Beiträge von Frank Osterloh

    Hallo Matthias !


    Schön das Du mit der Imkerei beginnen möchtst, es ist ein wundervolles Hobby bei dem man Natur hautnah erleben kann ! Wenn Du nur ein paar Völker (4-6) betreuen willst, hält sich der Zeitaufwand in einem sehr überschaubaren Rahmen. Ich denke wenn Du bei dieser Völkerzahl pro Volk eine halbe Stunde in der Woche ansetzt (zumindest in der Hauptsaison von mitte April bis Ende Juli, dann liegst Du schon nicht ganz schlecht. Mit zunehmender Routine wird es dann noch weniger. In den restlichen Monaten kommst Du sicher mit 1-2 Stunden pro Woche aus, wenn nicht sogar weniger. Ich denke also gerade für jemanden mit wenig Zeit kann eine kleine Imkerei genau das richtige Hobby sein. Erkundige Dich doch mal nach einem Imkerverein in Deiner Nähe, hier kannst Du wichtige Tipps bekommen. Optimal wäre es, man würde Dir einen Imker-Paten stellen, dem könntest Du dann mal eine Saison über die Schulter schauen und Du würdest dann sehen ob Dir das Hobby liegt.

    Hallo Wendt von Gemmingen !


    Deine Meinung über das aufsetzen kann ich nicht ganz teilen. Auch ich sehe es als richtig an nur gesunden (kranke würde ich am Stand gar nicht dulden) und starken Völkern, die beide Bruträume voll besetzen, den Honigraum aufzusetzen. Ist dieser Zustand aber ersteinmal erreicht, kann ich auf die Witterung keine Rücksicht mehr nehmen, dann muß meines erachtens der Honigraum drauf ! Die Kurve der Völker kennt zu dieser Jahreszeit nur eine Richtung, und die zeigt nach oben ! Starke Völker gehen dann bei Honigraumfreigabe nicht aus der Brut, geraten aber auch nicht schon vorzeitig in Schwarmstimmung (was meines erachtens die viel größere Gefahr darstellt. Ein gutes Barometer für aufsatzreife Völker sind die ausgebaute Baurahmen im zweiten Brutraum.


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Frank Osterloh am 2002-04-16 09:45 ]</font>

    Hallo Imkerkolegen !
    Gehe bei mir (mittleres Niedersachsen) mit positiven Gefühlen der Frühtracht (Löwenzahn und Raps) entgegen. Obstbäume sind vom Frost kaum in mitleidenschaft gezogen worden, weil die Knospen noch verschlossen waren. Selten in den letzten Jahren konnten die Bienen soviel Pollen und Nektar aus der Weide eintragen wie in diesem Frühjahr (bei z.T. traumhaften Wetter). Seit zwei Tagen ist nun auch bei etwas kühleren Temperaturen der ersehnte Regen eingetroffen, welcher dem Raps (Blühbeginn in etwa 10 Tagen) und Löwenzahn bei seiner Entwicklung vorantreiben wird. Futtermangel besteht nicht, mußte sogar etliche Futterwaben bei der Frühjahrsdurchsicht entnehmen um Platz fürs Brutgeschäft zu schaffen (derzeit etwa 6-9 Waben Brut in den Völkern). Einzelnen Völkern bereits den Honigraum aufgesetzt (Mittelwände), einzargig überwinterte Jungvölker größtenteils erweitert. Zum Wochenende soll es laut Wetterbericht milder und schöner werden, denke das passt !
    Winterausfälle unter 5% ist denke ich auch positiv.
    Übrigens: Das der Wassergehalt im Honig in Kunststoffbeuten höher sein soll kann ich aus meiner Praxis nicht bestätigen. Wie bei anderen Beutentypen auch, sind meiner Meinung nach die entscheidenden Punkte dabei:
    - Trachtstärke (Massentrachten)
    - Volkesstärke im Verhältnis zum Raum