Beiträge von Frank Osterloh

    kann man in der Saison auch einmal im Monat mit einer aussagekräftigen Methode den Varroabefall messen und dokumentieren.

    "Aussagekräftig" wäre hier meiner Definition nach CO2, Puderzucker oder Auswaschen, um den phoretischen Befall zu messen.

    Hi, das ist natürlich in einem größeren Betrieb wenn überhaupt nur sehr stichprobenartig und daher mit wenig Aussagewert zu realisieren. Dafür brennt in dieser Zeit einfach viel zu sehr der Baum und man weiß eh kaum wo einem der Kopf steht. Ich bin diesbezüglich einfach zu blöd, angestrebte Struktur pulverisiert sich ständig durch irgendwelche unerwartete Ereignisse, Witterungsverläufe etc. :S Im kleinen natürlich machbar und auch zu befürworten. Im größeren Maßstab ist es da viel einfacher auffällige Völker möglichst früh zu erkennen und konsequent zu KS zu verarbeiten, das Fleisch mit anderem Material zu beweiseln und an dieser Stelle auch nackt zu behandeln. Bei der frühzeitigen Erkennung dieser Völker sind wir Bienenväter gefordert unsere Sinne entsprechend weiter zu schärfen.


    LG

    Frank

    www.bienenpower.de

    Für mich heißt das: Nicht der frühe, sondern der späte Vogel hat bessere Chancen, den Wurm zu fangen. Behandlung also im Regelfall erst um oder kurz nach Weihnachten (so wie heuer). Klappt das mal nicht und gab es auch vorher kein sicher brutfreies Fenster, dann hätte ich keine Hemmungen, auch mal bis Mitte Januar zu warten. Die Bienen wären mir wichtiger und jeder weiß, in der Praxis machen diese 2 Wochen für den Honig keinen Unterschied.

    Hallo Hornet,

    2013 berichtete eine niederländische Wissenschaftlerin am Rande der Großimkertage,

    damals noch in Soltau, von einer mehrjährigen Studie welche an verschiedenen

    Standorten durchgeführt wurde. Diese beschäftigte sich mit dem wirksamsten

    Zeitpunkt einer Varroa Winterbehandlung. Die späten Behandlungen, Mitte Januar

    waren über alle Jahre am erfolgreichsten, auch im Hinblick auf die weitere Völkerentwicklung

    und Varroapopulationsdynamik in der darauf folgenden Saison.


    Persönlich habe ich in den letzten Jahren auch schon Mal ganz oder teilweise aus beruflichen/zeitlichen Gründen auf die Winterbehandlung verzichten müssen. Ich habe das

    bisher nie bereut, aus züchterischer Sicht sicherlich eher davon profitiert !


    LG

    Frank

    Selbst wenn es nur 2-3 handtellergroße Flächen sind, macht es die Varroabehandlung zunichte.

    Warum sind gerade im Herbst letzten Jahres soviele Völker an der Varrao eingegangen?

    Nicht nur weil die Sommerbehandlung,zu spät oder falsch angewendet wurde, nein, weil die Winterbehandlung 2018 nicht richtig gewirkt hat, die Temperaturen um November-Dezember, waren genau so wie Sie letztes Jahr 2019 waren.

    Nämlich viel zu warm.

    Genau so sieht das aus !


    Die Institute müssen sich endlich mit dieser Problematik auseinander setzten.

    Kirchhain ist hier nach meinem dafürhalten auf einem guten Weg ! Grundsätzlich arbeiten die

    Institute jedoch heute nicht mehr für die Imker wie diese es erwarten, sondern fast ausschließlich

    Projektbezogen. Die Fragestellungen haben oftmals mit praktischem imkerlichen Nutzen wenig

    zu tun. Daneben sind die staatlichen Institute auch nicht unabhängig von der jeweils angesagten

    Landwirtschaftspolitik, dessen Brot ich esse.....

    Ich denke da liegt noch viel Arbeit und ein Umdenken vor

    Vieles spricht dafür das die herkömmliche Winterbehandlung bei diesen Rahmenbedingungen

    an Bedeutung verliert. Sie geht ja auch nicht spurlos an den Völkern vorbei, Aufwands- und

    Nutzenverhältnis stehen in Frage. Hier rückt dann wieder eine Anpassung der Betriebsweise unter der Saison in den Mittelpunkt der Betrachtungsweise. Bernhard Heuvel wird u.a. diese Thematik in seinem Varroa Workshop bei den Imkertagen in Celle näher beleuchten: „Varroabehandlung – das Konzept für den eigenen Betrieb“

    In manchen Gegenden ist das früher,in anderen Gegenden später, flexibel heißt das Zauberwort, nicht nach Schema F und alles gleich machen, das funktioniert nicht mehr.

    Treffer versenkt ! :*


    LG

    Frank

    www.bienenpower.de

    Und Kunden ziehen häufig den viel weicheren, "schleimigen" Cremehonig vor, der auch viel mehr einer Creme nahe kommt als der "solide, aber korrekte Cremhonig". Und da sind viele Großabfüller, aber meiner Erfahrung nach auch viele Berufsimker eher auf Seiten der Kunden und bieten den weicheren "Schleimhonig" an, auch wenn es fachlich nicht optimal ist.

    Sei Dir versichert, nach dem Genuss von perfektem creme Honig möchte die Mehrheit der Kunden

    nichts anderes mehr. Dieser liegt von der Konsistenz her genau zwischen Nutella im warmen Raum

    und Kühlschrank. Der eine oder andere Großabfüller / Berufsimker bekommt es schlichtweg auch

    nicht besser hin. Bei ungünstiger Ausgangslage (Qualität der Rohware) ist das auch schwierig. Das Endergebnis kann nur mit Top Rohware entsprechend ausfallen. Versuche mal Schleimhonig mit

    einem Wassergehalt unter 16% zu pflegen. Fakt ist aber auch das den ganz großen Spezialisten in dieser Materie nicht immer alles wie gewünscht gelingt :S

    Beim perfekten Creme Honig spielen viele Faktoren eine Rolle. Zuckerspektren,

    Wassergehalt, Rührintensität/Intervalle/Zeit, Temperatur uvm. .Darüber hinaus

    ist die kristalline Masse nicht homogen, kleine Kristalle schmelzen beim auftauen

    des Honigs bei einer bestimmten Temperatur eher auf als gröbere, letztere wirken

    sich dann in der Sensorik viel prägnater aus als wenn dieser Umstand beachtet

    würde. Weil dieses Thema so facettenreich ist, daher der Workshop.


    LG

    Frank

    Ich frage mich allerdings, welche Vorteile ein solcher Boden hat, da ich ja auch nicht mit den Bienen wander.

    Ein großer Pluspunkt an diesem Boden liegt gerade in seinen Wandereigenschaften

    Bleibt die Platte dann auch im Winter drin?

    Platte kommt zum Winter raus


    Das würde bedeuten, dass der vordere obere Schlitz zum Flugloch wird und unten abgesperrt wird, darunter hat man dann ordentlich Platz für Gemüll, da verstopft nix, und man hat trotzdem noch "Luft" unter dem Bienensitz. Bei dem Flugschlitz braucht es auch keine weiteren Maßnahmen gegen Mäuse, denke ich mir?

    Genau so ist es


    Da man die Platte hinten an der Revisionsöffnung noch elegant entnehmen kann (wenn mich meine Augen nicht täuschen), dann wäre das für eine Behandlung per Sublimation von unten ja perfekt.

    Oder alternativ von vorne wenn man den Fluglochschieber entnimmt oder hochschiebt


    Ich wandere zwar nicht, aber transportiere manchmal notgedrungen, da wäre mir wohler, hinten für mehr Luft zu sorgen als "oben offen" fahren zu müssen.

    Trommelraum, Gitterboden unten, integrierte Lüftung hinten in der Revisionsöffnung und komplettes Lüftungsgitter von vorne zum wandern und fixen Bodenverschluss bei Bedarf. Oberlüftung i.R. nicht erforderlich.

    Geht er damit in Serie oder mag er Zeichnungen freigeben?

    Der Boden wird von einer Behindertenwerkstatt in Salzwedel in Serie gefertigt, Kesseldruckimprägnierung läuft separat. Ist eine Weiterentwicklung des alten

    "Celler Bodens".


    LG

    Frank

    Die Bodenbeschaffenheit ist für mich auch ein nicht zu vernachlässigender Faktor: An Standorten mit Unterbewuchs (Gras/Wiese) wird durch die Pflanzen Feuchtigkeit transpiriert, sodass ich in meinen Völkern im Winter Schimmel auf den Waben beobachten konnte und an Waldrandstandorten mit trockenem Laub oder Erde/offenem Boden so gut wie gar keinen

    Mein Sohn hat sich unlängst gerade neue Böden fertigen, und im Anschluss Bienen geeignet Kesseldruck imprägnieren lassen.

    Ohne jemanden hier irgendwie zu nahe treten zu wollen, fehlt es oft einfach auch an detailliertem und fundiertem Fachwissen. Ein solider Creme Honig ist wie Nutella, etwas steifer, keinerlei Kristalle auf der Zunge spürbar. Honige sind von Jahr zu Jahr von ihren Zuckerspektrum unterschiedlich, das Verhältnis Fructose und Glucose schwank. Hier braucht es viel KnowHow und Fingerspitzengefühl welches in der Regel nicht in einem normalen Honiglehrgang vermittelt wird. Imker ist nicht umsonst ein Ausbildungsberuf und selbst dort gibt es teilweise erhebliche Defizite. Wie schon erwähnt diesbezüglich noch mal mein Hinweis auf den Honig Workshop im Rahmen der Celler Imkertage am Samstag 25.01.2020 Honigbearbeitung für Fortgeschrittene - Cremehonigherstellung nahe der Perfektion . Nicht nur das der Dozent Bienenzuchtberater und Imkermeister Wulf-Ingo Lau ein Top Profi in dieser Materie ist, auch sind unter den Teilnehmern etliche Profis welche den Workshop zur Weiterbildung nutzen. Der zwanglose Austausch mit ihnen selbst, und aus der Qualität ihrer Fragen an den Dozenten kann man für sich selber eine Menge Input ziehen den man sonst so in dieser Form nicht erhält.

    Hier bei uns in Norddeutschland brüten die Völker schon oder noch seit einigen Wochen wieder, nur wenige kleine, schwache Völker sind (noch) brutfrei. Bei verdeckelten Brutflächen in den Völker ist der Schaden durch das OS träufeln größer als der Nutzen.


    LG Frank

    Hallo Honigkopf,

    ja es waren beispielhafte Bilder aus meinem Fundus.

    Sicher ließen sich bei genauer Inspektion aktuell auch

    ähnliche Kandidaten unter meinen Völkern finden......

    Die starken Völker brüten dem Witterungsverlauf

    geschuldet schon rund drei Wochen wieder, diese

    werden dann wohl wie 2018 auch in 2019 keine

    Winterbehandlung mehr abbekommen. Auf der anderen

    Seite lagen die unabhängigen Varroakontrollwerte aus dem

    Labor wie auch die eigenen Proben im November

    bei so niedrigen prozentualen Werten bezogen auf die

    Bienenmasse das ich mir diesbezüglich auch keine

    gesteigerten Sorgen mache.