Beiträge von gazdin

    Reden wir da vom Preis für ein Kilo Honig im Glas??? Also ich verkaufe hier in Ostösterreich (Nähe Wien) kein Glas Blütenhonig unter 6,- Euro. Das ist aber auch schon der niedrigste Preis, den man bei uns hier finden wird. Kollegen haben mir durch die Blume zu verstehen gegeben, dass ich mit 6,- Euro noch zu billig bin; werde nächstes Jahr den Preis ein wenig anheben. 4,- Euro bekomme ich, wenn ich meinen Honig im Großgebinde verkaufe.
    lg, gazdin

    Hallo miteinander!


    Da gibt es schon wieder was neues gegen die Varroa. Die Zahl der Mittel scheint exponentiell zuzunehmen. Nicht, dass ich es einzusetzen gedenke; aber vielleicht interessiert es jemanden. Das ist ja schließlich ein Forum und soll dem Austausch unter Imkern dienen.
    Wer es also genauer wissen möchte:
    http://www.3sat.de/nano/cstuecke/50519/index.html
    oder (direkt beim Hersteller)
    http://www.exosect.com/solutions/products/exomite_apis.asp


    lg, gazdin

    Mit Wassermangel habe ich kein Problem; unser Nachbar hat in seinem Garten ein kleines Biotop. Seit dem Frühjahr gehe ich ihm deshalb auch aus dem Weg. Meine Mädels haben sein Wasser viel lieber als das aus der Tränke, die ich aufgetellt habe. Einige Male hat er sich sogar die Mühe gemacht mir diesbezüglich auf meinem Anrufbeantworter eine Nachricht zu hinterlassen.
    Vor einigen Wochen musste dann der Freund seiner Tochter nach einem Insektenstich mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden; Gott sei Dank ist das bei ihr zu Hause am anderen Ende des Ortes passiert. Naja, sollte so etwas mal in Nachbars Garten vorkommen, kann ich mich wohl auf einiges gefasst machen.


    lg, gazdin

    Tja, wie schon oben gesagt, jeder reagiert anders. Meine ersten Stiche waren ganz schön schmerzhaft (von der Schwellung will ich gar nicht reden). Einmal ist es mir auch richtig dreckig gegangen; ich bekam einen Nesselausschlag am ganzen Körper, es hat mir die ganze Nacht den Magen umgedreht und ich hab' mich drei Tage nicht eingekriegt. Was genau diese Reaktion ausgelöst hat, weiss ich bis heute nicht. Inzwischen machen mir die Stiche nichts mehr (auch mehrere auf einmal nicht). An den meisten Stellen eitert das Gift an Ort und Stelle einfach heraus. Ansonsten ist nach zwei Tagen alles vorbei.
    lg, gazdin

    Sollten die Waben verdeckelt sein, kannst du ruhig schleudern; dann ist der Honig reif. Sind die Waben noch nicht verdeckelt, mach die 'Spritzprobe'. Wenn du auf die Rähmchenoberleiste schlägst und kein Honig herausspritzt, kann man davon ausgehen, dass der Honig reif ist und geschleudert werden kann.


    lg, gazdin

    Am besten gar nicht. Die Königin würde nicht angenommen werden, da das Volk - vermeintlich - schon eine hat. Am besten die Bienen in einiger Entfernung (ca. 5m) von den anderen Völkern abfegen. Ein paar Rauchstöße vorher schaden auch nicht. Die Bienen nehmen ordentlich Honig auf und können sich leichter einbetteln. Die Drohnenmütterchen werden nicht eingelassen und damit ist die Sache aus der Welt.
    Viel mehr kann man da nicht machen.
    lg, gazdin

    Es handelte sich nicht nur um ACA-Völker. Es wurden 6 verschiedene Stämme (bzw. Rassen) aufgestellt. Der Feldversuch wurde in der Maiausgabe des "Bienenvaters" beschrieben.


    Bienenvater Nr. 5, Mai 2003, 124. Jg.:
    "... [wurde] nur ein einziges noch gesund und vital erscheinendes Volk aus der Gruppe Toulouse bei der letzten Kontrolle im März 2003 vorgefunden ... eine Mellifera-Kreuzung" (S. 25)


    Die Überlebensrate sah so aus (ebd. S. 24):
    Buckfast - Luxemburg: 50,0 %
    Buckfast - Deutschland: 16,7 %
    Ligustica: 9,1 %
    Lunz 61549 (Carnica): 20,0 %
    Lunz 63238 (Carnica): 20,0 %
    Toulouse: 35,7 %


    lg, gazdin

    Im letzten "Bienenvater" (= österr. Bienenzeitschrift) findet sich ein Beitrag über eine Studie zur Varroatoleranz verschiedener Bienenrassen. Die Völker wurden ohne jegliche Varroabehandlung auf einer Insel in Kroatien aufgestellt. Man wollte die Völker auf Varroatoleranz testen und sehen welche den Versuch überleben und am besten abschneiden. Nun "gewonnen" hat ein Mellifera- Stamm aus Frankreich.
    Die Geschichte geht so weiter, dass auf dieser Insel jetzt eine Belegstelle für Carnica eingerichtet wird. Die Völker werden ebenfalls nicht behandelt. Dadurch sollen nach Möglichkeit nur die Drohnen varroatoleranter Völker zum Zug kommen (denn die anderen scheiden auf Grund der Schädigungen durch die Varroa von selbst aus).
    Also versteh da einer unsere Funktionäre! Da wird ein Volk als Sieger gekürt ... und verschwindet gleich wieder, weil es die falsche "Hautfarbe" hat. Also mal ehrlich, bei der Logik steig ich aus. Das soll verstehen wer will, aber ich komm da nicht mit .


    lg, gazdin



    @ Pedro: Ich muss schon sagen, ich staune. Mit Ungarn liegst du fast richtig; ich bin halber Ungar, wohne aber in Österreich nur wenige Kilometer von der ungarischen Grenze entfernt. Und: leider ist die Varroa auch tatsächlich in Ungarn - wie in allen unseren Nachbarstaaten - ein Problem. Grüße ins sonnige Spanien!

    Naja, auch ich würde diesbezüglich Rat annehmen. Obwohl ich eine Tränke, wenn auch eine kleine, eingerichtet habe, scheint meinen Mädels das Wasser aus dem Biotop meines Nachbarn besser zu schmecken. Erst diese Woche hatte ich eine Nachricht von diesem Nachbarn auf meinem Anrufbeantworter, wo er mir lang und breite erklärte, ich solle gefälligst eine Tränke einrichten, weil meine Bienen zu Hauf in seinem Biotop ersaufen.
    lg, gazdin

    Hallo!
    Nach einem Beitrag weiter oben ist mir ein Gedanke gekommen, der mich seither beschäftigt; wollte nun auch eure Meinung dazu hören.


    Auf züchterischem Wege wird versucht varroaresistente Bienen zu finden. Könnte nun nicht gerade die Zucht dabei unser Problem geworden sein?
    Wir selektieren unsere Bienen auf Eigenschaften, die uns die Arbeit mit unseren Biene erleichtern. Keine Frage, auch ich habe Völker lieber, die sanftmütig sind und gleichzeitig viel Honig eintragen.
    Wir wählen Völker mit positiven Eigenschaften aus und vermehren diese bzw. von diesen. Wir haben dann auf unseren Ständen Stämme und Linien, die alle untereinander verschwägert und verschwistert sind; mit anderen Worten: eine Monokultur. Welche Probleme Monokulturen mit sich bringen, wissen wir aus der Landwirtschaft: größere Anfälligkeit für Schädlinge (weil sie eben wie die sprichwörtliche Made im Speck leben), etc.


    Haben wir hier möglicherweise der Varroa Tür und Tor geöffnet? Haben wir uns nicht etwa das Problem massiver Völkerverluste dadurch eingehandelt, dass (fast) alle unsere Bienenvölker untereinander verwandt sind ... und damit leider auch die Eigenschaft weitergegeben, mit der Varroa nur schlecht zurecht zu kommen?
    (Diesbezüglich wäre wohl eine Studie im Rahmen der Erhebung der Völkerverluste interessant.)


    Und: Würde das nicht bedeuten, dass eine Varroaresistenz schneller zu finden wäre, würden wir den Genpool erweitern? Müssten wir uns dann aber nicht auch von manchen Idealen verabschieden, also von unseren Vorstellungen, wie die Honigbiene zu sein hat? (d.h. welche Farbe haben ihre Ringe? welchen Kubitalindex hat sie? usw.)
    Wer weiss, wie viele varroaresistente Völker wir schon vernichtet haben, weil unsere Carnica - *pfui* - plötzlich gelbe Ringe hatte? oder weil uns ihre "Oberweite" nicht gefiel? oder weil sie stechlustiger war?


    lg, gazdin

    Hallo miteinander!


    Warum ruft jede Weiselzelle und jeder Schwarm, so scheint es mir, Panik hervor. Über Millionen von Jahren war das zur Vermehrung der Völker notwendig, und es hat bestens geklappt. Klar, ich verstehe schon, dass sich ein Erwerbsimker einen Schwarm nicht leisten kann, weil ihm dadurch viel Honig und damit Geld durch die Lappen geht. Ich finde es auch nicht lustig, wenn ich im ganzen Dorf meinen Völkern nachlaufen muss. Aber ich kann es halt nicht immer verhindern.
    Ein "alternativer" Gedanke:
    Könnten einige unserer Probleme (Varroa, etc.) bisher auch deshalb noch nicht gelöst sein, weil wir unseren Bienen - ohne es zu merken, weil damals noch nicht gebraucht - gewisse Eigenschaften, Resistenzen, usw. weggezüchtet haben?
    lg, gazdin


    P.S.: Selber habe ich es empirisch noch nicht überprüft, aber meine Kollegen im Verein sagen, junge Königinnen sind prinzipiell schwarmträger als alte; soll heissen: hast du eine alte Königin im Volk, mach dich darauf gefasst, dass das Volk schwärmen wird - ob schwarmträge oder nicht.

    Die Idee ist nicht so dumm. Ich beobachte meine Bienen auch gerne. Der Honig ist für mich ein netter Nebeneffekt. Wenn dir das Gesumme und Gebrumme gefällt ... bis zum ersten eigenen Honig ist es dann nur noch ein kleiner Schritt, der sich vielleicht einmal auch ergibt. :)
    Das Überwintern auf Eigenfutter ist wohl kein großes Problem (nur Waldhonig bekommt ihnen nicht so gut). Ich habe 3 Ableger ohne zu füttern auf Eigenfutter über den Winter gehen lassen. Die Völker haben sich prächtig entwickelt.
    Um eines wirst du aber nicht herumkommen, wenn du dich an deinen Bienen mehr als 1 oder 2 Jahre erfreuen möchtest: Behandlung gegen Varroa. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass sie ohne Eingriff nicht lange leben werden. Die Arbeit ist bei wenigen Völkern aber nicht so groß.
    Wenn du nur Beobachten möchtest, sehe ich bei Schwärmen auch kein Problem; ein faszinierendes Spektakel. Wenn einer anfällt, beobachte ihn und lass ihn ziehen.
    Rähmchen würde ich schon hineingeben, das erleichtert das Beobachten im Volk; auf Mittelwände könntest du eventuell verzichten. Ein ca. 2 cm schmaler Streifen tut es auch, um den Bienen zu sagen, wo sie bauen sollen, damit es wir leichter haben mit der Arbeit.
    lg, gazdin

    Diese Frage wird auch in der Literatur behandelt. Und ... es wird durchwegs davon abgeraten. Viele Völker, die auf diese Art am Schwärmen gehindert werden, sollen versuchen umzuweiseln, wenn's dafür schon zu spät ist. Die Folge sind unbegattete Königinnen oder weisellose Völker. Deine Idee ist nicht neu, wurde schon ausprobiert und wieder verworfen.
    lg, gazdin

    Es gibt schon ein paar Gründe, die dafür sprechen.
    Wohl der Hauptgrund: im Frühjahr können die Bienen das Kondenswasser abnehmen und ersparen sich damit den einen oder anderen Weg zur Tränke; besonders nützlich ist das natürlich, wenn das Wetter nicht zum Fliegen einlädt.
    Ich für meinen Teil habe noch 2 weitere Gründe es zu tun. Zum einen muss ich nicht den Deckel aufbrechen, weil er schon wieder verkittet und angeklebt ist. Zum anderen sind die Bienen - nach meiner Erfahrung - bei der Nachschau ein wenig ruhiger, weil es weniger Störung ist eine Folie abzuziehen als den Deckel mit einem Ruck anzuheben.
    lg, gazdin