Beiträge von Reinhard Schindele

    Hallo !


    Ich habe einen am Boden liegenden Schwarm so gefangen:


    Einfach die leere Schwarmfangkiste direkt neben den Schwarm auf den Boden gestellt, mit der offenen Seite seitlich zum Schwarm.
    Die Bienen fühlten sich von dem dunklen Hohlraum angezogen, sind dort ganz von selbst einmarschiert und haben sich in der Kiste als Traube gesammelt.
    Ich habe dabein auch die Königin gesehen, wie sie in die Kiste einmarschiert ist.

    Hallo Züchter!


    Habe mal eine Frage zu den Apideas.
    Nach der Begattung der ersten Serie im Apidea und der Entnahme der begatteten Kö. gibt es ja die Möglichkeit, durch Zugabe einer schlupfreifen Weiselzelle die Einheit wieder neu zu beweiseln.
    Muss dabei 9 Tage gewartet werden bis alle Brut gedeckelt ist und man nach Ausbrechen der Nachschaffungszellen die Edelzelle zugibt? Oder kann man sofort nach der Entnahme der beg. Kö. eine WZ zugeben?
    Wer hat hierf Erfahrung? Wie ist die Annahme?


    Vielen Dank im Voraus für die Antworten!


    MfG Reinhard Schindele

    Hallo Kollegen!


    Ich möchte auf einem Privatgelände einen kleinen Infostand zum Thema Bienen veranstalten. Es soll sich an Laien wenden und vor allem Kinder ansprechen. Auf jeden Fall möchte ich einen Schaukasten aufstellen, evtl. Kerzen ziehen lassen und "Bienenwettfliegen" lassen. Was kann man denn an so einem Tag noch Interessantes anbieten?


    Hat jemand Ideen oder Erfahrungen mit so einer Veranstaltung?


    Muß für so eine Veranstaltung eine Versicherung abgeschlossen werden?


    Bin für alle Infos dankbar.


    Liebe Grüße, Reinhard

    Servus!


    Die Süddeutsche Imkergenossenschaft betreibt eine Filiale im Münchener Osten und hat alles, was das Imkerherz begehrt. Adresse: Wolfesing 1, 85604 Zorneding. Anfahrt: Von München kommend über Haar, Vaterstetten, Baldham raus Richtung Zorneding, kurz vor der Ortschaft Zorneding auf der Umgehungsstraße immer Richtung Gewerbegebiet Zorneding/Markt Schwaben halten. In der kleinen Ortschaft Wolfesing dann gleich nach dem Ortsschild scharf links abbiegen und schon bist du da (letztes haus rechts). Telefon: 08106/24 70 70.
    Bin dort selber Filialleiter.


    Schönen Gruß, Reinhard

    Hallo Sabine,


    in deiner Kostenrechnung sind einige Punkte, die mir "Kopfzerbrechen" machen:
    - du rechnest als Arbeitsaufwand 3 Std.?! Ich würde sagen, in einer wirklich gut eingespielten Imkerei in größerem Stil kommt man ohne Vermarktung mindestens auf 10, eher auf 12-15 Arbeitsstunden je Volk.


    - du gibst mehr als 450 € Umsatz je Wirtschaftsvolk als Plangröße an. Wäre das eine verläßliche Plangröße, es würde nur so von Berufsimkern wimmeln. Der "Planumsatz" mit 300.-€ Honigumsatz und 2 verkauften Jungvölkern je Wirtschaftsvolk zeigt sehr schön den Unterschied zwischen Plan und Realität.


    - Du gibst in deiner Rechnung einen Kilopreis von 12.- € an. Das ist ein stolzer Preis. Meiner Meinung nach evtl. in Kleinmengen zu erreichen, sicher aber nicht bei größeren Mengen oder nur durch stark erhöhten Aufwand (z.B. Demeter-Imkerei). Wieviel Honig verkaufst du denn jährlich zu dem von dir genannten Preis? wenn du keine exakten Zahlen nennen möchtest, sag doch mal eine grobe Hausnummer (ein paar Zentner, eine Tonne, mehr als drei Tonnen...?)


    Schöne Grüße, Reinhard
    (der seit nun schon 6 Jahren eine Nebenerwebsimkerei aufbaut und mittlerweile eine leise Ahnung davon hat, wie der Hase läuft

    Hallo Kollegen!


    An anderer Stelle wurde hier von einem Kollegen berichtet, dass er vor der Spättracht eine Zwischenbehandlung mit Ameisensäure durchführt. Nach der Behandlung werden neue Honigräume aufgesetzt, um eine "Kontamination" des später eingetragenen Honigs aus der Spättracht zu vermeiden. Die Behandlung ist sicher eine Entlastung für die Völker im Hinblick auf den Varroa-Befallsdruck. Aber was ist mit dem Honig?
    Ist es zulässig, im Sommer eine Zwischenbehandlung durchzuführen?
    Ist nach dem Austausch der Honigräume trotzdem mit einer "Versauerung" des folgenden Honigs zu rechnen?


    Wer weiss Bescheid? Schöne Grüße, Reinhard.

    Servus Ludwich!


    Habe bisher Zellen gebrochen, aber das mach ich nicht länger so weiter (zu arbeitsintensiv, siehe oben).


    Bin selber auch noch am ausprobieren, welche Methode am besten für mich passt. werde kommende saison bei einem teil der völker vor der schwarmzeit kö.abl. bilden. evtl mit späterer rückvereinigung, damit die völker für spätere trachten nicht zu schwach werden.


    beim anderen teil werde ich brutdistanzierzung nach hölzer machen (= vgl. demaree-plan), bei ein paar werde ich cb à la sabi(e)ne ausprobieren.


    Da ich viel wandere muss bei meinen völkern ab ca. 20.5. das schwarmthema erledigt sein. bisher habe ich bis mitte juni nur
    nahwanderungen gemacht, da war zellenbrechen noch möglich.


    schöne grüße, reinhard

    Hallo!


    @rst: zu diesem frühen Zeitpunkt auf jeden Fall 1 Zarge LW oben drauf, nicht MW! Für eine ganze Zarge MW ist es (jedenfalls bei mir) um diese Zeit noch viel zu früh. Die MW würden nicht ausgebaut, das Volk säße dann nur auf 2 FLzargen und würde sehr bald in Schwarmstimmung gehen.


    Schöne Grüße!

    Hallo Leute!


    An dieser Stelle mal eine kritische Anmerkungen zur "wesensgemäßen Bienenhaltung" nach Demeter-Richtlinien:


    Demeter-Imker arbeiten mit Naturbau im Brutraum. Der Naturbau weist in aller regel einen wirklich sehr hohen Anteil Drohnenbau auf und die völker unterhalten damit im Sommer enorm viel Drohnenbrut. Das erfordert den Sommer über ein konsequentes Ausschneiden der Drohnenbrut spätestens alle 9 Tage, wenn auch auf schwarmzellen kontrolliert wird. Schenkt man sich das Drohnenbrutschneiden, erlebt man im Herbst eine wirklich böse überraschung (wie ich aus eigener leidvoller erfahrung weiss). Die Vermehrung der Varroen ist durch die viele Drohnenbrut rasant!!!


    Da ja kein Baurähmchen verwendet wird, ist man also gezwungen fast allwöchentlich den ganzen Brutraum durchzusehen und die vielen verzettelten Drohnenbrutecken auszuschneiden. Eine echte Tortour für Imker und Bienen! (eigene Erfahrung!)


    Wie man das mit einer "wesensgemäßen" Bienehaltung vereinbaren kann, ist für mich fraglich.



    Ich wollte vor 6 Jahren selbst meine Imkerei auf demeter-betriebsweise umstellen, habe 2 Jahre umgestellt auf Naturbau und Erfahrung in der demeter-Betriebsweise gesammelt. Mit dem Ergebnis, dass ich aus der praktischen Erfahrung heraus von der Betriebsweise nicht mehr überzeugt bin.


    Schöne Grüße, Reinhard

    hallo leute!


    danke für die glückwünsche! Sitz grad mit meiner kleinen aufm arm vor dem pc.


    Bei der Frühjahrskontrolle Ende März/Anfang April ist die unterste Fl-Zarge i.d.R brutfrei, Bienen und Brut in der 2. u. 3. Zarge. Macht man jetzt gar nix, so habe ich schon beobachtet, dass die bienis lieber oben bleiben und sehr früh in Schwarmstimmung gehen, als den unteren Raum zu besetzen.
    Ich finde, dass ein Zargenwechsel zu diesem Zeitpunkt Sinn macht (unterste nach oben), da das Brutnest in 2 und 3 quasi unberührt bleibt, die Aufwärtstendenz jedoch unterstützt wird. Zudem bekommt man die verbliebenen Futterwaben nach unten, wo keine Gefahr besteht, dass sie bei der Ho.ernte mitgeschleudert werden.
    Im Zuge der Bauerneuerung gebe ich aber nicht den untersten Raum wieder oben drauf, sondern entferne ihn ganz und setze oben eine Zarge mit frischen LW drauf.


    Von mehrfachen Zargenwechseln hintereinander im Abstand von 2 oder 3 Wochen halte ich nichts. Das erscheint mir doch eine zu arge Störung der Brutnestordnung zu sein. Ich denke auch nicht, dass diese Maßnahme zu stärkeren Völkern führt.


    schöne grüße, reinhard

    Servus!


    Als Vorteil für Großwaben fallen mir ein:


    * "einfachere Schwarmkontrolle, da nur wenige waben zur Durchsicht"
    - finde ich nicht, siehe obige Antwort
    * schnellere Entwicklung im Frühjahr auf der Großwabe, die nicht durch Rähmchenholz zerstückelt ist
    - ich konnte hier keine signifikanten Unterschiede feststellen. Das Rähmchenholz zeigt für mich keine sichtbaren Beeinträchtigungen für die Bienen.
    * die großen Brutwaben einer voll leistungsfähigen Kö. sind absolut ein optischer Leckerbissen!
    - das sieht wirklich toll aus!



    Als Nachteile sehe ich:


    - aufwendigerer Zargenbau (ich will keine verleimten Mehrschichtplatten verwenden, sondern Holz. Das wird dann schwierig zu besorgen und zu verarbeiten)
    - zweierlei Rähmchenmaße, d.h. zusätzliche Komplexität, die immer einhergeht mit Mehrarbeit.
    - wirklich ungut schwere Bruträume. Hin und wieder kommt man in den Genuss, auch Brutraumzargen bewegen zu müssen, dann jodeln die Bandscheiben! (was tun z.B. mit einer Zarge übriger Futterwaben?)
    - aufwendige Bauerneuerung (siehe oben)
    - honigt der Wald, dann bleibt enorm viel Tauhonig im Brutrraum (10 kg oder sogar noch mehr ist da keine seltenheit!). Das ist unwirtschaftlich! Oder man schafft sich zusätzlich eine Dadant-fähige Schleuder an, das ist auch unwirtschaftlich.
    - oft zeitaufwendigeres Arbeiten am Volk- rähmchenweise statt zargenweise (z.B. Beweiselung eines Volkes mit einem Ableger)
    - nicht optimale Anpassungsmöglichkeit des Brutraums an die Bedürfnisse des Volkes. Zur Zeit der steilen Aufwärtsentwicklung im Mai/Juni finde ich, darf der Brutraum eines starken Volkes größer sein als 1 Zarge Dadant. Deswegen wird bei mir 2 Mal (Ende April und ca. 20. Mai) die oberste Brutraumzarge zum Honigraum. Damit umfasst der Brutraum zur Hauptentwicklungszeit 6 Wochen lang 3 Flachzargen: 2 Zargen unten, in denen die Kö. lehgen kann und 1 Zarge über Absp.gitt, in der die Brut bis zur Ho.ernte ausläuft. (Nachzulesen bei georg Schuster "erfolgreiches Imkern im flachzargenmagazin)


    Wie gesagt, jeder muss für sich das passende System finden. Ich bin halt ein Flachzargen-Fan geworden.


    schöne grüße, Reinhard

    Hallo Ralph!


    Leider kann ich nicht zum Treffen kommen, bin grade Vater geworden :D , da geht die Familie vor. Ich hoffe, dass es wieder mal ein Treffen geben wird, dann bin ich gerne dabei.


    Was mich von der Großwabe zur Flachzarge gebracht hat:
    Immer mehr Völker bei gleichzeitiger Berufstätigkeit. Da muss man "schnell" imkern lernen.



    Zitat

    Neben dem erhöhten Materialaufwand, gehe ich im Moment davon aus, dass bei 3 BR auch 3mal so viel zu beachten ist.


    zur Schwarmkontrolle, falls du das meinst:


    Die Kippkontrolle geht in den Flachzargen mindestens genauso gut wie in Standardzargen. Ist evtl. bei Flachzargen sogar noch besser, da du beim Blick von unten in die Wabengassen einen größeren Anteil der Wabenfläche überblickst als bei höheren Rähmchen.


    Grundsätzlich mag ich aber die Schwarmkontrolle mittels Kippkontrolle und Zellenbrechen nicht: Macht elend viel Arbeit und endet meist damit, dass doch noch einige Schwärme fallen. Man hat also viel Arbeit und doch die Schwärme.


    Das Argument der Dadantimker, dass man bei der Schwarmkontrolle nur 10 Waben durchsehen muss, und daher Arbeitszeit spart ist meiner Ansicht nach nur eingeschränkt gültig.
    * Eine Dadantwabe nach Zellen oder mal nach der Kö. abzusuchen ist viel zeitaufwendiger als eine Flachzargen-Rähmchen. Die sind auf Grund des kleinen Formats sehr übersichtlich.
    * Noch viel zeitsparender als die Anzahl der zu untersuchenden Waben gering zu halten ist: eine andere Schwarmverhinderungsmethode wählen.


    Habe selber Zellenbrechen und Kippkontrolle jahrelang praktiziert und habe davon jetzt endgültig genug!

    schöne grüsse, reinhard