreulich niedrig - und trotzdem träufle ich diese Jungvölker vor der Jahreswende nochmals wie alle anderen Völker auch. Die Kunstschwärme entwickeln sich bei mir trotz der Oxalsäurebehandlung regelmäßig prächtigst.

    Bienen-Freund hat es ja schon gesagt: auf jeden Fall Keller statt Wohnung. In Twistoffgläsern ist die Luftfeuchtigkeit praktisch egal, weil die Deckel hervorragend dichten.


    Je kühler, desto besser. Und ganz, ganz wichtig: dunkel.

    Hauptsache, sie sind erst mal in den Honig reingekommen. Und zweite Hauptsache, sie sind beim Verkosten überhaupt noch drin und nicht durch irgendwelche Auftauaktionen rausgeheizt worden. :)

    Ja! Ja! Ja!

    Zitat

    Apropos Wassergehaltsmessung: Du sprichst von einer Bandbreite von einem halben Prozent. Haben wir wirklich die Messinstrumente, die uns zuverlässig diese Präzision zeigen und sind wir uns einig, zu welchem Zeitpunkt und wie wir den verbindlichen Wert ermitteln?

    Ein halbes Prozent Bandbreite ist eine ganze Menge. Jeder, der sich ein bißchen ins Honigverkosten einübt und ein bißchen aufmerksam ist, wird irgendwann Differenzen von zwei Zehnteln wahrnehmen, ganz ohne Refraktometer. Mit ein bißchen mehr Übung geht auch ein Zehntel. Und auch dazu braucht es kein sensorisches Genie; ich behaupte, das kann jeder lernen, der es ernsthaft will. "Erst schätzen, dann messen" kann ein regelrechter Sport werden (bei dem einen thixotrope Heidehonige ganz schön an der Nase herumführen können...).


    Ob die gemessen 17,8% meiner diesjährigen Frühtracht echte 17,8% sind, weiß ich natürlich nicht. Zahlenmäßig bin ich halt auf mein Refraktometer getrimmt und orientiere mich an seiner Skala, die ich bestmöglich auf die Referenzlösung geeicht habe. Keine Ahnung, ob es trotzdem 1 oder 2 Zehntel Fehler hat - das ist mir auch nicht wirklich wichtig.


    Mir sind durch das Messen aber viele Augen aufgegangen. Das "je trockener, desto besser", das in der Bepunktung der DIB-Honigprämierung steckt, halte ich jedenfalls inzwischen für völlig abwegig. M. E. verliert eine feinkandierte Frühtracht mit 15,5% gegenüber einer mit 17,5% enorm, obwohl sie höher bepunktet würde. Ein dunkler Waldhonig wiederum kann mit 17,5% für meinen Geschmack schon zu naß sein. Einer der besten Honige, den ich je gegessen habe, war eine Spättracht aus den Baltrumer Salzwiesen, strandfliederdominiert, von Christian Salau. Der Honig war ein einziges Erleuchtungserlebnis. Ungeheuerlich. Gemessen: 18,2%. Der flöge gleich 'raus beim DIB.

    Sehr schonend gehen Radialschleudern mit Naturbau um. Mir ist dieses Jahr mit meiner 10er-Roland-Weber-Schleuder (mit Bruchschutzgitter) erstmals eine einzige Wabe gebrochen - die ich vorher durch eine bescheuerte, unnütze Spritzprobe schon fast komplett aus dem Rahmen gerissen hatte. Ansonsten gehen selbst frei am Oberträger hängende, seitlich und unten nicht angebaute, prallvolle Naturbauwaben mit sehr zähem, trockenen Honig dabei nicht kaputt. Allerdings erhöhe ich die Drehzahl schrittweise.

    Hallo Edmond,


    meiner persönlichen Meinung nach gehören geschleuderte Honigwaben unbedingt trocken eingelagert. Ich finde es unästhetisch, im Frühjahr den neuen Honig in gärig-gammelige Waben eintragen zu lassen und darauf zu spekulieren, daß das Volk die Waben vorher schon saubermachen wird. Zugegebenermaßen bedeutet das nach der Ernte einen Mehraufwand, der sich aber für die Honigqualität lohnt. (Abgesehen davon gehört der Geruch von frisch geputzten und reparierten, trockenen Honigwaben zu den schönsten überhaupt in der Imkerei - das tröstet mich über die Arbeit hinweg.) Ich lasse die Waben unmittelbar nach der Ernte putzen.


    Viele Grüße, Johannes

    Hallo zonia,


    diese älteren unbebrüteten Waben haben nach meiner Erfahrung eher wenig Einfluß auf die Qualität des Honigs (zumindest verglichen mit bebrüteten Waben, mit denen man einen Frühtrachthonig aromatisch regelrecht vernichten kann(. Trotzdem schneide ich sie 'raus, sobald sie dunkler werden und lasse sie in der nächsten Saison neu bauen. Der erste Honig in diesjährigem Naturbau, mit dieser schneeweißen Verdeckelung ist schon optisch ein Genuß.


    Etwas mehr Einfluß bilde ich mir bei der Mittelwand ein - ich finde Honig aus Naturbauwaben vom Bukett her tendentiell transparenter und heller als solchen aus mittelwandbasierten Waben, auch, wenn sie unbebrütet sind. Diese leichte Wachsnote, die in Frühtrachthonigen oft wahrnehmbar ist, kommt m. E. bei Mittelwänden etwas stärker daher.


    Vielleicht kann zu Deiner Frage auch nassauer etwas sagen; von dem habe ich mir meinen Wabenhaushalt im Honigraum abgeguckt.


    Hallo Jörg - meinst Du mit "dunkel" wirklich unbebrütet?