Beiträge von Frank Nieser

    Hallo Manuela,


    bitte denke daran, dass die Weiselzellen auf der Wabe nicht immer von der jüngsten Made sind. Vielleicht kannst du von einem Imker eine schlupfreife Zelle bekommen oder schon eine begattete junge Weisel. Würde Dir auch Zeit sparen da diese direkt anfängt zu legen.
    Außerdem wenn Du das Volk nicht mehr schleudern willst, ist jetzt eine gute Gelegenheit gegen die Varroa zu behandeln, wenn es keine verdeckelte Brut mehr hat.


    Gruß


    Frank

    Hallo Heinz,


    obwohl ich noch recht jung bin, hat mich die Frage auch schon beschäftigt. Ich imkere auch mit dem Zandermaß und weiß wie schwer die Honigräume sein können ( eigentlich hofft man ja immer darauf :-) ).
    Ich werde mir in den kommenden Jahren die Honigräume durch Zanderhalbzargen ersetzen. Damit brauche ich auf mein Wabenmaß nicht zu verzichten und brauche auch keine schweren Honigzargen mehr zu heben. Ein älterer Imker hat mir mal auf einer Tagung erzählt, dass er komplett auf Halbzargen umgestellt hätte und damit gut zurecht kommt.


    Gruß


    Frank

    Hallo ergon,


    die Behandlung in Lagerbeuten mit Ameisensäure ist ein Problem, da die Luftzirkulation dort nicht wie in den Magazinbeuten stattfindet.
    Ich hatte das Thema auch schon mal mit Dr. Liebig besprochen. Ich habe zu Hause eine selbstgebaute Trogbeute. Für diese habe ich mir einen 25cm hohen Rahmen gebaut, der über die gesamte Rähmchenfläche geht und oben mit einem Brett abgedeckt wird. Dort kann man dann die Tropfflasche gut hineinstellen. Die Dämpfe breiten sich in dem gesamten Raum aus und sinken dann in die Wabengassen, bzw. werden dann durch die Luftzirkulation im Volk verteilt. Ich stelle aber den Dispenser auf einen Sockel von etwa 5cm Höhe, damit die Brut im oberen Bereich der Waben nicht geschädigt wird.


    Gruß


    Frank

    Liebe Imkerkollegen / -Innen


    weil schon an anderer Stelle viel über den Kauf von Bienenköniginnen und Kunstschwärme geschrieben wurde, möchte ich gerne einige Hinweise geben:


    1. Der Kauf von Bienenköniginnen und Völker/ Schwärme ist Vertrauenssache. Es ist deshalb legitim, wenn man sich in seinem Umfeld umhört, wer wo gute Erfahrungen gemacht hat.


    2. Man sollte sich nach Zuchtmaterial umsehen, dass sich im eigenen Bereich schon bewährt hat. Am besten von einem Züchter, der in der Nähe wohnt. Es ist logisch, dass eine Zuchtlinie, die sich im Gebirge bewährt hat, nicht unbedingt in Frühtrachtgebieten mit milden Wintern eine tolle Leistung bringt!


    3. Zu jeder gekauften Königin / Volk / Kunstschwarm gehört ein neues Gesundheitszeugnis. Dies ist für jeden etablierten Züchter selbstverständlich und sollte eigentlich nicht erst auf Nachfrage ausgehändigt werden.


    4. Über die Zuchtwarte der einzelnen Landesverbände kann jeder sich über Züchter in seiner Nähe informieren. Und viele dieser Züchter brauchen keine großen Annocen in den Zeitungen, weil sie Stammkunden haben oder über Mundpropaganda weiter empfohlen werden.


    Und das Wichtigste zum Schluss:
    Am besten die Könginnen selber ziehen. Da weiß mann / frau, was man hat und wer für die " Fehler" verantwortlich ist.

    Viel Spass bei der Zucht


    Frank

    Hallo blue-planet,


    zuerst möchte ich dir noch einen Tip geben im Bezug auf Nachschaffungszellen, also Weiselzellen, die die Bienen durch den plötzlichen Verlust ihrer Stockmutter in einer ersten Panik anblasen.
    Im Gegensatz zu der gelanten Zucht haben die Maden, aus denen die Bienen die neue Weisel ziehen, meist ein unterschiedliches Alter und es sind schon recht alte Maden dabei.
    Leider sagt werde die Größe, noch die Form der Weiselzelle unbedingt etwas über die Qualität der Königin aus, die daraus schlüpft. Im Zweifelsfall also bei einem Züchter eine schlupfreife Zelle oder eine begattete Königin besorgen.
    Wenn ein Volk schon länger weiselos ist, sollte dass Zusetzen kein Problem sein. Ich verschicke meine Königinnen mit den heute üblichen Versandkästchen, bei denen man nur unten eine Lasche rausbrechen muß, um sie dann mit einem Nagel in eine Wabengasse zu hängen.
    Dies kann man aber nur dann machen, wenn man absolut sicher ist, dass zwischenzeitlich nicht eine Jungkönigin geschlüpft ist.
    Die sicherste Methode ist das Zusetzen in einen kleinen Kunstschwarm. In deinem Fall stell mal eine Leerzarge über den Honigraum und leg zwischen Honigraum und Leerzarge ein Absperrgitter. Dann häng einfach den Zusetzkäfig an einem Draht in die leere Zarge. Aber die Futterkammer noch nicht öffnen. Nach etwa zwei Stunden hast du dann eine schöne Schwarmtraube. Du kannst jetzt soviele Bienen an der Traube lassen, wie du brauchst. Die Bienen kommen jetzt in einen Ablegerkasten auf Mittelwände und die Königin wird zugestetzt. Die Futterteigkammer wird dabei freigegeben. Den Schwarm dann mit 4 Kg Zucker in einer Wasserlösung füttern. Nach 7 Tagen wird der Ableger kontrolliert. Die Königin hat dann ein schönes Brutnest angelegt und die Mittelwände sind schön ausgebaut.
    Dem Hauptvolk hänge in dieser Zeit einfach ein Wabe mit offener Brut ( Maden) ein. Wen er nach 7 Tagen immer noch verdecklete Zellen darauf hat, kann man fast sicher sein, dass er keine Königin hat.
    Dann die Brutwabe dem Hauptvolk entnehmen und den Ableger über Zeitungspapier zusetzen. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich die Weisel gut in Eiablage und hat damit einen hohen Pheremonausstoss. Damit ist eine gute Annahme gwährleistet.


    Viel Erfolg


    Frank

    Hallo Imkerkollegen / Innen


    obwohl es nicht häufig ist, gibt es doch die Möglichkeit, dass eine fremde Königin nach dem Begattungsflug dort zugeflogen ist. Vorallem wenn in der Nähe Königinnen zur Begattung aufgestellt sind. Grund hierfür ist, dass die Bienen bei Weisellosigkeit anfangen zu steiseln. Auch wenn dieses für uns hörbare Geräusch mit zunehmender Dauer der Weisellosigkeit abnimmt, so ist dieses Geräusch für Königinnen, die sich beim Begattungsflug befinden, doch hörbar. Offensichtlich ist ein " sehr lautes" Steiseln für die Jungweiseln sehr anziehend.
    Ist vorallem dann dumm, wenn man in einem weisellosen Volk zieht, eine junge Weisel zufliegt und dann die ganze Zuchtserie aufbeist und absticht. Deshalb vor das weisellose Pflegevolk immer ein Absperrgitter!


    Viele Grüße


    Frank

    Hallo Bernd-Frank,


    ich würde die "wilden Weiselzellen" auf jeden Fall rausbrechen. Einen Grund hast du selbst schon genannt. Wenn das Volk sehr stark ist und voll Honig, könnte es dazu kommen, dass es doch schwärmt. Obwohl dies dann eher die Ausnahme ist.
    Viel wichtiger ist, dass die Bienen in ihrer Panik ( Weiselunruhe/ - losigkeit) nicht immer nur von den jüngsten Maden nachziehen, sondern auch ältere Maden auswählen. Diese können dann schon nach 10 Tagen schlüpfen und deine schöne Zuchtserie ist dahin.
    Darüber hinaus könnte es sein, dass deine junge Königin im Volk nicht alle Weiselzellen aufbeisen darf und die Könginnen abstechen kann. Geht die Weisel dann beim Begattungsflug verloren, schlüpft eine aus den "wilden" Zellen und diese Köngin wird nachher begattet. Die Enttäuschung ist dann groß, wenn diese Königin und ihre Nachkommen nicht deinen Erwartungen entspricht.


    Gruß


    Frank :)

    Hallo Volker,


    wie mein Vorredener schon gesagt hat, handelt es sich um eine Apidea-Kästchen (!). Die Gitter sind tatsächlich für den Futteraum und für das Flugloch. Das Gitter für den Futteraum habe ich herausgenommen, da es für mich kein Problem ist, wenn die Bienen dort bauen und die Königin auch dort ein Brutnest anlegt. Das Gitter vor dem Flugloch macht dann Sinn, wenn du die Königinnen mal auf eine Belgstelle bringen willst und sie abends noch mal fliegen läßt, z.B. wenn sich der Termin zum Transport auf die Belgstellen mal verschiebt. Ich nutze auch den Futtraum bei Gelegeheit, um dort ein Königin mittels Zusetzkäfig einzuweiseln.


    Viele Grüße


    Frank :wink:

    Hallo Ino,


    zu den Infos der beiden Imker vielleicht noch zwei Hinweise:
    Bevor du umweiselst, infomiere dich doch, welche Linien sich in euerem Gebiet als weniger anfällig für die Faulbrut erwiesen hat.
    Darüber hinaus solltest du immer auf möglichst neuen Wabenbau achten.
    Ich selbst imkere das Jahr über mit offenen Böden, damit es in den Völkern nicht zu Nässe kommt.
    Und letztlich kann der Standort des Bienenstandes die Anfälligkeit der Völker steigern. Also lieber eine etwas windigerer Standort auf halber Höhe als in einem Tal, nahe einem Bach.


    Noch volle Honigtöpfe


    Frank

    Die Weisellosigkeit stellt sich in einem Volk / Ableger schon nach etwa 15 Minuten ein. Grund hierfür ist der fehlende Pheremonausstoss der Königin. Es kommt dann langsam in dem Volk zur " Panik" und nach etwa 1 1/2 Stunden fangen die Bienen an, Weiselzellen über offener Brut anzuziehen.


    In deinem Fall haben also die Bienen schon Zellen angezogen und du kannst die Edelzellen schon jetzt in die Ableger einhängen. Aber alle wilden Zellen rausbrechen. Sonst kann es passieren, dass die Weisel schlüpft und die anderen wilden Zellen von den Bienen geschützt werden. Wenn dann die Weisel beim Begattungsflug verloren geht, schlüpft eine der anderen Zellen und du hast nacher eine nicht gewünschte Königin in den Ablegern.


    Ansonsten viel Spass bei der Zucht


    Frank

    Liebe Imkerkollegen,


    natürlich habt Ihr zum Teil Recht. Aber wenn man es so differenziert sieht, noch folgende Anmerkungen:
    Zuerst sollte man unterscheiden, ob es ein eigener Schwarm ist und damit gesund! oder es sich um einen fremden Schwarm handelt. Für den eigenen Schwarm braucht man sich sicher keine Sorgern zu machen. Aber bei einem fremden Schwarm sollte man sich schon Gedanken machen. Wenn ich generell sagen würde, man müßte ihn drei Tage hungern und der Schwarm ist schon zwei Tage unterwegs, würden die Imkerkollegen /-innen am dritten Tag vor einem toten Schwarm stehen.


    Im übrigen wird der Schwarm von mir an dem darauffolgenden Tag abends eingeschlagen und ist auch noch die ganze Nacht ohne zusätzliches Futter. In dieser Zeit fängt er schon an zu bauen (wenn er noch Futterreserven hat) und auch diese erfordert einen großen Teil seiner Vorräte.


    So gesehen, bleibt von dem möglichen Futtervorrat dann nur noch ein geringer Teil und damit verringert sich auch das Risiko einer Infektion mit der Faulbrut.


    Mit freundlichen Grüßen


    Frank

    Liebe Imkerkollegen / -Innen,


    nachdem ich einige Artikel gelesen habe, die sich mit Schwärmen beschäftigen, möchte ich mal meine Verfahrensweise erläutern:
    Zu dem Einfangen der Schwärmen möchte ich nicht all zu viel sagen. Nur sollte man den Schwarmfangkasten nach dem Einschlagen in den Schatten stellen oder ggf. mit einem nassen Tuch abdecken sollte, wenn es zu heiß ist.
    Aber nun zum wichtigen Teil. Aus gesundheitlichen Aspekten stelle ich jeden Schwarm einen Tag in den Keller (kühl und dunkel). Dies hat vorallem den Grund, dass die Bienen in dieser Zeit ihre Vorräte verbrauchen und so mögliche Faulbrutsporen vernichtet werden. Der Schwarm wird dann am drauffolgenden Abend eingeschlagen. Wenn dann keine Tracht ist, wird der Schwarm am nächsten Abend flüssig gefüttert.
    Auf jeden Fall wird er auf Mittelwände eingeschlagen. Wenn der Schwarm gefüttert wird, baut er diese auf jeden Fall aus. Auf ausgebaute Waben würde ich verzichten, weil dann die Bienen noch mitgebrachtes Futter/Honig in die Zellen ablagern und so auch Sporen mit verschleppen.
    Der Schwarm baut die Mittelwände gut aus und so hat man auch für die Wabenerneuerung was gemacht.


    Volle Honigtöpfe wünscht euch


    Frank Nieser

    Hallo Uli, hallo Andreas,


    auch ich benutze das Nicot-System seit mehreren Jahren und bin sehr zufrieden. Ich larve aber direkt in die Näpfchen um, da ich nichst davon halte, die Königin einzusperren. Eigentlich sollte man passende Larven erkennen, die man zur Zucht braucht. Ein Tipp noch: Auch ich habe die Näpfchen vor dem neuen Gebrauch gereinigt. Heute reinige ich die benutzten Näpfchen grob vor, hänge sie über Nacht in das Pflegevolk und larve am nächsten Tag um. Die Näpfchen sind dann blitzeblank.


    Gruß


    Frank

    Hallo Edmont,
    wenn Du die jungen Weiseln im Volk schlüpfen lässt, solltest Du auf jeden Fall zwei Mal am Tag schauen, was an Weiseln geschlüpft ist und diese aus dem Volk nehmen. Wenn beim Umlarven gleich alte Maden verwendet wurden, müßten diese innerhalb eines Tages schlüpfen. Es kann passieren, dass sich die Bienen für eine Weisel entscheiden und die Bienen bzw.Weisel in dem Käfig nicht mehr füttern. Die zwei Tropfen Honig nehmen die Bienen zwar auf, geben sie aber direkt an die Bienen außerhalb des Käfigs ab. Ich würde ein erbsengroßes Stück plastischen Futterteig vorziehen. Beim Schlupf im Brutschrank würde ich auf jedem Fall Begleitbienen hinzugeben.


    Vile Grüße Frank