Beiträge von Frank Osterloh

    Liebe Imkerkollegen,

    unter folgendem Link findet ihr das Programm der Großen Celler Imkertage 2019:

    Programm Celler Imkertage 2019

    Alle interessierten Imker und Bienenfreunde sind zu dieser Veranstaltung mit

    fünf Workshops, vier Fachvorträgen und je einer Podiumsdiskussion & Betriebsvorstellung herzlich eingeladen.
    Mehr als 50 Aussteller aus 11 Nationen auf der großen angegliederten Fach-

    und Verkaufsmesse freuen sich auf ihren Besuch.

    Weitere Informationen zur Veranstaltung finden sie unter:

    Infos & Einladung Celle 2019
    Tipps rund um die Veranstaltung
    Vorläufige Ausstellerliste Celle 2019
    Parken Große Celler Imkertage 2019

    Für Rückfragen und Anregungen bezüglich der Veranstaltung stehe ich gerne zur Verfügung.

    Frank Osterloh
    DBIB Vorstand AG Nord

    Hallo,

    ich bilde meine Jungvölker im Juli bis in den August hinein, meist aus Kunstschwärmen (ca. 1kg Bienen) bzw. aus ausgelaufenen Brutwaben mit ansitzenden Bienen (2-3 Rähmchen DNM). Diese erhalten junge begattete Königinnen und eine Futtertasche welche gleichzeitig als Wärmeschied

    dient. Bis Anfang Oktober wird mit Wasser verdünnter Fertigsirup alle

    zwei Wochen gefüttert, und das wachsende Volk mit Mittelwänden

    erweitert. Futtermenge so angepasst das im Volk immer 2-3 kg Futter

    vorhanden sind. Ab Anfang Oktober wird auf Fütterung mit purem Sirup umgestellt und bis ca. 20 Oktober abschließend aufgefüttert. Etwaige

    Frostnächte in dieser Zeit oder kühle Temperaturen haben noch nie zu

    Abnahmeproblemen geführt.


    LG

    Frank

    Hallo Genscher,

    bilde einen kleinen KS für Dein Minni Plus und wähle auf jeden Fall

    diesen Umweg zur Umweiselung des Vollvolkes. Bedenke das eine

    junge Königinn erst im Alter von ca. 3 Monaten die normale Menge

    an "Pheromonabgabe" einer Weisel erreicht und sonst zuvor von den

    Bienen als minderwertig angesehen werden kann. Sie ziehen dann

    gerne auf den ersten Eiern der jungen Kö Umweiselungzellen.

    Je stärker der KS und größer der Anteil älterer Bienen im KS Bienenfleisch-

    Gemisch, je höher die Tendez der Bienen zu einem solchen Handeln.

    Durch unterschiedliche Genetik der neuen Kö und des KS Materials

    verstärkt sich dieser Effekt zusätzlich. Umweiselung mit Minni oder

    anderen Begattungskästchen nach dem Drohnenabtrieb der

    Vollvölker via Leerzarge mit Zeitungspapier unproblematisch. Gerne

    ist die neue Queen zu diesem Zeitpunk schon 6 Wochen oder älter

    und von Ihren eigenen Nachkommen im (erweiterten) Begattungskästchen

    umsorgt.


    Ich empfehle meinen Kunden grundsätzlich folgendes im Hinblick

    auf die weitere Verwendung von jungen begatteten Königinnen:

    - Kleinen KS bilden aus 500-1000g Honigraumbienen verschd. Völker

    (wichtig sind junge Bienen, keine alten Tanten !).

    - nach 2 Stunden Kö im Käfig unter Festverschluss dem KS zuhängen,

    diesen mit einem feuchten Futterteigfladen am Lüftungsgitter der

    KS Kiste oder Gitter-Papierkorb (beides ggf.schräg an die Wand stellen)

    und etwas Wasser aus dem Wassersprüher versorgen (nach24h wiederholen)

    - KS für 48-72 Stunden kühl (16-18 Grad optimal) und dunkel in

    Findungsphase schicken, ggf. Varroabehandlung vornehmen.

    - KS in der späten Abenddämmerung (nach Beendigung des regulären

    Bienenfluges) auf MW einschlagen, also in Boden/leere

    Zarge welche anschliessend mit einigen MW aufgefüllt wird. Festverschluss

    Versandkäfig ausbrechen und mit dünner Schraube/Nagel Fresskanal durch

    oberflächig trockenen Futterteigverschluss bohren und Käfig in mittlere

    Gasse der MW hängen. Werv es sich zutraut verzichtet am besten auf

    Begleitbienen im Versandkäfig ab diesem Moment.

    - Flugloch der Beute so eng machen das nur eine Biene hindurch passt !!!

    - Dünn füttern, ich tue es gerne mit Sirup auf Rübenbasis mit

    Wasserzugabe von 25%. Futter sorgt für Bautrieb und gute Stimmung.


    Nach Bedarf:

    Wenn die Kö später nach Annahme und dem Schlupf des ersten eigenen Brutsatzes

    von den eigenen Nachkommen umgeben ist, lässt sich das Jungvolk unproblematisch

    mit Brutwaben (Varroaproblematik beachten) oder Bienenfleisch (

    am besten mit Rampe vors Flugloch zum einbetteln kippen) verstärken.

    Hallo,

    am besten ist es zu dieser Zeit via Kunstschwärmen Völker gezielt für die Heide aufzubauen.

    Die nackten Kunstschwärme können problemlos mit OS behandelt, und ein Varroa Reset

    herbeigeführt werden. Diese Jungvölker stelle ich dann gerne zur Entwicklung an Flächen wo

    die Landwirte Blühmischungen angebaut haben.


    LG

    Frank

    Hallo Holger,

    ja es handelt sich um die Königinnen, welche später nach einschlagen der

    Bienen in die Beuten zum freifressen eingehängt werden. Wärme spendet

    die Bienentraube direkt unterhalb des Käfigs.

    Es wäre problemlos möglich die Kö auch in die Kisten zu hängen, hab ich

    früher so auch praktiziert......dann wurde ich faul und optimierte die Kisten.

    Funktioniert einwandfrei. Mein "Keller" steht oberirdisch und ist isoliert wie

    ein 3 Liter Haus, ca. 16-18°C.


    LG

    Frank

    Hallo,

    zum Thema "Steuerfragen" in der Imkerei gibt es einen Workshop

    bei den Imkertagen in Celle am 20.01.2018 . Hier werden die

    verschiedensten Konstellationen aus dem Steuerrecht, Rechnungslegung

    usw. von einem der erfahrensten Steuerberater auf diesem Gebiet beleuchtet.

    Anmeldungen sind über diesen Link möglich:


    Anmeldung Steuerworkshop Imkertage Celle


    Im Preis sind hochwertig belegte Brötchen, Kaffee, Saft & Wasser inbegriffen !





    LG

    Frank

    DBIB Vorstand AG Nord


    Hallo Horst,

    auch ich sprühe sie in der Kiste mit OS ein. Kiste wird aufgestaucht damit die "Gesellschaft"

    am Boden liegt, eingesprüht, Kiste durchgeschüttelt, eingesprüht, nochmal durchgeschüttelt

    und eingesprüht. Menge in ml hab ich nie gemessen, geht aber fix. Hab mal Fotos von meinen

    KS Kisten der neusten Generation angehängt, hab mir 30 Stck. im Winter 15 davon gebaut.

    Gegenüber meinen alten Kisten nach Muster "Celler KS Kiste" können hier Futterteig und

    Königin im Käfig einfach oben auf die KS Kiste aufgelegt werden. Das ist recht praktisch.


    LG

    Frank

    Ich unterschlug:

    KS gelingen besonders gut wenn man Bienenfleisch verschiedener Völker mischt !

    Hinsichtlich der Völkerentwicklung sind Futtertaschen und dünne Flüssigfütterung

    Futterzargen oder zugehängten Futterwaben deutlich überlegen. Am besten

    funktionieren Styroporfuttertaschen, Holz oder Kunstoff gehen aber auch.h

    Wenn man die Wahl hat sind Kö die schon einige Wochen legen schöner als solche

    die gerade mit dem Stiften begonnen haben.


    LG

    Frank

    Hallo,

    ich investiere ungern mehr als 1kg Bienenfleisch bei KS Bildung Ende Juli/Anfang August.

    Dann ist wichtig:

    1. ein homogenes Bienengemisch des KS von Bienen aller Alterstufen

    2. die Behandlung des KS mit OS nach Bildung in der KS Kiste/Papierkorb etc.

    3. KS nach 48-72 Stunden in der Abenddämmerung einschlagen (auf MW o. trockene h.Waben)

    4. Am Anfang genügen 4-5 Waben, mittels Futtertasche eng schieden (Futter feuchter Teig am Anfang, nur erste Fütterung, 1,5kg langt)

    5. Flugloch ganz eng

    6. wöchentlich dünn füttern (Rübensirup+25% Wasser), 1,5 Liter

    7. mittels Futtertasche immer ganz eng halten bis der Schlupf der ersten Brutflächen beginnt

    8. wenn sie beginnen in die Futtertasche zu bauen, bzw. Wabe/MW hinter ihr belagern erweitern


    Der Schlüssel liegt in der dünnen Fütterung und dem engen Schieden.

    Es ist nicht relevant das diese Jungvölker zur Einwinterung eine Zarge voll mit

    Bienen machen, 8-9 Wabengassen sind völlig o.k.

    Die Schweizer Kollegen würden solche Einheiten Mitte Oktober dann

    noch einer Blockbehandlung mit OS und der Gaskartusche unterziehen, das dürfen wir

    hier nicht !


    LG

    Frank

    Ich sehe das Problem nicht so direkt bei der Milchsäure, sondern eher bei der Tatsache, dass im Sommer eine Behandlung, wie auch immer durchgeführt wird. Danach wird der Behandlungserfolg mehr oder weniger kontrolliert und die Varroabehandlung bis zur Winterbehandlung weitgehend als erledigt betrachtet. Das kann funktionieren, tut es aber oft nicht, weil zwischen Sommer und Winter viel passieren kann.

    Mit den organischen Säuren lässt sich m. E. kein idiotensicheres Verfahren etablieren. Das Problem liegt weniger bei der Säure, eher bei dem vernünftigen und gebotenen Maß der Kontrolle und der Anwendung.

    Hallo,

    vorweg, ich bin ein Freund der Varroabehandlung mit organischen Säuren.

    Idiotensichere "Verfahren" gibt es meiner Ansicht nach weder mit organischen

    Säuren, noch mit systemisch wirkenden Mitteln. "idiotensicheres Verfahren"

    impliziert für mich das Jahr für Jahr mit den identischen Maßnahmen zum gleichen

    Zeitpunkt angewendet erfolgreiche Varroabekämpfung durchgeführt werden könnte.

    Bezöge sich das nur auf die reine Behandlung, läge hier schon beim Zeitpunkt für

    eine günstige (Spät-) Sommer Behandlung der Hase im Pfeffer. Dieser verschiebt

    sich von Jahr zu Jahr und ist abhängig vom Beginn und Umfang des Brutgeschäftes

    im Frühjahr und dem weiteren Witterungsverlauf. So varriert der Zeitpunkt für eine

    gezielte, möglichst effektive Sommerbehandlung, keine Spättrachtnutzung vorrausgesetzt

    bei mir hier im Raum Hannover zwischen ca. 20.7. und 20.8. eines Jahres. Eine frühe

    Sommerbehandlung am Ende der zweiten Juli Dekade, beispielsweise mit dem Nassenheider

    Prof. und AS60% erfordert oft noch eine Spätsommerbehandlung, z.B. mit Verdunster wie

    vor bei geeigneter Witterung, Anfang Oktober. Letztere kann wiederum oftmals verbleiben,

    wenn die Sommerbehandlung erst Ende der 2. August Dekade erforderlich wurde.

    Idotensicher kann man ein Varroabehandlungskonzept m.E. fahren wenn man Behandlung

    und Betriebsweise zielgerichtet (Ziel=keine varroabedingten Winterausfälle) miteinander

    verknüpft. Beispielsweise das ich in der heissen Phase der Saison keine Brutwaben Ableger

    bilde sondern alternativ Fluglinge oder Kunstschwärme wenn es erforderlich ist die

    Völker zurück zu nehmen. Weiter werden dann alle Völker, wieder keine Spättrachtnutzung

    vorrausgesetzt, nach der Sommertracht (z.B Winterlinde) konsequent zu Kunstschwärmen

    verarbeitet und mit OS behandelt (Brutwaben nehmen den Weg zum KS über Brutsscheunen auf separaten Standplätzen). Neben den Vorteilen der Bauerneuerung und Umweiselungsmöglichkeit ist hier ein hocheffektiver "Varroa-Reset" möglich. Im Eigeninteresse ist es sinvoll bei benachbarten Imkerkollegen für eine ähnliche Vorgehensweise zu werben und diese ggf. zu unterstützen.

    So lassen sich Ende Juli aus einem Wirtschaftsvolk problemlos drei/vier KS mit jeweils einem

    guten Kilo Bienenfleisch und junger Kö bilden und über dünne Fütterung bis zur Einwinterung zu

    schönen gesunden Jungvölkern aufbauen, Winterbehandlung & fertig. Der Arbeitsaufwand ist mit entsprechender Routine auch bei größerer Völkerzahl gut zu bewältigen, und in anbetracht der genannten Vorteile allemal besser als vergeutetes Winterfutter und der Aufwand beim abräumen toter Völker im Frühjahr !


    LG

    Frank