Beiträge von Pit

    Hallo Arno,


    ich arbeite seit ca. einem Jahr mit einem selbstgebautem Dampfwachsschmelzer, Modell Kunststofftonne im Eigenbau und bin sehr zufrieden damit. Wichtig: die Kunststofftonne muss hitzebeständig sein. In meine Tonne passen 11 Zanderwaben. Mit einem alten Dampferzeuger (ausgemustertes Gerät, welches früher zum Hausputz eingesetzt wurde) wird der Dampf von oben durch ein kleines Loch im Deckel über die Waben geleitet, die mit etwas Abstand vom Tonnenboden stehen. In den Boden der Tonne habe ich eine Öffnung von ungefähr 15 mm als Auslauf gebohrt. Das ganze Arrangement wird etwas erhöht und leicht schräg z.B. auf eine Holzkiste gestellt, so dass darunter eine Auffangwanne Platz findet. Bei warmer Witterung wird nach ca. einer halben Stunde Betrieb der Schmelzvorgang eingeleitet. Im Winterhalbjahr sollte man vielleicht die Tonne gegen Wärmeverlust isolieren. Ist das ganze System einmal aufgeheizt, gehen weitere Schmelzvorgänge zügig von statten. Für meine kleine Imkerei (ca. 20 Völker) reicht dieser Apparat völlig aus.


    Einen guten Rutsch wünscht Pit

    Hallo Ionasa,


    wende dich mal an Dr. Dr. Horn von der Landesanstalt für Bienenkunde an der Uni Hohenheim. Der ist Honigfachmann und ein ausgesprochener Pollen-Experte.
    Einen schönen Gruß von Pit

    Hallo Forumteilnehmer,
    so allmählich müssen wir uns wieder mit dem Einfüttern befassen. Für mich stellt sich die Frage, ob ich mit Maisstärkesirup oder mit selbstbereiteter Zuckerlösung füttern soll. Ich habe beides mehrere Jahre praktiziert ohne eindeutige Unterschiede feststellen zu können. Ich denke mir, dass ich diesmal wieder Rübenzucker verwenden werde, weil sich in meiner Nachbarschaft niemand befindet mit denen ich über einen Sammelauftrag 5 Tonnen abnehmen kann um einen guten Preis zu bekommen.
    Nun, wo bekomme ich größere Packungseinheiten als die 1kg-Pakete her? Wer kann mir Händler/Lieferanten, bei denen ich ca. 300 kg Zucker in vielleicht 20 bis 50 kg Säcken beziehen kann? Oder wie macht ihr das so? Kauf ihr 1kg-Pakete? Wie ist im Moment der Preis für 1 kg Haushaltszucker?
    Ich bedanke mich für eure Antworten. Einen schönen Gruß von Pit

    Was ich noch vergessen habe: das Wasser oder den Apfelsaft nur bis ca. 45°C erwärmen - nicht heiß machen oder pasteurisieren - und dann den Honig einrühren. Durch die Zugabe von Reinzuchthefe und das Aufstellen in einem warmen Raum beginnt das Gemisch schnell zu gären, evtl. schädliche Hefen werden schnell verdrängt. Noch ein Tipp: 3 bis 4 Tage vor dem Gemischansatz löse ich die Hefe in einer zu 2/3 mit Apfelsaft gefüllten Flasche auf und gebe ca. 2 Eßlöffel Honig hinzu. Das Ganze wird gut durchgeschüttelt und mit einem Stopfen aus gewöhnlichem Haushaltspapier verschlossen (keinen Schraubverschluß oder Korken verwenden - gibt sonst eine prima Bombe und macht viel Sauerei). In diesem Starter vermehrt sich die Hefe sehr stark. Diesen "Federweißen" gibt man dann in das Gärgut. So wird gewährleistet, dass eine schnelle Gärung einsetzt. Ich empfehle Dir ein Vinometer zuzulegen, um gelegentlich den Alkoholgehalt zu messen. Viel Erfolg wünscht Pit.

    Hallo Bienenfreund,


    zum Thema Honigwein/Met gibt es im Internet Rezepte, Anleitungen und Diskussionsforen zu hauf. Hier einige intessante Anregungen:


    www.langermann.net/met/


    http://www-pool.math.tu-berlin…arisches/honigwein_de.php


    www.fruchtweinkeller.de


    http://www.honigweinkeller.de/Wine/FAQ.htm


    http://www.foren.de/system/for…onigweinkafaq-212610.html


    Ich selbst stelle seit einigen Jahren Met her und immer mit guten Ergebnis. Mein Rezept ist ganz einfach: Menge Wasser zu Honig 2:1 bis 3:1, je nach dem ob das Ergebnis ein trockener oder etwas süßlich schmeckender Wein werden soll, Gärhefe aus meinen vorhergehenden Weinbereitungen und zerriebene Äpfel. Einen ganz leckeren Met kannst Du bekommen, wenn Du anstatt Wasser naturtrüben Apfelsaft verwendest. Wichtig scheint mir, das Gärgefäß mit dem Süßmost bei Zimmertemperatur (bei mir stehen 2 mal 30 Liter Behälter in der Küche) aufstellst. Das gewährleistet, dass die Gärung schnell einsetzt. Haltbar gemacht wird mein Honigwein durch den durch die Gärung entstandenden Alkohol (ca. 15 Volumen%), da ich nicht schwefeln möchte. Dazu benötigst Du aber eine Hefe, die bei höheren Alkoholgehalten nicht abstirbt z.B. Cherry- oder Portweinhefe. Was ist noch wichtig: sauber arbeiten und den Gärspund nicht vergessen, dann sollte nichts schief gehen. Gutes Gelingen wünscht Pit.

    Du sollst die Königin nicht so fest halten, dass sie dich sticht. Es ist also etwas Gefühl erforderlich. Am besten du "übst" erst mal mit Drohnen. Der Stachel einer Bienenkönigin ist glatter als der einer Arbeiterin, das bedeutet, dass eine Königin nicht unbedingt ihren Stechapparat samt Anhang nach einem Stich verliert.

    Ich beobachte schon jahrelang, dass der Kirschlorbeer, ob in Privatgärten oder in öffentlichen Anlagen nach einem Rückschnitt im Frühsommer Blütenstände treibt und anschließend auch Früchte trägt, die von grün über rot sich endlich schwarz färben. Solche Phänomene stellt man bei Pflanzen häufiger fest, die beschnitten werden. Gruß Pit

    Hallo Peter,
    wie du schon schreibst, befindet sich die Oxalsäure-in-Alkohol (=OsinAl)-Behandlung noch im Versuchsstadium. Dr. Liebig hat seinen "Milbenzählern" diese Behandlung schon vorgestellt. Es gibt noch ein gravierendes Problem: die OsinAl-Tücher werden zu schnell trocken. Er ist noch am Experimentieren, um diese Sache in den Griff zu bekommen. Weiteres möchte ich dazu vorläufig noch nicht berichten, bis ich Näheres weiss. Gruss Pit

    Hallo Bienenhansi,
    ich rate dir auf alle Fälle zu erweitern. Setze die Ableger in je eine 10er-Zarge über einen Gitterboden, Flugloch einengen, eine bis zwei Mittelwände geben und in kleinen Mengen (1/4 bis 1/2 Liter) im Abstand von ein bis zwei Tagen flüssig füttern (Lösung 1:1). Die Temperaturen sind noch so, dass die Bienen bauen, wenn das Futterangebot paßt. Sind die Mittelwände ausgebaut, neue zugeben, bis die Zargen voll sind. Ab Mitte bis Ende September auffüttern mit ungefähr 15 Litern Zucker:Wasser-Lösung 3:2 oder je 10 Liter Apiinvert. Ich wünsche Dir viel Erfolg und viel Freude mit den Bienen. Gruß Pit

    Hallo Freibad,
    die Verdunstungsraten von Wasser und AS kannst du nicht vergleichen. Dass deine Flasche binnen 12 Stunden leergelaufen war, kann daran liegen, dass der Tropfauslauf keinen Kontakt zum "Docht" hatte. Die Folge war, die AS tropfte ständig nach, anstatt bei getränktem Docht zu stoppen und erst dann wieder Flüssigkeit nachzuziehen, wenn ein Teil verdunstet ist. Andererseits ist es so, bei einem 2-Zarigem Volk, dem ich 50 ml 85% AS verarbreiche, soll diese innerhalb 12 Stunden verdunstet sein (= Stossbehandlung). Danach sollten aber auch innerhalb der nächsten 48 Stunden viele Milben fallen - falls vorhanden. Bitte nicht zu oft hintereinander mit AS behandeln. Den Bienen etwas Zeit zur Erholung lassen. AS verursacht immer Schäden an der Brut und den frisch schlüpfenden Bienen. Gruß Pit

    Hallo Effendi,
    ich nehme seit 6 Jahren am Feldversuch AS-Behandlung an der Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim teil. Unter der Federführung von Dr. Liebig haben ungefähr 20 Imker (Freizeit- und Berufsimker) verschiedene Dareichungsformen der AS getestet. Ich habe mich auf die Methode MOT (= Kurzzeitbehandlung mit der Medizinflasche ohne Teller) entschieden. Diese wende ich heuer in der fünften Saison mit gutem Erfolg an (Verluste bei durchschnittlich von mir gehaltenen 30 Völkern weniger als 10 %). Wie das Ganze funktioniert kannst du unter http://www.uni-hohenheim.de/bienenkunde/konzept.htm#Bekämpfungs-Konzept nachlesen. Viel Erfolg wünscht Pit