Beiträge von Frank Nieser

    Hallo Dennis,


    zuerst freut es mich, noch einen Saarländer hier zu sehen :lol: . Ich habe als Jungimker auch mit einem selbstgebauten "Trog" angefangen. Dieser fasst 20 Waben und wird bei mir noch zur Zucht benutzt. Die Fluglöcher befinden sich nicht nebeneinander, sondern der Ableger fliegt nach hinten aus. Ich habe schon öfters im hinteren Teil einen Ableger gebildet und auch überwintert - ohne Probleme.


    Und dass Bilden des Ablegers geht ganz einfach! Jenachdem wie groß das Volk vorne ist, hängt man zuerst eine Pollenwabe als erste Wabe direkt hinter das Flugloch, dahinter kommen 3 oder 4 nach Möglickeit auslaufende Brutwaben mit aufsitzenden Bienen. Nach einem Flugtag sind die Flugbienen zu dem Altvolk zurückgeflogen und ich hänge eine Jungweisel oder eine schlupfreife Zelle zu.


    Wenn du Zeit und Lust hast, wir treffen uns mit den saarländischen Züchtern am 15.10.2004 auf dem Finkenrech zu unserer Züchterherbsttagung. Ist sicher auch für einen Jungimker interessant und wir können uns noch über das Thema unterhalten.


    Viele Grüße


    Frank Nieser

    Hallo Christoph,


    bei mir bringen sie auch den grauen Pollen. Typisch für den Efeu-Pollen ist, dass sie auch auf dem Rücken graue " Farbe" haben. Fallen im Volk und auf dem Flugbrett sofort auf.


    Frank Nieser

    Hallo Imkerkollegen/innen,


    hat jemand noch Königinnen Verluste, vielleicht durch AS-Behandlung? Ich habe noch 6 junge Weiseln, die ich abgeben könnte.
    Wer Interesse hat, kann sich bei mir melden.


    Frank Nieser

    Hallo Matthias,


    empfehle auch die Überwinterung mit offenen Gitterboden. Vielleicht noch zwei Tips:


    1. Wo stehen denn die Völker? Sie sollten einen bestimmten Abstand vom Boden haben (mindestens 20cm) und nicht in einer Senke stehen, sonst kommt die Kälte noch besser rein.


    2. Schiebe aber Mitte November für 2 Wochen eine Windel ein, um den natürlichen Varroabefall zu ermitteln und ggf. nachzubehandeln


    Bis dann


    Frank

    Hallo Martin,


    so etwas habe ich auch noch nicht erlebt. Leider lieferst du nur wenige Informationen. Auf Anhieb könnte es zwei Möglichkeiten geben. Entweder ein hohes Mass an Inzucht ( eher unwahrscheinlich) oder ein Futtermangel. Vielleicht kannst du ja zu der Größe des Ablegers, Futtervorrat, Abstammungs der Königinnen, mögliche Brutkrankheiten (z.B. Kalkbrut) noch nährere Infos geben.


    Viele Grüße von der Saar.


    Frank Nieser

    Hallo Idefix,


    der Versand von Bienenköniginnen ist ein Thema, dass man gesondert behandeln sollte. Ich habe einige Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt, da ich selbst seit Jahren Königinnen verschicke und auch geschickt bekomme. Vorab eins, ein Versand ohne Begleitbienen ist nicht möglich!


    Liebe Grüße von der Saar.


    Frank

    Hallo Reiner,


    ich habe so etwas noch nie erlebt. Klar sind bei mir auch schon unbegattet Königinnen samt Bienen aus dem EWK ausgezogen. Aber bei dir ist es wohl was anderes. Ich hätte eine logische Erklärung. Kann es sein, dass kein Futter mehr im EWK war?
    Dann wäre es ähnlich wie bei einem Hungerschwarm. Dies würde dann auch erklären, warum die Bienen die Eier und Maden aufgefressen haben.
    Ansonsten fällt mir keine Erklärung ein.


    Frank

    Hallo Idefix,


    zur Königinnenzucht ist es eigentlich schon zu spät. Wenn du heute anfängst zu Ziehen, schlüpfen die Königinnen in 12 Tagen und brauchen dann mindestens 3-5 Tage bis sie brünftig sind und ausfliegen. Das wäre in der ersten Augustwoche. Die Völker beginnen aber schon jetzt die Drohnen abzutreiben. Wenn du unbedingt noch züchten mußt, würde ich die Völker weisellos machen, damit sie noch die Drohnen halten, wenn sie diese nicht schon abgetrieben haben.


    Viele Grüße


    Frank

    Hallo Heiner,


    habe hierzu einen Artikel in der Juli-Ausgabe 2003 Die Biene / ADIZ. Bin auch dafür aus den hochbelasteten Völkern die verdeckelten Brutwaben herauszuholen. Mein ganzes Konzept kannst du ja in der Zeitschrift nachlesen.


    Viele Grüße


    Frank

    Zum Auffüttern vielleicht noch einige Hinweis. Die unterschiedlichen Angaben in der Literatur lassen sich zum Teil auf die unterschiedlichen Beutetypen und Überwinterungspraktiken zurückführen.


    Ich selbst differenziere beim Einfüttern. Die Ableger, die ich im Juni gebildet habe, werden die ganze Zeit schon flüssig gefüttert, wenn keine Tracht war. Diese Futtermenge schätze ich jetzt. Mit mehreren kleinen Gaben werden sie fertig aufgefüttert und dann Varroa behandelt. Sie überwintern auf einer Etage und dort muß man auch aufpassen, dass das Brutnest nicht zu stark eingeschränkt wird.


    Bei den Vollvölkern sollte man nach dem Abschleudern sofort massiv einfüttern. Diese sitzen bei mir auf 20 Zanderwaben und es gibt damit genug Platz in der oberen Etage. Vor dem Auffüttern werden in der oberen Etage junge Waben eingehängt ( am besten einmal bebrütet) und dann mit 14 Kilo Zucker eingefüttert. Nach dem anschließenden Abschätzen der Futtervorräte erfolgt die abschließende Auffütterung Ende Juli / Anfang August. Ich arbeite seit jetzt zwei Jahren mit Futtersirup und habe vorher auch mit Zuckerwasserlösung flüssig gefüttert.


    Diese schnelle Einfütterung hat mehrere Vorteile:
    1. Das Brutnest, dass die König jetzt noch anlegt richtet sich nach den Futterreserven ( Buckfast z.T. nicht). Also wird sie jetzt nochmal voll in Brut gehen.
    2. In der zweiten Etage ist genug Raum, und das Brutnest wird nicht eingeschränkt.
    3. Das Futter verarbeiten noch die alten Flugbienen und die Jungbienen werden geschont.
    4. Nach dem Auffüttern ist die Varroabehandlung einfacher, weil sie früher erfolgen kann. Bei der Anwendung mit Ameisensäure bei offenem Futter kann der Wirkungsgrad eingeschränkt sein, da Säuredämpfe auch in das offene Futter eindringen können.


    P.S. Beim Auffüttern immer sauber abeiten. Denn Mancher hat beim Auffüttern noch Ableger durch Räuberei verloren.


    Viele Grüße aus dem Saarland


    Frank

    Hallo Morgenstern,


    auf deine Frage zu antworten ist leider nicht einfach, weil es mehere Faktoren gibt, die dafür verantwortlich sein könnten.


    Zuerst mal zum Schwarmfangkasten. Dieser sollte über eine gewisse Größe verfügen (40cm³), damit die Bienen darin nicht zu eng sitzen. Dann habe ich 10cm über dem Boden an zwei gegenüberliegenden Seiten zwei Löcher mit 10cm Durchmesser, die ich mit Draht verschlossen habe. Dann kann es nämlich nicht passieren, dass durch tote Bienen die anderen Bienen von der Luftzufuhr über den Boden abgeschnitten werden. Außerdem ist durch die gegenüberliegenden Löcher ein Luftstorm gewährleistet. Außerdem sollte der Schwarmfangkasten nicht aus schwerem oder gut isolierendem Material sein. Auch dürfen der Deckel und der Boden ruhig einige Schlitze haben :-).


    Nun zum Transport. Ich lasse die Schwärme immer in unmittelbarer Nähe der Fangörtlichkeit im Schatten stehen. Erst am Abend, wenn es abgekühlt ist und die Bienen im Kasten sich zu einer Traube gefunden haben, nehme ich sie mit nach Hause.


    Auch ich stelle die Schwärme einen Tag in den Keller, damit sie möglichst viel von ihren mitgebrachten Vorräten verzehren ( Faulbrut!). Außerdem muß der Schwarm den ganzen Tag über mit Wasser versorgt werden, d.h. in die Löcher wird dreimal am Tag mit dem Zerstäuber frisches Wasser gesprüht.



    Eingeschlagen werden die Schwärme erst kurz vor Einbruch der Dunkelheit. Dabei nehme ich zuerst den Deckel ab, an dem die Traube hängt und Streife diese in die Lücke ab, wo ich vorher zwei Mittelwände entnommen habe. Den Schwarm auch immer auf Mittelwände schlagen und nicht auf ausgebauten Waben. Dann ziehen sie nämlich gerne wieder aus.
    Den Rest der Bienen lasse ich über das Flugloch einziehen, indem ich den geöffneten Kasten mit den restlichen Bienen direkt ans Flugloch stelle.


    Nach zwei Tagen kontrolliere ich, ob die Bienen angefangen haben zu bauen. Ist diese nicht der Fall, so kann fehlende Tracht der Grund hierfür sein. Dann wird der Schwarm konsequent gefüttert. Nach 4 Tagen sollten die ersten Eier zu sehen sein oder es muß eine Weiselprobe eingehängt werden.


    So ich hoffe es war nicht zu lang. Aber du kannst jetzt selbst überprüfen, ob es vielleicht an dem einen oder anderen Punkt liegen könnte. Ansonsten hoffe ich, dass du beim nächsten mal mehr Glück hast.


    Gruß


    Frank