Beiträge von gazdin

    Gestern war in einer unserer Tageszeitungen ("Die Presse") ein Artikel zu diesem Thema. In Kärnten (Carnica-Urheimat) sollen die Schutzbestimmungen für die Carnica fallen. (Leider konnte ich den Artikel noch nicht in der Online-Ausgabe finden.)
    Der Artikal las sich wie ein Gruselroman. "Wir werden keine Bienen mehr in Siedlungsnähe aufstellen können", "auf Spielplätzen werden Kinder mit Lutschern (Lollypop) in der Hand gestochen werden", "die Bestäubung von (Wild)Pflanzen wird nicht mehr gesichert sein", usw.
    Wer soviel Blödsinn verzapft gehört doch geprügelt!


    Gegen Schutzbestimmungen habe ich nichts einzuwenden. Selbst Br. Adam bedauerte es, dass viele alte Rassen schon zu seiner Zeit verloren gingen und damit für die Zucht für immer verloren sind, weil wild drauflosgewandert wurde. Schutzbestimmungen können schon ihre Berechtigung (und Notwendigkeit) haben. Aber solch ein Schwachsinn?

    Carnica hat was mit Krain (und Kärnten und Slowenien) zu tun. Da verrate mir mal einer, wie die plötzlich nach Hamburg kommt ... so ganz ohne Zutun ... Der war südlich der Alpen so langweilig, dass sie sich entschloss St. Pauli zu besuchen und so im Vorbeigehen auch noch gleich die alte einheimische Biene zu verdrängen. Pfui. Sowas gehört doch weg. Ja wo kämen wir da hin, wenn sich da jetzt auch noch diese Buckfast ansiedeln wollte?

    Und ich sage:
    Oh doch! Man schmeckt den Unterschied! Und der ist gar nicht so klein - aber fein.
    Honig aus unbebrüteten Waben hat für mich einen zarten Beigeschmack von frischen Waben. Du meinst nicht nur Honig, sondern auch frisches Bienenwachs am Gaumen zu haben. Einfach köstlich, lukulische Freuden erster Klasse.
    Ich habe einmal (aus Not) ein paar Kilo Honig von einem Kollegen dazugekauft - naja, was soll ich sagen; seither nicht mehr.


    lg, Stefan

    Ich habe einmal ein Volk aus einem Loch in einer alten Hauswand herausgeholt - alles mit Propolis überzogen, das ganze Loch.


    Meine Erfahrung: manche Völker kitten mehr, andere weniger. Ich hatte einmal ein Volk, das Propolis sogar wegschaffte, wenn man welches in die Beute brachte. Wenn ich verkittete Rähmchen zuhängte, waren die im Null-Komma-Nichts wieder sauber; komplett glatt genagt und entpropolisiert.

    Drohnenrahmen raus - neuer Leerrahmen rein - Milben weg.
    Ganz ohne Schlepptop und Draht und Heizen und Temperaturfühler und ...

    Auch wenn ich kein Deutscher bin, setze ich den Reigen trotzdem fort. :lol:


    zur Zeit (noch) vorhanden:
    - Frühjahrsblüten
    - Linde
    - Edelkastanie
    - Sommerblüten
    - Sonnenblume


    leider nichts mehr da:
    - Raps
    - Akazie


    Das führe ich im Programm. Manchmal muss ich meine Kunden auch enttäuschen. Die letzten beiden Jahre ist bei mir hier die Akazientracht komplett ausgefallen ... und irgendwann sind dann die Vorräte aufgebraucht.

    Tu dir die Arbeit um Gottes Willen nicht an! Mach nicht den selben Fehler wie ich. Ich habe auch so eine Schleuder wieder in Schuss gebracht.
    1. Seeehr arbeitsintensiv. Zeit ist Geld, auch in der Imkerei.
    2. Lebensmittelechter Lack ist nicht billig.


    Handbetriebene Edelstahlschleudern gibt's schon zu Schleuderpreisen. Diese Investition zahlt sich aus und du hast damit lange eine Freude.


    lg, Stefan

    Ich wurde mal von einem Hausbesitzer zu seinem neu erworbenen Haus gerufen. Der vorherige Eigentümer war Imker und versprach sein restliches Zeug (Beuten, zum Teil nagelneue und unbenutzte Flachzargen) bald zu holen ... kam dann aber nie.
    Als ich das Zeug abholte, fiel mir ein kleiner, handlicher Stockmeisel zu Füßen. Würde dieses kleine aber feine Werkzeug um kein Geld der Welt hergeben.
    Zum Thema Smoker: hab' mir vergangenes Jahr einen Rauchboy geleistet. Das Ding zieht wie der Teufel; manchmal geht er mir fast zu gut.

    Ausfälle diesen Winter bei mir: 0
    Soweit 100% durchgebracht. Ich hoffe nur das Futter reicht. Die Mädels dürften zum Teil schon ziemlich heftig brüten, wenn ich mir den Polleneintrag ansehe. Naja, schauen wir mal.