Beiträge von Pit

    Hallo,
    ad us. vet. heißt ausgeschrieben ad usum veterinarium, das ist lateinisch und bedeutet übersetzt: zum Gebrauch bei Tieren. Diese Bezeichnung sagt nicht unbedingt etwas über die Reinheit eines "Mittels" aus, sondern weist darauf hin, dass es als "Tierarzneimittel" zugelassen ist. Sollte festgestellt werden, dass Wasser in der Tiermedizin erfolgreich zur Heilung von Krankheiten eingesetzt werden kann, müßte es, um "legal" angewendet werden zu dürfen, auch den Zusatz ad us. vet. erhalten und ist somit von einem Tierarzt verschreibungspflichtig. Mit der Konsequenz, dass es in der Apotheke gekauft werden muss zu entsprechend höherem Preis.
    Es grüßt Pit (ein ehemaliger Tiermedizinstudent)

    Hallo Fritz,


    das Heißluftentdeckeln funktioniert wirklich ganz einfach, einen guten Heißluftfön vorausgesetzt. Da genügt nicht der zum Haare fönen sondern einer, der zum Beispiel zum Verschweißen von Folien etc. eingesetzt wird, also so um 1500 Watt sollte er schon haben. Solche Geräte sind in guten Baumärkten für ca. 70 Euro zu haben. Nun zur Anwendung: Wohl gemerkt das funktioniert nur bei unbebrüteten Waben. Der Grund ist offensichtlich. Schaue dir mal eine bebrütete gedeckelte Honigwabe an. Der Honig steht bis zu den Wachsdeckeln, zwischen Honig und Decke befindet sich fast kein Luftpolster, anderst bei Jungfernwaben. Zwischen Honig und Deckel ist ein ausreichend großes Lufpolster. Dieses bewirkt, wenn die Wachsdeckel mit dem Fön bearbeitet werden, dass sie schlagartig wegschmelzen und sich zu den Zellrändern zurückziehen. Das Luftpolster schützt den darunter liegenden Honig vor zu großer Hitzeeinwirkung. D.h. wenden Sie das Verfahren richtig an, leidet der Honig keinen Schaden. Ich habe dieses Verfahren an der Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim an hunderten von Honigwaben und auch zuhause getestet mit sehr gutem Erfolg. Das ganze Geheimnis ist: wirklich nur ganz kurz, maximal im Zehntel-Sekunden-Bereich, eine Stelle befönen dann klappt es ausgezeichnet. Großer Vorteil: kein Entdeckelungswachs, keine große Kleckerei wie bei der Entdeckelung mit Messer oder Gabel. Viel Erfolg wünscht Pit

    Hallo,


    kannst Du alles bei www.immelieb.de nachlesen. Bei Temperaturen die nicht unter 15 ° C liegen, gibt es mit 85%iger AS keine Probleme. Wichtig ist: welche Methode wendest Du an MoT, TV, Schwammtuch??? Um Dir einen Rat geben zu können, werden genauere Angaben benötigt. Gruß Pit

    Hallo,
    auch ich kann bestätigen, dass Fichtenholz nicht so schlecht sein kann, sogar ohne Anstrich. Schaut euch doch mal alte Heuschober an. Teilweise sind sie 80 bis 100 Jahre alt - und aus welchem Holz? Fichte!! Fichtenholz hält wunderbar jeder Witterung stand, wenn es nach Regen und Schnee wieder gut trocknen kann. Was voraussetzt, dass Luft ran kann und keine Staunässe vorhanden ist.
    Schöne Grüsse von Pit

    Hallo Frieda,


    Dr. Liebig führt seit Jahren schon einen Feldversuch mit AS (Ameisensäure) durch an dem auch ich seit einiger Zeit teilnehme. Dies hat mir für meine imkerliche Praxis mit 32 Völker viel gebracht. In den vergangenen 7 Jahren habe ich nicht ein Volk wegen zu starken Varroabefalls verloren. Über das Varroa-Behandlungskonzept möchte ich hier nicht referieren, da dies ein öffentliches Forum ist und einige Behandlungsmethoden nicht zugelassen sind. Stichworte: AS 60%, AS 85%, was ist Tierarzneimittel - was nicht. Vorschlag: entweder Dr. Liebig kontaktieren oder bei mir privat anfragen.
    Gruß Pit

    Hallo Stefan,


    eine Weiselprobe kannst Du immer machen. Sollte keine Königin vorhanden sein, ziehen die Bienen eine Weiselzelle an, ansonsten nicht. Selbstverständlich klappt es im Herbst oder im zeitigen Frühjahr nicht, von einer Weiselprobe aus der eine Jungfer resultiert, eine begattete Königin zu erhalten. Dazu müßtest Du die Jungfer zur Begattung in südliche Gefilde schicken. Der Sinn einer Weiselprobe ist in erster Linie zu prüfen, ob eine Volkesmutter vorhanden ist. Falls Du keine keine Königin mehr hast, ist jetzt eine günstige Gelegenheit eine junge sich in Brut befindliche von einem(r) Züchter(in) zu besorgen und einzuweiseln. Viel Erfolg Pit.

    Hallo Siggi und alle anderen "Wanderfreudigen",


    in jedem guten Imkerverein gibt es einen oder mehrere Bienensachverständige (BSV). Diese werden vom Veterinäramt bestellt. Sie wissen in der Regel alles über amerikanische = bösartige Faulbrut, Sperrbezirke, Gesundheitszeugnis, Wanderordnung usw. Also wendet Euch in solchen Fragen an eure organisierten Imkerkollegen. Da sie regional verschieden zu beantworten sind.
    Einen schönen Gruß an alle Pit

    An alle AS-Behandler,


    ich war Anfang August an der LAB an der Univerität Hohenheim zu einem Kurs bei Dr. Horn, einem Kollgen von Dr. Liebig. Auf die AS-Behandlung angesprochen sagte er, bei den augenblicklich sehr hohen Temperaturen würde er auf keinen Fall mit AS, gleich welcher Konzentation, behandeln. Seine Empfehlung: Warten bis die Temperaturen bei max. 25 bis 28 °C liegen, ansonsten seien starke Schädigungen der Brut und Verluste an Königinnen unausweichlich. Der Befallsdruck an Varroen sei in diesem Jahr noch nicht so hoch (genau das habe ich auch bei meinen 30 Völkern festgestellt), dass man noch 14 Tage bis drei Wochen mit der Behandlung warten könnte.


    Gruß von Pit

    Hallo Frank,


    ich höre und lese solche Fragen, wie Du sie gestellt hast in letzter Zeit häufiger. Wieso sollte man Ende Juni/Anfang Juli nicht noch Ableger bilden und Königinnen nachziehen können? Solange Drohnen vorhanden sind, kannst Du damit rechnen, dass nachgezogene Königinnen begattet werden. Der Begattungserfolg ist in diesen Monaten wesentlich besser als bei Königinnen die Anfang Mai bis Anfang Juni gezogen werden. Da die Drohnen besser ernährt wurden, sind sie fruchtbarer. Einen 3-Waben-Ableger würde ich nicht erstellen - weil viel zu klein - zu viel Aufwand etc. Besser ist es deinen Ableger gleich in eine normale Zarge mit Unterboden ein zu logieren mit ca. 3 gedeckelten Brutwagen, 2 Futterwaben, 1 offenen Brutwabe mit jüngster Brut zur Königinnenzucht, den Rest auffüllen mit hellen Leerwaben und zum Schluss von 5 Brutwaben die Jungbienen draufschütteln. Das Ganze an einem ca. 3 km entfernten Ort aufstellen, da sonst eingeflogene Flugbienen in den alten Stock zurückkehren. Alternative: Ich stelle den Ableger an die Stelle des Altvolkes, er erhält dann alle Flugbienen desselben. Das Altvolk kann ich am Stand lassen und es wird bald wieder durch schlüpfende Jungbienen stark sein. Vorteil: Ich muß mich nicht nach einem Standplatz umsehen, der min. 3 km weg ist. Füttern nicht vergessen!!! Ansonsten dürfte der erfolgenreichen Völkervermehrung nichts mehr im Wege stehen.


    Gruß Pit

    Hallo Nothobranchius,


    - eigenartiger Nickname - züchtest Du neben Bienen auch Killifische gleichen Gattungnamens? Nun aber zu den Königinnen - selbstverständlich stechen sie auch, in Brut befindliche aber nur im äußersten Notfall, wenn Du sie drückst oder ungeschickt anfaßt. Bevor Du Dich an die Königin wagst, um sie zu zeichnen, übe erst mal mit Drohnen. Du hast kein Risiko gestochen zu werden und Du bekommst ein Gefühl für den Körper der Tiere. Viel Erfolg wünscht


    Pit

    Hallo Wendt,


    ich habe in den vergangenen 5 Jahren, mit Ausnahme des letzten Jahres, mit einem Futtersirup auf Maisstärkebasis namens Butiforce, der aus Frankreich stammt, eingefüttert. Im vergangenen Jahr habe ich mit selbst hergestellter Rübenzuckerlösung gefüttert, aber nicht weil Butiforce so schlecht ist, sondern weil ich keine Gelegenheit hatte den Sirup zu transportieren. Ich kann keine Unterschiede feststellen in der Akzeptanz, der Zehrung, der Belastung der Bienen etc. Zu einem ähnlichen Ergebnis kamen auch die Wissenschaftler der Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim. Im Prinzip ist es wohl eine Kostenfrage, ob man einen Sirup verwendet bei einem Literpreis von ca. 0,90 € oder ob man mit Zucker einfüttert bei einem derzeitigen Kilopreis von 0,89 €. Wobei man den Zucker noch auflösen muss. Interessant wäre für mich, mit was Imker einfüttern, die z.B. mehr als 50 Völker bewirtschaften. Und welche Kosten dafür entstehen.


    Einen schönen Gruß aus dem schwül-heißen Baden-Württemberg Pit

    Hallo Thomas und alle anderen Neugierigen, die ständig in ein Bienenvolk reinsehen möchten,


    ein Tipp von mir: besorgt Euch oder besser noch baut Euch einen Schaukasten.


    Es grüßt alle Pit