Beiträge von Immenreiner

    Hallo du Anonymous,


    leider ist auch meine Imkerei nicht so einförmig wie ich mir es wünschte. Ich hatte durchaus noch Altbestände, mit denen ich das ausprobiert habe. Das hätte ich auch deutlicher formulieren können, hätte aber an der Aussage an sich nix geändert. Apropos, die Plastikwaben fliegen heuer nach der Ernte ganz 'raus. Kannst du sie brauchen? 10 Stück für 5 EURO? Sorry übrigens für die späte Antwort, habs ganz übersehen.

    Hallo,


    schau doch mal bei einem Imkereibedarf in der Umgebung. Da stehen manchmal Ausstellungsstücke zu günstigen Preisen. Oder aber frag da nach den Preisen für Markenschleudern. Ist oft günstiger als beim Hersteller selber. Beispiel: eine Fritz-Schleuder, Preis 3555,- Angebot von Fritz 3400,- zzgl. Fracht, Angebot vom Händler: 3300,- frei Haus (alles in EURO).


    Alternative zu den "grossen" ist Fa. Schmidt in Heubach-Lautern. Bei geringerem Anspruch oder wenigen Völkern sind die Geräte ok.

    Hallo Poldi,


    wenn bei euch Bienenhaltung ortsüblich ist und du mit deinem Bienenstand einen Abstand von 5m zur Grundstücksgrenze einhälst kann dir dein Nachbar nicht am Leder flicken. Ist es der direkte Nachbar oder ein entfernter. Wenns ein entfernter ist, hat er ohnehin keine Chance. Versuch doch mal ihn durch ein Glas Honig zu besänftigen.

    Hallo Thomas,


    gerne versuche ich dir eine Antwort zu geben.


    Leider kannte ich Bruder Adam nicht mehr persönlich und konnte ihn hierzu nicht befragen :sad:. Wie du sicherlich weisst versuchte mit etwa 60 verschiedenen (!) Carnica-Herkünten eine Kombination. Jedoch stellt ihn keine zufrieden. Das heisst, in seinen Augen, war keine Kombination BESSER als der bisherige Buckfaststamm. Eine neue Kokmbination wurde ja nur dann zum Stamm erhoben, wenn sie in einer oder mehreren wichtigen Eigenschaften einen Fortschritt darstellte. Das gelang Adam nur mit den Carnicaverwandten von Athos und dem griechischen Festland. Er erreichte dadurch meines Wissens eine schnellere Frühjahrsentwicklung. Den größten Fortschritt erreichte er meist durch Einfügung einer bislang züchterisch wenig bearbeiteten Rasse, so z.B. Athos, Monticola oder Sahariensis.


    Was ihn an der Carnica immer störte, war die graue Verdeckelung der Honigwaben. Das mag kleinlich erscheinen, war für ihn als Wabenhonig-Produzenten sehr wichtig und ist auch heute noch in der Praxis gewiss nicht von Nachteil. Einige Linien der Buckfast zeigen dieses Merkmal heute noch. Auch der kaum zu bändigende Schwarmtrieb war für ihn ein Ausschlusskriterium.


    Ich hoffe, nix vergessen zu haben, sonst einfach nochmal posten!


    _________________
    Volle Honigtöpfe wünscht...


    Reiner Schwarz
    auch Systemweisel bei buckfast.de


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Reiner Schwarz am 2002-05-21 17:07 ]</font>

    Hallo beisammen,


    es ist schön, dass sich hier eine so intelligente Diskussion entfacht.


    Es ist unabdingbar, dass Reliktpopulationen durch Schutzgebiete erhalten werden. So auch bei der dunklen Biene. Leider sind wir in D nicht in der Lage noch auf eigene Ressourcen in dieser Hinsicht zurückgreifen zu können. Gerade deshalb ist wohl D ein gutes "Versuchsgelände".


    Dennoch habe ich einige Einwände zum Beitrag von Hanspeter.
    Es ist sehr zu begrüssen, dass ihr euren Stamm auch auf Sanftmut züchtet. Das wurde wohl jahrelang etwas vernachlässigt. So erzählen mir Imker aus unserem Kreisverband mit Schrecken von einem Besuch in der Schweiz (auf einem Stand im Hochgebirge in der Nähe eines Passes, leider hab' ich den genauen Ort vergessen). Die Verfolgungslust der dortigen Biene und die Verteidigungsbereitschaft war deutlich zu "spüren".
    Inwieweit die von dir festgestellt erhöhte Stechlust auf andersrassige Populationen zurückzuführen ist, hmmm... Es müsste sich doch anhand der Prüfung von Körpermerkmalen feststellen lassen ob eine Einkreuzung vorhanden ist. Andererseits erfährt man als Züchter immer wieder mal, dass sich eine Anpaarung nicht bewährt und ausselektiert werden muss und das unabhängig von der Rasse ob C, B, oder N. Könnte das nicht auch in diesem Fall so sein? Dass ein Rassegemisch nicht zwangsweise zu Stechern führen muss zeigte die Betriebsweise in der Lüneburger Heide, wo auf Rasse keine Wert gelegt wurde. Es wurde alles gehalten was nur recht gut schwärmt. Trotzdem war die Heidebiene keine Killerbiene. Aber natürlich KANN eine Fremdpaarung mal aggressive Bienen hervorbringen.
    Leider ist die Reinrassigkeit keine Gewähr für Sanftmut. Das musste ich mit einer C-Herkunft aus der Wiener Neustadt erfahren. Wow, waren die bissig! Und beileibe nicht alle bodenständigen Rassen der Apis mellifera sind sanfmütig. Das haben die Reisen von Bruder Adam deutlich gezeigt. Er führte seine Reisen zum Glück in einer Zeit durch, in der es noch intakte Originalbestände gab.
    Heute haben wir fast flächendeckend eine züchterisch bearbeitete Bienenpopulation, die uns überwiegend mit einer schönen Sanftmut erfreut. Aber das ist ein Fortschritt durch die Zuchtauswahl. Belegstellen und Schutzgebiete werden dafür immer notwendig sein.
    Noch ein Wort zu den Primorski-Preisen. Die sind in der Tat enorm und sollten aber nicht als die Zukunft angesehen werden. Erzeugt werden diese Preise durch die Abgabepreise der Forschungsgruppe Rinderer in den USA die ja ihre Arbeit zu einem Teil aus dem Verkauf von Königinnen finanzieren müssen. Betonen muss man, dass das Primorski-Projekt ein Versuch ist und noch lange nicht zu einem Ergebnis gelangt ist. Es wäre voreilig jetzt schon Schlüsse zu ziehen. Aber versuchen müssen wir etwas in diese Richtung. So wird die Gemeinschaft der Buckfastimker auch in diesem Jahr wieder einen Begattungsdurchgang mit Primorskis auf einer Insel durchführen. Die erzüchteten Königinnen sind aber noch im Probestadium und werde nicht verkauft, um keinen Preis. Durch das Probestadium sollte sich die allgemeine Imkerschaft auch noch mit der Verwendung des Materials zurückhalten, das ist meine Meinung.
    Eine Inselkönigin von einem guten Züchter wird wohl nach wie vor ab etwa 40 EUR zu haben sein, wenn man so die Anzeigen in der Imkerpresse sichtet.

    Hallo,


    du kannst durchaus von deinen standbegatteten Buckis nachzüchten. Bis in die F3 bleibt der Schwarmtrieb unter dem der Carnica und ist leicht in den Griff zu bekommen (i.dR. tritt kein Schwarmdusel auf). Je höher natürlich der Carnicaanteil wird, umso höher wird der Schwarmtrieb. Eine Buckfastkreuzung wirkt immer Schwarmtriebdämpfend.


    Eine Rückkreuzung einer Buckfast x Carnica mit Buckfastdrohnen wirkt ebenfalls schwarmtriebdämpfend. Man stellt fest, dass diese beiden Bienenrassen recht gut miteinander harmonieren und ertragreiche, schwarmträge und sanft Völker ergibt.


    Ein bisschen anders sieht es mit der dunklen Biene aus. Die echte Dunkle ist nicht recht "kompatibel". Die Braunelle oder Alpenbiene, wie sie in Österreich teilweise gehalten wird ist im Prinzip nix anderes als eine auf niedrigen Flügelindex, schmale Filzbindenbreite und lange Rückenhaare selektierte Carnica mit den üblichen Stärken und Schwächen dieser Biene.

    Hallo,


    mit Schweier wirst du zeimlich allein stehen, national gesehen. Versuchs doch mal bei Fa. Sagberger in Rohrdorf/Thansau. Der hat auch exotischere Sachen auf Lager, Tel. 08031-7614.

    Hallo,


    auch auf die Gefahr hin, daß mir jetzt Befangenheit oder auch "Schleichwerbung" vorgeworfen wird möchte ich ein paar ANmerkungen dazu machen.


    Es war auch die ausgesprochene Schwarmträgheit, die mich zur Buckfast "trieb". Ich glaube mittlerweile die wissen gar nicht wie man schwärmt :smile: Für das "Warum" gibt es mehrere Erklärungen auf die ich aber hier nicht eingehen möchte. Ich sollte aber anmerken, dass ich nicht nur mit Dadant imkere sondern auch mit Zander und zwei Bruträumen etc. Angezogene Schwarmzellen habe ich seit 1997 nicht mehr gehabt. Deshalb schenke ich mir die Schwarmkontrolle bei den Buckis. Und sollte eine schwärmen, dann "ist sie gut weiter" wie wir in Bayern zu sagen pflegen. So einfach ist das mit der Selektion auf Schwarmträgheit (aber bitte nicht mit der Carnica probieren :smile: ).


    Bei der Standbegattung von Buckfastköniginnen im Carnicagebiet erhält man eine Biene mit zwei Drittel Buckfastanteil. Dabei überwiegen die Eigenschaften der Bucki meistens. Die Schwarmträgheit nimmt leicht ab. Die Sanftmut verändert sich nicht. Die Nachkommen sehen immer noch aus wie Buckis (lederbrauner Ring).


    Natürlich ist auch die Bucki den allgemeinen Vererbungsregeln unterworfen. Es kann also immer Ausreisser nach beiden Richtungen geben. Hier heisst es Augen auf.


    Leider wird das "Stecher-Argument" immer noch ins Feld geführt. Hauptsächlich wegen des Versuches von Dr. Pechhacker in Österreich. Er legte vor Bienenvölker Kissen, die mit einer übelriechenden Chemikale getränkt waren. Danach wurde ausgezählt, bei welchen Völkern die meisten Stiche gesetzt wurden. Das waren die Völker mit Buckfast/Carnica-Kreuzungen. Ich möchte den Wert dieses Versuches absolut in Frage stellen, denn wo ist bitte die Analogie vom Abwehrverhalten gegenüber einer Chemikalie und der Behandlung durch den Imker. Die Versuche von fünf deutschen Bieneninstituten haben gezeigt, dass sich die Sanftmut durch Buckfasteinfluss nicht verschlechtert und das ist auch meine Erfahrung. In unserem Ort hat vier Jahre lang niemand gemerkt, dass ich die Buckfast halte. Bis ich bei der letzen Versammlung mal die Katze aus dem Sack lies.


    Bin ja gespannt, was so alles noch für Kommentare kommen...

    Hallo Hedwig,


    ich habe einen Arbeitskollegen, der mit seinem Vater im nahen Österreich eine Belegstelle für die dunkle Biene, Stamm "Salzburger Alpenland" betreibt. Dort wird diese Biene auch flächendeckend gehalten. Ich werde demnächst dort einen Besuch abstatten und dann davon berichten. Selber habe ich damit bisalng keine Erfahrung.

    Hallo beisammen,


    das sind ja alles hochinteressante Erfahrungen, auch wenn sie nicht positiv waren. Irgendwie passt das alles zu meinen bis dato aufgebauten Vorurteilen Mehler gegenüber :smile:


    Harry, deine Bienen (angebl. LH9346 waren goldgelb? Hmmm..., ich habe noch nie eine goldgelbe Bucki gesehen. Meine LH9346 war eher schön orangefarben. Schön waren sie schon ... Irgendwie glaube ich dir wurde da eine Ligustica-Hochzucht untergejubelt, da legte und legt man immer noch auf ein schönes Gelb grossen Wert.


    Heike, da können wir wohl immer wieder froh über "unsere" Bucki sein, respektive über den Schatz den wir von Bruder Adam vermacht bekommen haben. Über die Kurzlebigkeit hat er mja noch zu Lebzeiten geschrieben und bedauert, was aus der Ligustica verzüchtet wurde.


    Sabine, du hast mich zwar nicht gefragt, entschuldige also bitte mein Einmischen. Ein Umweiseln ist sicher nicht das Schlechteste. Frage doch mal bei Jos Guth nach, der sitzt in Luxemburg und kann schon etwas früher mit dem Züchten beginnen als manch anderer. Vielleicht hast du da Glück, auf alle Fälle würdest du dort "echtes" Buckfast-Material bekommen. Oder hat Heike schon was in petto??


    Eine Frage an alle Leser:
    Hat denn jemand GUTE Erfahrungen mit der Buckfast von Mehler? Dann bitte melden und beschreiben!

    Hallo Frieder,


    mach' ruhig weiter mit der Trogbeute. Das Teil ist ja auch bei uns in der Gegend weit verbreitet und es gibt wahrlich schlechtere Bienenwohnungen! Aber in einem Punkt reden wir vielleicht aneinander vorbei. Sehe ich das Richtig, dass du den Honig wabenweise entnimmst? Das wäre ja auch beim Magazin möglich und die Arbeitshöhe bestimme ich mir halt auch so wie es mir am bequemsten erscheint.


    Hab' noch was vergessen, mein Kollege hatte mit seinen 71 Jahren drei Vorfälle AUFEINMAL!! Das war wirklich eine harte Sache für ihn.
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    Volle Honigtöpfe wünscht...


    Reiner Schwarz
    auch Systemweisel bei buckfast.de


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Reiner Schwarz am 2002-05-13 12:20 ]</font>

    Hallo Michael,


    dein Einwand klingt plausibel, dennoch wurde festgestellt, dass das Sperma in der Spermatheka der Königin bestens vermischt wird. Bei der Begattung mit einem "stechfreudigen Drohn" treten und vielen "braven Drohnen" hat man in einem Volk halt ein paar Schwestern die grantig sind und die Mehrzahl nicht. Ich denke das hat auch jeder Imker schon mal beobachtet.